Kundenrezensionen


91 Rezensionen
5 Sterne:
 (65)
4 Sterne:
 (13)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (5)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Diese Welt ist nur eine Illusion.“
Wir schreiben das Jahr 1906. Die kleine Ginty(Annie Buckley) hängt an ihrem Vater Travers(Collin Farrell). Der ist in einer australischen Kleinstadt Bankangestellter, der jede Menge Phantasie und reichlich Alkoholprobleme hat. Ginty muss miterleben, wie der Vater erst seinen Job verliert, dann den Respekt seiner Frau und schließlich todsterbenskrank wird. Nur...
Vor 8 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nett...
Für Mary Poppins Fans....ganz netter Film über die Entstehungsgeschichte von Mary Poppins, kein großes Kino, aber gute Schauspieler und Schauspielerinnen.
Vor 7 Monaten von Luca Alearza veröffentlicht


‹ Zurück | 1 210 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Diese Welt ist nur eine Illusion.“, 30. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Wir schreiben das Jahr 1906. Die kleine Ginty(Annie Buckley) hängt an ihrem Vater Travers(Collin Farrell). Der ist in einer australischen Kleinstadt Bankangestellter, der jede Menge Phantasie und reichlich Alkoholprobleme hat. Ginty muss miterleben, wie der Vater erst seinen Job verliert, dann den Respekt seiner Frau und schließlich todsterbenskrank wird. Nur in seinen Geschichten und im Spiel mit den Kindern kann Travers aufleben.

Im Jahr 1961 lädt Walt Disney(Tom Hanks) die Schriftstellerin P.L.Travers(Emma Thompson) in die USA ein. Disney versucht seit 20 Jahren von Miss Travers die Filmrechte für deren Geschichte Mary Poppins zu erhalten. Das scheiterte jedoch bisher kläglich an der verschrobenen, beharrlich sturen Einstellung von Miss Travers. Die hat jetzt jedoch Geldnöte und will wenigstens nach Los Angeles fliegen, um sich das Angebot anzuhören. Der Chauffeur Ralf(Paul Giamatti) ist der erste, der es mit der Dickköpfigkeit von Miss Travers zu tun bekommt. Walt Disney und sein Autorenteam Don(Bradley Whitford), Richard(Jason Schwartzman) und Robert(B.J. Novak) sind die Nächsten, die an Miss Travers verzweifeln dürfen. Doch Disney will diesen Film unbedingt. Also muss man zu einer Lösung kommen. Doch das fällt unglaublich schwer...

John Lee Hancock schafft es, diese beiden Handlungsstränge perfekt zusammen zu bekommen. Mit hervorragend gesetzten Rückblenden in die Kindheit von P.L. Travers und dem Gegenpart im Los Angeles von 1961 schafft es Hancock zur „Seele“ der Mary Poppins Geschichte vorzudringen. Dabei ist das Kernthema des Films eigentlich das Zusammenkommen der komplett unterschiedlichen Menschen Disney und Travers. Die hätten nicht besser dargestellt werden können, als es das Emma Thompson und Tom Hanks gemacht haben. Ich würde behaupten: Perfekte Schauspielkunst.

Letztendlich ist es dann doch die Geschichte, die zählt. Vor allem am Ende werden Menschen, die nah am Wasser gebaut haben, ein paar Tränen verdrücken. Es ist einfach zu schön, zu beobachten, wie diese unglaubliche Kratzbürste Travers und der Visionär Disney versuchen, miteinander klar zu kommen. Neben Hanks und Thompson schaffen es Collin Farrell, Paul Giamatti, Jason Schwartzman, B.J. Novak und Bradley Whitford diese wahre Geschichte so gut darzustellen, dass man jede Minute genießt.

