Kundenrezension

44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Günstig aber nicht der P/L Sieger, 22. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ZyXEL NSA325v2 NAS-Server (2-Bay, SATA II, 1x Ethernet, USB 3.0) (Zubehör)
Habe lange Zeit nach einer neuen NAS Ausschau gehalten; Wenn man Kollegen oder Fachforen befragt werden oft (oder fast immer) zwei Namen genannt: Synology und QNAP.

Ich wollte mich damit nicht zufrieden geben, denn es gibt immer auch andere gute Produkte, die nicht gleich ins Auge fallen. Außerdem brauche ich viel Platz und muss dementsprechend auch noch zwei (womöglich teurere Festplatten) kaufen.

EDIT: Bin jetzt doch bei QNAP gelandet (siehe unten): Es lohnt sich duchaus und ich musste erkennen, das die beiden Hersteller nicht umsonst Marktführer sind. Ich habe dazu gelernt.

Nach langer Recherche habe ich daher die NAS von Zyxel ins Auge gefasst, Hauptkriterien waren:
- günstiger Preis (sry, bei 250 Euro Leergehäuse bleibt bei mir kein Geld für eine anständige HDD)
- Pyload fähig (ohne viel Gefrickel)
- setzt HDD's in den Ruhezustand

Gerade dass letzte Feature beherrschen doch einige auf dem Markt befindliche Geräte tatsächlich nicht, was ich erstaunlich finde, denn sogar mein Raspi mit Xbian kann dies.

Lieferumfang:
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- Ein Netzwerkkabel, Stromstecker mit Trafo, USA Stecker, Schrauben für die Festplatten und den Lüfter.

Optik:
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Schlicht, schwarz und die LED's nicht zu hell = So mag ich das !
Das Obermaterial ist einfaches Plastik, allerdings solide gefertigt...kein Handschmeichler aber Rack-tauglich und hält auch einen Rempler aus.
Die Innereien bestehen z.T. aus Blech.

HDD-Käfige:
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Auch aus Plastik, aber nicht schlimm. Bei meinem Antec One hat das gute schallschluckende Eigenschaften ergeben, auch hier kann ich das bestätigen.
Die HDD-Schlitten sind desweiteren mit Gummipuffern ausgestattet = Sehr cool ! So macht man das !

Bedienelemente Frontseite:
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Radiowecker-Niveau aber mit klarem Druckpunkt. Die Front LED's sind nicht zu hell und blinken niemals nervös rum.

Lüfter / Lautstärke:
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Jaja, es gibt hier tatsächlich Rezensionen die kein einziges Wort über das Gerät selbst verlieren sondern nur über Sinn / Unsinn des verbauten Lüfters und dessen Lautstärke philosophieren.

UPDATE: Mein Lüfter ist auch deutlich lauter geworden, wahrscheinlich habe ich ein älteres Gerät bekommen. Habe den Werks-Lüfter gegen den NOISEBLOCKER BlackSilentFan XC1 getauscht. Jetzt höre ich die NAS aus meinem IKEA Expedit (unterstes Fach) nicht mehr heraus.

Den Unmut vieler Kunden kann ich verstehen, der alte Lüfter ist eine absolute Fehlkonstruktion mit einem billigen Lager. Das Lager ist gar nicht mal das Problem, es sind die andauernd wechselnden Drehzahlen die ein rhythmmisches Surren verursachen.
Wie der neue Lüfter der REV.2 ist, kann ich daher leider nicht sagen. Ein Lüftertausch ist allerdings schnell und einfach erledigt, es muss nur geschraubt und gesteckt werden. Als jemand, der oft Desktop-Rechner zusammenbaut, bin ich sowieso den Billig-Lüftern in Fertiggehäusen skeptisch gegenüber und kaufe in der Regel immer neue Marken-Lüfter dazu.

Software:
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Das Betriebssystem ist ein Linux-System und daher schon mal ziemlich robust.

Die Browser-Oberfläche ist anders: Hier wird einem kein Desktop vorgegaukelt (wie bei Syn oder QNAP), sondern es gibt große rotierbare Symbole.

