Kundenrezension

10 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wagner und Nazional(isme) Sozialismus, 12. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Noch immer gibt es Regisseure (wie Friedrich)die es wichtig finden um Wagners Werke zu infektieren mit dem Barbarismus des dritten Reiches. Friedrich, die ein Marxistisch-Leninistische Erziehung genoss, gelingt es nicht die johanneïsche Spiritualität dieses Werkes zu verstehen und zu deuten.Die Meistersinger hat nichts zu tun mit Rassismus und Judenstern(oder: Salomonssiegel)und auch nichts mit dem ausgebombten Nürnberg. Vielleicht ist es doch gut, wenn Friedrich mal Wagners "Was ist deutch?" lest,oder das Werk von Friedrich Oberkogler, denn was diese Produktion betrifft gilt: "Was deutsch und echt wüsst' Friedrich nicht". Glücklicherweise gibt es noch Regisseure (wie Otto Schenk) die es wohl wissen und verstehen, wovon die MET-Aufnahme Zeugnis ablegt.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.11.2010 10:42:59 GMT+01:00
Sie sprechen mir aus der Seele. Der Beckmesser ist nie und nimmer ein Jude. Er ist eine Karrikatur eines Beamten,der auf dem Amt sitzt und pedantisch die Steuererklärungen macht und jede Zahl pedantisch nachrechnet. Der berühmte Schlussmonolog des Sachs ist kulturprotestantisch und nie und nimmer NS Propaganda. Hitler war bekanntlich kein Protestant,sondern Katholik. Und zu seinem Musikgeschmack. Hätte er am liebsten "den König von Mallorca gehört, nicht Wagner würde man heute beispielsweise Herrn Drews des Antisemitismus bezichtigen. (´Herr Drews selbstverständlich haben Sie keinNS gedankengut in ihren Liedern)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.07.2011 11:31:24 GMT+02:00
Das ist nicht ganz richtig; Wagner wird -zu Recht- des Antisemitismus beschuldigt, weil er Antisemit war (siehe sein Pamphlet 'Das Judentum in der Musik'), nicht weil er Hitlers Lieblingskomponist war.

Veröffentlicht am 13.02.2012 15:31:39 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.02.2012 15:41:12 GMT+01:00
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wieso Friedrich hier eine mit dem Nationalsozialismus infizierte Regie abgeliefert hat? Die assozierten Bilder des zerbombten Nürnberg sind doch lediglich als rezeptionsgeschichtliche Andeutung zu werten. Ánsonsten ist die Inszenierung doch traditionell. Natürlich haben die Meistersinger inhaltlich nichts mit Wagners unbestreitbarem Antisemitismus zu tun, der allerdings gänzlich anderer Art war, als der der Nazis. Nicht besser, sondern relativierender, nicht tumb, starr dreist wie Cosima und die Vertreter des Bayreuther Kreises in den Nachfolgejahren nach Wagners Tod bis zum Nationalsozialismus, in der Konsequenz keinesfalls barbarisch und auch unter der Zeitgeistperspektive zu betrachten. Es dürfte wohl keine Regie geben, die jeden zufriedenstellt, aber eben auch keine doktrinär richtige. Otto Schenk ist ein handwerklich hervorragender Regisseur, doch seine Umsetzungen nun als das Maß der Dinge zu bezeichnen, wäre doch wohl reichlich überzogen. Die Werke Wagners werden immer zu unterschiedlichsten Umsetzungen führen müssen, denn wie Wagner ja selbst sagte, arbeitete er mit dem Transportrahmen des Mythos, der in seinem Grundstock ewig wahr wäre, im Gegensatz zu einer konkret historischen Vorortung, die von Traditionalisten fälschlicherweise immer behauptet wird.
Das Problem vieler Wagnerianer ist eben, daß sie glauben, nur so und nie anders, könnten seine Werke bühnenbildlich interpretatorisch umgesetzt werden. Dabei sind seine Werke interpretatorisch auf die jeweilige Kommunikation mit dem jeweils gesellschaftspolitischen Umfeld angelegt. Gerade das wollte er ja und das macht die Stärke seiner Inhalte aus.
Mit freundlichen Grüßen

Veröffentlicht am 13.02.2012 16:11:38 GMT+01:00
Mit der Sozialisierungphase Götz Friedrichs hat diese Inszenierung wenig zu tun. Wie Sie dazu kommen, dieser Aufführung nur einen Stern zu geben, ist vollkommen offen. Haben Sie die Inszenierung überhaupt komplett gesehen oder genügte ein Hinweis irgendwo, daß Sie dieser Inszenierung eine nazistische Infektion andichten? Es ist ein beliebtes Spiel aus der Ecke der nationalen Ideologie, sich mit Informationen zu versorgen, sie entprechend instrumentiert umzusetzen,ohne die Aufführung gesehen zu haben. Sie müßten doch wahrgenommen haben, daß der Bezug zu den Ergebnissen eines übersteigerten Nationalismus im Bühnenbild nur ganz marginal vorhanden ist. Ich bin immer wieder bestätigt in meiner Grundannahme, daß bestimmte Wagner Kreise ein sehr eindimensional selektives Wahrnehmungs-und Bewertungsfeld haben.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2012 16:17:35 GMT+01:00
Ich kann mir nicht helfen. Götz Friedrich machte sehr schöne Regie und Inszenierungen, besonders in seine Filme Salome und Elektra. Aber diese Meistersingern liebe ich nicht. Ebenso hat der "Ring" von Patrice Chereau mir damals (1977) gar nicht gefallen (Chereau gab damals zu nicht die Musik als Ausgangspunkt gewählt zu haben aber die Geschichte; tja, dann kommt man nicht weit bei Wagner) aber sein "Tristan" in der Scala (2007, 2008 mit Barenboim, und später auf dvd erschienen) ist unwahrscheinlich schön und gut durchdacht. Also, ich liebe die Regie von Wieland Wagner und Otto Schenk, aber sie sind sicher nicht für mich "das Mass der Dinge".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2012 16:28:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.02.2012 16:29:19 GMT+01:00
Ich habe drei dvd-Aufnahmen von Die Meistersinger von Nürnberg:
Wolfgang Wagners Produktion mit Horst Stein als Dirigent,
Die Götz Friedrich Produktion mit der Deutsche Oper Berlin, und
Die Otto Schenk Produktion der MET.

