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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trippy, 6. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Foundations of Burden (Audio CD)
Pallbearer kannte ich bisher nicht. Die Platte habe ich mir aufgrund sehr positiver Rezensionen in der Metal-Presse gekauft. Wie so oft bei ungewöhnlicher Musik musste ich mich erst ein wenig einhören, bis mir "Foundations of Burden" gefallen hat. Aber es hat geklappt!
Die Band kombiniert hier verschiedene Ansätze sehr eigenständig: die Songlängen und einige monotone Riff-Huldigungen verweisen auf Funeral-Doom, wobei Pallbearer aber weder Growling benutzen noch endlos schwer oder depressiv daherkommen. Der hohe, etwas schwachbrüstige aber doch inbrünstige Gesang hat was Hippie-mäßiges, was sich auch in einigen psychedelischen und verträumten Passagen der Musik wiederfindet. Gleichzeitig hat das ganze neben der epischen Breite auch einen treibenden Groove. Mir fällt keine zweite Band ein, die wirklich ähnlich ist, aus der Verlegenheit heraus würde ich verweisen auf Trouble (Gesang, Hippietum), Isole (Gesang, Groove) und Black Oath (Gesang, Groove, "rockiger" Sound). Coole Sache.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moaning on highest level !!!, 9. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Foundations of Burden (Audio CD)
Ich gebe es gern zu: Manchmal liest sich der Einstieg in eine Album-Rezension ziemlich suboptimal und ernüchernd. Nämlich exakt dann, wenn man einer hochgeschätzten Band in gewissen Facetten "Stagnation" vorwerfen muss. Nun ist musikalische Weiterentwicklung im Doom-Metal zwar nicht unbedingt das wichtigste Gut - und doch hatte ich mir von der zweiten Scheibe der Arkansas-Doomer PALLBEARER irgendwie mehr versprochen. Wie laut teilweise auf höchstem Niveau gejammert werden kann, zeigt sich allein daran, dass der 6-Tracker "Foundations of burden" ohne Zweifel zu den besten Veröffentlichungen des Jahres gezählt werden muss. Im Vergleich zum fabelhaften Wunder-Debüt "Sorrow and extinction" kann der Doom-Vierer das vorgegebene Qualiätslevel zwar halten - jedoch mit einer klaren Tendenz zum berühmten "auf Nummer sicher gehen". Oder anders ausgedrückt: In manchen Phasen des Albums - u.a. beim eher unscheinbaren Rausschmeißer "Vanished" - hätte sich der Hörer etwas mehr Mut bzw. das eine oder andere musikalische Experiment gewünscht. Die einzige Überraschung ist der balladeske (Shoegaze-)Verschnaufer "Ashes", der im Fluss der 55minütigen Spielzeit aber leider etwas stockend wirkt.
Auf den restlichen, natürlich überlangen "Foundations of burden"-Songs legen PALLBEARER aber erneut Zeugnis darüber ab, dass sie zu Recht zu den hoffnungsvollsten Bands der letzten Jahre gehören. Das schwermütige US-Quartett interpretiert den Doom-Metal teilweise sehr offen, frei - um nicht zu sagen modern! Wo dem Rezensenten beim ersten Hördurchlauf meistens zwei bis drei Bands als Anhaltspunkt (zur Beschreibung) dienen, da schießen einem bei Songs wie "Foundations" oder "Worlds apart" mindestens ein Dutzend potentieller Doom-Querverweise durch den Kopf: PALLBEARER verbinden die tieftraurige Midneunziger-Epik von PARADISE LOST , MY DYING BRIDE und ganz frühen ANATHEMA ("Serenades") mit der bleischweren Wucht von CROWBAR und CULT OF LUNA. Sie wagen sich schrittweise in Sludge-Doom-Areale, in denen sonst nur Acts wie YOB das Sagen haben. Gleichzeitig haben sie ein Abonnement auf diese unvergleichlichen, haarscharf zwischen Wut und bittersüßer Träumerei pendelnden Momente, die Alben wie "October rust" und "World coming down" (von TYPE O' NEGATIVE) bis heute Klassikerstatus verleihen. Die Gitarren sind auf Knöchelhöhe heruntergestimmt, wobei die leicht verschachtelten Akkorde minutenlang durchdröhnen dürfen...im kriechenden Zeitlupen-Sound trommelt der Schlagzeuger beinahe schon extravagant unrhythmisch...der Sänger erinnert dabei einmal mehr an eine stimmliche Ideallösung aus Buddy Lackey (PSYCHOTIC WALTZ) und Eric Wagner (TROUBLE)...und immer wenn der laufende Song eigentlich schon sein Pulver verschossen hat, sorgen sphärische Akustik-Breaks für das nötige Salz in der Doom-Suppe. Superbe!
Wo vergleichbare Bands sich pro Song bereits schon mit einem coolen Riff (in Endlosschleife) zufrieden geben, da fangen PALLBEARER erst an. Unbedingte Anspieltipps: Das depressive, von einem Höhepunkt zum nächsten fließende (!) Monstrum "Watcher in the dark" sowie "The ghost I used to be" - eine warmherzige Nummer, deren Großartigkeit WHILE HEAVEN WEPT zuletzt auf "Of empires forlorn" erreicht haben, und wohl auch nie mehr erreichen werden.
Keine Frage: Zusammen mit dem WARNING-Ableger 40 WATT SUN ("The inside room" - das Doom-Album des Jahrzehnts!) und den dreckigeren, weil Hardcore-lastigeren MORNE gehören PALLBEARER zur absoluten Speerspitze des "neuen" Lava-Sounds. Und trotz aller Jubeworte war das Debüt halt doch etwas besser. Kein Grund zum Verzagen, alle Interessenten kaufen "Sorrow and extinction" und "Foundations of burden" am besten gleich zusammen. Ein unschlagbares Doppel, das auch noch in einigen Jahren für Gänsehaut sorgen wird.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes, etwas holpriges Melodic-Epic-Doom-Epos, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Foundations of Burden (Audio CD)
Nach dem überzeugendem Debüt "Sorrow And Distinction" von 2012 folgt nun mit "Foundations Of Burden" ein guter, aber trotzdem etwas zwiespältiger Nachfolger.

