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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk des Zeichentrickfilms
Die rundum schön erzählte Geschichte ist gleichsam auch ein intimer Blick hinter die Kulissen japanischen Alltags in der Zeit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Er beschreibt eine längst vergangene Epoche aus dem Blickwinkel eines jungen aufstrebenden Flugzeugingenieurs, in stillen und großartigen Bildern, mit viel Liebe zum Detail und mit...
Vor 2 Monaten von Gogol veröffentlicht

versus
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwaches Alterswerk
Es gibt fünf Meisterwerke von Hayao Miyazaki:
"Nausicaä aus dem Tal der Winde"
"Das Schloss im Himmel "
" Prinzessin Mononoke"
" Chihiros Reise ins Zauberland"
"Das wandelnde Schloss".

Sein letzter Film "Wie der Wind sich hebt" gehört leider definitiv nicht zu dieser Gruppe.

Zum Inhalt:
Erzählt wird...
Vor 27 Tagen von SpoilerGott veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk des Zeichentrickfilms, 18. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die rundum schön erzählte Geschichte ist gleichsam auch ein intimer Blick hinter die Kulissen japanischen Alltags in der Zeit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Er beschreibt eine längst vergangene Epoche aus dem Blickwinkel eines jungen aufstrebenden Flugzeugingenieurs, in stillen und großartigen Bildern, mit viel Liebe zum Detail und mit Charakteren, die einem bis zum Ende des Films irgendwie ans Herz wachsen.
Ob die geschilderten Begebenheiten nun durchweg so passiert sind, kann ich nicht beurteilen - und schließlich handelt es sich hier nicht um eine Geschichtsdokumentation. Dennoch wirkt der Film an jeder Stelle authentisch und glaubhaft bis hin zu kleinsten technischen Details.

Der Film selbst ist hier schon zur Genüge rezensiert worden - einige Ansichten teile ich, andere wiederum nicht und ich bin schlussendlich auch der Meinung, dass jeder sich selbst sein Urteil zu diesem Werk bilden sollte.
Nur soviel muss als Entscheidungshilfe gesagt werden: der Film trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack (im Kino sind beispielsweise einige Leute mitten in der Vorstellung gegangen).
So ist er eben kein typischer Zeichentrick-, oder Anime-Film für Kinder und er ist auch nicht handlungs- und spannungsgeladen. Vielmehr erzählt er einfach eine Lebensgeschichte in einer sehr ruhigen Art und Weise, die mir seltsam vertraut vorgekommen ist und deshalb auch sehr lebendig und echt auf mich gewirkt hat. Dabei kommt dieser Film (abgesehen von gelegentlichen Anspielungen in bestimmten Schlüsselszenen) weitesgehend ohne Wertungen der Ereignisse aus. Trotzdem spürt man das Bedrohliche des aufziehenden 2. Weltkrieges, wobei 'Wie der Wind sich hebt' aber definitiv kein Kriegsfilm, sondern ein Film über das Leben in Japan zu Kriegszeiten ist.

Und so bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig, als sich seinen eigenen Zugang zu diesem Film zu erschließen - man kann den Film als Ganzes in seiner ruhigen Erzählweise und seinem Detailreichtum auf sich wirken lassen, oder sich mit den Charakteren und deren Tun vor dem historischen Hintergrund der Kriegsereignisse auseinandersetzen. Beides gibt dieser Film her und das macht ihn in meinen Augen zu einem Klassiker ....eben einem echten Meisterwerk!

Die Umsetzung auf Blu-ray ist großartig und wer sich auf diesen Film einlassen möchte, der hat sicherlich keinen Grund, den Film nicht zu kaufen.

