Kundenrezension

108 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Armer Max Payne, 4. Juni 2012
Von 
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Max Payne 3 (uncut) [PEGI] - [PC] (Computerspiel)
Als großer Fan sowohl der ersten beiden MP Teile wie auch der Rockstar Spiele lebte ich mit der Hoffnung, dass wenn schon Remedy den dritten Teil nicht umsetzt, es Rockstar schaffen wird, es anständig zu machen. Ich habe dem ganzen auch eine sehr faire Chance gegeben aber leider hinterlässt das Spiel bei mir einen sehr faden Beigeschmack.

Zunächst einmal das Positive:

Die Steuerung ist einigermaßen gelungen, Killcam, Bullettime, Shootdodge und die Painkiller, alles da, alles vertraut.

Ich war Anfangs etwas skeptisch, was das mit dem glatzköpfigen Bruce Willis Verschnitt werden soll, aber Max ist Max und die Transformation, die er durchmacht ist super gelungen. Der Bart wird Tag für Tag länger und irgendwann sind die Haare ab. Starten tut das Spiel aber mit einem Max der so frappierend wie in MP2 aussieht, dass man meint, es wurden nur die Texturen besser aufgelöst und ansonsten das Original verwendet.

Die Grafik ist sensationell. Punkt.

Es gibt jede Menge Zwischensequenzen, die sehr filmreif in Szene gesetzt sind und bei denen man sich entspannt zurücklehnen kann.

Die Animationen sind überragend. Man merkt an jeder Ecke und in jedem Detail, dass mit Motion Capturing gearbeitet wurde. Man schaue sich nur einmal die Fußballspielenden Jungs in den Hinterhöfen an.

So jetzt zu meinem persönlichen Fazit und dem was mir nicht gefällt:

Die Stimmung passt einfach nicht. Auch wenn sich die Macher eine spürbar riesige Mühe gegeben haben, aber allein schon das Setting in Brasilien will einfach nicht passen. Da ändert auch bspw. die immer mal wieder anklingenden Töne der Originalen Cello Musik nichts, wenn dann doch die ganze restliche Zeit Musikalisch ein brasilianischer Teppich ausgebreitet wird.
Man vermisst einfach das düstere Ambiente, den Regen, den Schnee. Das kommt nicht einmal so richtig im New Yorker Rückblendenlevel auf. Das ist wie Stirb Langsam ohne Weihnachten... Zu einem "Film Noir" gehört für mich noch etwas mehr als Charaktere, die sich selbst als "am Ende" wahrnehmen und durch Slum Viertel zu ziehen.

Die Story ist langweilig. Das ist natürlich immer ein subjektives empfinden aber die Geschichte reißt mich überhaupt nicht vom Hocker. Sie vegetiert 0815 mäßig vor sich hin, ist bis ins letzte Vorhersehbar und wenig originell.

Max ist nicht mehr Sympatisch. Zumindest mir nicht. Er ist nur noch ein versoffener Türsteher mit ner Kanone. Es fehlt jeglicher Bezug zu ihm und auch zu den anderen Figuren. Eigentlich könnte er jederzeit die ganze Geschichte hinter sich lassen und einfach gehen, seine Auftraggeber sind eben doch nur Auftraggeber denen er kaum etwas schuldet. Der ans äußerste getriebene Cop auf dem persönlichen Rachfeldzug, dem alles genommen wurde hat mir wesentlich mehr zugesagt.

Die Zwischensequenzen nerven. Und zwar einerseits von ihrer Länge im Verhältnis zum eigentlichen Spiel (gefühlt 10 Minuten Video gucken, 5 Minuten ballern), denn sie sind einfach selten wirklich spannend und andererseits von ihrer Machart. Auch das ist wieder Geschmackssache, aber das ständige geflacker nervt mich und die Ständige Einblendung von Wortfetzen und das anhalten des Bildes soll wohl an die alten Comiczeiten erinnern, ist aber irgendwie nichts ganzes und nichts halbes.

Der Schwierigkeitsgrad und die Level nerven mich ebenfalls, wenn auch nicht übermäßig. Nicht mal so sehr wegen der Gegner sondern wegen der Zufallstreffer. Man begibt sich in Deckung, bekommt einen Headshot und ist sofort tot (was ja realistisch ist) und muss das Level wieder von vorne beginnen. Das hat zur Folge, dass man eigentlich nur von Deckung zu Deckung geht und hinter der Deckung die Bullettime auslöst. Die hammer Gunfights aus den ersten beiden Teilen kommen so gar nicht richtig zu stande.

