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Kinderlosigkeit als Königsweg?!?, 20. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Goodbye, Baby: Glücklich ohne Kinder (Taschenbuch)
Shirley Seul ist eine routinierte Sachbuchautorin, die ihren Standpunkt mit Vehemenz und einigem Humor in sehr ansprechender Weise vorträgt. Dabei gebührt ihr der Verdienst, ein nahezu vollständig tabuisiertes Thema ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und der Kinderlosigkeit als Lebensweg zu ihrem Recht zu verhelfen. Allerdings bemüht sie sich dazu in einer beinahe penetrant zu nennenden Art und Weise, die scheinbare Überlegenheit des Kinderlosigkeitskonzeptes herauszustellen, so dass man sich fragen muss, wieso es nichts dazwischen geben kann. Muss man seinen eigenen Lebensweg eigentlich immer damit legitimieren, dass man auf andere herabsieht? Und woher nimmt Seul eigentlich das Wissen um die Schicksale und Empfindungen von Müttern? Klar, ganz viele Gespräche, Freundinnen, Recherche, blablabla. Immerhin kann sie ja auch an Schwangerschaftsbegleitbüchern mitschreiben, warum auch nicht. Niemand sollte sich für seine Entscheidung bezüglich eines etwaigen Kinderwunsches rechtfertigen müssen. Kinderlose Frauen von der Unterstellung, eigentlich unglücklich zu sein, zu befreien, ist sicher eine Leistung. Sie aber auf Frauen mit Kindern zu werfen ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch ziemlich abgefeimt. Nächstes Mal bitte ohne moralische Anwürfe mit Dreck Frau Seul. Die braucht wirklich keine/r in der Entscheidungsfindung. Frauen bleiben zumeist nicht deshalb kinderlos, weil sie Egoisten sind (selbst wenn) - soweit richtig. Frauen bekommen aber auch nicht nur deshalb Kinder, weil sie sie brauchen. Auf und von beiden Seiten sollten die Wünsche respektiert und nicht mit dem Finger auf angebliche Bedürfnisse gezeigt werden.
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Goodbye, Baby: Glücklich ohne Kinder 3881043551
Shirley Seul
Frauenoffensive
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Kinderlosigkeit als Königsweg?!?
Shirley Seul ist eine routinierte Sachbuchautorin, die ihren Standpunkt mit Vehemenz und einigem Humor in sehr ansprechender Weise vorträgt. Dabei gebührt ihr der Verdienst, ein nahezu vollständig tabuisiertes Thema ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und der Kinderlosigkeit als Lebensweg zu ihrem Recht zu verhelfen. Allerdings bemüht sie sich dazu in einer beinahe penetrant zu nennenden Art und Weise, die scheinbare Überlegenheit des Kinderlosigkeitskonzeptes herauszustellen, so dass man sich fragen muss, wieso es nichts dazwischen geben kann. Muss man seinen eigenen Lebensweg eigentlich immer damit legitimieren, dass man auf andere herabsieht? Und woher nimmt Seul eigentlich das Wissen um die Schicksale und Empfindungen von Müttern? Klar, ganz viele Gespräche, Freundinnen, Recherche, blablabla. Immerhin kann sie ja auch an Schwangerschaftsbegleitbüchern mitschreiben, warum auch nicht. Niemand sollte sich für seine Entscheidung bezüglich eines etwaigen Kinderwunsches rechtfertigen müssen. Kinderlose Frauen von der Unterstellung, eigentlich unglücklich zu sein, zu befreien, ist sicher eine Leistung. Sie aber auf Frauen mit Kindern zu werfen ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch ziemlich abgefeimt. Nächstes Mal bitte ohne moralische Anwürfe mit Dreck Frau Seul. Die braucht wirklich keine/r in der Entscheidungsfindung. Frauen bleiben zumeist nicht deshalb kinderlos, weil sie Egoisten sind (selbst wenn) - soweit richtig. Frauen bekommen aber auch nicht nur deshalb Kinder, weil sie sie brauchen. Auf und von beiden Seiten sollten die Wünsche respektiert und nicht mit dem Finger auf angebliche Bedürfnisse gezeigt werden.
Pittiplatsch
20. Juli 2007
- Insgesamt:
5

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