Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rock & Roll Will Never Die, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Special Edition) (Audio CD)
Nach dem absolut gelungenen Jethro Tull TAAB 2 Album beglückt uns Ian Anderson mit einem neuem Album unter eigenem Namen.
Auch "Homo Erraticus" bietet wieder ein Quell ganz hoher Rock Kunst. Wer hätte bis vor der Veröffentlichung von TAAB 2 noch gedacht, dass Anderson in Sachen Kreativität noch einmal derartig die Keule rausholt ? Wohl die Wenigsten ! Waren doch seine letzten Werke, egal unter welchem Banner, sehr von Licht und Schatten durchzogen.
Natürlich ist Ian Anderson's Gesang nicht gleich zu setzen mit den Glanzleistungen aus den 70er Jahren. Dafür überzeugt das Gesamtpaket um so mehr.
"Homo Erraticus" klingt noch freier und frischer als TAAB 2 ! Die "neue" Mannschaft um Anderson bekommt hier genug Spielraum für eigene Ideen und folgt nicht einfach nur den Vorgaben vom Boss, wie es bei so manch anderen Legenden des klassischen Rock der Fall ist. Dadurch klingt nichts angestaubt oder aus den Glanzzeiten kopiert.
Und doch ist das neue Album fest verankert in den großen Momenten des Tull Sounds der 70er.
Angefangen bei Riffbetonten Rockern, wie "Doggerland, Cold Dead Reckoning, The Engineer":Über anspruchsvolle Prog Rock/Folk Stücke wie " Enter The Uninvited, Puer Ferox Adventus" . Bis hin zu fast jazzigen Momenten wie "New Blood, Old Veins".
Und immer wieder lockert eine fette Hammond den Sound auf.
Ganz großes Kino !
Ich vermisse Martin Barre absolut nicht ! Florian Opahle hat schon auf TAAB 2 seine Klasse angedeutet. Und legt auf "Homo Erraticus" noch ne Schippe mehr drauf. Manchmal braucht es eben frisches Blut, um alt bewährtem einen neuen Schwung zu geben.

Bei aller Freude, dass es die großen Jungs trotz hohem Rock Alter (Jethro Tull/Anderson,Black Sabbath, Deep Purple;KISS) immer wieder schaffen herausragendes zu leisten. Es kommt einfach noch immer viel zu wenig nach an jungen Künstlern, die dem klassischen Rock frisches Leben einhauchen. Abgesehen von Jack White muss man schon tief graben, um neue große Talente zu entdecken. Das mag auch daran liegen, dass sich viele Musiker heute zu sehr auf die Technik hinter ihnen konzentrieren. Und zu wenig auf die eigene Kreativität und Mut neues aus zu probieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.06.2014 21:38:32 GMT+02:00
Sarandanon meint:
Alles,bis auf Eines nachvollziehbar: Wofür gab es denn einen Punkt Abzug?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.06.2014 02:32:45 GMT+02:00
Zepphead meint:
Ich vergebe sehr selten Höchstnoten für ein Album. Höchstnote würde bedeuten, es steht in der Reihe mit den Klassikern. Aber dafür fehlt dann hier doch ein Stück.

Veröffentlicht am 04.06.2014 12:53:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.06.2014 22:11:06 GMT+02:00
ZITAT:
"Bei aller Freude, dass es die großen Jungs trotz hohem Rock Alter (Jethro Tull/Anderson,Black Sabbath, Deep Purple;KISS) immer wieder schaffen herausragendes zu leisten. Es kommt einfach noch immer viel zu wenig nach an jungen Künstlern, die dem klassischen Rock frisches Leben einhauchen. Abgesehen von Jack White muss man schon tief graben, um neue große Talente zu entdecken. Das mag auch daran liegen, dass sich viele Musiker heute zu sehr auf die Technik hinter ihnen konzentrieren. Und zu wenig auf die eigene Kreativität und Mut neues aus zu probieren..."

Alles vollkommen richtig... Es ist bedauerlich, wie der Rock zerfällt. Einerseits gibt es die vielen Independent-New-Age-Bands, die auf Festivals ihre Fanmassen haben, andererseits im Internet.

