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59 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noah - viel besser als erwartet und deutlich besser als von vielen bewertet!
Ich gebe es ehrlich zu, wenn man so manche Rezension gelesen hat - vor allem die 1 Stern Bewertungen kommen einem schnell Zweifel auf, ob es sich lohnt den Film zu kaufen.

Die 1 Stern Bewertung von Lady in Black hab ich auch gelesen - nachdem ich den Film gesehen habe! Die Rezension besteht ja zu 90% aus Inhaltsangabe und Beurteilung dieser.

Zuerst...
Vor 1 Monat von MovieFan veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten
Die erste Hälfte von Noah war faszinierend und spannend. Selbst die erzählerischen Freiheiten, die sich Darren Aronofsky genommen hat, wirken für mich stimmig. Auch wenn es nicht bibelkonform ist, so bringen die Wächter ein zusätzliches Element in die Geschichte, das sowohl inhaltlich als visuell eine Bereicherung ist.
Ob nun Vegetarier die...
Vor 4 Tagen von Watch out for veröffentlicht


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59 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noah - viel besser als erwartet und deutlich besser als von vielen bewertet!, 30. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Ich gebe es ehrlich zu, wenn man so manche Rezension gelesen hat - vor allem die 1 Stern Bewertungen kommen einem schnell Zweifel auf, ob es sich lohnt den Film zu kaufen.

Die 1 Stern Bewertung von Lady in Black hab ich auch gelesen - nachdem ich den Film gesehen habe! Die Rezension besteht ja zu 90% aus Inhaltsangabe und Beurteilung dieser.

Zuerst die grundsätzliche Frage, was erwartet man sich wenn man einen Film kauft der Noah heißt?

- Detailgetreue Erzählung der Bibel ?
- Eine Dokumentation über eine mögliche Sintflut ?
- Historisch exakte Erzählungen der Evangelien?
- Ein Film der die größten Fragen rund um die Sintflut der röm. kath. Kirche beantwortet?

Wenn ich einen Film kaufe, der Noah heißt muss man sich über folgende Punkte im klaren sein:

- Es ist ein Film
- Der Film hat und erhebt niemals den Anspruch "historisch exakt" zu sein - das kann und will er auch nicht
- Man muss bereit sein, sich auf die Erzählungen rund um Noah und die Sintflut einzulassen
- Es muss einem auch klar sein, übernatürliches ist ein wesentlicher Teil der Handlung

Ich kann es nicht verstehen, wenn Leute den Film wegen mangelnder Nähe zur Bibel schlecht bewerten. In Noah spielt Gott auch eine nicht ganz unwichtige Rolle, und wo das göttliche mit dem irdischen in Verbindung kommt, naja, wer weiß schon was hier richtig, falsch, die Wahrheit oder Erfunden ist?

Der Film dient der Unterhaltung - sonst würde er als Dokumentation auf National Geographic ausgestrahlt werden und weder Russell Crowe noch Emma Watson würden mitspielen.

Wenn man diese Punkte berücksichtigt, kann man sich endlich dem Film widmen:

Die Bibel ist aus (Weiter)Erzählungen und Geschichten entstanden und der Film erzählt die Geschichte von Noah verdammt gut.

Ich finde sogar bei bestimmten Szenen trifft der Film genau den wunden Punkt. Welcher Mensch würde sich nicht auf die Arche retten wollen? Und welcher König würde zur damaligen Zeit (und auch heute) nicht seine Armee in Bewegung setzen, wenn er weiß, er wird sterben müssen? Ein König ist doch was besseres, er hat ja wohl das Vorrecht zu leben.

Kommen hier nicht die Überlebensinstinkte in jedem Menschen hoch? Will nicht jeder sich und seine Familie retten?

Die Schauspieler waren absolut überzeugend und glaubhaft. Ich fühlte ihren Schmerz, die Angst, ihre Wut. Sie sitzen in der Arche und hören die ganzen Menschen die ertrinken und um Hilfe betteln und schreien. Frauen, Kinder schreien um ihr Leben, aber sie dürfen nicht überleben - Gott will die Erde reinwaschen.

Sie haben mich berührt, eine wirklich sehr gute schauspielerische Leistung! Auch Noah, der einen Auftrag erhalten hat und diesen durchführen muss, auch er leidet und kämpft. Auf Gott vertrauen, es wird schon so richtig sein.

Der Film ist absolut gelungen und überzeugend, wenn man bereit ist sich auf einen Film einzulassen in dem übernatürliches bzw. göttliches eine wichtige Rolle spielt.

Die 3D Tiefeneffekte haben so manches WOW und Wahnsinn ausgelöst. Das Bild und der Ton sind sehr gut gemacht auch sonst gibt es nicht viel zu beanstanden.

Warum also nicht 5 Sterne? Es gibt Szenen im 3D Bild wo der Vordergrund scharf gestellt ist und der Hintergrund somit unscharf wird, eigentlich nicht ungewöhnlich. Aber der Film hat leider ein paar deutliche Schwächen bei solchen Szenen, wo es einfach viel zu offensichtlich ist und somit diese Unschärfe STÖREND hervor tritt. Bei einer Szene sieht man zB im Hintergrund den Mond fast doppelt... Hier hätte man viel besser in der Nachbearbeitung arbeiten müssen.

