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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abel ist zurück!
Wie alle Fans von "Blutsommer" habe ich gespannt auf die Rückkehr von Martin Abel gewartet! Der Fallanalytiker ist nicht das, was man umgänglich nennen würde, sondern ein Eigenbrötler und Einzelgänger, aber sowohl dies, als auch sein Temperament, das er meist im falschen Moment nicht zügeln kann, machen ihn mir so sympathisch...
Vor 9 Monaten von Simone Möller veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abel die Zweite
In einem Kölner Baggerloch werden fünf tot Frauen gefunden, alle sind wie Bräute gekleidet. Ein verstörendes Szenario, das das Mitwirken von Fallanalytiker Martin Abel erfordert.
Ein wunderbarer Ferienkrimi, flüssig zu lesen und spannend. Die Figur des Abels hat sich seit Blutsommer entwickelt und ist nicht mehr so klischeebeladen, das...
Vor 9 Monaten von Gerda veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abel ist zurück!, 4. August 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
Wie alle Fans von "Blutsommer" habe ich gespannt auf die Rückkehr von Martin Abel gewartet! Der Fallanalytiker ist nicht das, was man umgänglich nennen würde, sondern ein Eigenbrötler und Einzelgänger, aber sowohl dies, als auch sein Temperament, das er meist im falschen Moment nicht zügeln kann, machen ihn mir so sympathisch. Bekanntermaßen favorisiere ich ja Ermittler mit Ecken und Kanten und davon präsentiert Abel auch in "Blutdämmerung" mehr als genug.

Auch wenn es natürlich für den Leser schöner ist, man muss "Blutsommer" nicht zwingend gelesen haben, um "Blutdämmerung" folgen zu können, da die beiden Fälle komplett voneinander getrennt sind und was man tatsächlich aus Abels Vergangenheit wissen muss, bekommt man auch in "Blutdämmerung" problemlos vermittelt.

Wie von Rainer Löffler gewohnt, haben wir es hier mit sehr plastischen Protagonisten zu tun, die durch ihre Realitätsnähe sehr menschlich wirken. Schön fand ich, dass wir im Laufe von "Blutdämmerung" auch Hauptkommissar Greiner näher kennenlernen und natürlich gibt es auch an Martin Abel immer neue Seiten zu entdecken. Ein bißchen kurz gekommen ist in meinen Augen Hannah, aber das kann sich ja in weiteren Teilen noch ändern.

"Blutdämmerung" bringt alles mit, was ich von einem Thriller erwarte: Spannung, Spannung, Spannung und dazu eine gut nachvollziehbare und nicht vorhersehbare Handlung. Einzige Ausnahme und damit auch mein einziger Kritikpunkt ist unser psychopathischer Mörder. Charakterlich sehr ausgefeilt und definitiv psychopathisch, hätte ich es schöner gefunden, wenn dieser mehr im Dunkeln geblieben wäre und man nicht direkt präsentiert bekommen würde, um wen es sich handelt. Ja, eine kleine Wendung diesbezüglich hat der Autor sich einfallen lassen, aber das war dann doch zu durchsichtig.
Davon abgesehen kann ich "Blutdämmerung" aber nur allen Spannungsfans ans Herz legen und bedanke mich beim Autor, dass er meinen Speiseplan nicht noch weiter geschmälert hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abel die Zweite, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Kindle Edition)
In einem Kölner Baggerloch werden fünf tot Frauen gefunden, alle sind wie Bräute gekleidet. Ein verstörendes Szenario, das das Mitwirken von Fallanalytiker Martin Abel erfordert.
Ein wunderbarer Ferienkrimi, flüssig zu lesen und spannend. Die Figur des Abels hat sich seit Blutsommer entwickelt und ist nicht mehr so klischeebeladen, das gleich gilt für Hannah. Auch der Täter ist interessant und differenziert geschildert. Seine starken Protagonisten verdirbt der Autor durch Groschenroman ähnliche Schilderungen, wie zum Beispiel bei dem Taucherpärchen am Anfang des Buches (überaus neckische Geplänkel- wer spricht so??) Auch werden manche Ideen nicht zu Ende geführt, wie zum Beispiel:
----Vorsicht Minispoiler-------------- warum musste Lisas Freund die Tochter betäuben, als er sie behandelte? Hat sie sich das auch ausgedacht??
Auch das Ende war leider sehr vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz ein echter Strandschmöker.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr flüssig zu lesender Thriller, 14. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
Abel, die Zweite...