Ansonsten ist die Config und der Dateimanager sehr spartanisch und sachlich mit Zeilen und Spalten. Es gibt aber alle wichtigen Funktionen wie:
- Löschen, Entpacken, Packen, Verschieben, Kopieren, Umbennen

Man kann auch "drag and drop" mäßig Ordner oder Dateien auf der Oberfläche verschieben. Leider wird einem kein Status Balken angezeigt und es lässt sich immer nur "pro Seite" kopieren. Geht man zur nächsten Seite und kopiert, wird der alte Kopiervorgang abgebrochen => Sehr undurchsichtig gemacht.

Rechte-Management:
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Man kann Gruppen und Benutzer anlegen, die dann auf die Shares zugreifen. PROBLEM: Wenn man einmal den Twonky Mediaserver angeworfen hat, sehen selbst Besucher, die keine Schreibrechte haben, was für Filme, Musik sich auf der NAS befinden, und zwar alles !

Gerade wenn man nur mal Bilder vom letzten Geburtstag dritten Personen (Bekannte von Bekannten) zur Verfügung stellen möchte, bietet mir das persönlich zu tiefe Einblicke in meine Datenbank.

LÖSUNG: Es gibt ein Paket namens "Gallery3", dass ist eine MySQL Datenbank mit einer GUI, die über den Browser angesteuert wird. Hier kann man nach Herzenslust Bilder und Videos hochschaufeln, auch wieder Rechte vergeben und muss keine Angst haben, dass alles andere auch einsehbar ist. Es wird eine komplett neue und getrennte Datenbank angelegt.
Das ganze soziale Zeug wie Tags, Kommentare und Co. lässt sich bequem deaktivieren. Damit die liebe Bekanntschaft das ganze Album gleich herunterladen kann, empfehle ich das Paket "downloadalbum" nachzuinstallieren. Damit wird das Album automatisch gepackt und kann dann heruntergeladen werden => Sehr praktisch !

EDIT: Leider bekomme ich hier ständig HTTPS Errors (#2038)

Alternative 2: WordPress mit NextGen => Auch hier schlägt ein Upload fehl !

Hardware:
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Prozessor ist ein Single Core ARM mit 1,6 GHz (Gleitkomma-fähig) und 512MB DDR3 Ram. Das klingt wenig, allerdings braucht ein angepasstes Linux viel weniger Ressourcen als z.B. ein Windows.
Ich habe bis auf kleine Wartezeiten beim Fernzugriff bisher alles zügig erledigen können. Der Prozessor macht selbst beim Entpacken mit Pyload nicht schlapp und erledigt das so gut es geht.
Auch mehrere HD Streams im LAN sind überhaupt kein Problem!

Die beiden WD RED 3TB Festplatten wurden sofort erkannt, bespielt und werden nach 2 Stunden idle des Gerätes in den Ruhezustand versetzt und laufen nicht durchgängig.

Pakete:
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Puh, gibt ne Menge.
Vorweg: Man kann sich durch eine Modifikation namens FFP (fonz fun_plug) Root Rechte und weitere Pakete holen = braucht man allerdings nicht zwingend !

Ich habe im Paketmanager des fabrikneuen Gerätes alles gefunden, was ich brauche:
- Pyload und SMART

Pyload wurde sauber integriert, mein Account eingebunden und dann per Smartphone (Lumia) den Downloadvorgang problemlos überwacht
SMART funktioniert auch sauber und zeigt an, wie gut es der HDD geht (u.a. auf Temp).

FFP ist kompliziert und selbst Linux Kenner werden das eine oder andere graue Haar bekommen. Die Tutorials im Netz sind z.T. stark widersprüchlich und für die alte 0.5er Version geschrieben worden => Ich habe es z.B. bis heute nicht geschafft, lighttpd zu implementieren.

SSH:
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Geht nur via FFP Stick, dann aber tadellos! SSH ist via WinSCP die bessere Methode um Dateien auf die NAS zu schieben oder einen Fernzugriff durchzuführen. Der FTP Server bleibt bei mir aus (zu unsicher).
Andere können das durch einen Knopfdruck im Menü, warum unbedingt den Umweg über FFP ? Keine Ahnung.

