Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Erdiges Live Feeling und klasse Songauswahl!, 14. Dezember 2004
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Rezension bezieht sich auf: Nothing Is Easy: Live at the Isle of Wight 1970 (Audio CD)
Da sich Anderson i'n letzter Zeit mit neuen und vor allem hochwertigen Studioveröffentlichungen schwer zu tun scheint, gräbt er einfach mal in der staubigen Schatzkiste und rühmt sich seiner Vergangenheit, in welcher er in künstlerischer Hinsicht produktiver war und auch mehr bieten konnte, als heute. 1970 begannen Tull sich langsam von ihren Blueswurzeln zu lösen und holten Pianisten John Evan an Bord, um dem erdigen Sound zusätzliche Texturen zu verleihen. Leider gab es aus dieser Phase keine Liveveröffentlichungen. Bis jetzt. An der Setlist des 1970 aufgezeichneten Konzertes gibt es nichts zu mäkeln, am Sound auch nicht. Der Eröffnungssong ist ein klassischer Bluesrocksong vom Album This Was. MY GOD erschien in seiner Studioversion erst ein Jahr später auf dem legendärem Album AQUALUNG, hier allerdings wird er wesentlich schneller und hektischer gespielt und die sakralen Chorelemente in der Mitte beim Flötensolo fehlen auch, des Weiteren kommen die düsteren Pianoakkorde nicht zur Geltung, da man sie kaum hört.
Sämtliche Songs atmen starke Blues Vibes, wobei WITH YOU THERE TO HELP ME, welches im Studio noch durch mehrere sich überlappende Flötenmelodien, fetten Gitarrenakkorden und Akustischer Gitarre brilliert, hier recht dünn und sanft klingt. Der Studiosound dieses tollen Liedes ist wesentlich mächtiger und kakophonischer. Hier hört man zunächst nur etwas Klavier (was im Studio nicht so dominierte bei dem Lied) und spärliche Flöte (Anderson hat ja nur zwei Hände). In den Song eingewoben ist allerdings ein klasse Pianosolo Evans, ähnlich wie wir es vom Livetrack BY KIND PERMISSION OF von der Living In The Past kennen, nur dass das Klaviersolo nicht für sich alleine steht, sondern in den Song integriert ist. Diese Stück hebt sich von den meisten Bluesangehauchten Songs ab, ebenso wie das tolle Bourree, allerdings hätte das spritzige Bass Solo Glenn Cornicks in der Mitte des Songs ruhig noch ein wenig ausgebaut werden können, Flöte hört man ja genug auf dem Album. Auch das fetzige Nothing Is Easy hätte etwas mehr zum Improvisieren und Jammen genutzt werden können, da es am Ende genug Platz dafür bietet (für Bass, Gitarre, Drum und Flöte) allerdings orientiert man sich hier recht Nahe an der Studioversion). Auch DHARMA FOR ONE ist nicht ganz so blues lastig, sondern wesentlich bombastischer, besonders der Anfang mit seinen fetten Deep Purpleschen Orgel Akkorden. Ansonsten klingt es hier ähnlich, wie auf Living In The Past, bei der Liveversion aus der Carnegie Hall. Aber dennoch ist dieses Livealbum ein tolles Dokument aus der Anfangszeit dieser Wegweisenden Band, allerdings hätte ich mich sehr über Songs wie Nothing To Say, Teacher oder Song For Jeffrey gefreut, aber man kann ja nicht alles haben. Folkige Songs wie WITCHES PROMISES oder LOOK IN TO THE SUN wurden leider weggelassen, aber das macht ja nichts, denn das Isle Of Wight Festival war ja nunmal ein Bluesfestival und Tull waren die Band auf dem Festival, die am wenigsten mit Blues zu tun hatte. Jimi Hendrix spielte ja auch dort zwölf Tage vor seinem Tod. Alles in Allem eine Empfehlung wert! CHEERS!
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