Mit hat schon der "Blutsommer" gut gefallen, aber Band 2 der Reihe setzt dem noch einen obendrauf. Wieder einmal geht es um einen psychophatischen Killer, der seine Opfer, angezogen mit Brautkleidern, in einem See inmitten eines Naherholungsgebietes entsorgt. Und wieder einmal bittet die Kölner Kripo den seelisch angeknacksten Fallanalytiker Abel und seine Kollegin um Hilfe, der sich - obwohl von alten Dämonen getrieben - auf die Jagd nach dem Täter begibt.

Die Handlung ist eigentlich nichts besonderes und so oder so ähnlich aus hunderten anderen Thrillern bekannt. Was bei "Blutdämmerung" dagegen herausragt, ist der Schreibstil des Autors. Bislang kannte ich nur amerikanische Autoren, die ähnlich schnell und flüssig zu lesen waren und bei denen die Nebenhandlungen (Stichwort: Abels Ex und ihr neuer Lebenspartner) so wenig aufgesetzt gewirkt haben. Ein ganz großes Kompliment an Rainer Löffler, dem man gerade in diesem Punkt eine deutliche Steigerung zu Band 1 attestieren darf.

In der Wertung ist der Thriller nur ganz knapp an 5 Sternen entlanggeschlittert: Hierfür hätte der Plot ein wenig ungewöhnlicher sein müssen; auch ein paar zusätzliche Wendungen hätten der Story gut getan.

Dennoch: Im Fazit eine klare Leseempfehlung!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Martin Abel, einer der besten Charaktere im Genre Thriller !, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
Mit „Blutdämmerung“ hat Rainer Löffler nach „Blutsommer“ nun den zweiten Teil, und ich denke eine mehr als würdige Fortsetzung, mit dem in sich gekehrten Fallanalytiker Martin Abel aus dem Schwabenländle ins Rennen geschickt. Bereits im ersten Teil verstand es Abel, mit dem ihm angedachten Naturell zu überzeugen, den Leser mit seinem ganzen Charme, seiner gewitzten und gewieften Art, aber auch mit seiner Ernsthaftigkeit diesen spielend um den Finger zu wickeln, und ihn somit für die Dauer des Romans für sich zu gewinnen. „Blutdämmerung“ ist ein eigenständiges Werk und es ist nicht zwingend notwendig, vorweg „Blutsommer“ gelesen zu haben. Aber, ich persönlich würde es jedem anraten, um so von Anfang dem Gefühl des Fremd seins aus dem Weg zu gehen.

Martin Abel ist, obwohl es erst das zweite Buch mit ihm als Romanfigur ist, schon zu einer Art Kultfigur avanciert. Er verkörpert alles, was sich wohl vor allem ein Großteil der Frauen von einer männlichen Romanfigur erhofft, vielleicht sogar auch im realen Leben. Er ist markant, breitschultrig, hat ein großes Herz, liebt Kinder und er ist stur, was die Frauen auch auf eine gewisse Art in seine Arme treibt.

Durch die Aufteilung der Geschichte in zwei Erzählstränge begleitet der Leser zum einen Martin Abel durch die Story, zum anderen wird ihm das Leben des Täters näher gebracht. Das langsame Heranführen durch Rückblenden, beginnend am Punkt Null, an dem sein Schicksal in Stein gemeißelt, ihm seine grausame Zukunft regelrecht auf die Stirn tätowiert wird, bis hin zum hier und jetzt, tut dem Roman richtig gut und sorgt für zusätzliches Erschaudern.

Hervorgerufen durch die grausame Vergangenheit, wird ein völlig gestörter, geisteskranker Psychopath, der nur noch durch seinen kranken Trieb geleitet und wie eine Marionette gesteuert wird, ins Leben gerufen.