Streaming:
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Ja, kann der Zyxel und zwar über den Twonky Media Server und DLNA. Das tolle ist: Er stream auch DTS Tonspuren. So kann ich an meinem LG LM 620S problemlos meine HD Filme gucken = Da hatte ich ehrlich gesagt die größten Zweifel, ob beide Geräte sich verstehen und der Zyxel das mitmacht.

Unter Windows Phone 8 benutze ich den "Smart Player", dieser streamt z.B. von der NAS zum Raspberry Pi (der an der Anlage hängt) oder von der NAS zum TV.
Der TV selbst erkennt die NAS auch und kann die freigegebenden Ordner durchsuchen.

Leider kann ich mit dem TV nur stückweise vorspulen und nicht in Zeitraffer (2x,4x etc). Dies liegt aber an dem TV und nicht an der NAS (mit Plex dasselbe Problem).
Ein weiteres reines TV Problem: Es lassen sich keine Tonspuren auswählen. Mit dem XBIAN auf dem Raspberry geht das wunderbar. Aber auch hier kann ich LG Besitzer nur warnen: Eure TV's werden vermutlich nicht in der Lage sein, die Spur zu wechseln!

OnlineStreaming kann auch sowohl mit Bilder (Diashow), Filmen und Musik durchführen. Dann werden die Dateien im Browser abgespielt. Einen rudimentären Player mit Stop / Start etc bringt die Oberfläche gleich auch mit = gut gemacht, ich brauch's eher selten.

USB Anschlüsse:
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Vorne USB 3.0 (sehr gut) = Wird in der Preisklasse gerne weggelassen. Syn lässt sich dies Feature happige 50-60 Euro Aufpreis kosten z.B.
Hinten gibt zwei Mal USB 2.0.

Besonders nettes Features: Der Knopf an der Frontseite kann frei konfiguriert werden. Kopieren von Stick => NAS oder von NAS => Stick.
Überrascht war ich, dass der Knopf auch auf "langes Drücken" reagiert und auch dies mit einer Funktion belegt werden kann, wie z.B. Stick <=> NAS syncen.

Handy App:
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Es gibt von Zyxel eine offizielle Handyapp für iOS und Android. Für's Windows Phone nicht.

ABER: Dies ist überhaupt nicht schlimm!

Synology und QNAP's werden oft empfohlen, weil es ja die offizielle super duper iOS Applikation gibt und man dann alles "aus einer Hand hat". Ein Argument dass bei mir auch erst gezündet hat.
Allerdings ist das Augenwischerei, denn eine NAS unterstützt in erster Linie Standarts und Protokolle wie DLNA und / oder FTP und dann ist es vollkommen egal, ob die App nun direkt vom Hersteller kommt oder von einem engagierten eigenständigen Entwickler.
Ich bin z.B. mit dem SmartPlayer vollkommen zufrieden, von mir aus braucht Zyxel keine WP App herausbringen (meine Meinung).

Community:
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Es gibt eine große deutschsprachige Community, die mit Rat und Tat hilft und auch z.T. fleissig neue Pakete bastelt, um die NAS mit Funktionen zu erweitern.
Schön ist auch, dass Zyxel die Community voll eingebunden hat, sich Problemen annimmt und Pakete in die offizielle Paket-Liste aufnimmt (so z.B. den Pyload).

EDIT: Zumindest das offizielle Zyxel Forum kann ich nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Antworten werden nur selten beantwortet, auch einfache Fragen zu FFP oder den veralteten Modulen. Fragen zu Lüfterchargen sind den Leuten dort wichtiger...

NEGATIV:
========
- Bilder im RAW Format können im browser nicht angeguckt werden, sie müssen im jpg Format vorliegen. Schade, das können andere besser! (kann die Gallery auch nicht, zwar hochladen, wandelt dann aber in JPEG um...schade)

- Einen WLAN Stick unterstützt die NAS m.M.n im Moment nicht. Zumindest Synology führt eine Kompatibilitätsliste für solche Vorhaben.

- Gelegentliche "http-Errors" bei Bilder-Uploads der Gallery3 / Wordpress. Keine Ahnung ob's am browser lag. Unter der Zyxel Weboberfläche bisher null Probleme.

