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Kundenrezension

47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wann lernen sie es endlich?, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aerosmith - Rock For The Rising Sun [Blu-ray] (Blu-ray)
Kritische Rezensionen kommen bei Amazon-Lesern gar nicht gut an. Hier ist also eine weitere nutzlose. Da ich seit 35 Jahren Aerosmith-Fan bin (aber keiner Fan-Club-Disziplin zum kollektiven Jubel unterliege) und auch nicht für die Plattenfirma arbeite, darf ich das aber (finde ich).

40 Jahre Aerosmith und es gibt immer noch kein vollständiges Konzert (offiziell) auf VHS, DVD oder Blue-Ray. Das wäre eigentlich ein naheliegender Gedanke für eine Band, die immer viel live gespielt hat. Am nächsten kommt dem noch die beiden 80er Jahre VHS "Video Scrapbook" und vor allen Dingen "Texxas Jam '78". In 80er und 90ern wurde über "Pump" ausschließlich geredet und auch auf "Big Ones" gab es so viel zu erzählen, dass die Musik dafür unterbrochen werden musste. Von der unsäglichen "You Gotta Move"-Interruptus-DVD ganz zu schweigen. Aber auch diese Veröffentlichung löst bei mir nur Kopfschütteln aus.

Denn ähnlich geht es hier weiter: Von "Hangman Jury" sind nur die letzten 2 Minuten zu hören. Dauert "Boogie Man" eigentlich wesentlich länger als 1 Minute? Hier nicht. Auch "Rats In The Cellar" ja bekanntlich eine so ausufernde Rockoper, dass man da unbedingt die Hälfte weglassen muss.

Hätte eigentlich jemand Interese an den Eröffnungsriffs von "Toys In The Attic" gehabt? Dann hört Sie Euch auf CD an. Hier hat man sie nämlich (aus Zeitgründen?) weggelassen und spricht stattdessen lieber in der Mitte (!!) des Films darüber, dass dies der 3. Song im Set sein soll. Warum ist er dann nicht auch da auf der Disc?

Bei "Train Kept A Rollin'" hat man sich gleich auf eine Minute mitten aus dem Song (über die Credits gelegt) beschränkt. Auf so eine DVD oder Blue-Ray passt ja fast nichts drauf und man hat ja so viel wichtigeres Material als Musik, was unter's Volk gebracht werden muss.

Für ein Schlagzeugsolo (="Listen To The Thunder") hat man dann aber wieder Zeit. Das musste zweifellos unbedingt drauf.

Jedes Lied ist noch nicht ganz verklungen, da kommt schon wieder die Geräuschkulisse des nächsten Einspielfilms oder eine Reporter-Stimme aus dem Off: "Merkt Ihr einen Unterschied nach der Katastrophe?", "Wie ist es auf der Bühne zu stehen?". Ja geht's noch?

Roadies am Schlagzeug, Tyler & Kramer in einem Vergnügungspark. So was muss man unbedingt gesehen haben. Sensationelle Bilder. Das ist natürlich viel glamouröser als bei Otto Kawuppke aus Wuppertal im Phantasialand.

Der Untertitel heißt "A Concert Event Film". Klingt wichtig. Gut, das Konzert kommt sicher auch drin vor, aber ein Konzertgefühl stellt sich bei dieser Schnittorgie nie ein.

Also: Inhaltlich und konzeptionell ist es mal wieder eine Vollkatastrophe. Kann ja sein, dass die MTV-Regisseure der 80er jetzt echt billig zu haben sind oder dass man einem alten Kumpel von damals eine Chance geben wollte. Aber wer immer dieses Konzept aufgestellt und umgesetzt hat, der hat's echt verrissen.

Die Bilder vom Konzert sind technisch gut, aber nicht sensationell gut. Und die Bilder mit der Wackel-Handkamera sehen halt aus wie die Bilder einer Wackel-Handkamera. Da rettet auch die Blue-Ray nichts mehr.