Von mir klare Kaufempfehlung - 5 Sterne
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Willst du eine Welt mit oder ohne Pyramiden?“, 11. August 2014
An den Filmen von Miyazaki schätze ich immer sehr die Art und Weise, mit der an ernste Sachverhalte und Problematiken herangegangen wird. Ohne es dem Zuschauer auf dem Silbertablett zu servieren oder den moralischen Zeigefinger zu heben, wird Kritik subtil und häufig in kleinen, zunächst unbedeutend erscheinenden Szenen geäußert. So werden wichtige Gedanken angestoßen; intelligent und unaufgeregt.
Attribute, die auf „Wie der Wind sich hebt“ voll und ganz zutreffen. In 126 Minuten erzählt der Film geduldig die Geschichte von Jirō Horikoshi, von seiner Kindheit in den frühen 20er Jahren, über das Kanto-Erdbeben im Jahre 1923 und die internationale wirtschaftliche Rezession, bis hin zum 2. Weltkrieg. Sein früher Traum Pilot zu werden wird bereits in der Kindheit durch seine enorme Kurzsichtigkeit zerschlagen. Stattdessen nimmt er sich Giovanni Caproni zum Vorbild und möchte großartige Flugzeuge entwerfen. Ein schöner Traum, den sich Jiro auch trotz mehrerer Rückschläge und der Konfrontation damit, dass seine Flugzeuge vom Militär für kriegerische Auseinandersetzungen eingesetzt werden, nicht nehmen lässt. Er heißt diese Tatsache nicht gut; er lässt sie aber nicht an sich heran. Als Künstler und Kreativer habe er nichts mit dem Missbrauch seiner Maschinen zu tun. Diese Art von Leichtsinn wird auch in dem liebevollen, aber verantwortungslosen Umgang gegenüber seiner Geliebten Naoko deutlich, die er während des Erdbebens kennenlernte.
Dass der Film in Japan polarisiert und sowohl linke wie rechte Vertreter des politischen Spektrums aus unterschiedlichen Motiven Kritik äußerten, werte ich als Zeichen künstlerischen Wertes des Werks. Rechte kritisieren den zu wenig zur Schau getragen Patriotismus Japans - Linke die zu wenig negative Darstellung des Krieges; eine Meinung, die ich überhaupt nicht teile.¹
Getragen wird dieses melancholischste aller Miyazaki-Werke von der handwerklich fabelhaften Szenarie und der musikalischen Untermalung von Joe Hisaishi.

Ein erwachsener und ernster Film, der zum Nachdenken anregt und zudem den wohligen Reiz und Charme des Ghibli-Studios versprüht. Ein würdiger Abgang für Miyazaki, der angekündigt hatte, dass dies sein letzter Film sei.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass in Kinos vieler deutscher Städte bereits jetzt, in den nächsten Woche oder im Laufe des Jahres das Studio Ghibli Filmfestival stattfindet, bei dem einige Klassiker der Filmschmiede gezeigt werden.