Aber die Hauptschuld trägt die Musikbranche selbst, die in meinen Augen die klassischen Tonträger auf dem Gewissen haben. Ungewollt zwar, aber sie haben die Käufer zu den Downloads getrieben. Mit der Folge, dass junge Menschen das Sammeln und das Hobby "Musik" verlernt haben.

Es gibt nicht nur fehlenden adäquaten Bandnachwuchs, sondern auch fehlende Käufer. Und die Konzertveranstalter riskieren nichts mehr. Sie orientieren sich bei den Headlinern an den klassischen Bands. Somit haben gute neue Bands kaum eine Chance.

Wie sagt Bernie Shaw in einem aktuellen Interview zur neuen Uriah Heep-CD ? "Wir sind als Rockmusiker Außenseiter (Der Name des neuen Albums "Outsider"; nomen est omen...). Wenn Du Erfolg haben willst und an die Öffentlichkeit willst, musst Du Popmusik machen, oder deutschen Schlager..."

Und das wird in der Zukunft nicht besser. Leider... Klar, auch mir fehlen neue klassische Rockbands, die in die Fußstapfen ihrer "Väter" treten. Aber die hätten kaum eine Chance, weil zudem die Smartphone-Mentalität der Menschen das klassische Album gefährdet. Ja, bedroht ! Wenn nicht gegen gesteuert wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Dann "sterben" zuerst die Alben, dann der Rock 'n' Roll...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.06.2014 00:39:54 GMT+02:00
Zepphead meint:
Ob all diese Independent-New-Age-Bands ne echte spürbare Fan Base haben, bezweifel ich. Das Volk feiert so manche zwar auf Festival richtig ab. Aber mit Alben Verkäufen u.ä. sieht es dann nicht so gut aus.
Natürlich ist auch viel der immer noch herrschenden alten Strukturen der Musikindustrie geschuldet. Minium 15 Euro für ein neues Album im Laden ist ebenso zu teuer. Wie der selbe Preis für diverse Klassiker. Das schreckt die Kids einfach ab, eine Liebhaber und Sammler Mentalität zu entwickeln. Aber es gibt inzw. auch sehr gute Angebote im Download und Streaming Bereich. Aber da werden in der Regel auch eher einzelne Songs statt ganze Alben verkauft. Die Kids sind eben auch völlig der "Kostenlos" Mentalität verfallen. Nur für Konzertkarten ist man bereit richtig Geld auszugeben.

In der Stadt in der ich wohne gibts nen sehr coolen Rock Club. Aber der Besitzer muss selbst für ne Coverband Eintrittspreise von Minimum 10 Euro verlangen, weil kaum ne Band mehr für Spritgeld, Bier und Brötchen bereit ist zu spielen. Kaum jemand macht mehr Musik der Musik wegen. Man will einfach nur schnell bekannt werden und ne Platte aufnehmen.
Bernie Shaw hat ja schon recht. Aber schon in den 70 er Jahren sind viele Bands erst nach Jahrelanger Ochsentour durch die Clubs zu echten Größen gereift und haben Geld verdient. Das wirst heute nur noch selten finden, dass sich ne Band das antut !
Die heutigen Kids haben einfach auch ne ganz andere Auffassung, was Musik und das Drumherum angeht. Mein Sohn (20) hat Daddys Musik Erziehung genossen und ist wirklich mit Leidenschaft dabei. Aber wirklich Geld auszugeben für CD/Vinyl und Merch ? Nur in Ausnahmefällen.
Fakt ist aber auch, dass es heute wirklich tolle Möglichkeiten gibt echte Handgemachte Musik am Leben zu erhalten. Das ganze Ding auf ne Zeitgemäße Stufe zu stellen. Man diese Chancen aber nicht richtig zu nutzen weiss. Das nur meine Meinung dazu.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2014 20:02:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.07.2014 20:04:21 GMT+02:00
Ist alles richtig und nachvollziehbar, was "Zepphead" schreibt...

Eine Band fällt mir gerade ein, die echt "Klassik-Rock-Potential" hat:

"The Graviators"... Das aktuelle Album von denen haut mich förmlich um...
‹ Zurück 1 Weiter ›