Ansonsten ein überzeugender Film, der es sehr gut schafft, die menschliche Natur (sowohl positiv als auch negativ) hervorzuheben.

Passend zum Film und den Rezensionen schließe ich mit folgendem Zitat:

"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben."

Zitat von Bertrand Russell
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah [Blu-ray] (Blu-ray)
Die erste Hälfte von Noah war faszinierend und spannend. Selbst die erzählerischen Freiheiten, die sich Darren Aronofsky genommen hat, wirken für mich stimmig. Auch wenn es nicht bibelkonform ist, so bringen die Wächter ein zusätzliches Element in die Geschichte, das sowohl inhaltlich als visuell eine Bereicherung ist.
Ob nun Vegetarier die besseren Menschen sind, sei dahin gestellt. Immerhin regt das zum Nachdenken an... Und dass der Rauch die Tiere auf der Arche zum Einschlafen bringt, die Menschen aber nicht, kann man sich mit etwas gutem Willen ebenfalls erklären. Ist ja nicht das einzige Wunder in dieser Geschichte, oder?

Achtung, es folgen mehrere Spoiler:

Schwierigkeiten bereitete mir eher der Wandel von Noah, der aufgrund einer Vision plötzlich das Ende der Menschheit einläuten will, indem er dafür sorgt, dass der mittlere Sohn keine Gefährtin an Bord der Arche nehmen kann. Und schrecklich auch die Vorstellung, dass er sogar kleine Babys töten will, weil er nicht mehr an das Gute im Menschen glaubt und er denkt, dass Gott dies von ihm verlangt.

Diese Vorgänge sind für mich ein Bruch in der Geschichte, der für mich nur schwer nachvollziehbar ist. Warum sollte Gott Noah mit dem Bau einer Arche beauftragen, wenn er will, dass die gesamte Menschheit ausgelöscht wird? Wenn Gott sogar in Noah und den Seinen den Keim des Bösen erblickt hätte, dann wäre die gesamte Übung unnötig gewesen. Doch Gott hat Noah und seine Familie gesehen und für gut befunden - sie wollte er retten, weil sie es wert waren. Ein Auftrag, der eigenen Familie beim Sterben zuzusehen oder gar weibliche Nachkommen zu ermorden, wirkt im Kontext der Arche Noah-Geschichte beinahe etwas dümmlich.

Dass er in der unerwarteten Fruchtbarkeit seiner Adoptivtochter mehr Verrat durch seine Frau und seinen Vater als ein Zeichen Gottes sieht, ist ebenfalls fragwürdig. Gott hätte - wenn man in diesen Termen denken will - diese Fruchtbarkeit verhindern können, wenn es seinen Plänen zuwider gelaufen wäre. Noah verschwendet aber keinen Gedanken daran...

Die Vision, in der Noah sich selbst als Böser gegenübersteht, relativiert Sinn und Wert von Visionen generell. Ohne diese Vision würde er nicht zum psychotischen Tyrannen, der die Menschheit gänzlich auslöschen will.

Vielleicht hätten sich die Macher nicht erst nach Drehschluss an den Papst wenden, sondern schon früher einen theologischen Berater hinzuziehen sollen...

Natürlich kann man sich auch diese Interpretation von Regisseur und Autor erklären: möglicherweise hat hier der Teufel sein Handwerk im Spiel gehabt, Noah verwirrt und ihm einen Irrglauben vorgegaukelt. Oder vielleicht war er einfach müde und ausgelaugt und das Entsetzen über die Menschen spielte dem sensiblen Mann einen schrecklichen Streich, der aber nichts mit Gott zu tun hatte. Was fatal ist, denn woher weiss Noah mit Sicherheit, ob er Gottes Wille erfüllt oder nur seinen eigenen?

Trotzdem wirkt die Geschichte auf der Arche mit den menschlichen Abgründen und Tragödien im Vergleich zum ersten Teil recht konstruiert. Vermutlich wäre die Geschichte auf der Arche zu langweilig gewesen, und Aronofksy hat ja einen Hang zu abstrusen, psychotischen Entwicklungen seiner Filmpersönlichkeiten (z.B. Black Swan). Dass der gebrochene Held sich dann im letzten Moment doch noch besinnt, erinnert stark an die Geschichte von Abraham und Isaak. Das ist zwar erfreulich, aber bis es soweit ist, wird auf die Tränendrüse gedrückt und Psychoterror ausgeübt - in meinen Augen zuviel.

Immerhin zeichnet sich der Film selbst in dieser Phase dadurch aus, dass die Schauspieler hervorragend agieren und den Figuren - trotz aller Fragezeichen - Glaubwürdigkeit verleihen. Dass sich selbst Noah als gottesfürchtiger Mensch irren und fundamentale Fehler begehen kann, ist ausserdem eine Botschaft, die ich durchaus goutiere. Das ist vielleicht sogar die grösste Stärke, die man dem inkonsequenten zweiten Teil zugute halten muss. Wenn man nicht sicher ist, ob Gott mein Vertrauen auf die Probe stellen will oder ich nur einen psychotischen Schub habe, sollte man unbedingt auf sein Herz hören - in der Hoffnung, dass Liebe und Barmherzigkeit grösser sind als blinder Gehorsam, der sogar Unschuldige töten kann.

