Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Du bist tot, wenn ich dich verrate..., 2. September 2009
Rezension bezieht sich auf: 50 Dead Men Walking (DVD)
...und ich bin tot, wenn du mich verrätst." Fergus(Ben Kingsley), britischer Geheimpolizist in Belfast, weiß wovon er spricht. Sein Spitzel Martin McGartland(Jim Sturgess) bestitzt weder Fergus Erfahrung, noch die Vorstellungskraft, was auf ihn zukommt, wenn sein doppeltes Spiel auffliegt. Aber das wird sich bald ändern.

Regisseurin Kari Skogland beginnt ihren Film 1999 in Kanada. Dort werden wir mit Martin McGartlands Schicksal konfrontiert. Direkt von dort katapultiert uns Skogland ins Belfast des Jahres 1988. McGartland ist Protestant, er ist ein kleiner Ganove, der sich mit Hehlerei über Wasser hält. Sein Bruder Sean(Kevin Zegers) knüpft für ihn Kontakte zu IRA. So kommt es, dass Martin angesprochen wird und nach einigen Tests die Aufnahme in den Kreis der Freiwilligen Mitglieder der Irischen Befreiungsarmee schafft. Damit wird er nicht nur für die IRA, sondern auch für die Britische Polizei interessant. Fergus sucht Spitzel, die für ihn arbeiten. Er will das sinnlose Töten im Religionskrieg verhindern. Fergus knüpft Kontakt zu McGartland und schafft es tatsächlich, diesen zur Mitarbeit zu bewegen. So lebt McGartland zwischen den Welten. Einerseits auf Gedeih und Verderb der IRA ausgeliefert, andererseits als Zuträger für die Briten. Als er sich in Lara(Natalie Press) verliebt und sie ein Kind von ihm bekommt, scheint sich alles für Martin zu ändern. Aber das ist ein Irrglaube. Es dauert nicht lange und Martin bringt sich und seine junge Familie in absolute Lebensgefahr. Ohne die Hilfe von Fergus ist er rettungslos verloren...

Nach dem autobiografischen Roman -50 Dead men walking- von Martin McGartland hat Kari Skogland ihren IRA-Film gedreht. Das ist in Bereichen hervorragend authentisch gelungen. Bedrückende Bilder des Zwistes zwischen Katholiken und Protestanten, sowie Martins Erkennen von all dem Leid und der Gewalt, die dieser Konflikt hervorgebracht hat, bringen den Zuschauer zum Nachdenken. Mit Ben Kingsley und Jim Sturgess sind die Hauptrollen hervorragend besetzt. Beide Akteure schaffen es, zur Freude des Zuschauers, nicht sich selbst, sondern die Geschichte in den Vordergrund zu stellen.

Einziges Manko für mich, war die etwas unreale, schnelle Anwerbung McGartlands für die Briten. Der am Anfang des Films dargestellte Charakter Martins hätte diesen schnellen Sprung auf die Seite des vermeintlichen Gegners eigentlich nicht gerechtfertigt. Das ist, vermutlich ganz im Gegensatz zum Roman, ein Stück zu schnell und simpel über die Bühne gegangen.

Ansonsten vereint -50 dead men walking- eine spannende Story, einen geschichtlichen Rückblick und eine bewegende Familiengeschichte in einem. Das ist so unterhaltend, wie interessant. Dabei scheut sich Kari Skogland auch nicht, die vorherrschende Gewalt im Krieg der Religionen schonungslos und offen mit zum Teil drastisch brutalen Bildern darzustellen.

Am Ende bleibt ein Film, der sicher keine Blockbuster-Ambitionen hat, aber seine Fans finden wird. Sie müssen dabei wieder einmal selbst heraus finden, ob sie dazu gehören oder nicht.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.10.2009 16:25:57 GMT+02:00
Sonic meint:
Finde deine Rezension sehr gut, ich denke ähnlich! Ohne aber jetzt klugscheißen zu wollen, Kari Skogland ist eine FRAU, hat dne Film Stone Angel gemacht, auch sehr gut wenn man auf anspruchsvolle Dramen steht, ist normalerweise nich mein Ding aber der hat mir gefallen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2009 21:31:28 GMT+02:00
Alter Schwede, da sieht man mal wieder, dass die Globalisierung an mir vorbeigegangen ist. Mit dem Vornamen Kari hatte ich natürlich einen Mann auf dem Schirm. Stone Angel kannte ich nur vom Titel her, war als auch da nicht voll und ganz im Bilde.
Da werde ich die Geschlechtsumwandlung mal wieder zurücknehmen. Danke für den Hinweis.

Thomas

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.10.2009 21:13:37 GMT+02:00
Alles in Allem eine gute Rezension. Nur eines stört mich: Der Verfasser ist der allseits beliebten Verdummungs- und Desinformationspolitik der deutschen Medien auf den Leim gegangen und hält den Nordirland-Konflikt für einen Religionskrieg. Dem ist nicht so. Ein Besuch bei Wikipedia hilft hier schon weiter.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.10.2009 19:57:29 GMT+02:00
Kann man so sehen...muss man aber nicht unbedingt...denn der Wikipedia Eintrag bezüglich des Nordirlandkonfliktes kann einen natürlich sehr wohl auch davon überzeugen, dass Religion eine sehr große Rolle in diesem Konflikt spielt. Da es hier "nur" um die Bewertung eines Spielfilms geht, hoffe ich, ist das nicht all zu dramatisch.

Grüße

Thomas

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2011 20:27:26 GMT+01:00
Tyler Durden meint:
Laß dich nicht verklugscheißern, sehr gute Rezension...und mit deiner Meinung das am Anfang das ganze etwas zuuuu schnell ging, geh ich auch konform...aber stört nicht weiter da der Film extrem gut ist.
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