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Kundenrezensionen

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am 18. August 2014
Martina ist mit ihrem Mann Klaus unterwegs, den Ort zu besuchen, aus dem ihre Familie stammt und auch sie vor über 60 Jahren geboren wurde. Martina ist hin und her gerissen zwischen den Erzählungen ihrer großen Schwester und ihren Gefühlen, was sie dort wohl erwarten könnte, welche Leute sie dort wohl treffen würde und wie diese dann auf sie reagieren könnten; ob sie dort so etwas wie ein "Zuhaus-Gefühl" erleben könnte und ob sie auf diese Weise noch mehr über Ihre Familie erfahren könnte. Klaus fand es eine gute Idee, dort einmal hin zu fahren, merkt aber recht bald, dass diese Reise hoch emotionale Erinnerungen und Begebenheiten belebt, die ihn seine Frau in einem ganz anderen Licht sehen lässt.
Die Sprache ist flüssig und klar - gut lesbar. Die Begebenheiten sind nüchtern und ohne Wertung beschrieben. Und gerade deshalb wird die Tragik dieser Familiengeschichte deutlich, die kein exotischer Einzelfall ist.
Ein wichtiges Zeitdokoment, sehr lesenswert, weil über dieses Kapitel der Nachkriegsgeschichte lange Zeit geschwiegen wurde, obwohl es bis in unsere Zeit hinein traumatisierte Menschen zurückließ, die mit den tiefgreifenden Folgen davon heute noch zutun haben und oftmals ihr eigenes Handeln kaum verstehen. Dieser Tatsachenroman macht deutlich, dass es wichtig und hilfreich ist, sich den "Schatten" und Schmerzen der Vergangenheit zu stellen, genau hin zu schauen, darüber zu reden, um es emotional verarbeiten zu können.
Die Geschichte dieser Familie ist mit sehr einfühlsamen Worten und den dazugehörenden Emotionen sehr glaubhaft beschrieben und ermöglicht es dem Leser, Einblick und mehr Verständis für diese Generation zu entwickeln. Aber noch mehr! Auch heute leben in unserem Land Flüchtlinge - zum Teil aus fernen Ländern -, die Schlimmes erlebt haben und deren seelische Verletzungen ihnen nicht vor dem Kopf geschrieben stehen.
Aus meiner Familie kenne ich Berichte von der Vertreibung, den Gräueltaten und der durchlittenen Not. Es ist ein weiterer Beleg zu den Büchern von Sabine Bode, "Kriegsenkel" und "Die vergessene Generation"
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am 20. Juli 2014
Emotional und lebensecht werden in diesem Roman die Greueltaten der Nachkriegszeit
auf dem Boden des heutigen Tschechiens, in einem kleinen Dorf, dargestellt.
Im Mittelpunkt steht die sympathische Martina, zusammen mit ihrem Ehemann Klaus.
Die Zwei machen sich auf den Weg nach Tschechien, um zu erfahren, was mit Martinas
Familie während und nach Beendigung des Krieges geschehen ist.
Sie treffen dort Zeitzeugen und geraten in überraschende Situationen.
Die Geschichte wird sehr spannend auf zwei Zeitebenen erzählt, die am Ende geschickt
zusammengeflochten werden.
Die Lebensabläufe-und Umstände früher, wie heute sind sehr gut beschrieben.
Auch die Personen und die Umgebung sind eindrucksvoll dargestellt und lassen den
Leser somit tief in die Geschichte eintauchen.
Durch kurze, damalige ,politische Einblendungen bekommt der Leser das Gefühl, dass sich
diese Geschichte so tatsächlich zugetragen haben könnte und erlebt ganz am Ende eine
Überraschung.
Diesen tiefsinnigen und realistischen Roman empfehle ich gerne weiter.