- Trennung von privaten und öffentlichen Dateien ab Werk unmöglich und nur über third-party apps (Gallery3) möglich. Da die NAS aber schwere Probleme mit HTTPS hat, kann man diese Workarounds vergessen. Eine richtige Photo Station wie bei QNAP oder Syn wäre angebracht ! => Daher für meine Zwecke leider unbrauchbar

- Dateibrowser sehr abgespeckt und Kopiervorgänge nicht sehr komfortabel (es gehen immer nur maximal alle Dateien pro angezeigter Seite, sonst Abbruch). Tipp der Zyxel Community => "Nimm den Midnight Commander" => Ich arbeite beruflich oft mit der Console, aber privat den Augenkrebs? Viel Spaß!

- Kopiervorgang im Web Frontend hat keinen Statusbalken oder sonstiges, also warten und Tee trinken

- Frontend der NAS lässt sich mit dem Internet Explorer 11 und dem Apple Safari nicht aufrufen.

- Lüfter immernoch laut (investiert 10 Euro mehr in den Coolink)

- Dateien lassen sich manchmal nicht auf ext. Datenträger via GUI verschieben / kopieren => Gerade beim Umzug auf die neue NAS ärgerlich, denn so musste ich den Umweg per WiFi über einen Rechner machen!

FAZIT:
=====

Leider sollte es nicht sein. Nach der ersten euphorischen Woche kam der Dämpfer => Bilder uploads und vorallem das Bereitstellen und Sammeln solcher ist einfach nicht möglich OHNE dass die Leute auf die Zyxel GUI geschickt werden und dort alle meine MKV's sehen können; Privatsphäre sieht anders aus !

Ich war erst echt begeistert, aber je mehr ich mich mit dem FFP und den installieren Paketen beschäftigt habe, desto mehr ist mir aufgefallen, wie veraltet die Module z.T. sind (OwnCloud, Gallery3). Die Probleme mit dem SSL habe ich nicht in den Griff bekommen können, bei meiner neuen QNAP TS212P funktioniert dies perfekt. Auch hat diese eine richtig vollständige Photo Station!

Als dann Photos der Familie verteilt und Bilder einer Hochzeit gesammelt werden sollte, kam das Aus für die NAS, denn ein Upload konnte nicht zuverlässig garantiert werden.

Wer wirklich nur selber als Profi auf die NAS zugreift, NUR die Familie darauf zugreifen lässt und ALLE Medien sharen möchte, ist mit der Zyxel weiterhin sehr gut bedient. Soll es aber ein bischen mehr sein und man auch Dritte ins Boot holen, gehen einem relativ schnell die Optionen aus. Filesharer, die eine reine Download-Maschine suchen um mit Pyload 24/7 diverse sharehoster anzuzapfen, werden ebenfalls glücklich => Günstiger kommt man an diese Hardware + Gehäuse nicht mehr heran.

Leider ist auch die ganze Bedienung nicht so wirklich komfortabel. Ich selber habe das auch erst auf die leichte Schulter genommen, aber wenn jemand aus der Familie Probleme mit der GUI hat, bringt mir auch eine NAS nix und ich muss umständlich per Ferndiagnose mitmachen => Das kostet Zeit und Nerven.

Mein neuer P/L Sieger: Wer eine NAS sucht mit der gleichen soliden Hardware => Schaut euch die QNAP 212P an, die 30 - 50 Euro mehr gebt ihr für's Betriebssystem aus, aber es lohnt sich ! Diese hat sogar 2mal USB 3.
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Kommentare


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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.04.2014 13:30:57 GMT+02:00
Cassius meint:
Guter Tipp mit der Qnap, allerdings kostet das Teil mal eben doppelt so viel und nicht 30 Euro mehr...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2014 19:54:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.04.2014 19:58:47 GMT+02:00
F. Ewers meint:
Doppelt ?

Die QNAP kostet zwischen 144 und 160 Euro. Doppelt wären bei mir (2 x 90) = 180 Euro bzw. 2 x 99 = 198 Euro.