"Noah" ist ganz sicher kein schlechter Film und dürfte zu etlichen spannenden Diskussionen führen, sofern man sich darauf einlassen will.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soll enttäuschend sein und schlecht, nun ja..., 15. September 2014
Von 
Frandreas UM "frandreasboone" (Prenzlau/UM) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
.... das hängt natürlich von der eigenen Erwartungshaltung ab. Wer da Wunder und eine völlig neue, gesteigerte (in welche Richtung auch immer) Geschichte erwartet, vielleicht obendrein - wie ja heutzutage üblich - einen wie auch immer gearteten Kick muß natürlich enttäuscht sein. Was bitte soll man denn aus einer der ältesten Geschichten der Welt/Weltreligionen machen?!
Es gab schon einmal einen ähnlichen Film, der tatsächlich nur imTV gelaufen ist (vielleicht kennt den ja einer der Vorrezensenten, wenn nicht, anschauen :->) u.a. in den Hauptrollen mit John Voight, Mary Steenburgen und James Coburn mit ähnlicher Story, allerdings etwas leichter und vielleicht nicht SO monumental angelegt. Der wurde aber auch verrissen, genau wie dieser Film. Und genau wie diesem Film es passieren wird, ist er später langsam in der Gunst gestiegen. Was allerdings stimmt; alte Story, lebt von neuen Darstellern, und natürlich speziell von einem überragenden Russel Crowe, aber natürlich nicht zu vergessen das " restliche Ensemble", dessentwegen man sich sowieso diesen Film anschauen sollte, wenn man denn ein wenig anspruchsvoll ist und bereit ist, die eigene Phantasie zu bemühen anstatt sich nur couchplattsitzenderweise berieseln zu lassen.
Wenn ein Russel Crowe und ein Anthony Hopkins sich nicht zu schade sind dafür...nun ja, und nicht zu vergessen: Emma Watson, die damit wohl einen Karrieresprung machen wird.
Der Film ist keine locker leichte mal eben mit Popkorn zu genießende Nebenbei-Samstagabend-Unterhaltung, er grenzt an einen Monumentalfilm in alter Hollywood-Manier, allerdings mit wesentlich besseren Spezialeffekten sowohl bild- als auch tontechnisch, und das ist ja auch nicht zu verachten :-)).
Alter Filmfan/Kenner sagt: Empfehlenswert
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481 von 613 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Noah, der vegane Hooligan, 9. April 2014
Von 
Lady in Black "Lady in Black" (Schwabach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
Es folgt eine reine Filmkritik. Wer Informationen zur Ausstattung der DVD haben möchte, soll diese Rezension bitte überspringen.

Ich hab ja gedacht, mit der Besetzung Russell Crowe, Jennifer Connelly, Emma Watson und Anthony Hoplins PLUS der Geschichte der Sintflut kann man gar nix falsch machen - ich habe mich geirrt. Es wäre vielleicht ganz hilfreich gewesen, wenn der Regisseur vor dem Dreh mal einen Blick in die Bibel geworfen hätte. Hat er aber nicht gemacht. Fassen wir die Story der Sintflut mal kurz zusammen, wie sie in der Bibel steht. Das ist KEIN Spoiler, denn dieser Abschnitt aus der Bibel hat herzlich wenig mit dem Film Noah zu tun:

Noah kriegt die Order von Gott, er soll ein Schiff bauen, sich selbst, seine Frau, seine drei Söhne und deren Frauen, plus Viecher aller Art auf den Kahn packen. Noah tut wie ihm gesagt, baut Schiff, verlädt Menschen und Tiere, Türe zu, dann kommt die Sintflut. Irgendwann ist das Wasser wieder weg, die Arche strandet am Berg Ararat, Noah und seine Mannschaft steigen aus. Nach der Sintflut bekommen seine drei Söhne bzw. deren Frauen jeweils wieder einen Sohn. Ende.

So, und jetzt zu dem, was der Regisseur und der Produzent aus diesem Plot gemacht haben (ACHTUNG, ab hier ausgiebiger Spoiler!!!):

Das Machwerk Noah dauert fast 2,5 Stunden, und man hätte problemlos eine Stunde davon streichen können. Es beginnt mit den gefallenen Engeln. Die haben Gottes Zorn hervorgerufen und wurden auf die Erde verbannt, auf der sie ihr Dasein als Stein-Golems fristen, die von innen beleuchtet sind und Glühbirnen-Augen haben. Diese Gestalten sehen aus, als seien sie aus dem Herr-Der-Ringe-Set ausgebrochen.

Dann kommt eine Sequenz, in der Noah als Kind sieht, wie sein Papa von einem bösen König getötet wird, Der böse König nimmt das Familienrelikt Noahs an sich, nämlich die Haut der Schlange aus dem Paradies, die der Familie bis dato als magischer Gebetsgürtel diente.

