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Der ratlose Riese: Deutschland 20 Jahre nach der Wende
 
 
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Der ratlose Riese: Deutschland 20 Jahre nach der Wende [Gebundene Ausgabe]

Peter Fritz
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 22,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter, Carl, Verlag GmbH (28. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800074362
  • ISBN-13: 978-3800074365
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.203.437 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer ist die Zukunftsangst viel größer als die Zuversicht der Wendetage. Der Mauerfall war auch der Startschuss zur Globalisierung. Deutschland hat davon profitiert, aber jetzt rollt auch die globale Krise ungebremst über Deutschland hinweg. Viele trauern der alten Bundesrepublik nach, manche sogar der DDR-Diktatur. ORF-Korrespondent Peter Fritz war beim Mauerfall dabei, hat die Bonner Republik erlebt und berichtet jetzt wieder aus Berlin - über Erlebnisse und Schicksale in diesen 20 Jahren und über die immer noch vorhandene Mauer in den Köpfen.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Blick zum großen Nachbarn, 17. September 2009
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der ratlose Riese: Deutschland 20 Jahre nach der Wende (Gebundene Ausgabe)
Für den Innenpolitik-Redakteur Peter Fritz war es ein ziemliches Glück, als er 1989 die Chance bekam als Sonderkorrespondent nach Berlin zu gehen, um vom Fall der Mauer zu berichten. Seit Juni 2007 ist Fritz als Leiter der ORF-Außenstelle in Berlin zurück und hat nun 20 Jahre danach einen eindrucksvollen Bericht über das Deutschland während und nach der Wende vorgelegt. Ein interessantes Reportage, vor allem für Außenstehende wie uns Österreicher.

In "Der ratlose Riese" stellt Fritz seine Eindrücke vom Fall der Mauer dem Wiedersehen mit Deutschland fast 20 Jahre danach gegenüber. Dabei zeichnet er anhand von Berichten und manchmal auch persönlich gefärbten Geschichten die Entwicklung Deutschlands seit damals nach. Zu gute kommt dem Werk dabei der sehr plastische und gut lesbare Stil. Obwohl im Hintergrund chronologisch aufgebaut, ist "Der ratlose Riese" keine durchgehende Erzählung, sondern nimmt sich die Freiheit gelegentlich auch abzuschweifen und interessante Fakten offen zu legen, die sonst eher untergehen würden. Wie die Ansprüche Bonns nach der Wiedervereinigung (die nach einer Order aus der ORF-Zentrale auf dem Küniglberg von den Korrespondenten nur als Vereinigung bezeichnet werden durfte, um latente Anschluss-Befürchtungen von vornherein zu zerstreuen) Regierungssitz zu bleiben. Trotz des klaren Votums für Berlin als Hauptstadt ist Bonn heute noch offizieller Amtssitz bedeutender Ministerien und ganzer 18 Unterorganisationen der UNO, die gewissermaßen als Kompensation für den Verlust des einstigen Status fungieren. Ebenso interessant ist es zu erfahren, dass zu Zeiten der Teilung Westberlin und seine Bewohner von steuerlichen Vergünstigungen profitieren konnten oder wie Bonn trotz verglichen mit dem traditionsreichen Frankfurt deutlich schlechterer Infrastruktur sich dank intensiven Lobbyings als Hauptstadt der BRD durchsetzen konnte.

Fritzens Buch erfüllt die wichtigsten Voraussetzungen eines ausgewogenen Länderporträts mit Bravour, es spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung ebenso wieder wie die politische, wenn er sich eingehend mit dem Schicksal Ost-Deutschlands auseinandersetzt. Zugleich nutzt der ehemalige Innenpolitik-Redakteur Fritz die Chance auch dem Leser wichtige Einblicke in die deutsche Innenpolitik zu gewähren, wobei er natürlich einen besonderen Fokus auf die 2009 anstehenden Bundestagswahl gelegt hat und sich eingehender mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier beschäftigt. In diesem aktuellen Kontext stehen auch die Abschnitte über den Krieg in Afghanistan und Reaktion wie Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.

Deutschland fasziniert und von dieser Faszination zehrt "Der ratlose Riese", indem Peter Fritz ein facettenreiches Porträt der Bundesrepublik entwirft. Dafür kombiniert er persönliche Eindrücke mit Interviews und Essays. Der Lesefluss verläuft ungestört und der Stil ist sehr angenehm doch eher einfach gehalten. Ärgerliches Detail am Rande ist allerdings die wiederholte Nennung des Jahres 1948 (Seite 55 und 186) als Jahr der deutschen Revolution und Konstituierung des Frankfurter Paulskirchenparlaments, war es doch wie jeder der sich für deutsche Geschichte interessiert wissen sollte 1848.

Fazit:
Zwanzig Jahre deutscher Geschichte interessant und sehr lebendig aufbereitet.
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4.0 von 5 Sternen Eine bereichernde Leseerfahrung, 4. Mai 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der ratlose Riese: Deutschland 20 Jahre nach der Wende (Gebundene Ausgabe)
Eine absolut interessante und bereichernde Leserfahrung war für mich die Lektüre dieses Buches des österreichischen Journalisten Peter Fritz. Seit Jahrzehnten schon ist er dort einer der bekanntesten Auslandskorrespondenten des ORF. Als die Berliner Mauer im November 1989 fiel, war Fritz direkt als Reporter dabei und hat die erste Zeit des Chaos und des Aufbruchs in Deutschland erlebt und es seinen Landsleuten in Österreich versucht zu beschreiben.

Auch heute, nach zwanzig Jahren, ist er wieder Berichterstatter aus Berlin. In dem vorliegenden Buch beschreibt er die deutsche Geschichte seit 1989 aus seiner Sicht. Er porträtiert Politiker von Kohl bis Merkel, erzählt zum Teil sehr persönlich von seinen Eindrücken und spart auch nicht an Kritik. Die Frage, wohin Deutschland sich entwickelt, beschäftigt ihn an vielen Stellen und auch auf die nach wie vor bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West weist er immer wieder hin.

"Der ratlose Riese" nennt er durchaus mit Sympathie den nördlichen Nachbarn. Seine Texte sind von lockerer Journalistenhand geschrieben und geben dem deutschen Leser die seltene Möglichkeit, sein Land und dessen Geschicke einmal aus einem anderen, von der Kultur ähnlichen und dennoch völlig verschiedenen Blickwinkel zu sehen.

Eine bereichernde Leseerfahrung.
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