Kundenrezension

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorausschaubar und platt, 13. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Elysium [Blu-ray] (Blu-ray)
!!! Achtung !!! In der Rezension kommen Spoiler über die Geschichte des Films vor.

Die Geschichte ist bekannt und war schon oft da - und das wesentlich besser. Der ewige Kampf zwischen Arm und Reich.
Der arme, kleine Weise Max hat einen Traum: Hinauf nach Elysium, wo das Leben das Paradies ist (schon hier erste Paralellen zu Metropolis, Die Insel, The Time Machine...), doch er ist verdammt zu einem Leben auf der verseuchten, überbevölkerten Erde. Er wird Erwachsen, bleibt straffällig und Außenseiter, bis er seine Kinderliebe Fray wiedertrifft. Ihr gemeinsamer Traum war es, nach Elysium zu gelangen, das hatte Max ihr damals auch versprochen.
Die Geschichte fordert jetzt natürlich den letzten Antrieb, das Max in die Puschen kommt und alles riskiert. Es ist nicht Frays an Leukämie erkrankte Tochter, die auch noch einen tränendrückenden Auftritt hat, nein, es ist Max selbst, der bei einem überaus dämlichen Arbeitsunfall verstrahlt wird. Schaut man dem Film bis dahin zu, ist das alles klar wie Kloßbrühe, keine Überraschungen, keine Wendungen, vor allem aber keine psychologische Tiefe. Suspence geht anders. Man fühlt sich als ungläubiger Zuschauer in einer Farce, in der weder die Charaktere, noch die Umwelt oder die ganze Geschichte Tiefgang oder Realismus verspüren lassen. Und das Schlimmste dabei: Irgendwie wird man auch das Gefühl nicht los, dass Blomkamp und Co das alles todernst nehmen. Oft entsteht so ungewollter Sarkasmus, der einfach nur peinlich ist. Auch Elysium selbst wirkt unausgegohren, undurchdacht und flach.
Der zweite Handlungsplot mit Max' Chef Carlyle und der Verteidigungsministerin Delacourt, in der dieser ein Programm schreibt, das die Raumstation rebootet (?) und dafür sorgt, dass Delacourt die neue Präsidentin wird, ist alleine der Action und einer hohlen Erklärung verschuldet, wie sich am Ende alles zum Guten wenden kann. Der Schmuggler Spider (der einzige Darsteller, der in seiner Rolle wirklich glänzen kann, Wagner Moura) überschreibt am Ende einfach eine Befehlszeile und schon ist alles gut. Ein offenes Ende wäre sicher besser gewesen.
Fazit: Schade. Aber das passiert, wenn man einem so jungen Regisseur wie Blomkamp zu viele Freiheiten gibt. Die von ihm ersonnene Geschichte ist einfach nur Murks und wurde mit viel Geld auf Hochglanz poliert. Mir kommt es so vor, als wäre er sich der unabsichtlichen Plagiate und Parallelitäten zur heutigen Welt gar nicht bewusst. Die Erde sieht aus wie eine Favela in Mexico-City in der Armut, Gewalt und Elend herrscht (Und da wurde auch tatsächlich gedreht!). Die Arbeitsbedingungen in der Industrie, in der Max arbeitet, ist sicher nicht ein Bruchteil so schlimm, wie z.B. die Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern heute (Textilfabriken in Pakistan oder Bangladesch). Elysium wirkt wie ein superreicher Vorort in einer x-beliebigen amerikanischen Großstadt und die Flucht nach Elysium in all ihren Facetten wirkt 1:1 wie die Flucht aus Mexico nach Amerika per Schleuser.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.05.2014 01:14:15 GMT+02:00
Falk meint:
„Oft entsteht so ungewollter Sarkasmus, der einfach nur peinlich ist.”
Was soll denn ungewollter Sarkasmus sein? Ist ungewollte Ironie gemeint?

„Mir kommt es so vor, als wäre er sich der unabsichtlichen Plagiate und Parallelitäten zur heutigen Welt gar nicht bewusst.”
Wie sollte man sich unabsichtlicher Plagiate/Parallelen auch bewusst sein, wenn sie doch unabsichtlich sind? Und natürlich sind die unverhohlenen Parallelen Absicht. Schonmal District 9 von Blomberg gesehen? – arbeitet mit den gleichen Stilmitteln. Das ist genau sein Thema. Der kommt aus Südafrika und hat genau sowas sein Leben lang beobachtet …

„Die Erde sieht aus wie eine Favela in Mexico-City in der Armut, Gewalt und Elend herrscht (Und da wurde auch tatsächlich gedreht!).”
Na wenn tatsächlich dort gedreht wurde, wo es so ist, wie es in dem Film dann rüber kommt, dann kann es ja nur eine unfreiwillige Parallele sein. m( (Als unbedarfter Kino-Besucher dachte ich damals doch glatt, dem wohnte eine Intention inne – danke, dass Sie als Kenner das ins rechte Licht rücken.)

„Die Arbeitsbedingungen in der Industrie, in der Max arbeitet, ist sicher nicht ein Bruchteil so schlimm, wie z.B. die Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern heute (Textilfabriken in Pakistan oder Bangladesch).”
Tjo, egal wie drastisch man so was darstellen will, die Realität setzt am Ende die traurigen Maßstäbe.

„Elysium wirkt wie ein superreicher Vorort in einer x-beliebigen amerikanischen Großstadt und die Flucht nach Elysium in all ihren Facetten wirkt 1:1 wie die Flucht aus Mexico nach Amerika per Schleuser.“
Ach nee! m(
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

3.5 von 5 Sternen (301 Kundenrezensionen)
5 Sterne:
 (111)
4 Sterne:
 (55)
3 Sterne:
 (56)
2 Sterne:
 (44)
1 Sterne:
 (35)
 
 
 
EUR 15,99 EUR 8,99
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Rezensentin / Rezensent


Ort: Mannheim, BW

Top-Rezensenten Rang: 637.085