Der Opener "Worlds Apart" und der zweite Song "Foundations" sind massive, hochmelodiöse und erhabene Doomperlen, keine Frage - an Eleganz und Erhabenheit kaum zu überbieten, auch "Watcher In The Dark" kann zunächst überzeugen, allerdings schleichen sich hier schon die ersten Disharmonien ein, und auch das ziemlich "schräge" Solo ist jetzt nicht so mein Ding. Nach der sechsten Minute kann man den Song beruhigt ausblenden, weil kaum noch Spannungsbögen auftauchen!

Zu Beginn von "The Ghost I Used To Be" fühlt man sich sofort an While Heaven Wept erinnert, was sich aber mit dem Einsatz der tollen Gesangslinie und dem starken Riffing nach der ersten Minute ändert, wozu auch ein frühes starkes Gitarrensolo beiträgt. Allerdings ist auch dieser Song ab der Hälfte auch nur noch "die Hälfte wert", erst die Schlußsequenz ab Min. 8:30 überzeugt wieder.

"Ashes" ist ein recht belangloses Akustikstück, welches man sich auch hätte sparen können.

Tja, und "Vanished" erinnert doch sehr an WHW aus den Anfangstagen, und kann mich absolut nicht überzeugen, denn auch hier wird ab der Hälfte viel zu viel "rumgewurschtelt", d. h., es werden Breaks eingebaut, die gar nicht so recht zum Grundthema passen wollen auch der Gesang von Brett Campbell erscheint phasenweise ziemlich holprig, das kam auf dem Debüt noch bedeutend besser.

Ich möchte hier die neue Scheibe von den Briten "Unsilence" als Vergleich nehmen, deren Sänger zwar auch recht schräg rüberkommt, allerdings insgesamt eher überzeugen kann.

Auf einer Zehnerskala würde ich 7 Punkte geben, also sind 4 Sterne noch vertretbar, der Vorgänger konnte aber trotz des eher matschigen Sounds bei mir noch 8,5 Punkte einfahren!
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Foundations Of Burden
Foundations Of Burden von Pallbearer
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