Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klang (beinahe) vergessener Zeiten, 28. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Four (Audio CD)
Wer "Four" für eine Selbstverständlichkeit hält, der sollte wissen, beinahe wäre es gar nicht Zustande gekommen. Denn in der Band kriselte es ein wenig. Besonders zwischen Sänger Kele Okereke und Drummer Matthew Tong soll es geknistert haben. Von vielen wurde die Band daher schon als Vergangenheit der Indie-Rock Szene betrachtet.
Obwohl "Intimacy" ein rundum gelungenes Album war (ich gehöre wohl zu den wenigen, die es besser als "A Weekend in the City" finden), von Indie-Rock war nicht mehr viel zu hören. Ja, der typische Indie Sound wurde durch Elektronik und Samples ersetzt. Das verlieh den Songs zwar Tauglichkeit für Clubs, dürfte aber viele Hörer der Band verärgert haben. Kele Okereke beteuerte danach noch mehrmals, dass sie nie wieder einen solchen Sound machen werden, wie er auf dem Erstling "Silent Alarm" zu hören war. Allerdings, er scheint seine Meinung wohl geändert zu haben. Denn mit dem neuen Album "Four" gehen Bloc Party zu ihren Anfängen zurück. Naja, zumindest teilweise.

In "Four" legte man den pessimistischen Sound von A Weekend in the City ab, verabschiedete sich größtenteils von allen elektronischen Klängen, die in "Intimacy" zu hören sind, und konzentrierte sich wieder mehr auf das Musikalische. Auf die Instrumente. War "Silent Alarm" bereits sehr fixiert auf Bass und Drums, setzt man diesen Trend in "Four" endlich wieder fort. Die Kombination aus neuen und alten Elementen machen das neuste Bloc Party Album daher nicht nur unglaublich interessant, sondern es liefert endlich wieder die Qualität ab, die von den Hörern seit "Intimacy" vermisst werden.

In 12 Songs (Standard Edition) gibt es sowohl rockige, wie auch etliche ruhige Tracks zu hören. Der Song "3x3", klingt recht wuchtig und erinnert teilweise an "Song for Clay (Disappear Here)" aus "A Weekend in the City". Mit "Real Talk" hingegen gibt es ruhigere Töne, und beinahe könnte man meinen, man höre eine alte CD der Red Hot Chili Peppers. Musikalisch bedient man sich bei "Day Four" dann ein wenig an The Police.
Die vielen Klänge machen "Four" bereits daher zu einem unglaublich vielseitigem Album.

Dann wäre da auch noch "Octopus". Ich brauchte gleich mehrere Anläufe, um zu wissen, was ich mit dem Song nun anfangen soll. Es war immerhin der erste Song, den ich aus dem neuen Album gehört habe. Aber mittlerweile betrachte ich den Sound als äußerst gelungen. Es dürfte wohl einer der wenigen Songs sein, wo noch mehrere eingespielte Samples zu finden sein dürften.

Mit "We Are Not Good People" endet das Album dann auf eine recht laute Weise. Und, nein, Kele Okereke und seine Entourage sind nicht wirklich böse Menschen. Das ihnen ihre Fans nicht egal sind, haben sie bewiesen, indem sie endlich wieder Musik machen, wofür man auch Instrumente braucht. "Four" ist unglaublich kurzweilig und eignet sich dazu, gleich mehrmals hintereinander angehört zu werden. Lediglich einen Knaller wie "Like Eating Glass (Silent Alarm)" oder "Hunting for Witches(A Weekend in the City)", habe ich dann doch vermisst. Aber, das wäre letztendlich zu penibel. "Four" bietet genügend Songs, die eine ähnliche Qualität besitzen. Hoffen wir, dass "Four" nicht ein Abschiedsgeschenk der Briten an ihre Fans ist. Mehr davon, ist willkommen.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.08.2012 10:47:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.08.2012 10:47:55 GMT+02:00
Jo meint:
Kleine Anmerkung zu "Octopus": Der Song enthält keinerlei Samples - der Sound wird nur mit Gitarre und dem geschickten Einsatz von Effektpedalen erreicht.

Veröffentlicht am 25.05.2013 01:29:13 GMT+02:00
Krass, das. meint:
Wenn es zwischen zwei Leute knistert, dann heißt das nicht, dass sie sich nicht mehr verstehen. Ganz im Gegenteil.
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