________
Achtung, beinhaltet detaillierte Ausführung einiger Szenen im Film.

¹ gibt viele Szenen, aus denen die Gräuel des Krieges hervorgehen.
So die Szene zu Anfang des Filmes, als der Traum des jungen Jiro als Albtraum darin endet, dass er als Pilot eines Flugzeuges selbst bombardiert wird.
Die Dialoge zwischen Jiro und Signore Caproni im Traum lassen darauf schließen, dass das Bauen von Flugzeuge für den Menschen von Nutzen sein sollte. Sie sollten nicht als Maschinen zum Krieg gebaut werden. Auch die Aussage, dass von „all den Flugzeugen keines zurückkäme“ ist eine traurige Feststellung über die Konsequenzen des Kriegseinsatzes für die Piloten der Flugzeuge. Symbolisiert wurde dies am Ende des Filmes durch den Friedhof von Flugzeugwracks.
Auch die Dialoge zwischen Jiro und seinem Freund und Kollegen Honjo lassen auf die Zerrissenheit von Jiro schließen - er weiß, dass seine Arbeit letztlich dazu dienen wird, dem Militär zu helfen. Der Verantwortung möchte er sich aber dadurch entziehen, dass er lediglich seinen Traum lebe.
Die Darstellung der deutschen Sicherheitskräfte, des japanischen Geheimdienstes sowie die Anspielung auf Richard Sorge komplettieren die negative Wertung von kriegerischen Konflikten im Film.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein letzter Film, 29. November 2014
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)   
Der japanische Zeichentrickmeister Hayao Miyazaki hat angekündigt, dass “Wie der Wind sich hebt“ sein letztes Werk sein soll. Den Film inszenierte er nach einem von ihm gezeichneten Manga. Wie in vielen von Miyazakis Studio Ghibli Filmen lebt er auch hier seine Faszination für die Kindertage der Fliegerei aus. Zentrale Figur ist der Konstrukteur Jiro Horikoshi, der das meistgebaute japanische Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs entwickelte. Zwar meinte Miyazaki, dass er mit “Wie der Wind sich hebt“ nicht den Krieg verdammen möchte, doch es ist immer wieder eine große Trauer darüber spürbar, dass etwas so elegantes und filigranes wie ein Flugzeug dazu missbraucht wird, um grausame Taten zu begehen.

Der Film beginnt etwas seltsam esoterisch und stellt in fantasievoll realisierten Traumsequenzen eine Art mentale Verbindung zwischen Jiro Horikoshi und dem italienischen Flugzeugbauer Gianni Caproni her. Interessant sind auch Sequenzen, die Horikoshi auf einem Deutschland-Besuch bei den Junkers-Werken zeigen, es klingen Momente aus Thomas Manns “Der Zauberberg“ an und es wird der deutsche Tonfilm-Schlager “Das gibt’s nur einmal“ gesungen.

Zentrales Motiv des Films wird jedoch langsam aber sicher die sehr einfühlsam erzählte Liebesgeschichte zwischen Horikoshi und der an Tuberkulose erkrankten Nahoko. Beide lernten sich während eines großen Erdbebens kennen, damals war Nahoko noch ein kleines Mädchen. Doch Horikoshi kann sie die nächsten Jahre nicht vergessen und beim Wiedersehen kommt es erneut zu einem Unwetter. Diese anrührend zu italienisch anmutender romantischer Musik geschilderte Love Story gehört zum Ergreifendsten was je im Trickfilm zu sehen war.

Tricktechnisch wurde “Wie der Wind sich hebt“ thematisch passend angenehm nostalgisch in klassischer 2D-Animation mit sehr sparsamen Einsatz von Computer-Technik in Szene gesetzt. Flugzeuge, Eisenbahnen sowie von noch nicht völlig verwestlichten japanischen Alltags-Welten werden akribisch rekonstruiert. Flugzeuge, Eisenbahnen sowie noch nicht völlig verwestlichte japanische Alltags-Welten werden akribisch rekonstruiert. Es ist eine große Sehnsucht nach vergangenen Zeiten zu spüren, als das Leben sicherlich nicht einfacher war als heute, aber mehr Raum für Träume und Sehnsüchte zu bieten hatte.

