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Kundenrezension

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Magnum Platte seit der Reunion, 23. Oktober 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: On The 13th Day Ltd.Digi (Audio CD)
Tony Clarkin ist ein Phänomen. Der glatzköpfige Mittsechziger ist nicht nur ein begnadeter Gitarrist. Mit zunehmendem Alter werden seine Kompositionen immer noch einen Tick genialer und seine Produktivität erreicht ihren Höhepunkt (ab 2007 gibt es fast jedes Jahr eine neue Veröffentlichung). Seit Mitte der 70er Jahre ist er das kreative Mastermind hinter der englischen Melodic Rock Legende Magnum und schneidert Meistersänger Bob Catley ein ums andere Mal sensationell anschmiegsame, warme Hymnen auf den Leib. Gemeinsam mit Keyboarder Mark Stanway und wechselnden Rhythmusfraktionen (ab 2002 Al Barrow am Bass und 2009 stieg Harry James fest am Schlagzeug ein) zelebrieren sie seit ihrem Debut "Kingdom of Madness" (1978) wie keine andere Band den feierlichen, großflächigen Gefühlsrock. 2012, fast 35 Jahre später, haben sie nichts von ihrer Faszination eingebüßt.

Im Gegenteil, ihr mittlerweile 16. Opus "On the 13th day" strotzt nur so vor Vitalität und Eingängigkeit. Und es ist das mit weitem Abstand härteste Album ihrer Geschichte. Die Gitarren braten, dass es eine Freude ist. Metal ist das nicht, aber sehr knackiger Hard Rock. Steht Magnum hervorragend. Die letzte LP "The Visitation" und das Best of "Evolution" (beide von 2011) hatten ja schon mächtig Druck, aber die neue Platte ist noch einen Tick schwerer. Der Vorgänger hatte vielleicht hier und da die besseren Einzelsongs, der Gesamteindruck beim Nachfolger ist aber stimmiger und runder.

Der Opener "All the Dreamers" beginnt mit verträumtem "Huhu" und Keyboard. Nach knapp 1.20 stampft dann aber ein breitbeiniges Riff los, das sofort mitreisst. Magnum liefern den Soundtrack für all ihre Fans: "All the Dreamers will come, and they bring heart and soul, 'cause they're all here to Rock and Roll". Sie kriechen aus ihren Löchern, die ganzen Träumer und hüpfen enthusiastisch herum. Ein satter, angenehm deftiger Einstieg.

Gleiches gilt auch für "Blood Red Laughter". In den Strofen schunkelt sich die Nummer etwas dahin, aber im Refrain gibt sie richtig Power. Bemerkenswert ist auch das endgeile Solo gegen Ende. Clarkin fliegt förmlich durch den Song. Was für ein Gefühlsrausch. Bärenstark!

"Didn't like you anyway" nimmt dann etwas Härte raus. Die gemächliche Midtempo-Ballade wirkt zunächst etwas unspektakulär, gewinnt aber nach und nach an Qualität. Exakt solche Songs nehmen sich missgestimmte Kritiker oft zur Brust, wenn sie die angebliche Biederkeit und Vorhersehbarkeit von Magnum beweisen wollen. Sollen sie doch. Mir gefällt's.

Mein absoluter Favorit des Albums ist der Titelsong "On the 13th Day". Tony Clarkin setzt sich im Text kritisch mit der fortwährenden Sinnsuche der Menschheit auseinander. Musikalisch ist das Ganze einfach nur sensationell. Satter Rock im mittleren Tempo und ein dynamischer, spritziger Refrain zum Niederknien. Dieser Titel hat erhöhtes Suchtpotenzial.

Selbiges lässt sich auch der Single "So let it rain" zuschreiben. Nach vielen Jahren erscheint im Vorfeld des Albums endlich mal wieder eine Magnum-Single, die allerdings hier und da kritisiert wird. Man unterstellt Tony Clarkin kommerzielles Kalkül. Solche Vorwürfe können nur von Nicht-Fans stammen, denn echte Anhänger der Band wissen, dass derartige Kompositionen sehr typisch für den gewichtigen Bartträger sind. Klar, es gibt etwas mehr Streicher zu hören als sonst, aber das tut dem rockigen Charakter des Titels keinen Abbruch. Die Boxen bersten fast im mitreissenden Gefühlssturm. Richtig packend.

"Dance of the Black Tattoo" ist textlich die härteste Nummer der CD. Die stillen Toten folgen einem auf Schritt und Tritt und das wüste Riff grinst einen fies an. Die Parallelen zu Led Zeppelins "Kashmir" sind mehr als offensichtlich, aber Magnum fügen dem Ganzen ihre eigene Note durch das hörenswerte Frage- und Antwortspiel zwischen Gitarre und Keyboard hinzu. So wird ein etwas gewöhnlicher Song doch noch zum Hinhörer.