Die von Rainer Löffler gewählte Erzählperspektive in diesem Part, aus der Sicht des allwissenden Erzählers, ist wie ich finde eine sehr gute, aber, man muss sich als Leser auch im Klaren darüber sein, dass man dem Ermittler, sprich Martin Abel, vom Wissen her über Täter und Motiv immer ein Stück voraus sein wird. Was vielleicht gerade in Bezug auf die Aufklärung für ein vorzeitiges „ooohhhh“ sorgen könnte. Manche Leser werden es positiv aufnehmen, für sie stehen eher Martin Abel und die Rettung des Opfers im Vordergrund, und sehen es daher sportlich. Manch ein anderer hingegen wünscht sich vielleicht eher Diskretion und Zurückhaltung in diesem Punkt.

Auch wenn Rainer Löffler versuchte noch ein paar falsche Fährten zu legen, so war aufgrund der Perspektive am Täter aber nichts mehr zu rütteln.

Natürlich kommt auch Abel in Sachen Ausstaffierung nicht zu kurz und der Leser bekommt ein umfassendes Bild von ihm, was seine Person im privaten Bereich, und natürlich auch die im beruflichen Leben betrifft. Gerade seine Vergangenheit wird sehr gut durchleuchtet und trägt einen großen Anteil zu seinem ganzen Verhalten und Auftreten in der Geschichte bei. So entsteht eine Figur, die dem Leser menschlich erscheint, sie ein authentisches Auftreten an den Tag legt und alles das verkörpert, was sich ein Leser von einer Romanfigur erhofft, ja sogar erwartet.

Mein Fazit: „Wie auch schon der erste Teil mit dem Fallanalytiker Martin Abel, hat mich auch dieser überzeugt. Ein hohes Tempo, das richtige Feeling – erzeugt doch eine gut durchdachte und spannende Geschichte – sorgt für dauerhaft anhaltenden Lesespaß. Durch die gute Charakterisierung Martin Abels, aber auch die des Täters spricht für sich, wird „Blutdämmerung rundum positiv abgerundet und bekommt von mir den „must read“ Stempel aufgedrückt.“
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Fortsetzung mit interessantem Plot, 2. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Kindle Edition)
Dass Rainer Löffler vielleicht nicht das größte Erzähltalent unter allen deutschen Autoren ist? Geschenkt! Dass dieses Buch nach dem Lesen nicht ewig im Gedächtnis bleiben wird? Was soll's! Dass sich "Blutdämmerung" in eine lange Liste ähnlicher Thriller mit ähnlichen Hintergründen einreiht? Egal!

Ich kaufe mir einen solchen Thriller, um eine Zeitlang gut unterhalten zu werden, um abzuschalten, um Spannung zu spüren - und genau dies erfüllt "Blutdämmerung" annähernd perfekt. Die Story ist klasse aufgebaut, sie ist spannend, der Ermittler Abel eine interessante Figur (ja, ich weiß, es gibt zig andere Ermittler mit ähnlichen Problemen, wie er sie hat - na und?). Die Locations sind gut geschildert, man fühlt sich an die dementsprechenden Orte versetzt. Und das Ende ist so, wie ein Ende in einem Thriller sein muss: Durchgehend spannend und mit einer nicht unbedingt vorherrsehbaren Auflösung.

Wer Wert auf einen besonders ausgefeilten Schreibstil legt, ist mit Sven Koch oder Elisabeth Herrmann sicherlich besser bedient. Wer allerdings einen spannenden Thriller sucht, bei dem man die Zeit vergessen kann und auf spannende Weise locker-leicht unterhalten wird, für den ist Rainer Löfflers zweiter Band eine echte Leseempfehlung: Auch, wenn manche Szenen sicher nichts für sensible Gemüter sind!

4 gute Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blutdämmerung, ein lesenswertes Buch., 4. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Kindle Edition)
Der Himmel ist Blau die Sonne brennt, das Wasser im See schimmert türkis. Im nahegelegenen Wäldchen singen die Vögel. Unter Wasser dann: Stille. Kühle. Frieden.
Ewiger Frieden.

