Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum man diese Platte nicht hassen kann..., 30. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Heartbeat City (Audio CD)
1984 waren die 5 Bostoner ohnehin schon DIE Vorzeige New Wave Pop Band der Amerikaner, die seit ihrer Debutplatte fast durchgängig Hits in de US Charts platzierten und auch in Europa lief's nicht schlecht. ,Heartbeat City' aber setzte ihrer Karriere dann die Krone auf mit gleich 4 US Top 20 Hits. Nun sagen Chartplatzierungen sicherlich rein gar nichts über die Qualität der Musik aus, aber in diesem speziellen Fall müßte man sogar von ,verdient' sprechen.

Das Erstaunlichste an dieser Platte ist zweifellos, daß Sie trotz ihres Sounds so gut ist. Man hört hier eigentlich alles was an den 80er Jahren zu recht hassenswert war - digitale Synthesizer, Simmons drums, elektronische Effekte und unterkühlte Arrangements - und trotzdem geht sich das hier auf unerklärliche Weise aus. Vielleicht ist es Ocasek's Stimme, vielleicht die - wahrscheinlich eh künstlich harmoniserten - background vocals, oder einfach nur, die dann doch wieder ,echten' Gitarren und Basspuren, aber diesem Album, kann man trotz des soundgewands nicht böse sein, und - gerade heute - nicht einmal als veraltet anmutend, bezeichnen.

Eigenltich würde man diese Platte nur allzugern hassen, aber letztendlich sind es halt doch immer die songs die zählen, und die sind hier, für den Bezugsrahmen Pop, sehr sehr gut. Selbst wenn man nicht leugnen kann, daß sich ,Hello Again' wegen seines Synthriffs so ins Ohr hämmert, oder Drive sich über die breitflächigen Keyboardlayer so geschmeidig über die Hintertür reinschleicht, daß man es möglicherweise gar nicht mitkriegt - eine so starke Songstrecke wie die von Titel Nr. 1 - 6 dieses Albums, muß man erst mal hinbekommen.

Gar nicht auszudenken wie man dieses Album lieben würde, wenn es auch noch mit wirklich zeitloser Instrumentierung ausgestattet wäre. Aber wie auch immer: ,Heartbeat City' ist eines (wenn nicht DAS) der perfektesten Synthie-Pop Alben, das je aufgenommen wurde, und da muß man dann - schweren Herzens - 5 Sterne geben.
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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.03.2011 16:57:23 GMT+02:00
guitar meint:
meine frau hat die gemocht

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2011 20:14:44 GMT+02:00
V-Lee meint:
ist das jetzt ein qualitätskriterium? ich mag die, weil der ocasek, wenn er wirklich gut war, phantastische pop melodien zusammengebracht hat. im mai gibt's was neues von denen (in original-besetzung). schau ma mal...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 07:42:50 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Hast Recht, es gibt schon etliche Ohrwürmer von Ocasek.
Mit der Originalbesetzung kann nicht stimmen. Der Bassman und
Sänger Benjamin Orr ist schon seit vielen Jahren unter der Erde.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 09:27:32 GMT+02:00
V-Lee meint:
stimmt natürlich, aber der rest der besetzung ist wie damals. ich wollte damit nur andeuten, dass ocasek wieder mit von der partie ist, denn die letzte erschien unter 'the new cars' mit todd rundgren statt ocasek.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 13:38:43 GMT+02:00
guitar meint:
naja. meine frau mochte einerseits metallica, andererseits aber auch pur.

die sind sicher okay. kein bezug zu meiner welt, weder positiv noch negativ. ich kenn von denen nur das eine witzige video mit der badewanne

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 13:58:02 GMT+02:00
V-Lee meint:
du hats letztens gesagt, du würdest gern so simple aber effektive song schreiben können wie der bryan adams. ich könnte das gern so wie der ocasek (auf diesem album). hoffentlich hat er's nicht verlernt...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 15:37:15 GMT+02:00
guitar meint:
klar. ich persönlich steh halt mehr auf gitarren. aber past schon, die können was.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2011 16:44:57 GMT+02:00
V-Lee meint:
die gibt's da drauf ja auch. tw. sogar super solis.

Veröffentlicht am 24.05.2012 20:23:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2012 20:33:02 GMT+02:00
GaryLap meint:
Ich kann der Rezension vom Grundgedanken soweit zustimmen, möchte aber dennoch mal eine Lanze brechen für die 80er-Jahre (die ja mehr oder weniger auch ein Zufallsprodukt waren) im Bezug auf das ständige 80er-Sound-Genörgel von Leuten, die dann letztendlich doch zum Teil immer wieder bei dieser Dekade hängenbleiben: Die Entwicklung von analogen Sounds hin zu digitalen Sounds (z.B. Yamaha DX7) und vor allem das Sampling echter Klänge von echten Instrumenten (Streich-, Blasinstrumente, Pianos, Klaviere, Drums, Gitarren usw.), um diese dann über eine Tastatur spielen zu können, hat zu Beginn der 80er nunmal auch für einen kreativen Schub an musikalischen Ideen und Umsetzungen gesorgt, welcher dann letztlich zu den Ganzen - teilweise durchaus gelungenen - Outputs geführt hat, was jedem vielseitigen Musikliebhaber ja mittlerweile bekannt sein sollte.

Insofern könnte man jetzt ja auch behaupten, daß diverse Sound-Ingenieure diesen Sound letztlich mitbestimmt haben (sicherlich nicht unbedingt böswillig ;o)).

Von der Äußerung "zurecht hassenswert" möcht' ich mich aber klar distanzieren, weil scheinbar einige Leute nicht wissen, daß die Standard-Soundbänke von Synthesizern/Keyboards der heutigen Zeit nahezu gleichgeblieben sind und viele typische 80er-Synthie-Sounds (natürl.angepaßt und perfekt digitalisiert) auch heute noch in sogenannten virtuellen Synthesizern Anwendung finden - natürlich zeitgemäß etwas verändert mit diversen "Effekten" usw.! Auch die eben erwähnten, vom Rezensenten verhassten digitalen Effekte (erzeugt mit Effektgeräten) sind seit vielen Jahrzehnten Studiostandard und kamen damals selbst bei fast allen Hard-Rock/Metal-Produktion zum Einsatz. Deshalb, finde ich, sollte man das Ganze nicht zu sehr verteufeln. Und hätten in den 80ern alle Musiker nur allein mit Drums, Bass und ein paar Gitarren musiziert, hätte das auf Dauer doch relativ eintönig und abwechslungsarm werden können!
Aber das ist nur meine Meinung...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2012 15:19:18 GMT+02:00
V-Lee meint:
nicht falsch verstehen - ich finde synthies, elektronische effekte und auch manche drum machine sounds nicht prinzipiell schlecht, aber auf die dosierung, den jeweils verwendeten sound und den mix kommt's halt an. ich mag z.bsp. howard jones's debutalbum 'human lib' oder human league's 'dare' nach wie vor sehr sehr gern. und grundsätzlich fand ich die soundästhetik der elktronischen popmusik bis ca. 1984 auch voll in ordnung, aber was in der masse zwischen 85 und sagen wir mal 89 in dieser richtung produziert wurde, lässt meine ohren heute noch bluten. klar - auch da gab's ausnahmen aber die 2 hälfte der 80er fand ich diesbzgl. einfach ziemlich gruselig udn sie hat ja auch kaum mehr klassiker (aus dieser richtung) hervorgebracht und das wohl zu recht.
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