Fazit:
Max Payne 3 ist durchaus ein gutes Spiel, es bietet viel Action und sehr viel Story. Man muss jedoch die Story und das Setting mögen. Für mich fühlte es sich eher an, als würde ich "Kane & Lynch" spielen als "Max Payne". Es ist ein solides Spiel - aber es trifft leider nicht ganz meine persönlichen Erwartungen. Schade, denn die Macher haben sich sehr viel Mühe gegeben.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 25 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.06.2012 16:35:47 GMT+02:00
Kritikman meint:
Das Problem ist du darst das erste mal nicht auf schwer spielen... wenn du auf mittel spielst und es kommen keine geilen gunfights zusammen liegt es an dir :D
auf schwer ist einfach das problem das man nicht genug bullettime hat so das es spass macht, jedenfalls nicht am anfang wenn man erstmal solche gunfights will

auf mittel ist das game immer noch recht herausfordernt(teilweise sogar echt schwer, aber nie unfair), allerdings genug bullettime so das teilweise gunfights entstehen die in mp 1+2 so nicht möglich waren..

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.06.2012 17:55:42 GMT+02:00
Martin meint:
Das für mein Empfinden unfaire liegt nicht an der Bullettime sondern am "Aus durch kritischen Trefffer".

Ich kann kaum zählen wie oft ich verschiedene Stellen wiederholt habe, weil ich trotz vollem Leben + Bullettime oder Shootdodge durch einen kritischen Treffer direkt tot war. Ich mag Herausforderungen gerne, aber dieses Gefühl der Willkür ist nicht gerade spaß fördernd. Es ist ja nun nicht mal so, dass man unbedingt was falsch gemacht hat, man ist halt einfach mit dem Kopf in die Flugbahn gelaufen. Deshalb spiele ich persönlich viel aus der Deckung heraus und vom Gefühl her eher wie Kane und Lynch, weshalb ich im Hard Modus auch nicht so viel Bullettime benötige. Aber viel Max Payne ist das dann für mich nicht.

Aber deshalb sind ja Rezensionen immer eine subjektive Sache, dem einen sagt es zu, dem anderen nicht (kommt sicherlich auch auf die Spielweise drauf an). Ich kann mit dem dritten Teil leider nicht so viel anfangen wie mit Teil 1 und 2.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.06.2012 23:56:49 GMT+02:00
Vielleicht weißt Du das ja schon, aber wenn Du einen tödlichen Treffer eingesteckt hast (und noch mindestens 1 Dose Painkiller in der Tasche steckt), dann gerät das Spiel in eine Slow-Motion-Phase. Du hast dann ca. 3-4 Sekunden Zeit bevor Max zu Boden geht und stirbt. Wenn Du in dieser Phase einen Gegner eliminieren kannst, bekommst Du einen Gesundheitsboost, überlebst und die Dose wird halt aufgebraucht. Je nachdem, wie Du dich in dem Moment verschanzt hast, kann das durchaus hilfreich sein. Habe mich damit jedenfalls sehr häufig retten können :-)

Insgesamt aber eine sehr gute Rezension. Ich finde das Spiel zwar dennoch großartig, aber ich kann deine genannten Punkte gut nachvollziehen. Da hat der ein oder anderen Fan bestimmt andere Erwartungen gehabt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.06.2012 12:23:35 GMT+02:00
Martin meint:
Jup, das wusste ich, man muss dann soweit ich weiß den "verursachenden" Gegner eliminieren. Ist in der Tat so, dass diese "Last Chance" oder wie sich das nennt insgesamt eine gute Sache ist. Hat lediglich den Makel, dass manchmal der Gegner in diesem Moment in einer Deckung verschwindet und man ihn nicht mehr treffen kann, aber das ist eher selten.

Danke, dass meine Rezension trotzdem als hilfreich bewertet wird. Manchmal verwechseln die Leute "hilfreich" mit "genau meine Meinung". Ich kann auch gut nachvollziehen, dass anderen Spielern MP3 sehr gut gefällt, es kommt halt wie Du sagst immer auf die eigene Erwartungshaltung darauf an.

Veröffentlicht am 05.06.2012 14:32:44 GMT+02:00
So sieht eine konstruktive Rezension aus! Top!
Kann mich deiner Meinung zu FAST 100% anschließen.
Was mir nach Spielende auch aufgefallen ist: Das game geht hier rein - und da raus. Man vergisst es sofort. Nicht so wie die ersten beiden Teile, die genial und unvergesslich sind^^

Veröffentlicht am 06.06.2012 01:21:54 GMT+02:00
J. Smith meint:
Das Fazit trifft es auf den Punkt: Story, flacker Effekte, Aufmachung etc erinnern SEHR stark an Kane&Lynch. Das macht das Spiel nicht schlecht, aber ein Max Payne ist es nicht!

