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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht perfekt, aber sehr unterhaltsam...
... hat Felix Herngren den Erfolgsroman von Jonas Jonasson auf die Filmrolle gebannt. Es fehlt eine ganze Menge und hier und da hat Herngren die Story bildschirmgerecht verändert. Für Freunde des Buchs sind das ganz klar Nachteile, aber nichtsdestotrotz hat Herngren die Geschichte nicht "kaputt gemacht". Den Zauber des Buchs kann der Film nicht...
Vor 1 Monat von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 100 Jahre und kein bisschen leise
(Kinoversion)

Wenn ein Debütroman ähnlich erfolgreich ist wie " Der Hundertjährige, der aus dem Fester stieg und verschwand", ist klar, dass die Verfilmung nicht lange auf sich warten lässt. Glücklicherweise blieb diese im Ursprungsland des Autors und der Story verhaftet, in Schweden also, wo man Felix Herngren (der über...
Vor 5 Monaten von MissVega veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht perfekt, aber sehr unterhaltsam..., 26. Juli 2014
... hat Felix Herngren den Erfolgsroman von Jonas Jonasson auf die Filmrolle gebannt. Es fehlt eine ganze Menge und hier und da hat Herngren die Story bildschirmgerecht verändert. Für Freunde des Buchs sind das ganz klar Nachteile, aber nichtsdestotrotz hat Herngren die Geschichte nicht "kaputt gemacht". Den Zauber des Buchs kann der Film nicht erreichen, unterhaltsam ist er aber alle Male.

Der Hundertjährige Allan Karlsson(Robert Gustafsson) verschwindet aus dem Altenheim von Malmköping und macht sich aus dem Staub. Schon aus dem Fenster zu steigen, war für den Hundertjährigen eine reife Leistung, aber Karlsson hat davon nicht genug. Er schnappt sich am Bahnhof den erstbesten Bus und nimmt auch gleich noch einen fremden Koffer mit auf die Reise. Der enthält sinnigerweise 50 Millionen Kronen. Allan lernt den Dieb Julius(Iwar Wiklander), den Imbissbudenbesitzer Benny(David Wiberg) und die Schöne Frau Gunilla(Mia Skäringer) kennen, die auch noch einen Elefanten besitzt. Zusammen mit Allan ist diese Truppe sehr schnell auf der Flucht vor der Polizei, dem Staatsanwalt und einer Rockergruppe, die gern ihr Geld wiederhaben würde. Doch das wird nicht einfach, denn: Allan Karlsson ist ein Sprengstoffexperte und Tausendsassa. Er ist für den Bau der Atombombe verantwortlich, hat die entscheidenden Informationen für die Abrüstung geliefert, saß ein paar Jahre im Gulag, kennt Stalin, Mao, Truman, Johnson, Kim Jong-il und DeGaulle persönlich und hat für so manch entscheindende politische Wende der Menschheit gesorgt. Das allerdings nicht aus politischem Interesse, sondern oft einfach nur auf der Suche nach einem Glas Schnaps. So entspinnt sich eine Verfolgungsjagd in deren Irren und Wirren Allan Karlsson seine Mitreisenden in die Geheimnisse seines Lebens einführt...

