Ein innovatives Buch mit Tiefsinn und Humor. Den Autoren ist es gelungen, ein sehr persönliches und intellektuell anregendes Buch zu schreiben. Die Kunst der Selbstbeschränkung als Erfordernis der Lebensbewältigung in Zeiten der begrenzten Ressourcen besticht durch die Lust am Nein, die dem Allerlei des positiven Denkens eine differenzierte Sicht der Dinge entgegenstellt. Hier geht es nicht um eine Ethik des Verzichts, die in der schmerzvollen Entbehrung gründet, sondern um die Suche nach einer maßvollen Bestimmung der eigenen Lebensziele und deren Realisierung. Für diese Suche gibt das Buch wertvolle Hinweise und lässt dem Leser die Entscheidung, eigene Navigationsinstrumente zu konstruieren und mit diesen zu experimentieren. Es unterscheidet sich wohltuend von den didaktisch hochpolierten Ratgebern, die wenig Substanz haben aber mit wunderbaren Tabellen und Stichworten glänzen. Wer noch Spaß am Lesen hat und seinem Denken auf die Sprünge helfen will, sollte dieses Buch lesen.