Veröffentlicht am 06.06.2012 21:26:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.06.2012 21:28:13 GMT+02:00
TheExorzist meint:
Ich kann dir und allen anderen nur empfehlen das Spiel noch ein zweites Mal anzugehen. Mit den richtigen Erwartungen macht das Spiel unendlich viel mehr Spaß.
Man muss sich einfach eingestehen dass es Rockstar mit Teil 3 unheimlich schwer hatte. Wie sies gelöst haben ist vielleicht ungewohnt, aber ganz sicher nicht schlecht. Zumal auch Remedy selbst sehr viel Input bei dem Spiel geleistet hat - unter anderem auch Sam Lake bei der Story. Ich fand die Erklärung seitens Sam Lake eigentlich ganz gut, dass man das Abrasieren der Haare als eine Art Metapher sehen sollte, nach der wir den alten Max wieder zurück bekommen.
Ich fand Max hier anfangs auch wenig symphatisch, aber größere Charakter-Änderungen an ihm sind ja nichts Neues. Wer von Teil 1 auf 2 wechselt wird merken wie wenig sich Max aus Teil 1 und Max aus Teil 2 ähneln. Von daher....

Finds gut dass du im Fazit klar stellst dass es trotz allem ein gutes Spiel ist, aber ich finde du tust dem Spiel trotzdem unrecht. Geh mal ein bisschen anders an das Spiel ran und du wirst sehen wie klasse es geworden ist.

Veröffentlicht am 06.06.2012 23:03:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.06.2012 23:05:47 GMT+02:00
Marcus G. meint:
Gute Rezi, auch wenn ich in vielen Punkten anderer Ansicht bin. Mir gefällt der dritte Teil ziemlich gut. Bisher zumindest. Gemessen an der Zahl der Kapitel hab ich Max Payne 3 etwa zur Hälfte durch.

Das wollte ich aber nicht unkommentiert lassen:

"Max ist nicht mehr Sympatisch. Zumindest mir nicht. Er ist nur noch ein versoffener Türsteher mit ner Kanone. Es fehlt jeglicher Bezug zu ihm und auch zu den anderen Figuren. Eigentlich könnte er jederzeit die ganze Geschichte hinter sich lassen und einfach gehen, seine Auftraggeber sind eben doch nur Auftraggeber denen er kaum etwas schuldet. Der ans äußerste getriebene Cop auf dem persönlichen Rachfeldzug, dem alles genommen wurde hat mir wesentlich mehr zugesagt."

Rockstar haben den Charakter Max Payne einfach nur sehr konsequent weitergeführt. Du sagst ja auch: Max wurde bereits alles genommen! Ihn ein drittes Mal auf eine persönliche Vendetta zu schicken, ist einfach nicht drin. Aber er macht das Problem seiner Auftraggeber zu seinem Problem. Sei es aus Sturheit, schlechtem Gewissen oder Ehrgefühl. Er dreht sich eben nicht um und lässt alles hinter sich. Und das macht ihn wiederum sympathisch.

Ich finde nur, dass es Rockstar mit dem Saufen und Pillenschmeißen zwischen den Missionen etwas übertrieben hat. Diese Sequenzen sind ja im Grunde gut geraten und zeigen erfolgreich wie kaputt Max inzwischen ist. Aber man hätte das nicht immer und immer wieder so explizit zeigen müssen.

Veröffentlicht am 07.06.2012 07:42:32 GMT+02:00
Marty meint:
Vielen Dank für die intensive Rezension. Ich habe das Spiel noch nicht gekauft, fand aber Teil 1-2 Super. Da das Spiel in allen Medien gehyped wird, hatte ich da auch hohe Erwartungen. Ich werde mir noch ein wenig Zeit nehmen, und mich dann mal an das Game ran trauen. Denn lieber bin ich von einem kritisch bewerteten Spiel angenehm überrascht, als von einem mit über 90% bewerteten Game enttäuscht.

Thanx

Veröffentlicht am 08.06.2012 04:54:15 GMT+02:00
VCS meint:
Zitat: "Max Payne 3 ist durchaus ein gutes Spiel, es bietet viel Action und sehr viel Story. Man muss jedoch die Story und das Setting mögen."

Aber dann nur 2 Sterne vergeben?
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Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent

Martin
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

Ort: Linsengericht, Deutschland

Top-Rezensenten Rang: 635