Kundenrezension

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein schönes Wiedersehen, doch leider nicht sehr viel mehr., 3. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wildrose: Roman (Rosen-Trilogie, Band 30038) (Taschenbuch)
Inhalt
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Im Mittelpunkt des letzten Bandes "Die Wildrose" stehen Willa Alden und Seamus Finnegan. Beide sind begeisterte Bergsteiger und Abenteuer, bis Willa nach einem folgenschweren Kletterunfall ein Beim verliert. Die Wege der beiden trennen sich, mit gebrochenen Herzen versucht jeder sein Leben fortzusetzen.
Nebenher spitzt sich die politische Lage innerhalb Europas zu. Es wimmelt von Bedrohungen und Gefahren, mitten drin kämpfen Neue und bereits liebgewonnene Charaktere um ihr Glück...

Mein Eindruck
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Ich liebe "Die Teerose" und "Die Winterrose" sogar noch viel mehr. Jennifer Donnelly hat es geschafft lebendige Charaktere zu schaffen, ließ den Leser mitfiebern und hat dazu noch stets eine tolle historische Kulisse geboten. Doch mir war schon klar, dass es kaum möglich ist dieses Niveau in drei Büchern durchgehend aufrechtzuerhalten.

Frau Donnelly schreibt gewohnt flüssig und bringt einem zum Einstieg alte und neue Charaktere näher. Es beginnt mit politischer Aufbruchsstimmung, Kampf um das Frauenwahlrecht und Selbstverwirklichung. Seamus ist zu Gast bei seiner Schwester Fiona in London, deren Mann Joe mittlerweile Abgeordneter ist. Gemeinsam holen sie Fiona und andere Frauen, die für ihr Wahlrecht eingetreten sind, aus dem Gefängnis. Dabei lernt Seamus die Pfarrerstochter Jennie kennen und glaubt endlich über Willa hinwegzukommen.

Und hier beginnt der Leidensweg. Willa und Seamus sind füreinander bestimmt, Punkt.
Diese Tatsache wird wenig begründet sondern hauptsächlich vorgegeben. Ähnliche Träume und Wünsche sind für mich kein Totschlagargument für die wahre Liebe. Sehr viel mehr bekommt der Leser aber nicht als Begründung geboten.
Natürlich können die Beiden nicht schon nach hundert Seiten zueinander finden sondern müssen eine Reihe von Schwierigkeiten und Tragödien hinnehmen. Dieses Grundprinzip ist nicht neu, allerdings war mir diesmal die Verpackung nicht so schmackhaft. Viele Schicksalsschläge erscheinen konstruiert und der Egoismus beider, ihre Mitmenschen rücksichtslos zu verletzten, hatte mir einen zu bitteren Nachgeschmack. Dieses "Hin und Her" hatte mir im Verlauf des Buches zu viele Längen, mir fehlte doch sehr die durchgehende Spannung aus den vorherigen Bänden.

Die Kulisse des ersten Weltkrieges hingegen hat mir richtig gut gefallen. Frau Donnelly webt bekannte Daten und Persönlichkeiten aus der Geschichte in die Schicksale ihrer Charaktere mit ein. Es dreht sich diesmal einiges um Spionage und Verrat. Mit Max von Brandt wurde außerdem ein neuer, schwer durchschaubarer Charakter eingeführt, der vor allem zum Ende hin noch sehr überraschen kann.

Fazit
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Ich habe mich riesig gefreut, die "alten Charaktere" wiederzutreffen, zu erfahren wie es den Kindern ergeht und welche Zukunft ihnen allen noch bevorsteht. Es macht Spaß, es liest sich flott, aber die große Begeisterung aus Band 1 und 2 ist bei mir leider ausgeblieben. Ich habe den Eindruck es war einfach nicht mehr viel herauszuholen. Es gab schon so viele Höhen und Tiefen, dass Willas und Seamus Geschichte nur noch am Mitgefühl kratzt und nicht mehr vollständig mitreißen kann.

3,2 von 5!
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.05.2012 17:36:52 GMT+02:00
Julia meint:
Ich kann dem nur zustimmen!
Mich hat die Liebesgeschichte zwischen Willa und Seamie überhaupt nicht berührt, es war mir relativ egal, ob die beiden am Ende glücklich zusammen kommen oder nicht...Vor allem Willa und ihre Sucht gingen mir mit der Zeit etwas auf die Nerven, da es scheint, als würde das den größten Teil ihres Charakters ausmachen.
Doch das Wiedersehen mit den alten Charakteren und der wunderbare Schreibstil von Jennifer Donnelly vor dem gut recherchierten historischen Hintergrund haben daraus für mich trotzdem ein gutes Buch gemacht, aber nicht so gut wie die beiden Vorgänger.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2012 17:44:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2012 17:46:16 GMT+02:00
Tina meint:
Ich fand es auch sehr schade, dass es mir ziemlich gleichgültig war, ob sie noch ihr Glück finden. Die Beiden haben einfach nicht so gut als Paar funktioniert, wie zum Beispiel Joe und Fiona oder natürlich Sid und India.
Vor allem als Fan der Reihe lohnt sich ein Wiedersehen definitiv. Aber vielleicht sollte man vorher einfach seine Erwartungen ein wenig herunterschrauben.
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