Die Rückblenden sind gelungen, die Besetzungsliste stimmt, das Kernstück des Romans ist im Film enthalten. Das ist es eigentlich schon, was man zu Herngrens Verfilmung des Bestsellers von Jonas Jonasson sagen kann. Für eine 1 zu 1 Adaption des Romans fehlt es ganz sicher an Spielzeit, vielleicht auch am Budget. Zuschauer, die das Buch geliebt haben, werden vermutlich ein wenig enttäuscht sein. Doch das ist bei Bestseller-Verfilmungen ja öfters der Fall. Der Film ist auf jeden Fall sehenswert, reicht halt nur nicht an das Niveau des Buchs heran...
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur Herrlich, 23. März 2014
Von 
Freuen Sie sich auf knapp 2 Stunden, um Allan Karlsson`s humorvollen Ritt quer durch die Weltgeschichte mitzuerleben.
Allan Karlsson lebt nicht nur in der Zeit in der es die maßgeblichsten Veränderungen der jüngeren Weltgeschichte gab, er ist sogar an vielen von ihnen direkt beteiligt. Er trifft Franko, Roosevelt, Stalin und Herbert Einstein ebenso, wie er mit Elefanten baden geht und nervige Füchse in die Luft sprengt.
Allerdings richtet sich die Verfilmung eindeutig an die Zielgruppe die auch den Roman von Jonas Jonasson gelesen hat. Ohne den Roman zu kennen, mag es teilw. etwas schwierig sein den häufigen Zeitsprüngen nachvollziehbar zu folgen.
Diejenigen die den Roman gelesen haben werden eine, schon fast diebische Freude daran haben die einzelnen Sequenzen und Personen nun endlich auch mal zu sehen zu bekommen, die sie sich beim lesen mit Sicherheit schon in Gedanken vorgestellt haben. Leider muss ich aber auch anmerken, dass der Film in dem gleichen Maße wie er am Anfang noch sehr detailreich ist, zum Ende hin etwas unübersichtlich wirkt, die Handlungen überschlagen sich und man wird das Gefühl nicht los, den Machern zum Schluss die Zeit ausging, es wirkt dann leicht "gehudelt".
Trotzdem eine klare Guckempfehlung, am besten in einer Gruppe mit Gleichgesinnten !!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige weil politisch inkorrekte Komödie, 14. April 2014
Besucht meine Facebook-Seite: Filmfreak Kritik

Mal ehrlich, was soll man bei so einem Filmtitel denken?
Klar, an erster Stelle denkt man, dass der Filmtitel zu lang ist, keine Frage.
Aber wenn man dann mal kurz darüber nachdenkt, klingt er gleichzeitig auch seltsam und irgendwie lustig.
Ein Hundertjähriger steigt aus dem Fenster und verschwindet - im Ernst jetzt?
Und so seltsam wie der Filmtitel lautet, so verrückt sind auch die einzelnen Geschichten.

Allan Karlsson (Robert Gustafsson) hatte ein ereignisreiches Leben und lebt mittlerweile im Altersheim, wo er sich jedoch noch fit fühlt und die Langeweile nicht mehr auf sich nehmen will. Also entschließt er sich an seinem 100. Geburtstag planlos in Pantoffeln aus dem Fenster zu steigen und läuft ohne Ziel auf ein verrücktes Abenteuer zu.
An der Bushaltestelle stößt er auf einen Kriminellen, der ihn kurzerhand dazu zwingt auf seinen Koffer aufzupassen.
Planlos wie Allan ist, nimmt er den Koffer einfach mit, ohne sich was dabei zu denken und ohne dem Wissen, dass dieser mehrere Millionen Dollar beinhaltet.
Während Allan also durchs Land zieht und neue Freunde findet, ist die kriminelle Bande hinter ihm her, was jedoch kein Grund zur Sorge ist.
Allan war nämlich aktiv an vielen bedeutenden Ereignissen des 20. Jahrhunderts beteiligt und lies es dabei immer Krachen - in jeder möglichen Hinsicht.

So seltsam sich das alles bisher liest und anhört, so großartig ist das alles dann auch umgesetzt.
Und das liegt an erster Stelle am Schauspiel von Robert Gustafsson, der einen alleine durch seine Gestik und Mimik zum lachen bringt.
Man muss nur sehen wie er läuft oder sich bewegt und fängt schon an zu grinsen.
Wenn dann auch die lustigen Dialoge mit der absolut großartigen Synchronisation dazukomen, kann man sich das Lachen irgendwann nicht mehr verkneifen.
Und je länger der Film geht, desto verrückter, abgehobener und besser wird er, was dann in einigen großen Lachern am Ende gipfelt.

Ist der Film anfangs noch normal mit einem alten Mann auf Abenteuerreise, zeigt er mit der Zeit die Vergangenheit von Allan, welche es richtig in sich hat.

Allen hatte nämlich schon als Kind eine Vorliebe für Explosionen, was gleich zu Filmbegin klar gezeigt wird und entweder zum Lachen oder zum Kopfschütteln ist.
Denn wer keinen Sinn für schwarzen Humor hat, wird diesen Film hassen.
Zum Beispiel rächt sich der alte Allen für den Tod seiner Katze, indem er den Mörder mit Sprengstoff hochjagd, später explodiert eine seiner Ladungen unbeabsichtigt direkt vor einem Mann, der auf der Wiese uriniert und man sieht seinen Kopf durch die Gegend fliegen - nicht normal und deswegen so verdammt unterhaltsam.

