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Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung!, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Deutschland misshandelt seine Kinder (Gebundene Ausgabe)
Kindesmisshandlung ist nach wie vor ein elementares Problem unserer Gesellschaft. Die Rechtsmediziner und Autoren Michael Tsokos und Saskia Guddat versuchen in ihrem Buch zu erklären, warum das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt und was getan werden muss, um Kinder vor ihren Eltern zu schützen.

Wir, die Mitarbeiterinnen des Wolfsburger Frauenhauses, nehmen dieses Buch zum Anlass, um unsere Erfahrungen und unsere Haltung zum Thema Kinderschutz darzustellen.

Für viele Kinder und Jugendliche, die mit ihren Müttern in unserem Haus Schutz suchen, gehört Gewalt zum Lebensalltag. Eine Atmosphäre, die oftmals von Vernachlässigung und Überforderung und nicht selten von Misshandlungen oder Missbrauch geprägt ist. Die Kinder haben erfahren, dass ihre Mütter nicht in der Lage sind, sie und sich selbst vor der Gewalt ihre Väter oder Lebenspartner zu schützen. Dementsprechend spüren die Mütter Schuldgefühle, fühlen sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert und sind erschöpft. Teilweise üben sie selber Gewalt gegen ihre Kinder aus, schreien oder schlagen.

Das Ziel unseres Hauses ist es, das die Kinder Sicherheit erleben, sich ernst genommen und respektiert fühlen, wahrgenommen werden und vor allem Hilfe erfahren. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich vom Erlebten erholen können und wieder Vertrauen und eine Beziehung zu ihren Müttern aufbauen. Kinder müssen die Chance haben, gewaltfrei aufzuwachsen und nicht in zwanzig Jahren selbst Zuflucht in einem Frauenhaus suchen oder zu Tätern werden. Denn nur durch ein Unterbrechen der Gewaltspirale kann eine Veränderung im Beziehungsverhalten der nachfolgenden Generationen erreicht werden.

Die Mitarbeiterinnen versuchen, neben den zahlreichen Unterstützungsangeboten für die Frauen, auch immer wieder ihre Erziehungskompetenz zu stärken. Jedoch kann diese Haltung nicht nur von den Mitarbeiterinnen vertreten werden. Zusätzliche Hilfen sollten im Frauenhaus beginnen, damit die Mütter sich auch nach ihrem Auszug nicht wieder überfordert und schuldig fühlen. Wir brauchen dabei Unterstützung und verlässliche Ansprechpartner von allen beteiligten Institutionen; Mitarbeiter, die nicht wegschauen, sondern tatkräftig alles in ihrer Macht stehende tun, um entsprechend Hilfe zu gewährleisten.

Leider kehren die Frauen manchmal aus den unterschiedlichsten Gründen zum Täter zurück. In diesem Fall sollten die Kinder nicht wieder in diese Gewaltsituation zurückkehren müssen, denn dort sehen sie wieder, wie ihre Mütter misshandelt, eingesperrt, geschlagen und unterdrückt werden. Oder die Väter haben weiterhin das Recht auf Umgangskontakte, weil sie ihre Kinder nachweislich nicht geschlagen haben. Nicht selten passiert es den Kindern und Jugendlichen, dass sie nach einer längeren Zeit der Fremdunterbringung wieder in desolate Familienverhältnisse zurückkehren müssen, obwohl sie oftmals hochgradig gefährdet sind. Wer kann in diesen Situationen den Kindern gewährleisten, dass die Gewalt beendet ist?

Leibliche Elternschaft wird in unserer Gesellschaft ideologisch überhöht. Dass Eltern das Sorgerecht besitzen, heißt nicht, dass sie auch in der Lage sind, ausreichend für ihre Kinder zu sorgen. Die Kinder werden immer wieder enttäuscht und lernen, dass Gewalt selbstverständlich zum Lebensalltag gehört und geduldet wird. Diese Umstände unterstützen die Gefährdung des Kindeswohls. Das Selbstbestimmungsrecht der Eltern steht leider viel zu oft über dem Recht auf eine gewaltfreie Erziehung der Kinder.
Wir können nicht länger wegsehen! Wir müssen uns für unsere Kinder einsetzen, denn sie selbst sind nicht in der Lage, sich zu schützen. Ein Umdenken auf allen Ebenen ist unbedingt erforderlich. Alle beteiligten Kinderschützer müssen ihre Entscheidungen zu Gunsten des Kindeswohls treffen und entsprechende Hilfen installieren. Auch hier stimmen wir mit den Autoren Guddat und Tsokos überein, u.a. eine ärztliche Reaktionspflicht einzuführen, Kinderschutzambulanzen zu errichten, die Standards in Kindertagesstätten anzuheben und Helfer zu stärken, um den Teufelskreis zu durchbrechen.

Und vor allem Eingreifen und nicht Wegschauen!

Sandra Beetz
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