Nicht zum ersten Mal wird Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, nach Köln beordert. Im See am Ginsterpfad wurde von Hobbytauchern eine Leiche entdeckt – eine junge Frau, gekleidet wie für eine Hochzeit. Und sie war nur die erste. Nun sind es schon fünf - fünf tote Bräute. Was ihnen angetan wurde, ist so verstörend, dass es nicht an die Öffentlichkeit dringen darf ...
Martin Abel und seine Partnerin Hanne Christ werden nach Köln gerufen um einen schweren Fall zu lösen. 2 Hobby Taucher finden beim tauchen in einem See Dinge die sie zutiefst erschüttern, und die Polizei so wie Fallanalytiker vor einem großen Rätsel.

Da ich den Vorgänger von Blutdämmerung kannte, hatte ich sehr große Erwartungen an das neue Buch. Die Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt, was ich doch sehr schade finde.
Die Story an sich ist sehr gut durchdacht, äußerst interessant und lesenswert.
Was ich bei diesem Buch äußerst schade fand, war, das sich der Fokus des Buches auf die Fallanalytiker Martin Abel und Hannah christ legte. Ich hatte auf den ersten 100-160 Seiten das Gefühl das sich alles nur um christ, Abel und dessen Familie handelte.
Die eigentliche Story kamm meiner Meinung nach viel zu kurz. Während Abels Familiengeschichte kamen immer mal kurze Passagen über den eigentlichen Fall. Richtig interessant wurde es erst nach der Hälfte des buches, da wurde sich dann wieder auf die Story konzentriert, und es ging rasant voran. Man hat bis zum letzten Augenblick nicht gewusst wer der Täter ist.
Das Buch ist in jedem Fall lesenswert, ich wurde es jeder zeit wieder lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als der Vorgänger, aber mit den gleichen Schwächen, 14. September 2014
Von 
Büchermonster (bloggt über (Hör-)Bücher aus den Genres Thriller, Mystery & Horror) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
“Blutdämmerung” von Rainer Löffler ist nach “Blutsommer” der zweite Kriminalroman um den Stuttgarter Fallanalytiker Martin Abel und auch wenn mich der Vorgänger im letzten Jahr nicht besonders überzeugen konnte, habe ich der Reihe mit dem neuen Teil nochmal eine zweite Chance gegeben – denn spannend war “Blutsommer” eigentlich schon, mir sind nur die Charaktere teilweise fürchterlich auf den Keks gegangen. Das hat sich mit Abels zweitem Auftritt glücklicherweise ein wenig gelegt, denn die Hauptfigur ist nun nicht mehr ganz so sehr darauf aus, in jeder Situation das A******** heraushängen lassen, was nach dem bisher zumeist patzigen Verhalten des Ermittlers nun regelrecht wohltuend ist. Zudem passt nun auch die Romanze zwischen ihm und seiner Partnerin Hannah Christ viel besser, welche im Auftaktband noch völlig unglaubwürdig und überflüssig wirkte. Als Paar sind die beiden aber weitaus weniger nervig als zuvor, auch wenn man auch im zweiten Buch nicht völlig um ihre Beziehungsprobleme umhin kommt.

An der Story gab es schon in “Blutsommer” nicht allzu viel auszusetzen und auch “Blutdämmerung” leistet sich in dieser Hinsicht keine groben Schnitzer. Das Erzähltempo ist hoch, der Fall knifflig und das Spannungsniveau durchweg gut, auch wenn erneut manche Szenen etwas bewusst reißerisch geschrieben wirken. Das machen andere Autoren in diesem Bereich aber genauso und ist für einen Serienmörder-Thriller auch durchaus legitim. Und auch wenn nicht jede falsche Fährte ihren gewünschten Effekt erzielt und manche Wendung vielleicht etwas unglaubwürdig ist, fliegt man beim Lesen ziemlich zügig durch die Geschichte und kann sich ohne großes Anspruchsdenken auch leicht von dem Fall packen lassen. Gut sind auf jeden Fall die Szenen aus Kindheit und Jugend des Tätes, die einen guten Einblick in die Psychologie des Mörders liefern und erklären, warum dieser letztlich zu einer solchen Bestie wurde.