Unterhaltsam ist auch die Geschichte an sich - egal ob in der Gegenwart, oder Vergangenheit.
Dabei werden nämlich viele historische Ereignisse und Personen auf die Palme genommen und man sieht zum Beispiel Allan zusammen mit dem Atombombenerfinder Robert Oppenheimer, General Franco, US-Präsident Harry S. Truman und unter anderem Herbert (!) Einstein.
Wer ein bisschen Ahnung von Geschichte hat, wird schon bei letztgenannter Person erkennen, dass das alles politisch absolut unkorrekt, gleichzeitig aber auch sehr lustig ist.
Vor allem gegen Ende wurde laut im Kinosaal gelacht und ich hatte sogar Tränen in den Augen, was aber beim restlichen Filmverlauf nicht vorkam.

Zwar bietet der Film fast durchgehend gute bis sehr gute Unterhaltung (ein paar langweilige Minuten hat er leider), aber so laut gelacht wie eben beschrieben wird leider nur sehr selten.
Diese wenigen Längen des Films und die wenigen großen Lacher sind dann aber auch die einzigen Schwächen.

Fazit:
Der Film bietet tolle Charaktere, verrückte Geschichten und ein tolles Schauspiel.
Das ganze wird von einem fantastischem Soundtrack abgerundet und bietet alles, was eine verdammt gute Komödie ausmacht, sofern man was mit schwarzem Humor anfangen kann.
Zwar hat der Film wie gesagt seine Längen und die großen Lacher bleiben größtenteils aus, empfehlen möchte ich ihn aber trotzdem auf jeden Fall.

Wertung: 4 von 5 Sternen

Weitere Meinungen:
Ich war dieses Mal mit einem Freund und einer Freundin im Kino und beide fanden den Film (ich zitiere) Hammer.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvoreingenommen anschauen - für mich gehört der Film zu den guten des Jahres, 7. April 2014
Erst mit dem Hype des zweiten Buches von Jonas Jonassen wurde ich auf den Hundertjährigen aufmerksam. Bevor ich das Buch las ich, dass die Verfilmung auf der diesjährigen Berlinale Deutschlandpremiere hatte. Die Stimmung war super, weil der Film gut war. Der Film begann mit einem Überraschungseffekt, insbesondere wenn man das Buch wie ich noch nicht gelesen hatte. Der Film setzte mit enormen Tempo und vielen absurden Gags fort, wobei der Film immer wieder Rückblenden vornimmt, wenn sie für die weitere Erzählung notwendig sind. Ganz anders als das Buch. Nachdem ich begeistert den Film gesehen habe, war ich vom Buch enttäuscht. Zum Teil ist es sehr langatmig und nicht annährend so lustig wie der Film. Dies liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass der Film das Buch strafft und die komplette Erzählung der Polizei verkürzt, dafür die Hintergründe der 50. Mio. Euro in den Vordergrund stellt. Buch und Film sind zwei unterschiedliche Medien, die selten eins zu eins in das andere übertragen werden kann. Während des Interviews am Ende der Premiere berichtete der Regisseur, dass beim ersten Mal dem Autor Jonassen der Film missfiel. Beim zweiten Mal gefiel ihm der besser und beim dritten Mal liebte er den Film. Ich empfehle allen, unvoreingenommen den Film zu schauen und ihn als eigene Geschichte zu betrachten.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 100 Jahre und kein bisschen leise, 26. März 2014
(Kinoversion)