Halten Sie am besten die Augen nach einem Warehouse-Deal offen. Ich habe mittlerweile meine Rezension zur 212P hochgeladen. Darin sollte nochmals deutlich werden, warum es einfach nicht lohnt so dermaßen wenig für eine NAS auszugeben (hängt aber auch vom Einsatzzweck ab).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.04.2014 21:28:05 GMT+02:00
Cassius meint:
Ich meinte auch das doppelte von 30 Euro, hab mich falsch ausgedrückt.
Wollte damit aber auch gar nicht die Top- Rezension runterziehen. Wirklich super informativ, danke dafür!

Veröffentlicht am 21.05.2014 14:19:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.05.2014 15:40:15 GMT+02:00
Stand heute kosten zwei NSA325V2 gerade mal 15 ¤ mehr als ein 212P. Für 15 ¤ mehr könnte man ein NAS permanent als Web/Ftp Server laufen lassen und auf dem anderen Videos, Daten und BackUps vorhalten und den dann nur einschalten, wenn man ihn auch benötigt. Dafür hätte man auch noch die doppelte Maximalkapazität.

Außerdem ist der NSA325 hochwertiger aufgebaut als der 212P. Schöner wäre noch eine gänzlich werkzeugfreie Festplattenbestückung ohne Schienen, aber ein NAS wie den 212P erst abbauen und dann öffnen zu müssen um erst dann die Festplatten im Inneren verschrauben/wechseln zu können, ist umständlich und wirkt billig. Da hat Qnap definitiv am falschen Ende gespart. Ein NAS ohne Backplane? Pfui!

Außerdem ist der Zyxel schneller, was bei ein paar TB an Daten oder wenn man mit Lightroom, etc. auf das NAS zugreift, nicht ganz unwesentlich ist.

An das P/L Verhältnis des Zyxels kommt immer noch kein Konkurrent heran.

"Man kann Gruppen und Benutzer anlegen, die dann auf die Shares zugreifen. PROBLEM: Wenn man einmal den Twonky Mediaserver angeworfen hat, sehen selbst Besucher, die keine Schreibrechte haben, was für Filme, Musik sich auf der NAS befinden, und zwar alles !"

Wenn man unter Unix oder seinen Derivaten Usern die Schreibrechte (w) entzieht, verbleiben noch Lesen und Ausführen (r, x). Das ist keine Besonderheit von Zyxel, sondern die Eigenschaft des Betriebssystems und ein normales Verhalten. Sie meinen wahrscheinlich unterschiedliche Freigaben. Ich greife nur lokal auf mein NAS zu und benötige es nicht, aber der Zyxel erlaubt die Verwaltung von Benutzern, Gruppen, Freigaben und Kontingenten. Die voreingerichteten Standardfreigaben sind tatsächlich für alle frei gegeben.
Haben Sie versucht eigene Freigaben einzurichten?

Die Smart TVs spulen imo alle nicht über LAN. Untertitel- und Tonspurwechsel geht leider auch nicht über LAN. Da ist eine direkt angeschlossene USB Platte im Vorteil. Oder ein Mediaplayer wie ihr Raspberry Pi. Der lohnt sich aber immer weniger, weil es für ca. 60 ¤ ITX Boards von AMD und Intel inkl. Prozessor gibt, die sehr wenig verbrauchen und die Leistung eines Office PCs zzgl. Videobeschleunigung in Hardware haben. Mit denen kann man nicht nur einen 4k-tauglichen HTPC, sondern auch ein NAS oder einen dedizierten Server realisieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2014 11:00:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.05.2014 11:45:56 GMT+02:00
F. Ewers meint:
"Stand heute kosten zwei NSA325V2 gerade mal 15 ¤ mehr als ein 212P."

- Nicht die Festplatten vergessen! Gern gemachter Anfängerfehler ;-)

"Außerdem ist der NSA325 hochwertiger aufgebaut als der 212P"

- Die schenken sich beide nichts. Das Obermaterial ist bei der QNAP definitiv hochwertiger.

"Ein NAS ohne Backplane? Pfui!"

- Natürlich hat auch die QNAP eine Backplane, nur das diese "vorne" verbaut wurde.

"Die voreingerichteten Standardfreigaben sind tatsächlich für alle frei gegeben.
Haben Sie versucht eigene Freigaben einzurichten?"