Reichlich Schwarz-Weiß-Bilder gibt's auch. Ist bestimmt künstlerisch extrem wertvoll, total hip und en vogue - sieht aber hier echt besch... äh bescheiden aus. Damit machen ja im Moment leider einige rum (z.B. Die Toten Hosen, Motörhead).

Aber ich frage mich, was an "Movin' Out" komplett in Schwarz-Weiß toll aussehen soll? Soll mir das sagen, dass dies ein sehr, sehr alter Song ist? Dann hätte man ihn konsequenterweise auch als Stummfilm anbieten sollen (Scherz - Bitte nicht!!!!).

Wofür bekommt dieses Machwerk überhaupt noch 3 (ganz schwache und extrem wohlwollende) Sterne?

1. Es ist zweifellos Aerosmith. Allen Unkenruf zum Trotz immer noch in Originalbesetzung. Und Aerosmith ist genial (solange sie keine Filme machen). Und letztlich bin ich sehr froh, wenn von denen alle Jubeljahre überhaupt noch mal was kommt.

2. Wenn mal Musik gespielt wird, ist sie immer noch sehr gut. Hier auch sehr gut aufgenommen (Obwohl: War das wirklich 5.1?).

3. "Sweet Emotion" enthält jetzt Hendrix' "Third Stone From The Sun", wo früher "Peter Gunn" war. Spacig.

4. Bekanntlich (siehe oben) gibt es nichts anderes von Aerosmith in der (technischen) Qualität.

5. Die Setlist wäre sehr gut gewesen. Sogar überragend (wenn man alle Lieder hören könnte).

Selbst bei Aersomith, die ihre Setlist fast jeden Abend variieren, bekommt man nur sehr selten so viele 70er-Jahre-Klassiker wie S.O.S. (Too Bad), One Way Street, Lick And A Promise, Movin' Out, Rats In The Cellar, No More, No More und Mama Kin geboten. Besonders wenn die Standards wie Draw The Line, Last Child, Toys In The Attic, Train Kept A Rollin', Sweet Emotion & Walk This Way auch noch alle im Programm sind. Das ist vielleicht auch dem japanischen Publikum geschuldet, denn hier griffen sie auch in der Vergangenheit weit weniger auf den Schmuserock der 90er zurück wie in Europa oder den USA. Das Material wäre also für eine überragende Veröffentlichung mehr als geeignet gewesen. Wäre!

Was sonst noch auffällt:

Aerosmith sind optisch wirklich alt geworden, weniger musikalisch. Allerdings kann Steven Tyler - wie so viele Sänger seiner Altersklasse (Gillan, Coverdale, Halford, Dickinson, Meine) - die Höhen nicht mehr so singen kann, wie ich es z.B. 2002, 2004 und ich meine auch 2008 noch von ihm gehört habe. Aber er singt sie immerhin noch. Für die geschrienen hohen Passagen speziell in "Draw The Line" und "Last Child" hat er sich da was einfallen lassen. Ist nicht ganz koscher, aber allemal mal besser als auf "Draw The Line" zu verzichten. Ansonsten ist diese Band auf der Bühne immer noch über jeden Zweifel erhaben. Wenn nur ihr Videomaterial nicht wäre.

Dann wollen wir mal hoffen, dass in den nächsten Jahren wieder einige DVDs aus dubiosen TV-Quellen auf den grauen oder schwarzen Markt kommen wie zu Beginn des Jahrtausends. Die haben zwar nicht diese Top-Qualität, aber da schwafelt wenigstens nicht ständig einer im Konzert rum. Ich habe meine Zweifel, dass sie in ihrem 5.Jahrzehnt noch ein vernünftiges Videoprodukt gebacken bekommen.

Ist es denn so schwer? Auf eine DVD/Blue-Ray packt man zunächst mal das Konzert drauf. Einfach so. Ohne alles. Palaver, Sightseeing und Fangekreische packt man ins Bonusmenü (oder man lässt es weg). Das hat fast jede Band dieser Welt begriffen. Nur Aerosmith und Paul McCartney noch nicht.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.02.2014 09:06:27 GMT+01:00
McReady meint:
Schöne Rezi.