Wenn ein Debütroman ähnlich erfolgreich ist wie " Der Hundertjährige, der aus dem Fester stieg und verschwand", ist klar, dass die Verfilmung nicht lange auf sich warten lässt. Glücklicherweise blieb diese im Ursprungsland des Autors und der Story verhaftet, in Schweden also, wo man Felix Herngren (der über sehr überschaubare Regieerfahrung verfügt), mit der Regie betraute. Und auch wenn der Film nicht wirklich gelungen ist, kann man nur mehr als dankbar sein, dass die Amis sich die Filmrechte (noch) nicht unter den Nagel gerissen haben, denn so wirkt der Film sehr authentisch und eben typisch schwedisch. Vorab sei gesagt, dass Fans und Kenner des Buches um den Film getrost einen Bogen machen können, denn außer ein paar visuell gelungenen Impressionen bekommt man leider nicht allzu viel geboten. Der Film ist dabei gar nicht mal schlecht, er ist nur einfach so oberflächlich und teilweise auch behäbig, dass man kein allzu großes Interesse für ihn aufzubringen vermag. Wer das Buch nicht kennt, kann den Film eigentlich ebenfalls links liegen lassen und sich lieber dem weitaus hintersinnigeren und charmanteren Buch widmen. " Der Hundertjährige, der aus dem Fester stieg und verschwand" ist nahezu ein Paradebeispiel für Filme, die keinem wehtun (wollen) und die man entweder gucken kann oder eben auch nicht.

Der 99jährige Allan Karlsson (Robert Gustafsson) wird, nachdem er den Fuchs, der seinen Kater Molotow getötet hat, mit ein paar Stangen Dynamit in die ewigen Jagdgründe befördert hat, ins Altersheim verfrachtet. Just an seinem 100. Geburtstag beschließt er jedoch, dieses durch sein Zimmerfenster wieder zu verlassen, weil es ihm dort einfach viel zu langweilig ist. Am Bahnhof angekommen, gerät er durch einen Zufall in den Besitz eines Koffers, in dem sich 50 Millionen Kronen befinden (ca. 5,6 Mio. Euro). Als er an einem stillgelegten Bahnübergang den Kleinkriminellen Julius (Iwar Wiklander) trifft, tut er sich kurzerhand mit ihm zusammen. Der kurz darauf auftauchende Kriminelle, dem der Koffer gehört, wird flink außer Gefecht gesetzt und versehentlich schockgefrostet. Auf ihrer anschließenden Flucht treffen Allan und Julius auf Benny (David Wiberg), den sie umgehend zu ihrem Chauffeur ernennen. Als sie dann auf einem einsam gelegenen Gehöft bei Elefantenbesitzerin Gunilla (Mia Skäringer) Zuflucht suchen, geraten die Dinge vollends außer Kontrolle. Und während weitere Gangster und die Polizei fieberhaft nach dem Hundertjährigen suchen, erzählt dieser in Rückblenden aus seinem Leben, das mehr als bewegt war. Oppenheimer, Franco, Stalin, Truman…das sind nur einige der historischen Persönlichkeiten, denen Allan begegnet ist. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart blättert sich so in 114 Minuten ein unglaubliches Leben auf, in dem es vor skurrilen Zufällen nur so wimmelt.

Man muss Felix Herngren zugutehalten, dass er aus Jonas Jonassons Beschreibungen im Buch tolle Bilder gemacht hat. Vieles ist ganz genau so, wie man es sich anhand Jonassons Umschreibungen vorgestellt hat. Das fängt an bei Allans kleiner roter Schwedenhütte, geht weiter bei Julius' hutzeligem Bahnhofshäuschen und endet noch lange nicht in Gunillas gemütlichem Garten samt riesiger Scheune für Elefantendame Sonja. Sonnige, sattgrüne schwedische Wiesenlandschaften wechseln sich ab mit der grauen Tristesse einen russischen Gulags, einem wildblumenbunten, idyllischen Garten, exotischen Inselkulissen und der hohlen Protzigkeit russischer Regierungsräumlichkeiten. Optisch kann man dem Film also wirklich nichts vorwerfen, die Kulissen sind reichhaltig, bunt und kreativ und treffen stilsicher den Hintergrundton des Romans.