Dann machen wir einen weiteren Zeitsprung. Noah ist nun erwachsen und lebt mit Frau und drei Söhnen (1, 5 und 7 Jahre alt) vegan in einer total zerstörten Welt. Noah hat dann einen Alptraum, in dem er ertrinkt. Er kann mit dem Traum nix anfangen, packt seine Familie zusammen um zu seinem Großvater, Methusalem, zu wandern, um dort Rat einzuholen.

Die Familie wandert nun los. Und wandert und wandert und wandert und wandert und wandert. Klaubt zwischendurch ein schwer verletzes und unfruchtbares Mädchen namens Ila auf und wandert weiter. Wird von bösen Räubern angegriffen, von den Stein-Golems verteidigt und wandert weiter. Hatte ich schon erwähnt, dass sie eine Wanderung machen???

Endlich bei Methusalem angekommen klärt dieser Noah auf, wenn er nicht ertrinken will, muss er eine Arche bauen. Stopft zu diesem Behufe ein Samenkorn aus dem Garten Eden in die Erde und ZACK!!! steht ein riesiger Wald da. Von da an baut Noah die Arche. Mit den Stein-Golems. Er baut und baut und baut und baut und baut. Aber er wandert nicht mehr. Er baut so lang, bis Ila und sein ältester Sohn erwachsen sind und sich ineinander verlieben.

Der böse König, der dereinst Noahs Vater gemeuchelt hat, steht derweil mit seinen Kampfhorden wartend im Wald und will Noah töten. Er wartet aber brav bis das ganze Viechzeug an Bord ist und von Noah und seiner Familie mittels dampfender Kräuterkessel in Tiefschlaf versetzt wird. Die ersten Tropfen fallen. Dann greift der böse König an. Noah tötet alles, was auf die Arche will, die Stein-Golems helfen ihm dabei, und dann schippert Familie Noah davon. Noah, seine Frau, Ila und seine drei Söhne. Von denen der mittlere stinksauer ist, weil Papa ihm keine Frau organisiert hat.

Als blinder Passagier hat sich der böse König mit in die Arche geschmuggelt. Er futtert sich quer durch den tierischen Artbestand auf der Arche und erhält Unterstützung vom unzufriedenen Mittelsohn, der entdeckt, dass das vegane Leben doch nicht so ideal, dafür aber ein rohes Echsensteak zwischendurch gar nicht schlecht ist.

Auf der Arche wird die unfruchtbare Ila schwanger. Der Schwangerschaftstest wird mittels Spucke auf einem Zauberstein durchgeführt, der dann auch hübsch blau aufleuchtet: Hurra, wir haben den B-Test erfunden! Noah ist dagegen. Das ist nicht Gottes Wille, denn der will ja, dass die Menschheit ausstirbt, weil sie die Erde kaputtgemacht hat. Noah mutiert zum veganen Hooligan und erklärt Ila, wenn ihr Kind ein Mädchen wird und somit mal eine Mutter sein könnte, wird er es gleich nach der Geburt töten. Ila ist ob dieser Aussage nicht sonderlich begeistert und bricht in schieres Entsetzen aus, als sie Zwillinge kriegt. Zwei Mädchen. Ila flüchtet unmittelbar nach der Geburt mit den Babies aufs Dach der Arche, verfolgt von Noah mit dem Schlachtermesser. Die Kinder brüllen, und Ila erklärt Noah, sie wolle die Kinder beruhigen, damit sie nicht weinend sterben. Sodann singt sie ihrer Doppelbrut ein Schlaflied vor - selbiges, das Noah immer SEINEN Kindern vorgesungen hat. Noah ist gerührt, und anstatt die Kinder zu töten, knutscht er sie und erteilt seinen Segen.

Nebenbei versucht noch der böse König Noah zu töten. Der mittlere Sohn weiß nicht, wem von beiden er helfen soll, entscheidet sich dann aber doch, seinen Vater zu unterstützen. Tod von bösem König, und die heilige Schlangenhaut ist wieder in Besitzt von Noahs Familie.

Der Rest ist schnell erzählt: Wasser weg, Arche gestrandet, Viecher in Freiheit, Mittlerer Sohn zieht seiner Wege, Noah wird zum Säufer, Trennung von seiner Frau mit abschließender, tränenreicher Versöhnung beim gemeinsamen Gartenbau.

Diese fast 2 1/2stündige Katastrophe kann man sich sparen. Der Film zieht sich wie Kaugummi und die Handlung ist entweder nicht existent, oder völlig an den Haaren herbeigezogen. Ich bin beileibe kein Verfechter der christlichen Lehre, aber wenn man schon eine Geschichte aus der Bibel verfilmt, dann soll man sich zumindest einigermaßen an die Vorgaben aus dem Buch der Bücher halten.

Auch sonst passt im Film eigentlich nichts wirklich zusammen. Weder die Keidung der Protagonisten - alle laufen in Hosen rum. Auch die Frauen! Zur damaligen Zeit trugen Männer und Frauen sackartige, bodenlange Kutten, aber ganz sicher keine jeansartigen Beinkleider. Während Noah auf der Arche zunehmend verwahrlost, ist der mittlere Sohn immer perfekt glatt rasiert und trägt eine hübsche, kurzgeschorene Haartracht wie sie definitiv nur mit einem damals noch nicht erfundenen Haarschneidegerät hinzukriegen ist. Die Kampfhorden des bösen Königs tragen nahezu moderne Schweißermasken, wenn sie ihre Waffen anfertigen. Und so weiter und so fort...