Mittlerweile liegt "Wie der Wind sich hebt" auch als DVD und Blu-ray vor. Die Blu-ray und die Spezial-Edition-DVD enthalten neben einem Postrkartenset als Bonusmaterial die Storyboards zum kompletten Film, wahlweise mit deutscher oder japanischer Tonspur, eine 82-minütige japanische Pressekonferenz mit Hayao Miyazaki (wahlweise mit deutschen Untertiteln), den deutschen Trailer (2:19 min), diverse japanische Trailer und TV-Spots (insgesamt 7:40 min), sowie eine Trailershow des Studio Ghibli, inklusive einer Vorschau auf "Die Legende der Prinzessin Kaguta" dem neuen Film von Isao Takahata.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach klasse!, 18. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie der Wind sich hebt (DVD)
Der wahrscheinlich letzte Film von Hayao Miyazaki ist ein kleines Meisterwerk geworden. The Wind Rises steht seinen Filmnachbarn wie Spirited Away oder Prinzessin Mononoke in Sachen Qualität in nichts nach. Im Gegensatz hierzu ist er aber sehr bodenständig, realistisch und erwachsen gelungen. Es stehen vor allem sehr starke Charaktere und eine eindringliche und sehr interessante Story im Vordergrund mit einem „sehr guten“ und abschließenden Ende. Kurzum gefasst, wer schon die alten Ghimli-Filme mochte und bereit für einen sehr erwachsenen Anime ist, hat auf jeden Fall von mir eine klare Filmempfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein denkwürdiger Abschied, 19. Januar 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie der Wind sich hebt (DVD)
Da dieser Film das wahrscheinlich letzte abendfüllende Werk von Hayao Miyazaki ist, muss man ihm mehr Bedeutung zumessen, als er eh schon hat. Auf den ersten Blick bietet "Wie der Wind sich hebt" dem Zuschauer eine einfühlsame (aber teils fiktionale) Biographie über den japanischen Flugzeugingenieur Jiro Horikoshi, der die japanischen Kampfflugzeuge entworfen hat, die dann Pearl Harbour angegriffen haben und Japan letztendlich in eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte manövriert haben.

Zentrales Thema im Film ist die Frage: Kann man in seinem Leben wahres Glück haben, auch wenn man weiß, dass die gegebenen Umstände schlussendlich doch ins Unglück führen. Jiro muss sich im Laufe des Films diese Frage mehrmals selber stellen.

Die Geschichte beginnt in seiner Kindheit, in der ihn das Leben schon vor die harte Realität stellt, dass sein Traum Flugzeugpilot zu werden hinfällig ist, da er Kurzsichtig ist. Doch im Traum findet er Lösung. Der italienische Flugzeugbauer Giovanni Caproni, von dem Jiro in einem Heft gelesen hat, erscheint ihm und zeigt ihm die Welt des Flugzeugbaues.
Dadurch fasst Jiro den Entschluss, nicht Pilot sondern Flugzeugingenieur zu werden.
Dann springt die Geschichte einige Jahre in die Zukunft und Jiro befindet sich schon auf dem Weg zur Universität nach Tokyo.
Im Zug trifft er Naoko Satomi, das Mädchen dass später einmal seine Frau werden sollte. Doch bei Ihrer Ankunft in Tokyo wird das Land von einem schweren Erdbeben getroffen und in den darauf folgenden Turbulenzen verlieren sich die Beiden wieder.
Jiro heuert nach seinem Studium beim Flugzeughersteller Mitsubishi an, der kurz darauf den Auftrag erhält Kampfflugzeuge für das Militär zu entwickeln. Doch als die ersten Versuche fehlschlagen und selbst eine Reise nach Deutschland, zum Flugzeugbauer Junkers, nichts bringt und der Prototyp schon wieder abstürzt - dieses Mal sogar unter Jiros Verantwortung - mach Jiro einen Erholungsurlaub am Land. Dort führt ihn das Schicksal wieder mit Naoko zusammen und die beiden verlieben sich in einander. Als ihm dann auch noch der entscheidende Geistesblitz trifft, wie er seine Konstruktion perfektionieren kann, sieht alles so aus, als ob sich alles zum Guten wenden wird. Doch am Horizont erkennt man schon die dunklen Wolken und der Wind hebt sich...

