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Kundenrezension

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderes Wishbone Ash-Album - sehr entspannt, wenig Druck., 22. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Blue Horizon (Audio CD)
Habe das Album auf dem Konzert in Mannheim erstanden (eine Woche vorher in Aschaffenburg war es noch nicht erhältlich), auf der Rückfahrt in das Rhein-Main-Gebiet in den Player gelegt und der erste Eindruck war: enttäuschend! Wo ist der Druck, die Dynamik, die Wishbone Ash live und auch bei etlichen Studioaufnahmen auszeichnen? Wo die langen Melodiebögen, das höchst differenzierte, kraftvolle Spiel von Joe Grabtree (Drummer)? Nun, nach etlichen Durchläufen ist die Enttäuschung einem etwas anderem Eindruck gewichen:

"Blue Horizon" ist ein sehr entspanntes Album, das durch mehrmaliges Hören wächst und seine Dynamik erst allmählich offenbart und entfaltet. Beim gelungenen Opener "Take it back" beispielsweise ist man sofort im Wishbone Ash-Sound der frühen 70er Jahre gefangen, Groove und Riff bleiben schnell im Ohr hängen (das Schlusssolo an der Gitarre stammt übrigens vom Schlagzeuger - schöner "Gag"). Der zweite Titel, "Deep Blues", einer der wenigen "heftigeren" Songs, warten am Ende mit Klängen auf, die an ZZ Top (!) erinnern, "Mary Jane" verfügt über Country-Anleihen und der letzte Song, "All there is to say", erinnert in der Melodieführung an den Klassiker "Throw down the sword". Dazwischen gibt es noch Höhen wie "Way down south" oder das Titelstück, das live sehr schön ausgespielt wurde und dessen Refrain ebenfalls gut im Gehörgang verbleibt und Tiefen, wie "Strong how things come back around", ein Song, der bis auf den Schlusspart mich persönlich nicht anspricht.

Doch warum ist "Blue Horizon" nicht so ein Kracher geworden wie der Vorgänger "Elegant Stealth"? Warum fehlen so druckvolle und dynamische Songs wie "Can't go it alone" oder "Reason to believe"? Die Erklärung scheint recht einfach: Während auf "Elegant Stealth" die meisten Songs in Kollektivarbeit der Band entstanden sind, tauchen bei "Music & Lyrics" vieler Songs des aktuellen Albums bisher eher selten oder gar nie gehörte Namen auf. Der Opener z. B. stammt komplett (!) von Aynsley Powell, "Strange how..." von Roger Filgate (?!) und "Way down south" u.a. von Ian Harris. Auch hinsichtlich des Musikalischen sind Unterschiede erkennbar, ist z.B. Muddy Manninen bei mehreren Titeln alleiniger Schöpfer der Musik. "Blue Horizon" musste somit zwangsläufig ein etwas anderes Album werden, was sich folgelogisch in den Songs zeigt. Gleiches gilt für die Songtexte, die noch seltener von Bandmitgliedern stammen und inhaltlich zwischen Melancholie und Hoffnung schwanken. Warum dieses Mal so gewerkelt wurde - wer weiß das schon?

Mein Fazit: "Blue Horizon" ist ein Album mit "experimentellem Charakter", zurückhaltender Grundstimmung und mehreren Songs, die höchst wohlklingend im Ohr verbleiben. Wer wie Mastermind Andy Powell nach 44 Jahren im Musikgeschäft noch solche Musik vorlegen und verantworten kann, darf gerne noch sehr lange bleiben. Auf dem nächsten Album hätte ich allerdings gerne wieder kräftigere und druckvollere Songs. Dann gibt es auch wieder fünf Sterne.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.09.2014 12:55:13 GMT+02:00
Flowerking meint:
Merke: Höre nie ein Studioalbum einer Band direkt nach einem Livekonzert. Das kann nur verlieren, so gut es auch sein mag. Ich habe diese Erfahrung auch mit mehreren Scheiben gemacht (Savoy Brown, Joanne Shaw Taylor) und bereits am nächsten Tag meine Meinung revidiert.
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