Nunja. Meines Erachtens ist der Besuch dieses Films reine Zeit-, und der Kauf der DVD reine Geldverschwendung.

Sorry für den ewig langen Text, aber ich musste das jetzt einfach loswerden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf die Erwartungshaltung kommt es an!, 25. September 2014
Selten einen Film gekauft, bei dem die Rezensionen so unterschiedlich erfolgt sind! Dies scheint im ersten Moment sehr widersprüchlich zu sein, erklärt sich aber auf den zweiten Blick. Wer eine bibelgetreue Verfilmung erwartet hat, wird hier völlig enttäuscht und kann eigentlich nur einen Stern vergeben. Wer sich aber auf den Film einlässt, ohne große Erwartungen an Bibeltreue und sich "nur" unterhalten lassen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Film liefert tolle Bilder, Action, Spannung und stellenweise gute 3D-Effekte. Neben der guten Unterhaltung hat der Film aber auch einen moralisch-emotionalen Hintergrund. Noah mit dem Anspruch "gut" zu handeln und Gott gerecht zu werden und dem Familiendrama, das sich daraus entwickelt. Tolle Schauspielerleistung von Russel Crowe!
Fazit: Vielleicht kein Meilenstein, aber super Unterhaltung, wenn man keine originalgetreue Bibelverfilmung erwartet.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht Bibeltreu aber unterm Strich ergreifend!, 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Noah (Amazon Instant Video)
Der Film ist spannend, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an!
Anfangs befremdlich, da den Autoren die biblische Noah Geschichte zu fade erschien, haben sie Effekte eingebaut, die meiner Meinung nach diesen, an sich guten Film, fast zur Lachnummer deklassierten. Ich sage nur:leuchtende Schlangenhaut, Energiesteine und gefallene Engel/Wächter!
Hätte nicht sein müssen. Wirkte mehr als dämlich!! Ist aber Geschmacksache! Ich könnte darüber wegsehen!
Am besten hat mir die schauspielerische Leistung von Russel Crowe gefallen!
Er vermittelt eindringlich in welchem Zwiespalt er sich befindet. Er kämpft zwischen bedingungslosem Gehorsam zu Gott und seiner Barmherzigkeit als Großvater! Allein aufgrund dieser Szenen ist der Film schon klasse! Ähnlich der Einstellungen in "Gladiator" in der er sich seine Tätowierung entfernt!! (Für mich die beste Szene der Filmgeschichte. Aus schauspielerischer Sicht)
Die Niedergeschlagenheit Noahs, nachdem er sich für den Menschen entschieden hat, da er aus seiner Sicht Gott enttäuscht haben müsste! Wird durch einen Impuls von Ela gelöst. Wirklich ergreifende Filmminuten!!
Jennifer Connelly kam im Laufe des Filmes auch zum Zuge. Nachdem man schon zweifelte warum eine Nebenrolle so hochkarätig besetzt wurde, kam ihr große Moment auf der Arche, indem sie sich mit Ihrer Rolle als Mutter, gegen Ihren Noah, vor Ihre Kinder warf. Mit einer Inbrunst, die erst einmal nachgemacht werden muss. Toll!

Die freie Wahl des Menschen "Gut" zu sein und sich gegen die immer vorhandenen Schatten in sich selbst zu wenden. Ist die Botschaft, die ich aus dem Film entnehmen konnte!
Noch eine FSK Kritik: Er ist aber meiner Meinung nach nicht ab 12 Jahren zu empfehlen.
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99 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noah - das Fantasy-Action-Drama!, 11. April 2014
Von 
Seraphina "Indigo-Girlie *-*" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
*
Eigentlich finde ich Bibelverfilmungen öde und kitschig. Ich bin auch kein religiöser Mensch, alsdaß sie mich in irgend einer Weise berühren könnten (hab allerdings die Bibel gelesen). Zudem bin ich ein Fan von Phantastik-Filmen.
Achtung, dies wird eine lange und ausführliche Rezension!

Darren Aronofskys "Noah" hat schon im Vorfeld für kontroversen Trubel gesorgt. V.a. aus dem Lager der tiefreligiösen Christen (in erster Linie aus den USA). Ich habe mir daher einige dieser Kritiken angeschaut. Da war die Rede von historischer (!) Ungenauigkeit *lol* und seitens der Kreationisten sogar davon, daß der Film gefährliches heidnisches Gedankengut verbreite (Zitat: evil pagan movie) 0_0
Andere behaupteten, es sei eine pure Allegorie auf modernes Umweltbewusstsein und stelle Noah als extremistischen Umweltschützer dar.
Wiederrum andere bemängelten die übertriebenen Esoterik-und Fantasy-Elemente des Filmes. Sogar ein Vergleich mit "Der Herr der Ringe" wurde geäussert.
*oha* Das alles machte den Film doch GLEICH viel interessanter für mich. Ohne diese Kritiken hätte ich mir den Film wohl gar nicht erst angeschaut.
Tatsächlich sind manche Vorwürfe nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Obwohl sie für mich persönlich eher einen Anreiz darstellen, anstelle eines Hinderungsgrundes.