Nike
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am 29. August 2014
Vielleicht auch aus persönlichen Gründen fand ich das Buch interessant und berührend. Geschichte und Erzählstil fand ich ansprechend und unterhaltsam. Ein paar Stunden Lesevergnügen trotz der erzählten Nachkriegsschicksale.
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am 11. Juli 2014
Die Autorin erzählt sehr einfühlsam von den Jahrzehnte totgeschwiegenen Verbrechen, die – aus Rache geboren – ein anderes, wenn auch noch größeres Verbrechen sühnen sollten, und doch nur gegen den kleinen Mann gerichtet waren.
Ein kleines Lehrstück für heutige Entscheider, die von der Kraft der „Herrschenden“ gar nicht genug profitieren können und jegliche Menschlichkeit ignorieren.
Die aber – würden sie Monika Kunzes Buch je zur Hand nehmen – hätten vielleicht auch keinen Sinn für die schönen Wortbilder der Autorin, die wohl überlegte Erzählstruktur oder die behutsam gewählten Blicke in menschliche Abgründe. Sehr lesenswert.
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am 9. Juli 2014
Die Geschichte erzählt hautnah aus dem Leben einer Frau, deren Erinnerungen an die Kindheit von einem schrecklichen Ereignis überschattet werden. Um die Vergangenheit aufzuarbeiten und vielleicht auch, um die wenigen positiven Andenken an damals aufzufrischen, lässt sie sich auf eine Reise nach Tschechien ein. Von großer Skepsis geplagt, dient die Anwesenheit ihres Ehemannes und ihrer Schwester nicht nur als moralische Unterstützung. Die Autorin versteht es wie in all ihren anderen Werken auch, den Leser durch ihre lebensnahe und lebensbejahende Erzählweise, mit auf die Reise zu nehmen. Ich kenne all ihre Werke und empfehle sie ur zu gern weiter. Liebe Grüße, Rebecker
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am 1. September 2014
Eine sehr spannende Geschichte von Anfang an. Empfehlen würde ich es denen, die etwas über Zeitgeschichte wissen wollen.Sich selbst fragen,wie war es denn früher? Lebensgeschichten pur
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am 20. Juli 2014
Zweifellos ist es manchmal besser zu vergessen - nur muss man es können. Genau darunter leidet die Protagonistin Martina, in welche sich die Schatten der Vergangenheit so tief eingebrannt haben, dass sie immer wieder in qualvollen Visionen hervorbrechen. Als sie der Aufforderung ihres Mannes folgt, die Stätten ihrer Kindheit in Tschechien zu besuchen, bleibt ihr nichts, als sich den Dingen zu stellen, selbst auf die Gefahr, dadurch ihr inneres Leid nur noch zu vergrößern. Dann aber, während der Fahrt, überrascht er sie mit der lapidaren Frage, wie es denn damals gewesen sein, als sie rausmussten. Damit tritt er eine Lawine los, die sie nicht mehr zur Ruhe kommen lässt und das Geschehen von damals noch einmal in ganzer Härte aufrollt.
Wieder mal ein Stück Zeitgeschichte perfekt inszeniert, durchsetzt von tiefen Emotionen, in denen die Tragik des Schicksals auf erschreckende Weise verdeutlicht wird. So bringt uns die Autorin den tiefen Konflikt der Protagonistin unglaublich nahe, ohne jedoch den notwendigen Zukunftsoptimismus zu verlieren, allein schon durch ihre Bereitschaft, die verdrängte Erinnerung endlich zuzulassen. Ja mehr noch, für jedes gesunde Selbstverständnis ist das Bekenntnis zur eigenen Vergangenheit als ein wesentlicher Bestandteil des eigenen Ichs unverzichtbar und so gesehen ist es nur eine Frage der Zeit, wann dieser qualvolle Punkt überwunden werden muss. Dass sich der Mut dazu am Ende auszahlt, beweist dieses Bekenntnis zur wahren Humanität. Und noch eines ist bemerkenswert – es ist der Verzicht auf jede Form der Schuldzuweisung. Allein die bloße Schilderung des Unglücks ohne jede moralische Wertung, verleiht der Geschichte die nötige Authentizität und somit ihre moralische Größe.