Zum Schluss der wichtigste Hinweis: Verpassen sie den Abspann nicht! Hier gibt es Originalfotos von Disney und Travers, so wie Bildern aus der Produktion von Mary Poppins. Die zeigen eindrücklich, wie nah -Saving Mr. Banks- an der Realität gearbeitet hat. Noch beeindruckender ist jedoch die Original-Tonbandaufnahme von P.L. Travers und Disneys Autorenteam im Abspann. Die beweist ohne Wenn und Aber: Miss Travers war eine äußerst „schwierige“ Person...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als erwartet ..., 17. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe vor dem sehen des Films weder Rezensionen, noch Berichte gelesen oder gesehen und dachte anhand des Trailers: Nun das scheint ja ein Film über eine zickige Autorin zu sein und er wird lustig.
Damit hatte ich aber gefehlt! Er ist wie ich finde ziemlich ernst, teilweise eher traurig und wie ich finde nur selten lustig. ABER vor allem ist der Film aufschlussreich was Parallelen zwischen den Figuren aus Mary Poppins und dem wahren Leben von P. L. Travers angeht. Ich werde denke ich nun Mary Poppins mit teilweise anderen Augen sehen und bestimmt auch das eine oder andere neu entdecken. Abschließend möchte ich den anderen Rezensenten hier durchaus rechtgeben, natürlich ist der Film an der einen oder anderen Stelle übertrieben oder es wird etwas stark auf die Tränendrüse gedrückt und natürlich wurde mit diesem Film Walt Disney ein Denkmal gesetzt, aber bei all der Kritik die es zu diesen Punkten von anderen Personen gibt, hey es ist ein DISNEY FILM! ;-)
Von mir gibts auf jeden Fall 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ergreifendes Hollywoodmärchen über die Notwendigkeit des Träumens, 22. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (Amazon Instant Video)
Zuerst einmal, was mir wichtig war, seitdem ich von dem Projekt gehört hatte: Ja, Arne Elsholtz spricht wieder Tom Hanks, hier als Walt Disney. Der S-Fehler, der seit: "Sakrileg"/"Illuminati" bei ihm zu hören war, ist zwar noch da, aber sehr minimiert, und im Vergleich zu: "Hyde Park am Hudson", wo seine Stimme sehr flach und emotionslos klang, ist die emotionale Färbung hier wieder da, auch wenn die Stimme vielleicht etwas heiser und nasal in der Art eines weisen alten Mannes klingt.

Zum Film selber ist vor allem zu sagen, daß wir hier, da der Film von der Disney Company selbst stammt, wohl ein Märchen sehen, aber so schön und bezaubernd gemacht, das man nur sagen kann: Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch wenigstens gut erfunden. Tom Hanks taucht hier als extrem einfühlsamer, weiser, mit unendlich viel emotionaler Wärme, Charme und Einfühlungsvermögen ausgestatteter Psychologe auf, der den zynischen Eispanzer der Erfinderin von Mary Poppins durchdringen muß, damit sie ihm die Verfilmung ihres Buches erlaubt. Diese hält Disney eigentlich für einen egozentrischen und selbstverliebten Hollywoodfritzen.

Das ganze Schlüsselpersonal bei Disney, mit dem die Autorin zu tun hat, wirkt der Formel entsprechend (wir erinnern uns: der Film stammt vom Disneykonzern selbst) wie gutmütige, große Kinder, die man sofort ins Herz schließt und die wie Mr. Disney selbst ihren Lebenszweck darin sehen, die Menschen glücklich zu machen, indem sie ihnen die Welt wieder so magisch zeigen, wie sie nur durch Kinderaugen erscheint. Aber wie gesagt, das ist alles so schön und garnicht kitschig gemacht, daß es einem ganz egal wird, wenn hier die Wirklichkeit sentimental überzeichnet wird.