Bis dahin denkt man vielleicht noch man ist einem typischen Miyazaki Film. Doch so melancholisch und nachdenklich, wie der Rest der Geschichte, war noch kein Ghibli Film. Von daher kann ich allen nur zustimmen, die sagen WDWSH sei nichts für Kinder.
Das liegt natürlich nicht an drastischer Gewaltdarstellung oder massivem Schimpfwortgebrauch, sondern zum ersten mal daran, dass der Film einfach für Erwachsene gemacht wurde. Kinder können die Geschichte zwar erleben, aber nicht verstehen. Dazu wird viel zu viel nur angedeutet und auch der historische Hintergrund dürfte den meisten Kindern unbekannt sein.
Für Fans kann ich an dieser Stelle nur auf die Doku "Kingdom of Dreams and Madness" verweisen. Diese gibt es zwar noch nicht offiziell außerhalb Japans zu erstehen, doch im Netz geistern ausreichen Quellen, mit Untertiteln in allen möglichen Sprachen, herum. Diese Doku beleuchtet das Studio Ghibli, Hayao Miyazaki und im speziellen die Entstehung dieses Films etwas genauer.
Und wenn man sich diese Doku (unbedingt nach dem Film) angesehen hat - die übrigens noch melancholischer und nachdenklicher stimmt als WDWSH - eröffnen sich ganz neue Blickwinkel auf den Film.
Dann wird aus der Biographie von Jiro die Geschichte von Herrn Miyazaki und seinem Studio. Und scheinbar historische Anspielungen werden zu Kommentaren auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.
Vor allem das Ende des Films, so deuet es die Doku an, sollte ursprünglich ganz anders aussehen.
Die Japaner sind ein höfliches Volk, also wird nichts direkt gesagt, doch scheinbar mischte sich die japanische Regierung in die Produktion des Films ein und hat verhindert, dass gewisse Themen genauer behandelt werden. Und dabei handelt es sich natürlich um die Atombombe und deren Abwürfe über Hiroshima und Nagasaki. Doch dabei schwingt zusätzlich noch das ganze Drama von Fukushima mit. Und da Miyazaki schon lange ein Atom Gegner ist (wie viele seiner Filme schon gezeigt haben), wollte er wohl eine Botschaft mit WDWSH vermitteln, die die japanische Regierung nicht hören wollte. Miyazaki deutet nämlich auch mehrmals an, er habe explizite Pläne einer Bomben-Szene gehabt und dass er heute einfach nicht mehr frei arbeiten kann.
Der Film stellt nämlich auch die Frage, ob technologischer Fortschritt zu jedem Preis ethisch vertretbar ist. Denn was bringt die technische Innovation, wenn Sie jedermann letztendlich ins Verderben stürzt. Vordergründig ist damit natürlich das Wettrüsten vor dem 2.WK und Atombombe gemeint, doch man kann auch parallelen zur Gegenwart ziehen. Was bringt Atomkraft, wenn letztendlich nur wenige etwas davon haben und nicht nur die Opfer von Tchernobyl und Fukushima, sondern zahllose unserer Nachfahren darunter leiden müssen und damit zu kämpfen haben werden.
Doch ein Funken Hoffnung bleibt. Auch wenn Herr Miyazaki in den Ruhestand gegangen ist, die Zukunft des Studio Ghibli nach wie vor Ungewiss bleibt und auch Jiro schwer vom Schicksal gebeutelt wurde, so dürfen wir nicht verzagen, denn das Sein ist zu wertvoll um es aufzugeben.
Und das ist auch das Motto von "Wie der Wind sich hebt":

Le vent se lève,
il faut tenter de vivre,
...

