Kundenrezension

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die erste grosse Enttäuschung 2014 bislang, 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Red Dragon Cartel (Audio CD)
Lang lang ists her, dass uns Jake E. Lee mit neuer Musik beglückt hat. Nach seinem fulminanten Start bei Ozzy Osbourne mit "Bark At The Moon" und "Ultimate Sin", die er alleine durch sein facettenreichen Gitarrenspiel auf einen anderes Level schob, den leider recht kurzlebigen Badlands und ein paar doch eher halbgaren wenigen Solosachen war beinahe 20 Jahre Funkstille um den Gitarrenhelden. Was er die ganze Zeit gemacht hat, damit will er nicht so wirklich mit rausrücken, aber er hatte sicher auch einige Zeit seine persönlichen Dämonen zu bekämpfen.

Umso schöner ist es , ihn wieder am Start zu haben mit seiner neuen Truppe mit dem Namen "Red Dragon Cartel". Der Opener "Deceived" legt gut vor: Ein Riff ganz stark(wohl bewußt!) angelegt an "Bark At The Moon" , im pre-Chorus könnte man wirklich meinen es wäre Ozzy persönlich an den Vocals. Sehr geile Nummer. Leider wird der Opener im Verlauf der Scheibe nicht mehr getoppt und die ganze CD geht dann doch in eine etwas andere, modernere Richtung, als man nach den ersten Minuten erwarten durfte.
"Shout It Out" ist ein cooler Stampfer, der ebenso wie das mit Cheap Tricks Robin Zander an den Stimmbändern eingetütete "Feeder" auf der Habenseite zu verbuchen ist.
"Fall From The Sky" ist dann der erste Totalausfall, der etwas ruhigere Song geht völlig an einem vorbei und hat nicht wirklich viel zu bieten.
Ex-Iron-Maiden-Shouter Paul Di Anno darf bei "Wasted" ans Mikro, rettet den Track mit seinem doch eher prolligen Grölgesang aber auch nicht wirklich. "Slave" erinnert dann wieder mehr an die letzten, sehr modernen Ozzy-Werke und die Formkurve zeigt wieder langsam nach oben. Hier blitzt auch wieder Jake's nach wie vor formidables Gitarrenspiel auf, auf welches man beim Hören einmal besonders achten sollte. Er spielt im Hintergrund nicht einfach sein Riff rauf und runter sondern baut liebevoll viele Details ein, die man erst bei mehrfachem Hören mitbekommt.
"Big Mouth" hat Maria Brink (Sängerin der Lärmtruppe "In This Moment") an den Vocals, die hier aber löblicherweise auf Growls verzichtet. Ein auch eher schleppender Track, der mich nicht völlig umhaut aber dennoch zum besseren der CD gehört.
"War Machine" enthält ein Black Sabbath- Gedächtnis-Riff, kann aber bei Weitem nicht deren Klasse erreichen. Beim abschließenden "Redeem Me" gibt sich Sass Jordan mit die Ehre und das Stück erinnert mit seiner etwas bluesigen Grundausrichtung an goldene Badlands-Glanzzeiten.de
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Kommentare


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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.03.2014 16:38:30 GMT+01:00
Carsten meint:
Ich muß Ihnen leider ohne Abstriche zustimmen. Ich habe mich schon lange Zeit auf dieses Album gefreut. Neben Michael Schenkers letztem Aussetzer die absolute Enttäuschung.
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