Danke dafür. Wie fandest du das aktuelle Album?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2014 00:00:19 GMT+02:00
LapOfGods meint:
Sie sind sehr bemüht wie Aerosmith der Spät-80er zu klingen. Das kann man auch jederzeit raushören. Das ist schon Aerosmith und niemand anderes. Und immerhin mit einer ziemlichen Selbstbeschränkung bei den sogenannten Power-Balladen (aka. Schnulzen), die auf ein erträgliches Maß reduziert wurden. Leider fehlt gutes Songwriting und das wird durch überladene Arrangements versucht zu kaschieren. Etwas weniger wäre vielleicht mehr gewesen.

Vom Gesamtgefühl ist die CD auch nicht schlechter als Nine Lives oder Just Push Play, aber halt ohne relative Highlights wie Taste Of India, Pink oder Jaded. Die kann man mögen oder nicht, aber sie waren sicher originell. Sowas fehlt hier. So richtig bleibt da nix hängen.

Tom Hamilton als Sänger (Up On The Mountain) ist zwar originell, aber sicher nicht schön. Die beiden Cover-Versionen, die schwer aufzutreiben sind (ein Bonus-Träck für Japan, ein anderer für Wal-Mart und noch einer für Hein Schmitz' Gemüsehandel in Gütersloh), die sind noch ganz nett.

Also, man kann sich die CD sicher anhören (ist ja Aerosmith), aber man muss es nicht. Und man wird es auch nicht allzu oft. Rocks ist auch nach fast 40 Jahren weit weniger langweilig. Auch Permanent Vacation oder Pump, die die Vorlage gewesen sein mögen, sind viel, viel kreativer.

Veröffentlicht am 19.08.2015 19:24:46 GMT+02:00
M. Schroeter meint:
Danke für die ausführliche Rezension!

Ich kann mich noch erinnern, wie ich damals die "You Gotta Move"-DVD gleich bei Erscheinen gekauft und voller Vorfreude in den Player gelegt habe. Die Freude ist dann ziemlich schnell verflogen, als ich realisiert habe, dass zwischen die Lieder ständig anderes Material geschnitten wurde, was selbst dann schon nervig wäre, wenn die Songs dafür nicht immer wieder auch verstümmelt worden wären. Bei "Rock of the Rising Sun" scheint es ja genauso zu sein, deswegen habe ich auch keine große Hoffnung, dass es beim kommenden "Rocks Donington"-Film anders sein wird. Immerhin erscheint dazu aber auch eine Doppel-CD, so dass man sich die (hoffentlich ungekürzten) Songs ohne Interviews o.ä. anhören kann. (Blöd ist nur mal wieder, dass es die CDs anscheinend nur zusammen mit der DVD gibt. Ich hätte aber gerne die Bluray und die CDs...)
Noch eine Anmerkung zu Paul McCartney: Es stimmt, auch von dessen Konzertfilm-Veröffentlichungen ist man ähnlich schlimmes gewohnt. Inzwischen gibt es aber immerhin zwei vollständige Konzerte zum Anschauen, die nicht durch Doku-Material unterbrochen werden - "Good Evening New York City" von 2009 und den wunderbaren "Rockshow"-Film aus den Siebzigern. Das wusstest du zwar wahrscheinlich schon, aber ich wollte gerne darauf hinweisen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.08.2015 09:54:28 GMT+02:00
LapOfGods meint:
Bei Donington 2014 gibt es durchaus die Hoffnung, dass das vollständige, ununterbrochene Konzert sein wird. Stutzig macht mich nur, dass sie in ihren Pressemitteilungen wieder den Begriff Concert Film verwenden. Aber ich werde Donington riskieren, wenn es erscheint. Obwohl die Setlist nicht so gut ist wie in Japan. Das es kein BluRay-CD-Paket geben wird, finde ich auch ärgerlich. Machen leider viele so.

Ja, Rockshow ist phantastisch, Good Evening NYC habe ich erst relativ spät gesehen und keine allzu bleibende Erinnerung daran.
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