"Noah" ist keine Bibelverfilmung. Es ist vielmehr ein epischer Fantasyfilm, welcher zugleich eine ziemlich freie Interpretation der biblischen Geschichte um Noah und seine Arche darstellt. Um es ganz genau zu nehmen, ist die Vorlage ein gleichnamiger Comic. Von daher sollte man lieber gar nicht mit der Bibel vergleichen. Oder vergleicht jemand den Film "300" mit einem Geschichtsbuch? Eben!
Der Grund für die Sintflut ist hier ein wenig spezieller. Nicht die Abkehr von Gott (sprich: der Unglaube), sondern das zerstörerische Verhalten der Menschen gegenüber sich selber und der natürlichen Umwelt - aufgrund eines Mangels an Respekt gegenüber der Schöpfung - ist es, welcher deren Untergang besiegelt. Der Zweck der Arche ist dementsprechend auch ein anderer. Im Vordergrund steht nämlich der Erhalt der Tierwelt und nicht der paar gottesfürchtigen Menschen (die sind hier eher nebensächlich). Denn die Tiere *Zitat* " ...leben immer noch so wie im Garten Eden!"
Der Film erwähnt zudem logische Sachverhalte, auf welche in der Bibel erst gar nicht eingegangen wird, obwohl sie doch wichtig sind für die Durchführbarkeit des Projekts sind (z.B. die Ruhigstellung der Tiere durch pflanzliche Räucher-Anästhesie).

Der Begriff "Gott" kommt hier gar nicht vor. Stattdessen ist nur von einem "Erschaffer" die Rede. Noah spricht auch gar nicht direkt mit diesem, sondern erhält Traumvisionen, welche er als Zeichen höherer Macht deutet und danach handelt. Besagter Erschaffer tritt auch nur durch wundersame Naturerscheinungen zu Tage (zuletzt eben durch die Flut). Das dürfte wohl auch der Grund dafür sein, weshalb die kritischen Puristen behaupten, der Film würde eine heidnische Naturgottheit (speziell wurde auf die Erdgöttin Gaia verwiesen) meinen und nicht den abrahamitischen, personifizierten Gott. Diese Einstellung halte ich jedoch für reine Spekulation. Es geht schliesslich immer noch um die Bibelgeschichte und nicht um ein heidnisches Mythos. Selbst wenn der Erschaffer hier total wortkarg ist (keine Anweisungen wie "Noah, baue eine Arche aus Zedernholz ... 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch ...") und sich nicht mal vorstellt, wie z.B. in der Moses-Geschichte ("Ich bin der ich bin ... der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs ..."). Aronofsky ist ein Atheist. Von daher hat er wohl keine heidnisch-religiöse Agenda im Sinn.

Was ist mit dem Vorwurf des Umweltextremismus?
Der trifft meiner Meinung nach schon zu. Noah ist hier so verbittert über die Boshaftigkeit der Menschen und v.a. durch sie verübter Zerstörung der Schöpfung (= Umwelt), daß er die Menschheit ausgerottet sehen will, da diese es nicht Wert sind weiterzubestehen. Offenbar liebt er die Tierwelt so sehr, daß er und seine Familie Vegetarier sind. Er ist definitiv kein Philantroph und verteidigt sein Refugium vor Eindringlingen mit aller Macht. Er ist sogar zu sehr drastischen Methoden bereit, um zu verhindern, daß sich die Überlebenden weiter vermehren können. Das macht ihn in meinen Augen zu einem Extremisten. Zudem ist er auch ein religöser Fanatiker, welcher den (scheinbaren) Willen des Erschaffers durchzusetzen versucht. Kein moralisches Vorbild aber ein interessanter Film-Protagonist.
Sein Gegenspieler ist der Schurke des Filmes, ein Nachfahre Kains. Interessanterweise ist dieser alles andere als ungläubig. Ganz im Gegenteil. Er zweifelt die Existenz Gottes nicht an, sondern fühlt sich von diesem verlassen und auf sich allein gestellt. Zudem hält er die Menschen für die Krone der Schöpfung (weil sie nach dem Ebenbild Gottes erschaffen sind) und deshalb für berechtigt die Erde nach eigenem Gutdünken für sich auszunützen (ganz nach dem Motto: "Macht euch die Erde und alle seine Geschöpfe untertan!" Da hätte noch der Zusatz: "Aber macht sie doch bitte nicht kaputt!" gefehlt ><) Doch Noah ist hier in diesem Film auch kein netter Mensch und einzig die egoistische Einstellung bzgl. der Schöpfung unterscheidet ihn von seinem Widersacher Tubal-Kain.
Ausserdem wollte ich hier noch erwähnen, daß Aronofsky ein Mitglied von PETA (people for the ethnical treatment of animals) ist. Also von daher verwundert mich die Einstellung bezüglich der Tiere hier in diesem Film überhaupt nicht.

Ich finde die Darstellung von Konfliktsituationen in diesem Film sind typisch Aronofsky. Zwar gräbt der Regisseur nicht ganz so tief in der Psyche des Menschen wie sonst, dennoch erhält man gute Einblicke in menschliche Abgründe. Noahs Charakter und die seines Sohnes Hams wird hier besonders herausgearbeitet.

