Kundenrezension

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten..., 22. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Ein schwieriges Album, der drei von mir ziemlich verehrten Kanadier, das hier vorliegt. Auch nach mehrmaligem Hören, bleiben bei mir nur wenige der Songs richtig hängen. )-:

Mit dem Opener Caravan schlagen sicherlich die Herzen der RUSH Fans höher, die die Alben der Frühphase, bis zu Hemispheres, sehr zu schätzen wissen. Auch ich finde, dass das ein Hammer Stück ist. Es bleibt nur leider (mit Abstand) das beste des ganzen Albums. Das (immerhin) sehr gute BUTUB (eine tolle musikalische und vor allem textliche Auseinandersetzung mit sämtlichen Ismen der Menschheit, egal ob Politik oder Religion) überrascht mit brutaler und ziemlich erfrischender Härte, mit der ich ebenso keine Probleme haben - obwohl ich mehr der RUSH Ära ab Permanent Waves zugeneigt bin und darüber hinaus die Alben der 80 bis Anfang/Mitte der 90er sehr liebe. Ohnehin bin ich der Meinung, dass die Band - gerade in dieser gerne verpönten Phase - ihre mit Abstand besten Songs zustande gebracht hat. Auch, wenn man sich über den exzessiven Einsatz der typischen 8oer Jahre Synths, die ein oder andere sterile Produktion und den Minimalismus von Presto streiten kann. Letzteres ist übrigens ein ziemlich verkanntes und tolles Album. Hier steckt der Teufel noch im Detail, während mir beim neuen Album durchweg die Ohren zugeblasen werden. Lautstärke ist aber nicht alles. Diesbezüglich halte ich gerade die "Schweinerockansätze" (z.B. bei Stücken wie Carnies) für ziemlich überflüssig. Selbst, wenn das eine Verbeugung vor guten alten Oldies wie Working Man sein mag. Mancher Song (wie z.B. Seven Cities of Gold) liegt zudem weit unter dem Niveau von RUSH und erstickt unausgegoren in durchaus guten Ansätzen. Verglichen damit waren alle Stücke auf Snakes & Arrows mit Abstand ausgereifter und besser.

Was mich jedoch am meisten stört ist, neben der vollkommen überladenen und keinerlei Dynamik zulassenden Produktion, das hochgepuschte "Hard-Rock-Geknüppel" von Neil Peart. Hier vermisse ich ganz eindeutig sein perfekt flüssiges, überaus lebendiges und innovatives Spiel bei allen Produktionen, bis hin zu Test for Echoes. In diesem Sinne fällt es mir zum zweiten Mal, nach Vapour Trails, schwer, die ganze CD komplett durchzuhören. Too much noise - würde ich persönlich sagen. Das ist echt anstrengend. Von dem differenzierten Sound, bei dem alle Instrumente sehr gut heraus zu hören waren und der des RUSH Aha-Erlebnis nachhaltig prägte, ist bei Clockwork Angels leider nicht mehr viel (bis gar nichts) übrig geblieben. Auch wenn den "Drei Stooges" mit The Garden ein ziemlich versöhnender und guter Abschluss gelungen ist. Aber: Selbst hier hätte eine dynamischere Produktion der Komposition und der Instrumentierung nicht geschadet. Im Gegenteil.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.06.2012 11:03:11 GMT+02:00
Henry Miller meint:
Stimmt! Besonders um "The Garden" ist es schade. Man vergleiche diesen Sound mit einem beliebigen halbakustischen Stück von Porcupine Tree - Vergleichskategorien: Dynamik, Luftigkeit, Detailtreue und Ausgewogenheit der Frequenzen. Schade um den rushigen Garten! Gebt die Aufnahmen Steven Wilson! ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.06.2012 15:56:36 GMT+02:00
MAK meint:
Das stimmt!! Wilson wäre ein super Produzent gewesen. Er hat auch den ganzen King Crimson Backkatalog neu gemastert - was bekanntlich zu erstaunlich guten Ergebnissen geführt hat. (-:

Veröffentlicht am 27.07.2012 21:33:34 GMT+02:00
J. Muhl meint:
Danke für deine Worte... Ich fühlte mich schon fast der Blasphemie schuldig weil ich keinen richtigen Zugang zu der Scheibe bekommen habe. Der Sound ist einfach too much und ich kann bisher noch keinen einzelnen Track ausmachen, der mir so richtig (rush - mäßig) im Ohren hängen bleibt. Schade! Aber so leicht gebe ich bei Rush auch nicht auf :-)

Veröffentlicht am 29.07.2012 01:20:56 GMT+02:00
loteq meint:
finde die rezension sehr gut. das gesamtkonzept des albums fasziniert mich und es sind zahlreiche großartige instrumental-parts enthalten, aber die produktion und der sound erschweren mir den zugang. dass es nur noch wenige refrains gibt, ist man seit "counterparts" gewohnt; bei diesem album blieb außer der phrase "i can't stop thinking big" allerdings nix bei mir hängen. bitte in zukunft wieder mehr ambiente, weniger vocals - und als wunschtraum: terry brown zurück auf dem produzentenstuhl ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.07.2012 11:12:24 GMT+02:00
MAK meint:
"I can't stop thinking big" - das stimmt. Wie schon geschrieben, die erste Nummer finde ich ganz großartig. Mir fällt nur einfach nach dem ca. dritten Stück das Hören schwer. Oder besser ausgedrückt: Es strengt furchtbar an. Man stelle sich vor, die letzte King Crimson "The Power to Believe" wäre so produziert worden... Das Werk würde aufgrund seiner Komplexitätät dadurch unhörbar.
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