Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Insgesamt gute Weiterentwicklung mit produktionstechnischem Rückschritt, 22. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Wenn man das 88er Album von Metallica zum ersten Mal hört, fallen sofort einige Veränderungen gegenüber den früheren Werken auf. Zum einen hat sich die Produktion, die zuvor bei "Master Of Puppets" erstmals wirklich gut war, wieder verschlechtert. Es gibt praktisch keinen Bass mehr zu hören, was wohl an der schwierigen Zeit nach dem Tod des ursprünglichen Bassisten Cliff Burton lag, dessen Nachfolger Jason Newsted ein extrem schweres Erbe antreten musste. Doch damit nicht genug, auch die restliche Produktion klingt irgendwie saft- und kraftlos. Damals war das noch nicht zu erkennen, aber mittlerweile wissen wir ja, dass sich an diesem Thema bis zum aktuellen Album "Death Magnetic" nach wie vor die Geister scheiden. Schade eigentlich, denn gerade auf "...And Justice For All" stehen komplexe Kompositionen, die sich eine viel besser Klangqualität verdient hätten, diese sogar gebraucht hätten, um sich vollständig zu entfalten.

Auffällig ist auch, dass diesmal nur wenige der Songs wirklich beim ersten Anhören sofort zu gefallen wissen und sich im Gehörgang festsetzen. Das liegt an der bereits angesprochenen Komplexität, die noch dazu durch die Überlänge einzelner Stücke verstärkt wird. So fallen beim ersten Hören lediglich 3 Stücke sofort auf, die allerdings hervorragend sind und trotz guter Eingängigkeit nichts an Langzeitwirkung einbüßen: der Opener "Blackened", der schwere Mid-Tempo-Groover "Harvester Of Sorrow" und einer der besten Metal-Tracks überhaupt: die Antikriegshymne "One". Ebenfalls gut gelungen ist der Titeltrack, eine auf über 9 Minuten ausgedehnte Achterbahn, die ihresgleichen sucht. Auch das Instrumental ("To Live Is To Die") weiß zu gefallen, wenngleich es für meinen Geschmack nicht an "The Call Of Ktulu" und auch nicht ganz an "Orion" heranreicht. "The Frayed Ends Of Sanity" geht ebenfalls in Ordnung, während der Rausschmeißer "Dyers Eve" für mich eher durchschnittlich klingt.

Am unteren Ende des Spektrums finden sich das langweilige "Eye Of The Beholder" und vor allem "The Shortest Straw", dass ich beinahe als Totalausfall bezeichnen möchte. Von diesem Stück blieb mir auch nach mehrmaligem Hören des Albums praktisch nichts im Gedächtnis.

Insgesamt setzt "...And Justice For All" den von der Band seit dem Debüt eingeschlagenen Kurs der stetigen Weiterentwicklung fort. Da das Album jedoch produktionstechnisch ein Rückschritt ist (was ich aber nicht als Katastrophe empfinde) und die Songauswahl zwar überzeugend, jedoch für mich einen Tick schwächer als auf den beiden Vorgängern ist, gibt es 4 Sterne. Nicht schlecht für eine Platte einer Band auf personellem und musikalischem Scheideweg.
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Stefan T.
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Ort: Wien

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