Kundenrezension

118 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Demaskierung par excellence, 3. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann (Taschenbuch)
Die Niedertracht maskiert sich auf z. T. so geschickte Weise, dass man sie selbst an Menschen, die man zu kennen und einschätzen zu können glaubte, erst nach sehr vielen schmerzhaften Erfahrungen wahrnehmen kann.

Den roten Faden im (destruktiven) Verhalten einer mir einst sehr nahen Person hatte ich zwar bereits vor dem Lesen des Buches gefunden, war mir jedoch noch nicht im Klaren darüber, ob sie bewusst oder unbewusst handelte.

Als ich das Buch las, waren meine Kinder und ich bereits Opfer ihres "Hasses in Reinkultur" (wie die Autorin die wohl schlimmste Phase narzisstischer Gewalt nennt) geworden.

Wir alle waren von ihr systematisch abgewertet, benutzt und gedemütigt, durch Dauerstreit entzweit und (meine Kinder) durch emotionale Erpressung gefügig gemacht worden, alles unter dem Deckmantel "gut gemeinter Fürsorge", einer beliebten Maske der Niedertracht.

Die Autorin enttarnt maskierte Täter als Wiederholungstäter, Unbelehrbare und Unverbesserliche und unterstützt damit nicht nur die Opfer, sondern zeigt ihnen letztendlich auch die Sinnlosigkeit ihres Bemühens um eine Verbesserung der Lage auf. Als Opfer bist und bleibst Du Verlierer in einem perversen Machtspiel, wenn du dich nicht abzugrenzen vermagst.

Und selbst dann geht es noch weiter und zieht Kreise, wie wir im Rufmord, Mobbing, in der Verleumgung, im Stalking und der sozialen Ächtung erfahren haben.
Denn ein maskierter Täter ist ein Meister der Manipulation und zieht die Fäden längst vor der eigentlichen Trennung, damit man ihm seine Opferrolle glaubt.

So werden die eigentlichen Opfer, sogar Kinder, gebrandmarkt zu Tätern.
Die Welt steht Kopf, niemand glaubt dir mehr. Wenn du nicht an dich selbst glaubst, bist und hast du verloren.

Hier geht es endlich einmal nicht primär um den früheren Opferstatus des Täters, der jede noch so menschenverachtende Handlung durch diesen rechtfertigen oder entschuldigen soll. Im Gegenteil: Frau Hirigoyen bestärkt die Opfer darin, den gefährlichen Status quo zu erkennen und sich zu befreien aus dem Netz der Gewalt. Verständnis für den Täter ist meiner Meinung nach auch gar nicht angebracht, wenn andere Menschen (in meinem Falle meine Kinder) massiv und nachhaltig durch diesen geschädigt werden.

Erst beim Lesen dieses Buches wurde mir das starre Verhaltensmuster narzisstisch Perverser klar. Wenn Du denkst, sie lägen am Boden, holen sie noch immer zu Schlägen in Deine Herzgegend aus- dann erst recht. Sie handeln vielleicht nicht unbedingt bewusst, jedoch können sie nichts anderes als aus ihrer eigenen Zerstörung heraus zu zerstören.

Dass die Autorin den Opfern an Tipps zur Bewältigung des Traumas spart (außer Trennung und Hilfe durch Fachleute und Freunde), hat mich beim Lesen nicht gestört. Es ist schon ungemein hilfreich, nachzulesen, dass man sich in seiner Wahrnehmung nicht getäuscht hat, dass man nicht allein ist und dass sich narzisstisch Perverse niemals ändern werden.

Auch, wenn es schwer fällt, der Versuchung, sich unmittelbar zu wehren zu widerstehen, muss ich aus eigener Erfahrung sagen: Geduld zahlt sich aus, da der Täter sich letztendlich in seinem eigenen Verwirrspiel verstrickt, ganz so, wie es die Autorin vorhersieht.

Dritte lassen sich lange blenden von den verführerischen Masken des Täters mit der "weißen Weste", doch irgendwann fällt der Täter mitsamt seinem Lügengerüst um. In meinem Fall dauerte das ganze 15 Monate. Man muss schon den langen Atem der Liebe haben, um das unbeschadet zu überstehen.

Das Buch räumt mit jedem Mythos auf, handelt es sich nun um den Mutter-, den Partnerschafts- oder den Märtyrermythos. Man lebt schließlich nur einmal, und kein Mensch hat es verdient, so nachhaltig in seiner Integrität und Würde angefriffen zu werden, wie es die jene im Buch genannten Täter tun.

Warum sie das tun?

Weil ihr Neid auf alles Lebendige sie antreibt, es zu zerstören. Weil sie ihr Dasein auf der Zerstörung eines anderen begründen.

Wer leben will, anstatt zu leiden, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen.
Vier Sterne für viel Rückendeckung zum kleinen Preis!

Esther E. Bläsing
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.10.2009 02:02:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.01.2010 21:08:12 GMT+01:00
Daydream meint:
Anmerkung: die im Buch beschriebenen Täter/innen sind Menschenfeinde, die sich selbst und daher auch andere Menschen verachten.
www.menschenfreundin.de

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.07.2010 14:29:51 GMT+02:00
Charla meint:
Hallo Daydream,
ihre Webseite stimmt sehr nachdenklich.
Ich finde es bemerkenswert wie Sie sich selbst
geholfen haben. Hätte mein Exfreund nur auch
so viel Mut in sich zu schauen und die Erkenntnis
über seine vermurkste Kindheit. Er wuchs ohne Liebe
aber mit viel Leistung auf.
Ihnen alles Gute auf Ihren weiteren Lebensweg.
Charla

Veröffentlicht am 26.12.2010 18:00:04 GMT+01:00
Auch ich lebe seit 10 Jahren mit einem solchen Psychopathen zusammen. Vermutlich brachte er mit seinem Tun seine 1. Ehefrau ins Grab. Ich bin immer noch dabei herauszufinden, wie ich eine Änderung dieses Charakters bewirken kann. Bis jetzt verzeichne ich keine Erfolge. Während dieses Jahres bereitete ich meinen Auszug aus unserer gemeinsamen Wohnung vor. Er versprach Besserung. Jetzt ziehe ich meine Wünsche durch und stelle ihn immer wieder vor Tatsachen. Wirklich glücklich bin ich nicht. Doch im Moment kann ich damit leben. Er tut mir leid. Eine grosse Wut habe ich momentan auf seine Mutter, die ihn zu dem gemacht hat was er heute ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2011 00:02:14 GMT+02:00
Daydream meint:
Jetzt ist er längst selbst dafür verantwortlich, wer er ist. Und Sie sind es für Ihre Grenzen. Einen Psychopathen kann man leider nicht ändern, aber wenigstens sich selbst (Abgrenzung ist die Zauberformel, die Wunder wirkt, weil sie das Leben wieder lebenswert macht).

E. Bläsing

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.12.2011 11:05:16 GMT+01:00
Amon meint:
Sie schreiben:"Ich bin immer noch dabei herauszufinden, wie ich eine Änderung dieses Charakters bewirken kann." Da werden Sie noch bis zum Sankt-Nimmerleinstag grübeln und probieren können! Denn genau DAS ist die Lösung, dass man AUFHÖRT damit, solche Menschen verändern zu wollen oder sogar die Schuld für ihr perverses Tun bei sich selbst zu suchen. Wenn man das begriffen hat, dann kann und muß man gehen. Alles andere ist sich selbst gegenüber total verantwortungslos.
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