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Kundenrezension

83 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Krimi ist das nicht ..., 27. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glaube der Lüge: Inspector Lynleys 17. Fall (Gebundene Ausgabe)
Ehrlich gesagt, es fällt mir nicht leicht, diesen Roman endgültig zu beurteilen, er hat Licht, aber auch viel Schatten. Man kann sich sogar fragen, ob er überhaupt ein Kriminalroman ist.
Wie alle Romane von Elizabeth George, ist er lang, psychologisierend, teilweise ausufernd, viele Aussagen wiederholen sich wieder und wieder auf den ersten 500 Seiten. Richtig spannend wird es erst ab Seite 569!

Worum geht es? Lynley wird beauftragt, undercover im Lake District zu ermitteln, da der Neffe eines reichen Unternehmers dort ums Leben gekommen ist. Angeblich war es ein Unfall. Lynley fährt also nach Cumbria und nimmt Simon und Deborah St. James zur Unterstützung mit, Barbara Havers ermittelt in London.
Tja, und was geschieht nun? Lynley telefoniert ewig mit seiner Chefin und Geliebten, der unsympathischen Isabelle Ardery, die nicht wissen darf, was er tut. Nebenbei eiert er irgendwie am Rande dieser Unfallgeschichte herum, ohne wirklich weiterzukommen oder irgendwas bewirken zu können. Dasselbe kann man von Simon und Deborah sagen, nur dass sie neben ihren Ermittlungen" auch noch wegen einer Adoption streiten ... sollen sie das Kind nebst seiner umfangreichen Verwandtschaft adoptieren oder lieber doch nicht?

Der eigentliche Krimiplot - falls man das überhaupt so nennen kann - ist nur am Rande vorhanden; der Leser fragt sich, was das eigentlich soll, denn Ian Cresswell ist laut aller örtlicher Sachverständiger durch einen Unfall ums Leben gekommen, auch Lynley und Simon kommen zu demselben Schluss. Warum, fragt man sich, fahren sie dann nicht alle nach Hause und das Buch ist zu Ende?

Meiner Meinung nach ist es bis Seite 568 eine Luftnummer. Viel Lärm um nichts. Erst dann zieht die Spannung an, doch was dann kommt, ist die Auflösung von mindestens drei Erzählsträngen, von denen nichts wirklich mit einem Krimi zu tun hat und die auch nichts miteinander zu tun haben.
Am spannendsten sind noch die Szenen mit Barbara Havers. Ansonsten geht es um Leute, die alle irgendwo ein Geheimnis haben, das über 500 Seiten immer nur angedeutet wird, dazu kommen Liebeswirren, die Nöte ungeliebter Kinder, ein unbedarfter Reporter und eine Deborah, die schlimmer ist als eine Dreijährige in der Trotzphase. Sie verrennt sich in eine fixe Idee, lügt, betrügt, ist außer Rand und Band - man kann eigentlich nur ständig den Kopf schütteln.

Nein, ein großer Wurf ist das wahrlich nicht! Elizabeth George lässt ihre Charaktere wie Marionetten nach den Bedürfnissen ihrer Story agieren, nicht nach Logik oder dem gesunden Menschenverstand. Als Leser fühle ich mich auf den Arm genommen. Es ist fast so, als würde man ein Boulevardstück sehen, mit viel Irrungen und Wirrungen und völlig übertriebenen, unglaubwürdigen Figuren. Wenn wenigstens noch ein Mord passieren würde - mein Tipp dafür wäre Mignon! Aber nein, den Gefallen tut sie uns nicht.

Die Beurteilung dieses Romans hängt letztlich davon ab, was man erwartet. Will man einen spannenden Krimi lesen, wie George sie früher geschrieben hat, wird man enttäuscht. Will man sehen, wie es mit Havers und Lynley weitergeht und sich durch einen leicht ausufernden, aber durchaus lebendigen Schreibstil ein paar Stunden unterhalten lassen, kann man dieses Buch lesen. Ihr bestes ist es ganz bestimmt nicht.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2012 11:06:39 GMT+02:00
Paula Jakob meint:
Sie sprechen mir aus der Seele!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 22:11:23 GMT+02:00
Sehr treffend zusammengefasst.

Veröffentlicht am 03.09.2013 18:33:16 GMT+02:00
Carfax meint:
Ich glaube, jetzt werde ich es doch lesen. Die Krimis als solche haben mich nämlich nie in erster Linie interessiert, Lynley und vor allem Havers dafür um so mehr. Gut zu wissen, daß man die Latte nicht allzu hoch hängen soll, dann wird man auch nicht bodenlos enttäuscht.
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