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Kundenrezension

64 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was Götter mixten trenne der Tonmeister nicht..., 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Sgt.Pepper's Lonely Hearts Club Band (Remastered) (Audio CD)
weil das hier, bei Sgt. Pepper (und bei anderen Titeln bzw. Alben der Beatles) auch nur bedingt geht, denn "Pepper" war leider immer noch eine 4-Spur Aufnahme (mit einer Klanganreicherung, die 48 Spuren verdient hätte). Gerade weil man mit "Love" etwas ganz neues kreirte konnte man dafür auf absolute Originalität verzichten und für die Mixe erhaltene Zuspielungen und Spuren alternativer Takes verwenden. Das verbietet sich aber bei jedem Originalabum, denn ein alternativer Take oder Teile davon sind eben nicht das Original! Na gut, dann nehmen wir halt die Zuspielungen des Original-Takes, die Bass-Spur, die Gitarren-Spuren, die Gesangs-Tonspur usw. und mixen alles neu! ABER: Genau das geht nur bedingt, weil Sgt. Pepper immer noch eine "nur" 4-Spur-Aufnahme ist, und, um Platz für weitere Takes (Orchester, Tiergeräusche usw.) zu schaffen wurden immer wieder Spuren (z.B. Bass und Schlagzeug) UNTRENNBAR und unter hohem Qualitätsverlust zusammengemischt durch sogenannte Aussparung. Für einen Song ("Getting Better") wurde sogar ein Lautsprecher auf einen Plattenteller gestellt, der die Gesangsspur abspielte, die mit einem Mikro davon neu abgenommen wurde -ein "kreisender" Gesang sozusagen, nunmehr vermischt mit den backing vocals. Fazit: Was der Mensch dereinst untrennbar vereinte kann er auch nicht wieder neu mischen - sondern nur das Verhältnis der Summe aller Zuspielungen auf 4 Spuren zueinander, zu denen, zu allem Überfluss, beim sogenannten Umschnitt auch oft noch eine fünfte "Live"-Spur hinzukam, die wir so nun gar nicht einzeln mixen können (shaker, handclapping, nochmal Gesang und ähnliches), weil sie auf dem Master-Tape nicht zu hören ist, sondern nur auf dem fertigen Umschnitt. ...wer mehr wissen will lese George Martins "Summer of Love" - The Making of Sgt. Pepper...Jedenfalls ist dies der Grund, warum man beim Anhören der remasterten CD etwas enttäuscht sein könnte, weil der Unterschied zur 87er Version in der Tat nicht so überzeugend ist...Das man aber nun gar keinen Unterschied hört kann ich nicht bestätigen - besonders bei den tiefen Tönen (indische Trommeln) springt einem die differenzierte Trennung regelrecht entgegen. Paul hatte seinen Bass diesmal nur selten auf der Grundspur 1 eingespielt, sondern oft als letztes Instrument über den bereits sonst fertigen Take gelegt, weil er, insbesondere inspiriert durch den (wohl zumeist von Carol Kaye gespielten) Bass auf dem Album "Pet Sounds" der Beach Boys für "Pepper" besonders melodische Figuren auskomponieren wollte, was ihm ja auch bestens gelang. Auch diese Figuren sind nun viel klarer vom restlichen Klang abgetrennt. Was mir eindeutig absolut nicht gefällt ist die meiner Ansicht nach zu starke Rauschunterdrückung der Gesangsspur des jeweiligen Solosängers. Da wird oft doch sehr viel an Höhen weggeschnitten; und nun klingt alles ein wenig wie Paul`s dumpfer Gesang in der Bridge von "A Day In The Life", der nun gar nicht mehr als so dumpf heraussticht. Wenn dies die Absicht der Tonmeister war sage ich herzlich: nein danke. Ich halte es auch für möglich, dass einige Samples für das neue Remaster von einem gut erhaltenen Original-Vinyl von 1967 gezogen wurden.
Wer das 67er Vinyl nicht hat sollte die 87er CD auf jeden Fall als alternative Hörquelle behalten, denn restlos zufriedenstellend ist das neue Remaster nicht.
Gelegentlich ensteht bei mir der Eindruck, als ob auch hier die Tonkopfeinstellung beim Umschnitt nicht absolut stimmig ist, gerade beim Gesang und bei Ringos Schlagzeug-Becken stellen sich Zweifel ein. Kann aber auch an den Qualitätsverlusten bei den Aussparungen liegen...

