Kundenrezension

20 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zu großen Teilen alberner, verstaubter Elektronik-Bombast, 10. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Images [the Best of] (Audio CD)
Nachdem ich im Moment dabei bin, meine ganzen CD-Altbestände nach Perlen zu durchsuchen, die dem Zahn der Zeit standgehalten haben, war heute auch Jean-Michel Jarres "Images" dran, weit nach den meisten anderen CD's. Da lag ich wohl instinktiv richtig, denn "Images" ist eine einzige Enttäuschung. Jean-Michel Jarre war ja zu der Zeit, als diese Stück entstanden ist, der ungekrönte Elektronik-Kaiser, heute wundere ich mich darüber. Ich hatte mir das Best of Album damals nur gekauft, weil 1. mein Interesse an elektronischer Musik am Abflauen war und 2. ich kein Geld hatte, mir alle Werke, die ich einst als Vinyl besessen hatte auch auf CD anzuschaffen. Es war eine Fehlinvestition. Ich habe einige Kritikpunkte an dieser Compilation:

1. Es klingt wie Flickschusterei, krampfhaft alle Höhepunkte seiner musikalischen Schaffenskraft aneinanderzureihen. Es fehlt an Zusammenhalt, an der atmosphärischen Dichte, die seine Einzelwerke à la "Equinoxe" oder "Oxygene", als Konzeptalben geschaffen, damals auszeichneten. Zumal man über die Titelwahl trefflich streiten kann. Ich vermisse z.B. von Rendez-vous, das letzte Stück Rendez-vous VI, in dem Ron MacNair das erste Stück im Weltraum hätte einspielen sollen, was leider auf dem Space-Shuttle-Flug der nicht mehr zurück kam passieren sollte.

2. Vor allem seine späteren Werke im 2. Teil der Zusammenstellung klingen für mich wie ein albernes Aneinanderklotzen von effekthascherischen Samples, den Versuch also, "State of the Art" zu sein und all die (damals) modernen Klangmöglichkeiten irgendwie abzuarbeiten; das ist dann gar lieblos dargeboten. Atmosphäre zu erzeugen, wozu elektronische Musik eigentlich imstande sein sollte, ist leider Fehlanzeige.

3. Mit moderner elektronischer Musik à la Blüchel/von Deylen, Schiller etc. kann Jean-Michel Jarre nicht mehr mithalten. Fast alle Stücke klingen verstaubt und, ja, ich verwende das Wort noch einmal, albern theatralisch, bisweilen sogar nervig, leider.

Fazit: Jean-Michel Jarres Musik ist bis auf wenige Ausnahmen nicht zeitlos, auf dieser Zusammenstellung lieblos zusammengepresst, ja sogar ungehörigerweise ineinandergemischt (aus völlig unterschiedlichen Atmosphären kommend). Wer Jean-Michel Jarres Stärken kennenlernen möchte, dem empfehle ich definitiv kein Best-Of-Abum, sondern Einzelwerke wie "Equinoxe", "Oxygene", das kreative "Zoolook" oder auch "Les chants magnetiques". Also Finger weg von dieser Compilation.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.04.2010 19:58:33 GMT+02:00
Best of ...Alben sind natürlich nicht in sich schlüssig , es kann nicht sein dass sie sich ein Best of ...Album kaufen und dann rezensieren besser ein Konzeptalbum wie Oxygene...Equinox usw. gekauft haben zu wollen. Es liegt in der Natur dass auf diesem Album nur Auszugsweise Material von den Alben die bis dahin erhältlich waren erschienen ist.
Wer einen Querschnitt sucht über Jarres Werke die bis 1991 erschienen sind , der liegt mit dieser Platte genau richtig.
Manche Stücke sind etwas überarbeitet , aber die Platte bietet sich gut an als Überblick über Jarres Werke und wird für manchen einen Anreiz sein das eine oder andere Album von Jarre zu kaufen. Oder eben als Zusammenfassung für den der schon alle Alben hat. Aber von einem Best of ..Album kann man natürlich keine in sich Geschlossenheit erwarten wie mein Vorkommentator meint , das schließt sich natürlich aus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.05.2010 20:58:06 GMT+02:00
Das ist nicht ganz unrichtig, was da als Antwort auf meine Rezension zu lesen ist. Im Nachhinein muss ich auch zugeben, dass meine Kritik etwas arg negativ ausgefallen ist. Jean-Michel Jarre hat natürlich einen ganz festen Platz im Musik-Genre "elektronische Musik". Ein Best-Of-Album kann natürlich NICHT Atmosphäre transportieren, im Falle von JMJ ist es halt schlichtweg der falsche Weg, sich seiner Musik mit Compilations zu nähern. Viel besser ist es, sich Einzelwerke wie z.B. Equinoxe anzuschaffen und abzutauchen in die wirklich gei**n Welten der elektronischen Musik. UND: In seinen frühen Werken kling JMJ auch nicht so furchtbar technisch und effekthascherisch sondern einfach einen Tick authentischer und ehrlicher....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.01.2011 22:21:57 GMT+01:00
Kaillennium meint:
Gehts noch?

BestOf hin oder her. Aber auf dieser Scheibe befindet sich DIE beste Version von Second Rendez-Vous überhaupt. Allein dafür lohnt sich der Kauf!
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