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Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 17.04.2001
Dieses Buch hat Jochen Schmidt vor allem dazu veranlasst, über Schweizer Schriftsteller und ihre Besonderheiten nachzudenken: Etwa darüber, wieso sie so viel schreiben (weil die Berge so hoch sind und deshalb Briefe geschrieben werden müssen, vermutet er). Oder auch: ob Stauffer so verrückt schreibt, WEIL er Schweizer ist... Schmidt kommt dabei zu keinem eindeutigen Ergebnis, doch eines steht fest: Ihm gefällt das Buch, das keinen "Handlungsfaden braucht", sondern dadurch entschädigt, dass der Autor einen "brillanten Satz" an den nächsten reiht. Da dies nicht leicht zu beschreiben ist, hat der Rezensent eine ganze Reihe von entsprechenden Beispielen in seine Besprechung aufgenommen, ansonsten scheint ihn die Themenvielfalt des Buchs zu begeistern: Ob kurzsichtige Omas im Supermarkt, das Erkennen von Fußpilzarten am Geruch oder Geschirr-Rückgabe-Systeme - für Schmidt war thematisch offenbar allerhand dabei, was sein Herz erwärmen konnte.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Michael Stauffers Erzähler berichtet, wie er im Schönschreibunterricht Todesanzeigen für seine Mutter verfaßt, wie er sich selbst Ansichtskarten von der Küche ins Wohnzimmer schreibt und wie man die Schönheit von Geschirr-Rückgabesystemen erkennt. Auch die Frage, ob Schwäne durch übermäßiges Füttern zu einer Bedrohung der Gesellschaft werden, nimmt breiten Raum ein. Und weil es dieser Schweizer Autor genau nimmt, gibt es zu vielen Sätzen viele Fußnoten, was die Dauer des Lesens glücklicherweise verlängert.