Ich preferiere Otto Schenk, dann Die Bayreuther Inszenierung und die von Götz Friedrich drehe ich nicht mehr. Kein Interesse. Es tut mir Leid.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2012 13:30:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.02.2012 13:39:10 GMT+01:00
Ich kann jederzeit akzeptieren, daß Sie die genannten Inszenierungen bevorzugen, denn sie sind zweifellos erstklassig, nur daß Sie dieser Inszenierung nur einen Stern geben, dafür gibt es doch bei den hervorragenden sängerischen Leistungen keinen mir erkenntlichen Grund, selbst wenn Ihnen die dezente Andeutung der Nazi-Vergangenheit des Werks nicht gefällt. Ich will Sie auch nicht im Rahmen des Geschmacklichen überzeugen, denn da hat natürlich jeder ein Recht auf seine Sicht. Mir persönlich geht es immer nur darum, die Argumente eines anderen zu verstehen, seine Wertung nachzuvollziehen, auch wenn ich die nicht teile. Nur insofern war der nur - eine - Stern für mich nicht nachvollziehbar.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2012 15:14:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.02.2012 15:27:36 GMT+01:00
Sie haben recht. Ich habe bestimmte Teile noch einmal gesehen und muss gestehen dass Friedrich viele schöne Dinge macht. Dass Sachs sich am Ende lustig macht über Beckmessers misstrauende Blick find ich persönlich nicht passen bei Sachs. Und auch die Suggestion Wagner wieder zu verbinden mit dem ausgebombten Nürnberg....Was will Friedrich sagen? Das Nürnberg auch die Stadt der Nazi's war? Na und? Nürnberg war auch die Stadt von Albrecht Dürer und Kaspar Hauser und so viele andere Personen und Sachen. Die kann mann doch nicht alle verbinden mit den Meistersingern?
Die Sänger sind hier gut und die Dekorationen ein bisschen blau und grau aber weiter schön. Da liebe ich mehr Kolorit bei diesem Lustspiel, besonders im dritten Akt (Festwiese).

Dass ich "hart" war bei die Beurteilung hatte sicherlich auch seinen Grund in die viele falsche Interpretationen in unsere Zeit, selbst von sogenannte "hervorragende Regisseure". So bin ich zum ersten Mal fortgegangen nach eine (zweite) Akt der Meistersinger im Teatro del Liceu in Barcelona. Die Produktion war aus Dresden. Vieles fand ich ärgerlich und als am Ende der zweiten Akt Beckmesser da festgebunden und nur in blutender Unterhose stand war's für mich genug.
So auch in Amsterdam, wo der "berühmte" Peter Konwitschny vor einem Jahr "seinen" Jochanaan (aus der Oper Salome) zeigte während dieser Profet anale Sex macht mit dem toten Hauptmann Narraboth. Peter Konwitschny will nur schockieren. Es ist nicht so dass ich kein Porno ertrage oder sehen kann, aber es hat nichts zu tun mit der Person Jochanaan. Das ärgert mich dann so, dass ich die Musik nicht mehr richtig zuhören kann.

Aber Sie haben mich überzeugt. Friedrich's Meistersinger verdient mehr Sterne. Also drei Sterne!

Mit freundlichen Grüssen
Theo Wolvekamp

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.02.2012 19:35:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.02.2012 19:53:23 GMT+01:00
Ende gut alles gut. Die Korrektur ist zufriedenstellend. Ist mir natürlich auch schon so gegangen mit Beurteilungen, daß ein zweites Daraufschauen den Blick freier macht. Zu den Anspielungen auf die Nazi-Vergangenheit müssen Sie wissen, daß die Verbindung von Nationalsozialismus und Wagner so etwas wie ein deutsches Trauma ist. Die Meistersinger waren die Lieblingsoper des "Führers". Natürlich ist es rational unsinnig Wagner für die Greuel Hitlers verantwortlich zu machen, aber in Deutschland war das lange Zeit ein Riesenthema u.a. durch die Veröffentlichungen von Hartmut Zelinsky. Aber das ist wieder ein Riesenthema, das ich hier gar nicht aufmachen will. Ich stimme Ihnen auch zu, daß bestimmte Inszenierungen sich leider dem Vorwurf aussetzen, lediglich provokativ sein zu wollen. Ich stehe dem Regie-Theater in Deutschland nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, allerdings auch kritisch. Nicht alles ist eben Gold was glänzt. Nur auch hier sind die Deutschen natürlich durch die Entartungskampagne der Nazis geprägt und haben die absolute Freiheit der Kunst festgeschrieben mit allen Weiterungen positiver aber auch negativer Ausrichtung. Habe mich mit Konvitschny auch durch Literatur und Inszenierungen auseinandergesetzt. Ich kann seinen Arbeiten - bisher - auch nicht viel abgewinnen.
Mit freundlichen Grüßen
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