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am 27. Juni 2015
In der Geschichte fahren Martina und ihr Ehemann Klaus nach Tschechien, wo Martina geboren wurde. Klaus, der nicht viel über die Hintergründe von Martinas Familie weiß, glaubt, ihr damit einen Gefallen zu tun. Erst im Verlauf der Reise versteht er, wie schmerzlich für Martina diese Rückreise in die Vergangenheit ist. Zwar war sie bei Kriegsende selbst noch ein Baby, hat jedoch von ihrer älteren Schwester Margot erfahren, was damals genau geschah: dass der Vater totgeschlagen wurde, worauf die Mutter versuchte, sich und die Kinder umzubringen.
Die Erzählung wechselt zwischen Rückblicken, meist aus Margots Perspektive dargestellt, und der gegenwärtigen Reise von Martina und Klaus. Dieser gelungene Wechsel verschafft dem Leser einen glaubhaften Eindruck davon, was damals im heutigen Tschechien geschah und wie schwer es für heute ältere Menschen sein kann, eine Reise in diese oft grausame Vergangenheit zu wagen.
Monika Kunze beschreibt mithilfe von überzeugenden Figuren und ohne auf die Tränendrüsen drücken zu wollen, wie es vielen Sudetendeutschen ergangen ist. Es ist ein Buch, das sich einprägt und das dem Leser einiges lehren kann - nicht nur, zu welchen Gräueltaten Menschen während oder kurz nach Ende des Krieges bereit waren, was leider allzu bekannt ist. Vielmehr gibt das Buch einen wunderbaren Einblick darin, wie eine vom Schicksal gebeutelte Familie größtenteils dennoch überleben konnte und wie es irgendwie weitergehen konnte. Ich kann dieses Buch, auf das ich zuerst wegen seines sehr treffend gewählten Titels aufmerksam wurde, absolut empfehlen.
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am 19. Juli 2014
Vielen Dank an die Autorin für dieses Buch. Es hat mich sehr tief berührt und die Art, Erlebtes lebendig werden zu lassen ist sehr gelungen. Ergreifend und sehr emotional geschrieben. So, als würde man sich selbst mitten in dieser schrecklichen Vergangenheit befinden. Ein Stück Zeitgeschichte woran niemand gern erinnert werden möchte und doch sollte man sich damit auseinandersetzen.
Ich habe schon einige Bücher der Autorin mit Spannung gelesen, aber dieses Werk ist die Krönung all ihrer Bücher!! Sehr zu empfehlen, auch wenn es mitunter sehr schmerzt. Aber man sollte nicht nur mit geschlossenen Augen durchs Leben gehen,sondern sich mit der Realität konfrontieren.
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am 11. Juli 2014
Wieder mal ein Roman von Monike Kunze, der mich begeistert hat. Sie weiß hervorragend zu erzählen, gibt ihre Geschichte nur häppchenweise preis, mal hier ein bisschen, mal da ein kleiner Hinweis, und jedes Mal ist man wieder gespannt, wie es denn nun weitergeht. WORUM es überhaupt geht. WAS passiert ist. WORAUF die Geschichte hinausläuft. Hervorragend! Wirklich, das gefällt mir außerordentlich. Auch die innere Zerrissenheit ihrer Protagonistin Martina schildert sie sehr bewegend, hautnah und glaubhaft. Beim Lesen der Bücher von Monika Kunze habe ich immer die leise Vermutung, dass sie das, worüber sie schreibt, selbst erlebt hat. Auch ihre Sprache ist sehr gefällig und dem Genre angepasst, ausdrucksstark, aber nicht übertrieben. Ich bin mit 5 Sternen dabei und empfehle den Roman wärmstens weiter.
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