Währenddessen erfährt der Zuschauer in Rückblenden die wahren biographischen Hintergründe, aus der die Autorin, in Form der Verarbeitung trauriger Kindheitserlebnisse, die Geschichte von Mary Poppins gestaltet hat: Ihr Vater, der im Titel genannte Mr. Banks, war ein wunderbarer Mensch, der sie das Träumen gelehrt hat, aber selbst sosehr mit dem Kopf in den Wolken hing, daß ihn alle Welt nur als Nichtsnutz und Versager wahrnahm, worüber er zum Alkoholiker wurde. Daraus resultiert ihre Angst, daß eine alberne Verfilmung, auch noch als Musical, den Wesenskern der Geschichte von Mary Poppins zunichtemachen könnte, der darin bestand, den Träumen ihres Vaters späte Würde und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Die schönsten Szenen sind die, wo der Film-Disney seinem echten, empathisches Verständnis für die Autorin Ausdruck verleiht, indem er seinen Mitarbeitern gegenüber Mary Poppins mit seiner eigenen Schöpfung Micky Maus vergleicht, die er als ureigenste Schöpfung, als eigen Fleisch und Blut, am Anfang seiner Karriere auch um kein Geld der Welt an einen schmierigen Verleger verkauft hätte, oder wo er der Autorin gegenüber soweit Einblick in seine Seele gewährt, daß es ihm nie um windiges Geschäftemachen ging, sondern darum, über das Geschichtenerzählen die Wirklichkeit, die ihnen beiden früh übel mitgespielt hat, wenigstens in der Phantasie wieder heilzumachen und so vielleicht auch anderen wieder Hoffnung zu geben, die ähnliches durchmachen.

Wie gesagt: Wenn es alles nicht wahr ist, so ist es wenigstens sehr gut erfunden, wunderschön gemacht und gespielt. Das sehe ich bei diesem Film ähnlich wie beim von der Grundstimmung her anders gearteten, aber ebenfalls äußerst gut gemachten und seine stilistischen Mittel ebenso perfekt einsetzenden: "Nixon" (1996) von Oliver Stone. Filme, die man aufgrund ihrer Kunstfertigkeit genießen kann, auch wenn man immer im Hinterkopf behalten sollte, daß man keine Dokumentation, sondern eben ein die Wirklichkeit überhöhendes Märchen sieht, das, wie wohl der Film-Walt aus: "Saving Mr. Banks" sagen würde, die Welt vielleicht ein kleines bißchen besser machen kann, auch wenn es nicht wahr ist. Denn es ist besser, wenn die Menschen noch träumen können und die Träume vielleicht ein kleines Stückchen wahrmachen können, als daß die Welt an ihrer eigenen Gefühllosigkeit und Grausamkeit, an ihren eigenen erlittenen Schmerzen und Verletzungen zugrundegeht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenig Rauch um viel (reine Filmrezension), 10. März 2014
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr Banks [UK Import] (DVD)
Wie haben wir nicht "Mary Poppins" geliebt in der Disney-Version, also ich habe es jedenfalls und tue es noch. In zunehmendem Alter kann man hinter der ganzen melodieseligen Süßlichkeit durchaus kritische Untertöne entdecken. Ist das nicht sogar ein Film zur Bankenkrise, der zeigt, was es für eine Kettenreaktion auslöst, wenn der Durchschnittsamerikaner sein Geld den Finanzhaien anvertraut, und seien es "zwei Penny nur"? Dieser Lesart scheint auch der Film "Saving Mr. Banks" anzuhängen, der die schwierige Entstehung des Mary-Poppins-Filmes schildert: Zwar bekommt Buchautorin P. L. Travers (Emma Thompson) den einen oder anderen Kitsch-Schock bei ihrer Reise nach Tinseltown Hollywood - aber nach und nach offenbaren sich in Rückblenden autobiographische Bezüge zu ihrer Schöpfung Mary Poppins. Gerade als das Zwei-Penny-Lied entsteht, betont die immer schnellere und die Ebenen zusehends verwischende Parallelmontage den bankenkritischen Aspekt; eine der stärksten Szenen des Filmes. Ansonsten ist er - nun ja, nicht nur ein Film über Disney, sondern eben auch ein Disneyfilm; kalkuliert, aber sehr schön und auch ein bisschen zu kitschig, meinetwegen. Und über die unverschämte Crossover-Schleichwerbung (Du liebe Zeit, da werden jetzt aber wieder schön viele BluRays der Superduper-50th-Anniversary-Mary-Poppins verhökert werden) decken wir mal den Mantel der Nächstenliebe...

