Kundenrezension

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Naughty Dog mal anders, 30. Juni 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
Sonys Naughty Dog Studio ist bekannt für großartige Software. Seit PlayStation 1-Zeiten versorgen sie PlayStation-Fans mit hochwertiger Software. Crash Bandicoot, Jak & Daxter oder die Uncharted-Reihe. Alle Titel der talentierten Amerikaner setzten Standards und begeisterten die Fans. Eines hatten ihre Spiele stets gemein: Locker-flockige Helden, starken Humor und krachige Action standen stets im Vordergrund. Und ausgerechnet dieses Studio will jetzt mit The Last of Us emotional ergreifen, es beim storyfortschritt eher ruhig angehen lassen und obendrein noch tiefgreifende Charaktere bieten, während man mit einem ungelichen Gespann durch eine düstere Endzeit-Welt wandert? Man durfte skeptisch sein, aber nein, The Last of Us ist kein "Uncharted mit Zombies" geworden. Ganz und gar nicht.

Zwar dient die aus Drakes Abenteuern bekannte Grafikengine auch hier als Grundgerüst, bis auf den optischen Stil und die Third-Person-Kamera und natürlich eine phänomenale Optik sind die Titel aber vollkommen unterschiedlich. Während die Uncharted-Reihe typische Hollywood-Action bietet, setzt The Last of Us auf Terror, Stealth, deutlich mehr Nahkampf und eine deutlich höhere Anzahl an ruhigeren Momenten. Obwohl das Spiel linear ist bieten die teils riesigen Areale allerlei Erkundungsanreize: Wertvolle Resourcen zum Bau von improvisierten Waffen, Pillen zum Verbessern grundlegender Charakterwerte und Teile zum erweitern seiner Ballermänner. Allerlei Dokumente sind zudem stiller Zeuge der Geschehnisse und des Leids der Menschen und tragen stark zur ohnehin schon sehr beklemmenden Atmosphäre bei. Überhaupt: Dramaturgie, Charaktere und Story sind äußerst stark umgesetzt. Von der packenden Introsequenz über ein ruhige Anlaufphase bis hin zum nervenzerfetzenden Finale; Story und Charaktere packen einen und lassen einen auch Wochen nach dem Durchspielen noch grübeln.

Actionfans seien allerdings beruhigt. Auch in The Last of Us geht es ordentlich zur Sache. Zwar lassen sich viele Gegner einfach durch geschicktes Schleiches umgehen, wer allerdings kämpfen will, der bekommt zwischen all den ruhigen Story-Passagen auch hier allerlei Gelegenheit dazu. Neben zombieartigen Mutanten muss man sich außerdem gegen Banditen und Plünderer behaupten. Bei der Inszenierung der Kämpfe setzt Naughty Dog erneut Maßsstäbe. Allerdings nicht durch spektakuläre Hollywood-Effekte, sondern durch den schonungslosen Realismus bei der Gewaltdarstellung. Schläge, Triffe, Schusswunden, brennende Widersacher und die dynamische Einbindung der Umgebung sorgen im Einklang mit den grandiosen Animationen von Freund und Feind für eine nie dagewesene Intensität bei den Auseinandersetzungen. Dank perfektem Übergang zwischen Stealth, Nah- und Fernkampf ist gemeinsam mit den zahlreichen echten (Gewehre, Pistolen, Pfeil & Bogen uvm.) und improvisierten Waffen (Flaschen, Ziegelsteine, Molotov-Cocktails etc.) auch für allerlei taktische Möglichkeiten und verschiedene Herangehensweisen gesorgt. Trotz kleinerer Aussetzer sorgt die Gegner-KI für zusätzlichen Realismus. Feinde stürmen nicht blind auf den Spieler zu, sondern versuchen ihn zu flankieren, fliehen, wenn sie in der Unterzahl sind oder betteln gar um Gnade, nachdem man sie entwaffnet hat. Auch die KI der Verbündeten weiß stellenweise zu beigeistern. Sie suchen dem Spieler Munition, helfen ihm aus brenzligen Situationen oder warnen ihn vor herannahenden Gegnern. Das "künstliche Intelligenz" immer noch ein hauptproblem moderner Videospiele ist zeigt sich allerdings auch in The Last of Us. Verbündete laufen gerne einmal schnurstracks in Gegner rein oder unterhalten sich lautstark mit dem Spieler wenn Feinde in der Nähe sind. Zwar waren die Entwickler so bedacht, dass dies Feinde nicht alamieren kann, allerdings leidet die Atmosphäre an einigen Stellen unter diesen Patzern.

Ebenfalls löblich erwähnt sei die Spielzeit. Gute 15 Stunden dürfte es die meisten Spieler kosten, das Ende zu sehen. Erkundungsfreudige Spielernaturen und Genießer oder jene, die gleich auf den höheren Schwierigkeisgraden loslegen dürfen auch 20 Stunden einrechnen. Der melancholische Soundtrack und die großartigen englischen Sprecher sollen an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben. Wie bei allen Sony-Spielen bietet natürlich auch The Last of Us eine deutsche Synchro, die ebenfalls hochwertig ausfällt, es allerdings nicht mit dem englischen Original aufnehmen kann. Wer nach der Kampagne nicht genug bekommt, der darf sich noch im tollen Mehrspieler-Modus austoben. Hier kämpfen zwei Teams gegeneinander. Entweder im Survial-Modus (ohne Wiederbeleben bis zum letzten Mann) oder im Supplies-Modus (mit Wiederbeleben bis die Leben eines Teams erschöpft sind). Die Stärken des Solo-Modus wurden hier geschickt implementiert: So darf auch im Mehrspieler-Modus geschlichen werden und aus herumliegenden Utensielen werden improvisierte Waffen gebastelt. Munition ist rar gesäht und nur, wer zusammen arbeitet, wird überleben. All dies verleiht dem Mehrspieler-Modus einen eigenewilligen Touch, der ihn wohltuend vom ballerlastigen Einerlei abhebt. Mit der Spiel-Modi-Vielfalt eines Uncharted 3 kann The Last of Us allerdings nicht mithalten.
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