"Wihin You Without You" von George Harrison ist viel mehr als ein genialer Song; er hat die Musik und das Lebensgefühl einer ganzen Generation verändert; tausende Typen lernten Sitar spielen, reisten nach Indien usw...
Die ganze Platte ist viel mehr als Musik - sie ist, philosophisch gesprochen, der transzendentale Ausdruck der 60er Jahre schlichthin, ein ewiger Meilenstein der Musikgeschichte, der immer bleiben wird. "Revolver" ist nett, aber in 100 Jahren vergessen..."Tomorrow Never Knows" - ausgenommen!
Trotz einiger Tralala-Lieder von Mr. Mc Cartney (Rita, Sixty-Four) und Lennons drogenbedingter Zurückhaltung bzw. Kreativitätskrise (wo sonst gibt es drei McCartney-Songs nacheinander?!) ist diese Platte für mich weit vor "Revolver" und knapp vor "Abbey Road" das beste Beatles-Werk aller Zeiten. Die frühen LP`s wie "Please Please Me" muss man im Kontext ihrer Zeit sehen - da war der ursprüngliche Rock`n Roll gerade noch angesagt....wie könnte man als beat-Musiker 1962 "besser" sein oder komponieren als 1967 beziehungsweise all diese in den "Golden Sixties" erworbenen Erfahrungen schon haben?
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2009 23:55:36 GMT+02:00
Axel Weimann meint:
Lieber Rainer,
zu Deinen Ausführungen von aufgenommenen Spuren, die kaum verändert werden können sei dir das Werk "Songtrack" von 1999 empfohlen (mit fast dem selben Team von heute-nur mit Mut). Diese remasterte (wirklich remasterte) Ausgabe des Yellow Submarine-Soundtracks enthält 4 neu abgemischte Versionen von Pepper Songs...so hätte man die ganze Edition mischen sollen. Diese CD gibts mittlerweile für 4¤...und die klingt unerreicht...

Schade, schade, hier wurde eine echte Chance vertan, 4 Jahre Arbeit, für was ?

Grüße
Axel Weimann

Veröffentlicht am 22.09.2009 17:49:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.09.2009 17:51:51 GMT+02:00
Hallo Axel,

ja, danke, werde ich hören demnächst. Auf der "blauen" Yellow Submarine gibt es ja enige veränderte Mixe vom "Pepper"-Songs - aber sie gefallen mir nicht! Das wäre dann die nächste, viel größere Diskussion: Inwiefern gehört auch der Mix zum Kunstwerk - darf man ihn überhaupt verändern? Darf man Van Goghs Sonnenblumen in der Vase umplazieren? Als Alternative zum bestehenden Klang, ja. Aber ob es immer besser gelingt als es zuvor war? Was würden wir reden über eine Sologitarre, die plötzlich von links kommt, wo sie doch im Center viel besser platziert wäre (das Problem mit den Genesis-Remixen zum Beispiel). Aber Du hast recht, was für ein lausiges Ergebnis für all die Jahre Arbeit. Ich war lange in der Branche tätig und kenne die finanzielle Situation von EMI- man nennt so etwas "den back-Katalog reaktivieren" und kassiert uns ab, ohne selbst groß zu investieren! Wir blöde Sammler kaufen es ja schon wegen der Vinyl-Miniatur, weil wir gar nicht anders können!

Veröffentlicht am 25.09.2009 18:59:44 GMT+02:00
Ruthner Willi meint:
Dankeschön -das klingt klug und logisch argumentiert. Hab ich was gelernt !
Liebe Grüsse Willi Ruthner

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.03.2013 04:31:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.03.2013 04:35:40 GMT+01:00
A. meint:
@Polter, Rainer

Danke für die Aufklärung, habe noch die alte "Sgt.Pepper's" und hatte mir überlegt die "Remastered" zu kaufen, da ich die "LOVE" ganz gut fand.... aber wenn das wirklich so ist, dass hier lediglich der Bass angehoben und dafür die Höhen beschnitten wurden, auf so einen Mist kann ich getrost verzichten! :-(

- So ein Erlebnis hatte ich vor kurzem erst mit Bob Marleys "Legend" als Remastered Delux Edition! - Das Remastered ist der letzte Dreck, auch hier die Höhen total beschnitten, alles klingt nur noch dumpf!

Hab mir auf Deine Empfehlung eben die Yellow Submarine Songtrack gekauft und hoffe auf ein tolles Sounderlebnis! :-)

Kannst Du noch andere Remasterde CDs (von den Beatles) empfehlen? - Wie sieht es mit den beiden Alben aus, wurden diese ordentlich Remastered ? --> 1967-1970 (Blue Album) --> 1962-1966 (Red Album)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.10.2013 00:10:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.10.2013 00:11:26 GMT+01:00
Michael C. meint:
@Rainer:
Wow, da äussert sich ein echter Insider. Sehr, sehr interessant. Vielen Dank !

Veröffentlicht am 03.06.2014 12:35:52 GMT+02:00
RWK meint:
original soll original bleiben, ihr moechtegern tueftler. guter tipp: anlage einstellen, und auf laut drehen. die beatles spielten nun mal vor langer zeit. der sound muss, und soll nicht neu klingen. noch etwas ;-) tipp: starken subwoover anschliessen nicht vergessen!
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