Davon abgesehen ist das aber ein ziemlich guter Film. Travers ist ganz offensichtlich die zu zähmende Widerspenstige aus dem kühlen England. Sofortige Duzfreundschaft, Plüschdisneyfiguren im Hotel, Dick van Dyke als Marys Freund Bert, die Kindsmutter als Suffragette, das Ganze als Musical und dann auch noch teilweise animiert? Das "no, no, no" der eisernen Lady klingt wie das von Maggie Thatcher zum Euro. Was Jan Wiele von der FAZ dem Film massiv vorgeworfen hat, aber ich denke, hier irrt er. Wir wissen doch: Es gibt nun mal den Mary-Poppins-Film, in dem all die genannten No-gos vorkommen. Es geht also nicht darum, ob Disney Travers überzeugt hat, sondern darum, wie er das getan hat. Man mag das, wie Wiele, küchenpsychologische Trauerarbeit nennen, wenn sich in den Rückblenden über Travers` australische Kindheit die ganzen autobiographischen Bezüge offenbaren, die sehr viel mit einer Vaterfigur zu tun haben, zudem Disney am Ende zu dem entscheidenden Schlag ausholt: Er habe ebenfalls eine verdammt harte Kindheit gehabt, aber seinen Vater verehrt, und dem Vater, den Mr. Banks in "Mary Poppins" darstelle, werde schon kein Leid geschehen. Er - wie eben das Andenken an die Väter von Autorin und Filmemacher - werde gerettet, daher der zunächst etwas seltsam anmutende Filmtitel.

Das alles hat aber dann eben doch eine große emotionale Kraft und einen sehr gewinnenden Charme, übrigens in einer sehr ehrenvollen filmischen Tradition. Halbspekulative Hintergrundberichte darüber, wie das eine oder andere berühmte Werk/Zitat wohl entstanden sein könnte, lassen sich in so unterschiedlichen Filmen finden wie "Gothic" (über die Ideen zu Mary Shelleys "Frankenstein"), "Das Wunder von Bern" (u.a. über die Entstehung der berühmtesten Sepp-Herberger-Fußball-Kultsätze) und "Weißer Jäger, schwarzes Herz" (über die Entstehung des Filmklassikers "African Queen"). Und das macht einfach Spaß, wenn mit sehr viel Liebe eine Anspielung auf die andere folgt und in die Handlung einbezogen wird und/oder dargestellt wird, wie berühmte Mary-Poppins-Szenen entstanden sein könnten. Beispiele: Die Szene, in der die steife Mrs. Travers mit dem Wort "Supercalifragelisticexpialigetisch" nichts anfangen kann, ist eine exakte Kopie der Reaktion von Mr. Banks im Mary-Poppins-Film (sodass nicht nur in Travers Vater, sondern auch in ihr selbst ein Stück Mr. Banks steckt und sie auch selbst gerettet werden muss). Sowohl Mrs. Travers als auch eine Gouvernante aus ihrer Kindheit, die für sie so eine Art Mary-Poppins-Retterin in der Not war, sagt in der gleicher Art "hopp hopp" wie Mary Poppins im Disneyfilm. Wie die Gouvernante ihre Tasche auspackt und die Kinder (also auch Travers selbst) ihre Habseligkeiten bestaunen, kommt ebenfalls in Mary Poppins vor (nur dass dort der Innenraum der Tasche "zauberhaft" groß ist). Selbst die Entstehung der Musik wird textlich wie melodisch bis ins Detail aufgegriffen. Impfstoff tue man neuerdings auf ein Würfelchen voll Zucker? Klasse, und "Löffelchen" singt sich noch besser. Die Melodie hat noch nicht den richtigen Schmiss? Dann geht der Ton halt an unerwarteter Stelle herauf statt herunter, weil Mary Poppins auch immer alles gegen den Strich macht, z.B. das Treppengeländer herauf- statt herunterrutscht (ein Detail, das erwähnt, aber nicht gezeigt wird - wer Mary Poppins, den Film, gut kennt, hat noch mehr Spaß).