- Klar kann man eigene Freigaben erstellen, ändert aber nix daran, das der Twonky Share jederzeit abrufbar bleibt. Und zwar für alle. Punkt. So funktioniert DLNA nunmal, sonst kann der TV nicht zugreifen. Hätte die Zyxel eine funktionierende Photostation, wäre das alles auch nicht so schlimm. Leider bleiben die Photostations von Syn und QNAP konkurrenzlos gut.

"An das P/L Verhältnis des Zyxels kommt immer noch kein Konkurrent heran."

- Im negativen Sinne stimmt das sogar.

"Außerdem ist der Zyxel schneller, was bei ein paar TB an Daten oder wenn man mit Lightroom, etc. auf das NAS zugreift, nicht ganz unwesentlich ist."

- Och ich bitte Sie, das sind ARM CPUs mit wenig RAM, die SIND langsam im Vergleich zu x86 Prozessoren. Da sind keine signifikant spürbaren Unterschiede bei beiden NAS festzustellen.

"Die Smart TVs spulen imo alle nicht über LAN. Untertitel- und Tonspurwechsel geht leider auch nicht über LAN"

- Ging bei LG zumindest mal. Untertitel wechseln geht bei LG auch über WLAN immer noch. Das kann man also nicht verallgemeinern.

"Raspberry Pi. Der lohnt sich aber immer weniger, weil es für ca. 60 ¤ ITX Boards von AMD und Intel inkl. Prozessor gibt, die sehr wenig verbrauchen und die Leistung eines Office PCs zzgl. Videobeschleunigung in Hardware haben."

- Schön für Sie ;-) Mein Raspi hat aber nur 30 Euro gekostet, verbraucht fast keinen Strom, ist sehr klein, wird passiv gekühlt, spielt auch 3D Filme in 1080p ab. Was interessiert mich mit meinem 47 Zoll TV 4K ?? Wo sind denn jetzt die ganzen 4K Filme ??

"Mit denen kann man nicht nur einen 4k-tauglichen HTPC, sondern auch ein NAS oder einen dedizierten Server realisieren."

- Einen Server, klar. Aber nicht in der Größe. Und es bleibt nicht bei 60 Euro, denn => RAM, Gehäuse, Netzteil => das kostet und nicht in wenig in dem Formfaktor. Und nein, eine NAS ist KEIN Server. Außerdem welche Software? Open Media Vault? Bietet nur grundlegende features und ist sehr sehr spartanisch. Dann lieber eine große QNAP oder Syn mit ATOM CPU, das Betriebssystem alleine ist schon ein dickes Plus. Und der ewig lange Support. Meine alte QNAP von 2007 wird immernoch mit Updates versorgt, da kann man bei der Zyxel nur von träumen.

Ich bleibe bei meinem Credo: Wer (zu) billig kauft, kauft zweimal. Das hat sich bei der Zyxel wieder eindrucksvoll gezeigt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.05.2014 19:50:02 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.05.2014 22:54:10 GMT+02:00
Wie sollte man bei einem NAS die Festplatten vergessen? ;-)

Das ändert aber nichts daran, dass der QNAP TS-212P fast doppelt so teuer und dafür auch noch billigst aufgebaut ist. Unter einer Backplane versteht man gemeinhin eine Rückplatte in die Komponenten einfach eingesteckt werden.
Im QNAP werden die Festplatten umständlicher montiert als in vielen PC-Gehäusen und ein SATA Kabel wird ebenfalls verwendet. Also nichts mit einfach in die Backplane schieben. Der Festplatteneinbau/-tausch ist beim QNAP höchst umständlich.

computerbase.de/2014-04/qnap-hs-210-luefterlos-ts-212p-nas-test/3/
Wo sehen Sie hier eine Backplane? Die erste Platte wird an die Hauptplatine gesteckt und die zweite mit Kabeln verbunden. Das ist ein minimalistischer Aufbau zur maximalen Kostenreduktion.

Hier hat QNAP am falschen Ende gespart, aber ohne diesen Preisvorteil an den Kunden weiter zu reichen.

Der Rasberry Pi ist ein wackerer kleiner Streitgenosse, aber sein Leistungsspektrum ist ausgereizt/beschränkt. Selbst beim QNAP sieht man wie die Performance leidet, wenn man Hardware, die ursprünglich nur für eine Aufgabe gedacht war, mit immer mehr Anwendungen quasi zum vollwertigen Server aufbohrt.

