Kundenrezension

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thank God, The Gangsta's Back, 22. September 2008
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Rezension bezieht sich auf: Raw Footage (European Edition) inkl. 2 Bonus Tracks (Audio CD)
Gangsta Rap ist heute eine sterbende Musikrichtung, weil Sie von der Industrie so vereinnahmt, vermarktet und ausverfkauft wurde, daß Sie zu einem Produkt für pubertierende weiße Jugendliche, die auf der Suche nach street credibility sind, zugeschnitten wurde, und in den letzten 7-8 Jahren tatsächlich aber nur mehr acts groß machte, deren ,credibility' für den Kampf gegen die sozialen Mißstände der schwarzen afroamerikanischen Bevölkerung ungefähr so hoch war, wie das soziale Engagement von Fiona Svarowski.

Hier ist einer der Gangsta Rap erfunden hat, einer der tatsächlich aus dieser Ecke kommt, und der mit N.W.A. das letzte wichtige politische Statement zu dieser Thematik abgegeben hat; jetzt tut er es wieder, mit den gleichen (auch musikalischen) Mitteln wie damals, soll heißen: ,Raw Footage' klingt wie die lange von vielen herbeigesehnte reunion Platte von N.W.A. Obwohl O'Shea Jackson mittlerweile wahrscheinlich mehrfacher Dollar-Millionär ist, als Schauspieler viele zweifelhafte Filme - aber auch ein paar sehr gute - gedreht hat, ist man dennoch mehr als geneigt ausgerechnet ihm genau obenerwähnte credibility abzunehmen, weil er immer noch mit hautnahen Studien der Problem rund um Verarmung, Drogenabhängigkeit und Kriminalität in den schwarzen Vierteln LA's aufwartet und dies so dringlich und ernsthaft klingt wie sonst bei kaum einem anderen rapper. Man glaubt ihm tatsächlich, daß er nach wie vor mit seinen ,homies' abhängt und versucht, ihnen einen Weg aus ihrer aussichtslosen Situation zu zeigen.

Die Musik hier drauf - und das macht diese Platte auch so überzeugend - ist sowieso dringlich. Da spürt man wieder diese Wut, diesen Sarkasmus, diese ätzende Haltung der US-Regierung und das ist dann auch noch in großartige hängenbleibende Hooks und Refrains verpackt; Beispiele hierfür sind ,I Got My Locs On', ,Gangsta Rap Made Me Do It', ,Jack'n The Box', ,Thank God' (ganz groß!) ,Take Me Away' und den Preis für die beste auf einen alten soul song aufgebauten Rap-Song des Jahres geht mit ,Stand Tall' (sample von ,Be Thankful For What You've Got') sowieso an Ice Cube .

Kurzum: dieses Album hat alles, was früher gute glaubwürdige Gangsta Rap Alben ausmachten. Warum nur, sind es ausgerechnet die Veteranen im Genre Hip-Hop u. Rap die 2008 noch zu überzeugen wissen? Snoop Dogg, LL Cool J, The Roots und jetzt auch Ice Cube...
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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.02.2009 15:18:31 GMT+01:00
jochen meint:
Spitzenmässige Rezension, da bekommt man direkt Lust auf die Scheibe!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2009 09:07:22 GMT+01:00
V-Lee meint:
danke, die ist auch sehr gut, wenn man old skool und 'echten' gangsta rap gern hört.

Veröffentlicht am 09.02.2009 13:37:32 GMT+01:00
Andreas S. meint:
Tja, muss nicht so sein, aber es scheint so, dass die, die Hip Hop groß machen konnten, einfach mehr drauf hatten, die, die dann den Ausverkauf bestimmten.
Wirklich schön, dass paar gute und nicht nur solche, die bloß stark sind, überleben.
Die Musik ist wirklich dringlich. Schön formuliert. Sein Rap ist sehr intensiv, aber nicht aufdringlich. Und die Musik ist aufgrund ihrer Schwülstigkeit, ohne allerdings richtig kitschig zu wirken, der ideale Kontrast und gleichzeitig die optimale Verbindung.
Danke fürs Ausgraben des guten Ice, den hätt ich vermutlich übersehen. (Nach dem Overkill hab ich mich um den Sound nicht mehr gekümmert.)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.02.2009 14:46:26 GMT+01:00
V-Lee meint:
ich hab' jetzt vor kurzem mein alten 2pac scheiben wieder ausgegraben - der mann hatte auch echt was drauf, und war gleichzeitig einer der letzten ganz großen aus dem rap/hip-hop eck.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.02.2009 12:46:40 GMT+01:00
Andreas S. meint:
Hätt mich fast nicht getraut den im gleichen Zuge zu erwähnen, den mochte ich auch. Vielleicht hat der immer die gleiche Kurve gekriegt von intensivem Rap transportiert von gekonnt produzierten Sounds.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.02.2009 13:54:30 GMT+01:00
V-Lee meint:
der hat vor allem immer die genialsten samples für seine songs verwendet - groovend und funky. ich bin mir sicher, dass dr. dre von ihm ebenso profitiert und gelernt hat, wie er von ihm...seinen ersten großen hit 'california love' hatte ja dre produziert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2009 12:15:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.03.2009 12:17:06 GMT+01:00
JazzMatazz meint:
Nun, so viel hatten 2Pac und Dr. Dre nicht zusammen zu tun, da 2Pac erst 1995 zu Death Row kam, Dre das Label schon Mitte 1996 verließ. Neben "California Love" produzierte Dre nur noch einen Song für Pac, nämlich "Can't C Me". Die restlichen Monate seines Lebens verbrachte Pac eher damit sich über Dr. Dre zu beschweren.
Zum Ice Cube Album: Rezension ist wirklich gelungen. Allerdings sind Geschmäcker bekanntlich ja verschieden und ich muss sagen, dass ich mit diesem genau so wenig anfangen kann, wie mit seinem Werk aus 2006. Dann doch lieber die Sachen aus den 90ern. Naja, jedem das Seine :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2009 12:51:56 GMT+01:00
V-Lee meint:
selbst wenn da keine großen berührungspunkte gewesen sein sollten - der g-funk und 2pac klangen für mich immer sehr ähnlich, aber das ist natürlich rein subjektiv...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2009 16:23:39 GMT+01:00
Andreas S. meint:
Geht mir auch so. Rein subjektiv ist das das gleiche angenehme Niveau. Harmonische Elemente fette Beats und das ganze immer haarscharf aber definitiv 'vor' der Kitschgrenze. Das können nicht viele, die drei hier zitierten aber schon.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2009 16:53:12 GMT+01:00
V-Lee meint:
das unterschreib' ich alles genau so....
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V-Lee
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