Was bei Rainer Löfflers zweitem Thriller aber erneut der Knackpunkt ist, sind leider wieder die Charaktere – auch wenn diese wie eingangs erwähnt weniger anstrengend sind als im Vorgänger. Das Problem ist aber für mich einfach, dass nahezu alle Figuren durch die Bank irgendwie künstlich wirken: Die Dialoge zwischen ihnen wirken oft gestellt, die Charaktere schwanken häufig scheinbar willkürlich in ihren Launen und auch die Konflikte (sowohl im privaten als auch im dienstlichen Bereich) erscheinen oft wie am Reißbrett entworfen, um künstlich Spannung zu erzeugen – wenn dann jeder Ermittler in irgendeiner Form Beziehungsprobleme hat, ist das dann irgendwann eben ein wenig übertrieben, auch wenn die Nebenhandlungen für sich gründsätzlich nicht uninteressant sind. Mir fällt es bei dieser Reihe einfach schwer, die Charaktere als richtige Menschen wahrzunehmen, denn häufig wirken diese einfach wie einige schlechte Schauspieler. Etwas ärgerlich ist zudem, dass Rainer Löffler hin und wieder gerne auf (überwiegend nebensächliche) Dinge aus dem Vorgänger anspielt, ohne die Referenzen aber vollständig aufzulösen – so funktionieren diese weder als Zusammenfassung für Neueinsteiger noch als kleine Erinnerungshilfe für die Leser, die den ersten Band nicht mehr ganz so präsent haben.

Insgesamt betrachtet ist “Blutdämmerung” erneut ein solider und kurzweiliger Thriller und zeigt sich im Vergleich zum Auftaktband auch merklich verbessert, allerdings trüben die hölzernen Charaktere immer noch das Lesevergnügen. Hier wirkt der Stil des Autors einfach noch nicht ganz rund und könnte noch ein wenig Feinschliff vertragen. Der Trend zeigt jedoch nach oben, sodass ich mir berechtigte Hoffnungen mache, dass der nächste Band nicht nur mit einer spannenden Story, sondern endlich auch einmal mit glaubwürdigen Charakteren überzeugen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nach Fitzek kommt gleich Rainer Löffler, 27. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
Eigentlich sollte es nur ein heimlicher kleiner Tauchgang in einem Baggersee im Naturschutzgebiet werden. Doch was die zwei Studenten dann entdecken, raubt ihnen den Atem. Jemand hat die Leichen junger Mädchen in Brautkleidern im See versenkt und auffallend ist, allen fehlen die Füße. Das schreit förmlich nach einem Fall für Martin Abel, doch der erholt sich gerade noch von den Übergriffen des letzten wahnsinnigen Massenmörders den er gejagt hat. Zunächst nimmt er nur widerwillig die Ermittlungen auf, doch als er dann der Mutter eines der verschwunden Mädchens gegenübersitzt wird es persönlich, zu bekannt ist ihm die Hilflosigkeit, wenn das eigene Kind verschwindet und stirbt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn dem Mädchen in der Gewalt des Wahnsinnigen bleiben nur noch wenige Tage wenn nicht gar bloß Stunden.

Das erste Werk von Rainer Löffler um den Ermittler Martin Abel „Blutsommer“ hatte ich in einer Leserunde gewonnen und damit hat er mich infiziert. Als ich sah das er einen weiteren Roman veröffentlicht gab es kein halten mehr. Ich bin in die nächste Buchhandlung gestürmt und habe mit „Blutdämmerung“ angeeignet und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Thriller ist, wenn das eigentlich noch geht, noch atemberaubender als der erste Teil. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und Herr Löffler war wieder einmal für eine meiner schlaflosen Nächte verantwortlich. Die Darstellungen sind teilweise schon recht drastisch, deswegen sollten sich zartbesaitete Personen diesem Buch nicht nähern, aber wer schon alle Romane von Fitzek gelesen hat und auf der Suche ist nach einem ähnlich guten deutschen Schriftsteller ist bei Rainer Löffler bestens aufgehoben. Denn auch er versteht es wie kein Zweiter Spannung aufzubauen.
An Ende des Buches habe ich erst mal tief Luft geholt, ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich den Atem angehalten habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rainer Löffler meets "Tatort: Köln", 11. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
Ich habe so endlos lange auf dieses Buch gewartet. Ja, darauf hingefiebert!! Hier bei Amazon sah ich dann (so Anfang 2014 war es, meine ich) dass dieses Buch am 1, August erscheinen soll. 'Na, toll', dachte ich. Da bin ich schon weit weg in Urlaub (seit 2 Tagen) und weiss nicht, ob ich es am Urlaubsziel erhalte!
Nunja, am Flughafen stand ich dann Ende Juli und stöbere in einem Zeitungskiosk und siehe da, "Blutdämmerung" funkelt mich geradezu an!!