oder auf deutsch (Rilkes Übersetzung):
Der Wind erhebt sich!
Leben: ich versuche es!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele Fragen ..., 12. Januar 2015
Von 
Poulain Stephane (Allemagne) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wie der Wind sich hebt: Studio Ghibli Collection [2 DVDs] [Special Edition] (DVD)
Ich habe dieses Film für mein Sohn, 10, gekauft (ich bin Flugzeugbauer bei Airbus).
Wir haben es mit meine Töchter, 8 und 5, gesehen.
Dieses Film hat viele Frage bei unser Kind provoziert - wichtige Fragen. Wir müssten regelmässige Pause machen, um unser Kinder zu erzählen was in den Film passiert.
Es gibt viel Zweifeln in diesem Film, am Ende ist es für Jiro auch nicht klar wofür sein Erfindung gut war. Durch dieses Film habe ich auch recherchiert und viel gelernt über Japansgeschichte bis 1945.
Ich fand die Geschichte sehr gelungen, auch für nicht Techniker.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste DVD im Jahr 2014, 15. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie der Wind sich hebt (DVD)
Ich war im Kinofilm drin und wollte mir danach die dvd kaufen. Leider musste ich 4 Monate warten. Das warten hat sich jedoch gelohnt. Super Film. Gute Syncro(wobei die japanischen stimmen wie immer die besten sind). 5 von 5 sterne für einen guten Film von Hayao Myazaki
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein rührender Abschied eines der größten Genies unserer Zeit, 9. August 2014
"Airplanes are beautiful, cursed dreams, waiting for the sky to swallow them up."

Einen besseren, oder sagen wir mal passenderen, Abschiedsfilm hätte Herr Miyazaki wahrlich nicht abliefern können, hilft er uns Zuschauer, uns Fans, uns ehrwürdige Anhänger und Liebhaber dieses großen Meisters des Kinos doch über diesen Abschied hinwegzukommen.

Denn (leider) jeder noch so schöne Traum hat irgendwann ein Ende, jede noch so große Liebe hält nicht auf ewig, jeder Mensch muss die Welt irgendwann verlassen, oder auf gut deutsch: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei! Zeit ist begrenzt, doch jeder kann sie nutzen, wie er will. Ob man nun Flugzeuge entwirft oder Filme dreht, jedem das Seine.

Neben der sinvollen Nutzung der Zeit, seine Ziele zu verfolgen und Gutes zu schaffen, sowie der Schönheit am leben zu sein, stehen aber auch immer wieder Bilder des Krieges und der Zerstörung als Kontrast, als wenn es egal wäre, was man macht: Es wird immer Menschen geben, die sich lieber bekämpfen, als eben oben genanntes zu beherzigen. Warum dem so ist? Das weiß man nicht, und auch in dem Film kommt es zu keiner Erklärung. Doch davon lässt sich unser Protagonist auch nicht aufhalten und lebt unbeirrt weiter seinen Traum, stellt Flugzeuge her, verliebt sich, heiratet und diese Liebesgeschichte hat es mal wieder in sich! Miyazaki weiß eben, wie man so etwas inszeniert.

Letztendlich bleiben 127min purer Filmgenuss, die das Ende einer großen Era einleuten, das Ende eines großes Mannes, das Ende eines schönen Traums. Auch wenn das Leben weiter geht, man dich vermissen, Miyazaki! <3

9/10 Punkte, also 5/5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Oase zum Träumen, 16. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Oase zum träumen, wie alle Filme von Studio Ghibli, ich schaue mir mit meinen Kindern zusammen sehr gerne diese schönen Kunstwerke an. Kann die Special-effect-überladenen Schrott-Trickfilme ohne Herz und Verstand einfach nicht mehr sehen.
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4.0 von 5 Sternen Sehr schön, doch das `magische'fehlt, 4. Februar 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
nichts des zu trotz sehr schöner Film. Ich mag die Hayao Myazaki Filme sehr gerne, auch die von Goro Myazaki. Bei diesem konnte ich es kaum erwarten ihn zu sehen. Vielleicht liegt es daran, das ich mir ihn ein bisschen anders vorstellte oder erhoffte, für mich, natürlich Geschmacksache, fehlt das magische in dem Film. Nicht weil der Film in keiner Fantasiewelt spielt, bis auf die Gedanken des Jungen im Film, sondern das ich generell finde, das wie auch im erschienen Film; Der Mohnblumenberg, einfach der Funke der Werke nicht ganz überspringt. Trotzdem sehenswert für jeden Anime Fan.
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