Kundenrezension

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbeschreiblich weiblich, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Femme Schmidt (Deluxe Edition 2013) (Audio CD)
Das Jahr ist alt und neigt sich dem Ende zu, doch man hätte es auch schon im Mai, als das Album erschien, fest machen können: (Elisa) Schmidt ist mit ihrem Debüt eine unglaubliche Platte gelungen, eines der herausragenden Alben des Jahres.
"Femme Schmidt" ist völlig aus der Zeit gefallen. Frankophil? Gewiss. Broadway? Auch. Die goldenen 20er? Jaja. Doch all diese Attribute führen letztlich, so trefflich sie auch sind, zu falschen Assoziationen. Denn das was Schmidt daraus macht ist ein ganz eigener Stil, der zwar eine Mixtur all dessen ist, was aber eben nicht heißt, dass ihre Musik klingt wie ein klassisches Chanson oder ein typisches Broadway-Musical-Stück, geschweige denn wie eine aufgewärmte Marlene Dietrich Reproduktion. Sie selbst und ihr Co-Autor und Produzent, Guy Chambers (ja der gemeinsam mit Robbie Williams einst Sachen wie "Angels", "Feel", "No regrets" etc. geschrieben hat), nennen es Pop-Noir. Und wenn man die Platte gehört hat, wird man diese Bezeichnung sehr passend finden.

Aber egal wie man die Musikrichtung nun auch nennen will, über allem steht, die junge Musikerin hat Ausdruck und Persönlichkeit, ist unbeschreiblich weiblich und lässt es reichlich knistern. Alice Schwarzer würde glatt verzweifeln, wie eine junge Frau es nur wagen kann, so sehr Frau zu sein. Sorry Alice, aber ich mag es nicht, wenn Frauen vor lauter Emanzipation alles Feminine einbüßen! Schimpft mich von mir aus Chauvie. Mick Jagger sagte irgendwann "Das was ich (auf der Bühne) mache, hat was mit Sex zu tun". Und Schmidt (warum hat sie nur den schönen Vornamen gestrichen?) wird diesen Satz unterschreiben, jede Wette. Und sie tut es mit unbeschreiblich viel Stil. Nicht nach der plumpen "Sex sells" Masche á la Rihanna & Co., je knapper das Höschen, je höher die Verkaufszahlen, sondern mit lasziver Ausstrahlung die Stimme, Musikalität, Gesten vollends mit einbezieht. Die Visualität kommt dann nur noch hinzu, zugegeben, aber eben keine billige Fleischschau wie an der Wursttheke.

Das Album erscheint dieser Tage in einer zweite Auflage, die von ursprünglich 12 auf 16 Titel gewachsen ist. Auch wenn mich diese Vermarktungsstrategie der Plattenfirmen reichlich würgt, sind mir die vier neuen Zutaten eine erneute Anschaffung wert. Die "alte Pressung" des Albums lässt sich guten Gewissens weiterverschenken und so Schmidts Popularität steigern - sie ist es wert!
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.08.2013 13:53:57 GMT+02:00
Timo Vogel meint:
...kann Ich nur bestätigen !!! (:

Veröffentlicht am 08.12.2013 16:55:19 GMT+01:00
also ob musik gefällt oder qualität hat, hat für mich nichts mit visualität zu tun. dafür sind meine ohren zu gut geschult! und wenn es alice schwarzer nicht gegeben hätte, würde es solche frauen wie elisa gar nicht geben. dann wär sie nämlich mit irgendeinem deppen verheiratet und würde kinder hüten!
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