Driver ist nicht unbedingt von dem gleichnahmigen Film mit Isabelle Adjani und Ryan o Neal inspiriert wie Sie vermuten sondern eine tiefe Verbeugung vor dem Gnere des Krimi Noir und unter anderem auch: "The Hunter" - dem Buch von Donald Westlake das erfolgreich mit Lee Marvin als "Walker" in "Point Blank" verfilmt wurde. Westlakes Pseudonym lautete Richard Stark, er wird im 2. Kapitel an erster Stelle neben anderen Krimi Autoren erwähnt. Allerdings gibt es eine Paralelle wie zu dem gleichnahmigen Film von 1978 allerdings um den Leser womöglich ein wenig hinters licht zu führen.
Am Ende der letzten Seite heißt es:
"Es dauerte jahre, bevor er um drei Uhr an einem klaren, kalten Morgen
in einer Bar in Tijuana zu Boden ging, Jahre bevor Manny Gilden sein
Leben verfilmte" Manny Gilden nun allerdings ist der Regisseur des betreffenden "Driver" Films den Sie erwähnen. Die Story selbst hat aber mit dem Buch nichts so viel zu tun und ist eigentlich nur ein Beweis wie meisterhaft und dem Genre getreu das Buch komponiert ist denn es ist übersäht mit Paralellen und Spuren zu anderen "Hardboiled Noir" Größen.
Wahrscheinlich die Augenscheinlichste ist die erwähnte Paralelle zu Richard Stark und "Point Blank".
Wenn Sie Noir Fan sind sollten Sie unbedingt diesen Film sehen. Auch hier hat der Held keinen verwertbaren Namen außer der Beschreibung einer Tätigkeit. Auch hier geht der Plot von Anfang an mit einer unglaublichen Elektrizität vor sich. Die weibliche Nebenrolle in "Point Blank" neben Lee Marvin wird humorvoll in Driver von Angie Dickinson zu einer Katze Namens Miss Dickinson verniedlicht.
Walkers hervorstechendes merkmal ist genau wie bei Driver die bedingungslose Selbstkontrolle in jeder Situation, die sich durch die komptromisslose Floskel ausspricht: im doing nothing else but driving. Vergleichbar dazu kann man Walker sehen der unaufhaltsam seinen Rachefeldzug wie ein Rachengel der Apokalypse durchführt und dabei ausspricht: i want my money back.
Bei genauerem Lesen von Driver erschließen sich noch andere Paralellen. So heißt zum Beispiel Drivers Lehrer "Shannon". John Shannon selbst ist ein Kollege Sallis aus der Krimi Literatur.
Alle "tracks" geben eine Anleitung oder Atlas der Krimi literatur.
Driver ist für mich ein Meilenstein des Krimi Noir und ein Beweis wie ernst es Sallis mit seinem Beruf meint.
Driver: Roman