Was ist mit den Esoterik-und Fantasy-Vorwürfen? Ja, sie treffen ebenfalls zu.
Noahs Großvater Methusalem ist ein mächtiger Wunderheiler. Er besitzt zudem noch Samenkörner aus dem Garten Eden, aus welchen in null-komma-nix Pflanzen spriessen können.
Es gibt noch ein Relikt aus der Zeit der ersten Menschen, nämlich die abgestreifte Haut der Schlange vom Baum der Erkenntnis, welche als Amulett benutzt wird (wobei sich mir Frage stellt, weshalb man dazu ein Teil des "Verführers der Menschheit" benutzt ... vielleicht als erinnerndes Mahnmal ... oder das Vieh ist gar nicht DIE Schlange ... keine Ahnung!)
Sehr Fantasy-lastig muten die Steinriesen (welche beim Archenbau helfen) an. Obwohl solche Geschöpfe durchaus in der Bibel (bzw. den Apokryphen) erwähnt werden. Die Nephilim werden als monströse Riesen beschrieben. Also doch gar nicht so an den Haaren herbeigezogen. Hier handelt es sich um sog. Wächter (The Watchers), gefallene (wortwörtlich) Engel.

Visuell ist der Film eine Wucht.
Hollywood-typisch mit bombastischer Optik umgesetzt.
Gedreht wurde in Island, daher darf der Zuschauer die urwüchsige Landschaft der nördlichen Insel bewundern. Allerdings finde ich die Wahl des Settings etwas seltsam. Ursprünglich stammt Noah doch aus Mesopotamien (falls ich mich nicht irre). Dort herrscht ein heisses Klima. Anders als in Island. Oder soll die Story etwa nicht dort spielen? Eine Erklärung dafür, warum die Charaktere hier allesamt weißhäutig sind? Aber was ist dann mit den hebräischen Namen? Wurden die nicht angepasst wegen des Wiedererkennungswertes? Kann mir darauf irgendwie keinen Reim machen (Edit: Es wurde im Netz die Vermutung nahegelegt, daß die Story in Wahrheit in einer postapokalyptischen Zukunft spielen würde und die etwas zu modern aussehenden Raubbaugerätschaften der Menschen ein Indiz dafür wären ... falls das wahr ist, wäre dies ein interessanter erzählerischer Kunstgriff, eine scheinbar vergangene Geschichte zu erzählen, indem man eine mögliche künftige Geschichte erzählt ... passend auch zur aktuellen Umweltsituation, der Furcht vor einer "globalen Erwärmung").
Das Design der Arche ist für manche wohl etwas gewöhnungsbedürftig. Denkt man doch dabei eher an ein Schiff und nicht an einen rechteckigen, hölzernen Kasten. Die Beschreibungen der Bibel passen jedoch eher zur Kastenform des Filmes.
Noahs Visionen sind verstörend, aber gut in Szene gesetzt (gruselig unheilvoll: eine Frauenhand greift nach einem dunkelroten Apfel, welcher wie ein Herz pulsiert).
Die Flut selber sieht auch gut aus. Perfekter Hollywood-Standard à la Emmerich.
Die Tiere stammen natürlich allesamt aus dem Computer. Aanders wäre es auch kaum umsetzbar. Zudem ist der Regisseur - wie gesagt - ein Mitglied von PETA und daher hätte es mich gewundert, wenn er ECHTE Tiere eingesetzt hätte, um einen Unterhaltungsfilm zu drehen (gestehen wir uns es doch ein: Tiere in Filmproduktionen grenzt wirklich an Tierquälerei, dasselbe gilt auch für den Zirkus).
Die Kameraführung und die Schnitte gefallen mir sehr.

Das Schauspiel der Darsteller ist gut, selbst wenn manche der Charaktere meiner Meinung nach etwas zu kurz kommen, z.B. Methusalem (humorvoll gespielt von Anthony Hopkins) oder Noahs ältester Sohn Sem. Sonst habe ich nix diesbezüglich zu bemängeln.

Was ich aber hier echt bemängeln muß, ist die (rel.) niedrige Altersfreigabe. Im Kino war der Film ab 6 Jahren (mit Elternbegleitung) freigegeben. Die DVD hat hingegen eine FSK 12. Ernsthaft? Eine Geschichte in welcher Menschen qualvoll ersaufen (man sieht sogar die toten Körper rumschwimmen), wo Menschen sich gegenseitig erschlagen oder in kannibalistischer Absicht angreifen, wo Menschen von Steinriesen zerstampft werden, wo Tiere von einer Horde wilder Hungernder regelrecht zerrissen werden ...kurzum: wo brutale Gewalt herrscht ... ich hätte dem Film glatt eine FSK 16 verpasst. Hätte man "Noah" nicht als Bibelverfilmung angesehen, hätte man meiner Meinung eine höhere FSK auch in Erwägung bezogen. Doch Bibelverfilmungen werden automatisch als kindertauglich angesehen. Egal wieviel Brutalität da vorkommt.
Ich sage es klipp und klar: "Noah" ist kein Familienfilm. FSK 12 ist schon etwas zu niedrig angesetzt (von FSK 6 mit Elternbegleitung will ich gar nicht erst reden, was ändert die Begleitung denn überhaupt? Nichts!)