"Shadow town" gehört zu den überzeugendsten Kompositionen, die Tony Clarkin jemals getätigt hat. Anfangs wie fast jedes Stück der neuen LP im mittleren "Mitwipp-Tempo" angesiedelt, explodiert sie im funkensprühenden, filigranen Refrain. Das ist kraftvoller Melodic Rock in edelster Vollendung. Besser macht es keiner.

Die einzige verzichtbare Nummer auf "On the 13th Day" heißt "Putting things in place". Nicht unbedingt schlecht, aber etwas zu gewöhnlich. Auch wenn der dramatische Refrain ganz nett ist.

Nach der kurzen Ausruh-Phase geben Magnum kurz vor Schluss noch einmal richtig Stoff. "Broken Promises" ist eine unfassbar druckvolle, treibende Rockgranate. Die Gitarre brät was das Zeug hält und Bob Catley thront kraftvoll über allem. Für solche Songs liebe ich diese Band. Besonders auf Autobahnen ohne Tempolimit empfehlenswert. Zischt einfach herrlich ab, das Teil. Yes!

"See how they fall" klingt ähnlich heavy, ist jedoch vom Arrangement her eher ein klassischer Melodic Metal Song. Das Keyboard bläst eine Fanfare, Catley tänzelt geschmeidig durch die Strofen und der bombastische Refrain lässt sämtliche andere Genregrößen alt aussehen. Neben dem Titelsong mein Liebling auf dem Album. So geht unverkrampfte, wuchtige Rockmusik.

Zum Abschluss folgt dann die, wie Bob Catley es nannte, "wavy arms ballad" mit dem Titel "From within". In diesem Segment macht Magnum keiner was vor. Gekonnt inszenieren sie den feierlichen Chorgesang und zaubern jedem Fan ein fröhliches Lächeln ins Gesicht. Da ist er wieder, der Wohlfühlfaktor, der in den letzten Jahren etwas der wütenden Resignation gewichen ist. Gemächlicher und einfach nur schöner Ausklang.

In der Limited Edition gibt es noch eine Bonus-CD. "Those were the days" ist ein Demo aus der Zeit zwischen 1989/1990. Dieser Titel schafft es auf kein Album, liefert jedoch eine Textzeile für den Song "Heartbroke and busted" von der "Goodnight L.A."-LP von 1990. Nettes Stück.

"Eyes like fire" ist Fans bereits von der Limited Edition des letzten Albums "The Visitation" (2011) bekannt. Er wurde damals mit einem Video bedacht, fand jedoch nicht den Weg auf die reguläre Platte. Während der Aufnahmesessions zu "On the 13th Day" stand er dann aber als Gratis-Download auf der Band-Homepage zur Verfügung. Dennoch sehr schön, dass man diesen überzeugenden, Magnumtypischen Song endlich auch in der Audioversion auf CD veröffentlicht hat.

Ansonsten dabei: die Akustik Versionen von "Blood Red Laughter" und "Shadow town", sowie Live-Mitschnitte der Songs "We all need to be loved" und "The Moonking" von der letzten Tour. Magnum bieten den Fans seit 2007 stets eine Zusatz-CD oder DVD. Das ist value for money.

"On the 13th day" ist ein beeindruckendes Spätwerk. Wieder einmal hat der Haus- und Hofkünstler Rodney Matthews eines seiner vielgeliebten Fantasy-Cover beigesteuert, das dem Gesamtpaket die letzte Note hinzufügt und die Musik angemessen verbildlicht. Der einzige kleine Wehrmutstropfen der LP ist der etwas hölzerne Schlagzeugsound von Harry James. Man wünscht sich hier und da etwas mehr Volumen und Druck. Ansonsten ist das Ganze aber top.

Ach, wie sehr ich diese Band liebe. Sie machen Musik, die weder cool, noch modern ist und trotzdem erzielen sie auf ihre alten Tage noch respektable Chartpositionen. Das letzte Werk "The Visitation" knackte mit Platz 19 gar die Top 20 in Deutschland. "On the 13th Day" schaffte es immerhin auf Rang 28.

Hoffen wir, dass Magnum noch das eine oder andere neue Album auf den Markt bringen werden. Allzu viele dürften es leider nicht mehr sein, da Clarkin und Catley stramm auf die 70 zugehen und sie immer wieder gesundheitliche Probleme plagen. So erklärt sich vielleicht auch die hohe Produktivität des Gitarristen. So lange sie da sind heißt es also genießen. Sie geben einem allen Grund dazu.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.05.2013 22:29:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.05.2013 22:30:14 GMT+02:00
Gandalf 1977 meint:
Magnum hatte ich vor diesen Album leider nicht gekannt. Aber ich muß sagen sie sind besser als was jetzt in der modernen Rockszene gespielt wird. Ich von diesen Superalbum finde ich die Nummern "All The Dreamers" und "So Let It Rain" genial. Ich hoffe es gibt mehr so gute Alben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.05.2013 22:53:23 GMT+02:00
STB meint:
Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Leider werden sie kaum wahrgenommen.
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