Kundenrezension

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der fünfte Geniestreich, 24. Dezember 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Melancholisch, vielseitig und progressiv wie eh und je präsentieren sich Opeth auf ihrem fünften Output. Wie jedes einzelne bisherige Album dieser ganz besonderen Band, so hat auch Blackwater Park seinen ganz eigenen Charme und seine unverwechselbare Atmosphäre. Die Jungs aus Schweden sind hier, besonders auf der ersten Hälfte des Albums, den Pfad zu etwas eingängigeren Strukturen weitergegangen, haben dadurch aber nicht ein Stück von ihrer Genialität eingebüßt; im Gegenteil: dies führt eher dazu, dass man die Songs zu fast jeder Gelegenheit bedenkenlos hören und genießen kann. Die zweite Hälfte der Platte hingegen ist ein ganzes Stück dunkler (ohne jedoch vollends auf Melancholie zu verzichten) und wartet mit zunehmend progressiveren Melodieführungen auf, die in gewohnter Perfektion gekonnt herübergebracht werden und den Zuhörer regelmäßig in Staunen versetzen.
Einmal mehr hat Frontmann Mikael Åkerfeldt hier sein unglaubliches Können hinsichtlich Songwriting und Technik bewiesen, und auch die anderen Musiker machen ihre Arbeit, wie immer, mehr als vortrefflich. Ich kann keine einzige langweilige Passage auf diesem Album feststellen, keine uninspiriert klingende Melodie, keine sonstigen Patzer; stattdessen werde ich bei jedem Durchlauf dieser göttlichen Platte aufs Neue vom Hocker gehauen. Das großartige Growling, das zu keiner Zeit unverständlich oder gar ekelig klingt, die wundervollen Cleanvocals, die wie immer genialen Gitarrenriffs, die treibenden und mit äußerster Präzision eingesetzten Drums und zu guter Letzt die Bassuntermalung, ohne die alles in sich zusammenfallen würde - alles fügt sich zu einem äußerst faszinierenden Gesamtbild zusammen. Unnütz zu erwähnen, dass dies alles auch noch vollkommen klar und deutlich aus den Boxen kommt.
Die Songs selbst sind äußerst abwechslungsreich und perfekt angeordnet. Der Opener „The Leper Affinity" ist eher hart, die Riffs sind aber stets melodiös und grandios umgesetzt; der Folgende Track „Bleak" steckt abermals voller genialer Riffs und Melodien - hier hat auch Stephen Wilson (Porcupine Tree) seinen gesanglichen Gastauftritt in einem sehr schönen cleanen Part, der nach einigen Durchgängen richtig zum Mitsingen anregt. Es folgt der ruhige Akustiksong dieses Albums, „Harvest", der zwar in Technik und Struktur nicht allzu komplex geraten ist, aber mit seinen Melodien eine ungeahnte, wunderschöne Melancholie entfesselt, die regelrecht die Sinne beflügelt. Nach dieser Entspannungsphase folgt das unglaublich geniale „The Drapery Falls", ebenfalls ein eher melancholischer Song, auch wenn hier wieder mehr Wert auf Härte gelegt wird; die Melodien, die bei diesem Song aus den Boxen erklingen, will man beim ersten Hören noch kaum wahr haben, solch eine unglaubliche Ausdruckskraft besitzen sie, und der später folgende aggressivere Part macht diesen Song erst richtig zu einem absoluten Glanzstück. „Dirge For November" ist ein Track, dessen langer harter Mittelpart von wunderschönen Akustikmelodien eingeleitet und abgelöst wird. Nach dem mit kaum ruhigen Stellen ausgestatteten „The Funeral Portrait" folgt ein kleines, schönes und hier sehr passendes Instrumental namens „Patterns In The Ivy", welches die Spannung auf den über zwölf Minuten langen Titelsong weiter anschwellen lässt. Dieser letzte Song lässt dann noch einmal die geballte Aggression auf den Hörer los, die allerdings mit den vielleicht progressivsten und großartigsten Riffs den ganzen Albums herübergebracht mehr als nur zu faszinieren weiß.
Insgesamt kommt das Album mit den auf den ersten Blick für diejenigen, die die Band nicht kennen, dürftig erscheinenden acht Songs auf 67 Minuten - eine mehr als überdurchschnittliche Spielzeit, die jedoch kein einziges Mal zu lang erscheint. Dass es sich hierbei um eine außerordentlich lohnenswerte Investition handelt, versteht sich sicherlich von selbst. Ein Album, dass man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Meine Anspieltipps sind „Bleak" und „The Drapery Falls".
Klangqualität: 10/10
Eingängigkeit: 5/10
Innovation: 10/10
Wiederspielwert: 9,5/10
Stimmigkeit: 10/10
-------------------------
Kaufempfehlung: 10/10
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