Schauen Sie sich die Tests an und Sie sehen, dass der Zyxel bei der Datenübertragung 10-30 % schneller ist als der von Ihnen empfohlene QNAP.
Ein weiteres Argument für den Zyxel. Zumindest für jeden, der ein NAS aufgrund seiner Hauptfunktion anschafft; Daten im lokalen Netz zur Verfügung zu stellen.

Auch jetzt kann man schon einen durchaus performanten Server in der Größe eines kleinen NAS selbst bauen. Auch kleiner, vgl. Intel NUC. Dann kommt man aber nicht mehr mit 100 ¤ zzgl. Gehäuse aus.
Aber das ist auch nur eine Frage der Zeit. Genau wie bei den NAS.

Momentan bekommt man aber leider (noch) kein sparsames NAS für einen moderaten Preis, dem man über über die Funktion des Netzwerkspeichers noch weitere Aufgaben anvertrauen kann, ohne dass die Performance spürbar einbricht. Entsprechende Prozessoren sind schon verfügbar, aber wie üblich hinken die Fertiggeräte 1-2 Jahre hinterher.
Nicht umsonst ist ein Rechner wie der HP Proliant so beliebt. Aber der verbraucht eben auch deutlich mehr Strom.

Allerdings kann man sich auch fragen ob ein Web Server mit Fotogalerie überhaupt eine sinnvolle Anwendung für ein NAS ist. Das kann man deutlich kostengünstiger, aber vor allem deutlich komfortabler mit entsprechenden Online-Diensten realisieren.

Die Aufgabe eines NAS erfüllt der Zyxel tadellos. Er ist performanter als teurere Konkurrenten und ein zuverlässiger Netzwerkspeicher mit durchdachten Details wie ein frontseitiger USB 3.0 Anschluss. Ich würde ihn jeder Zeit wieder kaufen. Dass die 2. Version nun auch 2,5 " Festplatten unterstützt und einen leiseren Lüfter hat, macht das Gerät nicht unattraktiver.

-

PS Der Raspberry Pi kostet mit Gehäuse, SD Karte, etc auch ~ 50 ¤. Ein AMD 5350 oder Intel Q1900 kostet mit ITX Board und 4 GB RAM ~ 100 ¤. Ab 45 ¤ gibt es schöne kleine Gehäuse aus Vollaluminium inkl Stromversorgung. Dafür hat man einen geräuschlosen Kleinstrechner, der alle Anschlüsse bietet von HDMI, über 4 x SATA bis hin zu USB 3.0 und allen Desktopanwendungen gewachsen ist und dabei ~ 10 W verbraucht. Ich benutze meinen Raspberry nur noch für Audio. Und da kosten die digitalen Schnittstellen auch mal eben 35 ¤ extra, zumindest wenn man auf Klang etwas Wert legt. Selbst für nur xbmc will man nicht mehr zurück, wenn man mal den Unterschied erfahren hat.

Veröffentlicht am 11.06.2014 08:45:48 GMT+02:00
Johannes M. meint:
Das NAS/PC/Raspi hat nichts mit den Energiesparmodi der Festplatten zu tun. Dass eine Festplatte nach einigen Minuten Inaktivität in den Ruhezustand geht, liegt an der Festplatte selbst.

Veröffentlicht am 29.06.2014 13:19:16 GMT+02:00
andikay meint:
Ich würde gerne wissen, ob man bei diesem NAS zwangsläufig einen 80mm Lüfter mit 20mm Tiefe nutzen muss, weil einer Person hier ein Coolink SWiF2-80L von ZyXEL geschickt wurde und Sie einen NB-BlackSilentFan XC1 zum Austausch hergenommen haben. Beide haben 20mm statt den üblichen 25mm Tiefe und es gibt sonst auch garkeine anderen in diesem Segment. Das fände ich schon sehr dumm von ZyXEL, so eine spezielle Art von Lüfter zu verbauen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.07.2014 11:38:16 GMT+02:00
F. Ewers meint:
Ja, er darf höchstens 20mm tief sein.
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F. Ewers
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Ort: Osnabrück

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