Kurze Rede, langer Sinn!!!
Sehr guter zweiter Fall für Abel und Christ. Spannend und einfallsreich. Ein typischer Löffler würde ich glatt sagen!! Erinnerte mich zwischendurch beim Lesen an einen "Tatort" aus Köln :) !

Cave, "Spoiler":
Ich muss gestehen dass mir die Nebenhandlung von Abels Familie mit Exfrau, Kindern und dem neuen Lebensgefährten erstaunlich gut gefallen hat und ich mir da ehrlich gesagt mehr von gewünscht hätte bzw. wie die Ex-Frau nach dem Aufdecken der "krummen Dinger" mit dem Lebensgefährten verfährt. Nichts desto trotz war es schön zu lesen und eine schöne Nebengeschichte!

Die Rückblenden aus der Vergangenheit des Täters erinnerten mich stark an das erste Buch. Es war gut geschrieben und gut zu lesen. Jedoch hätte ich mir hier mal "was Neues" gewünscht, fern vom ersten Buch!

Fazit:
Ein durch und durch gutes Buch!! Empfehlenswert, wer Krimis und/oder den "Tatort" (aus dem TV) mag!
Es liest sich gut und setzt nahtlos an das erste Buch "Blutsommer" an. Hier und da hätte ich gerne mehr Kick und so einen "Wow"-Effekt gewünscht, daher insgesamt 4 von 5 Sternen!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Blutsommer mochte, wird Blutdämmerung lieben, 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutdämmerung (Taschenbuch)
Während eines Tauchgangs im Kölner See am Ginsterpfand entdecken Hobbytaucher die Leiche einer jungen Frau. Das Opfer ist wie für eine Hochzeit gekleidet und mit Plastikfolie wasserdicht umwickelt. Bei den Nachforschungen der Polizei stößt diese auf weitere Opfer, die bereits zuvor im See versenkt wurden. Alle fünf jungen Frauen waren als Bräute hergerichtet und sind auf makabre Art verstümmelt.
Nachdem der Fallanalytiker Martin Abel und seine Assistentin Hannah Christ im Fall des „Metzgers“ (Blutsommer) bereits bravouröse Arbeit abgeliefert hatten, müssen die beiden nun erneut von Stuttgart nach Köln reisen um die Kollegen vor Ort zu unterstützen.
Das Buch ist von Beginn an sehr spannend und kann die Spannung auch bis zum Ende halten. Viele falsche Fährten und Wendungen, genau das was man von einem guten Thriller erwartet. Dabei kommt auch das Privatleben des Martin Abel nicht zu kurz. Probleme mit seiner Ex-Frau und deren Freund lassen Abel sich um seine Kinder sorgen. Dadurch kommt es zu Spannungen mit seiner neuen Freundin. Doch Abel muss sich auf den Fall konzentrieren, denn ein weiteres Opfer hat der Täter bereits in seiner Gewalt und Abel droht die Zeit davon zu laufen.
Nach und nach lässt uns Rainer Löffler auch in die Vergangenheit des Täters blicken. Angefangen in dessen Kindheit wird aufgezeigt, wie sich alles entwickelt hat. Es macht Spaß mitzuraten, wer hinter dieser Person stecken könnte, doch die Auflösung war dann doch noch ein kleines highlight.
Eine gelungene Fortsetzung von Blutsommer, dem ersten Fall für Martin Abel. Doch auch ohne den Vorgänger gelesen zu haben, bekommt man alle nötigen Informationen zum Verständnis und dies ohne den Lesespaß auf den Erstling zu verderben, falls man das Buch noch nicht kennt.
Ganz klare Empfehlung für einen klasse Thriller, der sich super lesen lässt!
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