Inhaltlich tut sich Herngren da wesentlich schwerer. Zwar entsprechen auch diverse Charaktere ziemlich genau dem, was Buchautor Jonasson sich für sie ausgedacht hat, schlussendlich aber verblassen sie in der direkten Konfrontation mit den wunderbar stimmigen Kulissen und Locations. Man lernt die Protagonisten alle kaum wirklich kennen und kann sich somit nur an ein paar spleenigen Offensichtlichkeiten laben. Dass man bei der Verfilmung eines so detailreichen und phantasievollen Romans Abstriche machen muss, ist klar, nur leider wurden sie hier an den falschen Stellen vorgenommen. Herngren lässt ein paar historische Ereignisse aus, die in Allans Leben stattgefunden haben, was verschmerzbar ist. Er werkelt ein bisschen am Ende herum, das somit zwar nicht mehr ganz so rund ist wie im Buch, aber auch das geht noch in Ordnung. Aber dadurch, dass gerade der wichtigste Protagonist, Allan Karlsson, durch Herngrens Figurenzeichnung zum verwirrten Alten mit latentem Doofheits-Gen verkommt und darüber hinaus mit Robert Gustafsson kein adäquater Darsteller gefunden wurde, nimmt Herngren seiner Geschichte viel vom ursprünglich spitzbübischen Charme. Im Buch ist Allan Karlsson ein vielleicht nicht gerade blitzgescheiter, aber dennoch schelmischer und bauernschlauer Mann, der seinem vermeintlich unausweichlichen Schicksal immer wieder ein Schnippchen schlägt. Im Film wirkt dieser Allan defensiv, fremdbestimmt und ein bisschen tumb, was, glaube ich, kaum Jonassons Absicht war, als er diesen Charakter erfunden hat.

Der 49jährige Robert Gustafsson spielt den Hundertjährigen in einer Zeitspanne von ca. 80 Jahren, was nicht immer glaubwürdig ist. Als 20jähriger wirkt er viel zu alt, als 100jähriger zu jung. Die völlig unpassende deutsche Synchronstimme tut ein Übriges, der Figur Einiges von ihrer Glaubwürdigkeit zu nehmen. Einen knarzigen, latent buckligen Alten mit wachen Augen, dem Schalk im Nacken und erkennbarem Lebenswillen hätte man sich gewünscht, bekommen hat man einen hochgewachsenen, tattrigen, brabbelnden Rentner, der latent verwirrt durch die Gegend humpelt. Auch bei Kommissar Aronsson gewinnt man im Film den Eindruck, dass er latent verblödet ist und es ihm eigentlich egal ist, ob er des Hundertjährigen habhaft werden kann oder nicht. In der Buchvorlage ist Aronsson ungleich cleverer und nahezu verbissen bestrebt, Allan endlich dingfest zu machen. Diese und andere Ungereimtheiten führen dazu, dass man zu den Figuren kaum Bezug findet und sich nur marginal für ihr Schicksal interessiert. Da fallen die stoisch aneinandergereihten wahnwitzigen Ereignisse aus Allans Vergangenheit kaum noch positiv ins Gewicht, weil Herngren auch hier immer nur kurz an der Oberfläche vorbeischrammt. In Kombination mit der unterschwelligen Betulichkeit, die der Film ausstrahlt, plätschern die 114 Minuten somit ohne große Ausschläge nach oben oder unten am Zuschauer vorbei, ohne dass sich sonderlich viel Spaß, Kurzweiligkeit oder Empathie einstellen will. Da nützt es dann auch nichts mehr, dass die Darsteller, bis auf Gustafsson, solide abliefern und zumindest versuchen, ihren Rollen etwas Profil zu verleihen.

Das eigentlich wirklich Ärgerliche an " Der Hundertjährige, der aus dem Fester stieg und verschwand" ist, dass sich der Film der absoluten Durchschnittlichkeit preisgibt. Man kann sich weder zünftig ärgern, dass der Film eine total vergeigte Literaturverfilmung ist noch kann man sich ein Loch in den Bauch freuen, wie wunderbar es Herngren gelungen ist, den Geist der Vorlage filmisch einzufangen. Er hat Einiges richtig und Einiges falsch gemacht, in der Summe landet man dann bei +/- Null, und das ist letztendlich wirklich schade. Somit mag man potenziell Interessierten kaum richtig abraten, sich den Film anzusehen, noch mag man ihn wärmstens empfehlen. Im Zweifel sei dennoch der Griff zum Buch angeraten, denn außer ein paar hübschen Bildern und einer Handvoll gelungener Schmunzler hat "Der Hundertjährige, der aus dem Fester stieg und verschwand" leider nicht viel zu bieten. Ergo knappe drei von fünf Analphabetinnen, die rechnen konnten, wenn Ihr wisst, was ich meine…;-)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll leicht und höchst vergnüglich, 20. August 2014
Von 
Dieser Film hat es echt schwer. Jeder vergleicht ihn mit der literarischen Vorlage und schüttelt bedenkenschwer den Kopf. Dem Einen ist er nicht ernst genug, der Nächste vermisst wichtige Stellen und historische Bezüge, ein Dritter schließlich wünscht sich berühmte Schauspieler. Klar, sie alle haben aus ihrer Perspektive recht, aber für den Genuss des Streifens ist das vollkommen egal.