Damit hätte ich alles gesagt, was ich sagen wollte. Ich bin absichtlich auf einige der (befremdlichen) Details so genau eingegangen, damit die potentiellen Zuschauer wissen, worauf sie sich mit "Noah" einlassen. Deshalb war dafür eine lange Rezension notwendig. Aber niemand ist gezwungen sie zu lesen, wenn er nicht will.

FAZIT:
Eine (kitsch-)freie, phantastische und düstere Adaption der biblischen Geschichte um Noah und seiner Arche.
Wegen unorthodoxer Ideen nicht unbedingt für Bibel-Puristen geeignet. Wegen Gewaltszenen nicht für kleine Kinder empfehlenswert.

PS:
Wenn die künftigen Bibelverfilmungen auch so originell werden, werde ich sie mir vielleicht auch anschauen wollen. ^^
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3.0 von 5 Sternen Schwächer als gedacht, 22. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah [Blu-ray] (Blu-ray)
Den Regisseur diese Filmes kannt eich schon aus diversen andern Filmen (z.B. "The Fountain") und weiss, dass er langatmig, episch und manchmal schwierig erzählt. Muss noch kein Nachteil sein.

Hier hat er es meiner Meinung nach etwas übertrieben.

1) Der Film ist um mindestens 30 Minuten zu lang. Ein Unsitte, die seit HDR und Avatar um sich greift. Allerdings hatte es dort auch Sinn gemacht, einen Film 3 Stunden und mehr dauern zu lassen, es gab nämlich eine spannende Handlung bis zum Schluss. Die fehlt hier aber völlig, der (bekannte) Stoff wird langweilig erzählt.
2) Um "Realismaus" sollte man sich trotzdem kümmern. o.k.- Es geht um einen Bibelstoff, aber da kann man nicht einfach irgendwelche Steinriesen ins Drehbuch reinschreiben.
Noch weiterer Schmarrn ?
- Wie kann sich der "Bösewicht" wochenlang von Noah undentdeckt auf der Arche verstecken ?
- Wieso pennen die Tiere ein wenn man dieses Rauch-Zeugs in 15 m Abstand kurz an ihnen vorbeiträgt, der Mensch, des es 20 cm vor der Nase hat, ist aber topfit ?
- Wieso passen schätzunsgweise 100.000 Tiere in ein so kleine Arche, und später ist da noch massig Platz (Luftraum) drin ?
- Warum ist Noah so ein alter Zausel -Schamane mit Öko-Opa-Touch ?
- Warum ist ein Film mit FSK 12 so dermassen brutal (Messerstechereien, Blut, angedeutete Kindstötung etc.)

Darf man das nicht fragen ? - ich denke doch. Hab ich was nicht kapiert ?

Alles in allem ermüdend und weitaus langweiliger als erhofft - ein ärgerlicher rund überflüssiger Film
3 Punkte für das gute CGI und die guten Schauspieler

rs
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3.0 von 5 Sternen nicht schlecht, aber ein Film ohne Aussagewert, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Noah (DVD)
Ich habe mir zum Glück diesen Film nur bei Amazon geliehen.

Inhaltlich ist die Sache sowieso ein strittiges Thema, gemeint ist damit diese Bibel-Geschichte. Man kann sich eher fragen, wieso wurde dieser Film überhaupt gedreht. Die Geschichte ist an und für sich bekannt, somit sind Überraschungen vom Verlauf her kaum drin. Es geht also nur mehr um die technische Umsetzung, die Erstellung eines zeitgemäßen Update.
Und das ist hier recht erfolgreich geklügt, Update 2014 halbwegs ok und etwas wurde doch an der eigentlichen Geschichte verändert (irgendwie muss sich ja der Film von der Handlung her doch von seinen Vorgängern unterscheiden)

Aber der Film enthält aus meiner Sicht keine klare Aussage. Die Menschen sind alle! schlecht, müssen alle weg und die Tiere sind alle gut, können bleiben.....mmmmh. Noah entscheidet darüber, weil er glaubt dies so verstanden zu haben.
Gut, wie gesagt strittig.

Was mich wirklich etwas berührt hat: Ham, der Junge im fortgeschrittenen Teeniealter, der nur Angst hat allein zu bleiben bzw. leer aus zu gehen, kümmert sich selbst um seine Frau, eine für mich wesentliche Aussage in der heutigen Zeit, das man sein Glück suchen muss, darf dann aufgrund der Entscheidung Noah's allein über die Erde schlendern.
Was für eine Aussage...echt unschön. Danke Noah.

In diesem Sinne, es ist eine Unterhaltung, mehr nicht. Kaufen muss man das nicht, anschauen auch nicht wirklich unbedingt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Popcornkino vom Feinsten, 25. September 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Noah [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Wer hier eine Verfilmung der Bibel erwartet liegt eben falsch. Hier wird Popcornkino mit einem Hauch Anlehnung an die Bibel geboten, nicht mehr aber auch nicht weniger. Mir hat der Film Spaß gemacht, gute Unterhaltung auch wenn eine Emma Watson bei Harry Potter besser aufgehoben war.
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