Es ist den Machern der Romanverfilmung nämlich gelungen, die wundervolle Erzählung um den Hundertjährigen, der an seinem runden Geburtstag ausbricht, in köstliche Abenteuer verstrickt wird und dabei sein ereignisreiches Leben passieren lässt, wundervoll leicht und höchst vergnüglich zu präsentieren. Der schwarze Humor, der schon dem Roman eigen ist und die Skurrilität der Figuren – vom Polizeiinspektor über die bescheuerten Gangster hin zu der durch Zufall zusammengewürfelten Viererbande – kommt in dem Film voll zum Tragen. Selbst die Elefantendame Sonja setzt sich im wahrsten Wortsinn mit Bravour ins Geschehen.

Ich habe Tränen gelacht bei den Erlebnissen, die Alan Karlsson (Robert Gustafsson) erlebt, und ich wurde dabei noch einmal an die herrliche Lektüre erinnert, die allerdings (und das ist vielleicht ein Vorteil) ein paar Jahre zurück liegt. Insgesamt ein toller Film, der davon profitiert, ohne große Namen auszukommen und vor allem frei zu sein von jeglichem Hollywood-Klamauk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, 7. September 2014
Ich war von dem Buch sowie dem Hörbuch sehr angetan und habe mich auf den Film schon gefreut. Zum Glück habe kein Geld im Kino ausgegeben.

Große Teile der Geschichte, bzw Personen wurden einfach weg gelassen. Keinerlei Erklärungen warum Benny alles zu fast zu Ende studiert hat oder warum die Gruppe am Ende nach Bali fliegt.

Auch Allan ging mir in Forest-Gump-Manier ziemlich auf die Nerven. Wirkt er im Buch eher liebenswert und tollpatschig kam er mir im Film nur wie ein brabbelnder Idiot vor.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider..., 24. August 2014
...ist es wie mit vielen Büchern die verfilmt wurden: Man kann es einfach nicht umsetzen, was im Buch passiert.
Das Buch fand ich sehr unterhaltsam, ich musste oft schmunzeln und war immer gespannt was als nächstes passieren würde, Dabei lese ich sonst nur Thriller, Psychothriller und Horror.
Nun habe ich mir mal den Film angeschaut und war doch sehr enttäuscht, viele wichtigen Passagen fehlen schlichtweg, einiges ist nur angerissen. Schade. Dennoch 3 Sterne, weil etwas lachen musste ich dennoch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen OK zur abendlichen Unterhaltung, aber nicht der absolute Kracher, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, Der Aus Dem Fenster Stieg Und Verschwand (Amazon Instant Video)
Wie in meiner Überschrift - finde den Film ganz OK. Allzu viel Tiefgang sollte man nicht erwarten, so "nebenbei" sterben einige Leute und der Zuschauer ist auch nicht böse drüber - da es sich um recht unsympatische Charaktere handelt. Tiefgang, hintergründigen Witz und moralische Erkenntnisse gibt's auf alle Fälle nicht.
Ansonsten, schöne Unterhaltung für den Abend - Happy End inbegriffen und wie der Titel schon sagt, ein rüstiger Hundertjähriger, dem es im Altersheim zu langweilig ist...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Verfilmung des Buches, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hundertjährige, Der Aus Dem Fenster Stieg Und Verschwand (Amazon Instant Video)
Ich war sehr gespannt auf den Film nachdem ich das Buch gelesen hatte, wie so oft wenn man erst das Buch liest, sind die Erwartungen sehr hoch.
Der Film ist gut nachgespielt, Allan, der 100-jährige, spielt die Rolle sehr gut, etwas abwesend vom eigentlichen Geschehen, aber so muss das wohl sein wenn Mann 100 Jahre ist. Vieles ist im Film nur kurz dargestellt, sonst musste die Laufzeit wohl 3 Stunden betragen.
Ein Film für einen gemütlichen Fernsehabend.
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