Die Zahl der Anspielungen ist schier unerschöpflich. Mag sein, dass das spekulativ und selbstzweckhaft ist. Aber von ansteckender Freude, denn es wird nun einmal an etwas angeknüpft, das für viele und unter anderem für mich eine der schönsten Kindheitserinnerungen ist.

Ob am Ende tatsächlich Tränen der Rührung geflossen sind oder Travers schlicht das Geld brauchte und den Film gehasst hat, wie TV Spielfilm berichtet? Letztlich ist das bei aller Süßlichkeit doch auch ein bisschen ambivalent gehalten. Disney, von Tom Hanks als Mischung aus schlauem Fuchs, groß gebliebenem Kinderträumer und knallhartem Geschäftsmann sehr differenziert gespielt, hat Travers nicht mal zur Filmpremiere eingeladen; sie kommt doch, wirkt aber in dem Sehen-und-gesehen-werden-Trubel vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood seltsam verloren und muss sich dann vom Darsteller einer Disneypuppe ins Kino eskortieren lassen. Letztlich lässt der vorliegende Film solche Zweifel dann aber doch nicht durchkommen, sondern schafft lieber eine wunderschöne, sentimentale Legende, diese aber perfekt, gerade auch in den Anfangs- und Schlussszenen: Diese schließen einen Kreis, zwischen Vergangenheit und (Film-)Gegenwart sowie zwischen Mary Poppins und der realen Handlung. Man geht beglückt aus dem Kino, und wem das alles zu süßlich klingt, der möge sich halt einen anderen Film aussuchen. Jedenfalls sei noch auf die ebenfalls wunderbare Leistung von Emma Thompson hingewiesen, die mit anscheinend moderater Gesichtsstraffung wunderbar zwischen der Harten, der Verletzlichen, der Freudigen und der Souverän-Eleganten hin- und herwechseln kann. Von den zahlreichen interessanten Nebenrollen ist mir nicht so sehr Colin Farrell als gutmütiger Trinker- und Träumervater Travers` in Erinnerung geblieben, sondern der auf den ersten Blick unscheinbare Paul Giamatti als Chauffeur, der zunächst in Travers` Bild des Klischee-gute-Laune-Ami zu passen scheint, bei dem sich aber eine interessante Biographie herausschält und der so etwas wie vielleicht der einzige amerikanische Freund Travers` wird. Interessanterweise heißt seine Tochter (die wir nie sehen) Jane, wie die Tochter der Banks` im Mary-Poppins-Film - vermutlich nicht zufällig.

Irritationen am Rande: Dass Disney in Disneyland ohne Bodyguards herumläuft und ihn Hinz und Kunz anscheinend nicht erkennt, obwohl er doch eine Entourage hat, fand ich wenig glaubwürdig. Und aus meiner Sicht ärgerlich ist die übertriebene political correctness, mit der jegliche Darstellung von Zigaretten und deren Rauch vermieden wird. Du liebe Zeit, Disney war hypernervöser und hyperaktiver Kettenraucher, da lässt man Tom Hanks ein paarmal im Off husten und dann, als Travers in sein Büro platzt, die Zigarette ausdrücken und sagen, er solle nicht so gesehen werden, da er kein schlechtes Vorbild sein wolle. Wie selbst in dieser Szene die Fluppe nicht zu sehen ist, sondern die Hand gerade noch rechtzeitig hinter einem Schreibtischgegenstand verschwindet, wirkt so erzwungen, dass es einfach nur noch ein Krampf ist. Man kann es auch übertreiben, das ist für die damalige Zeit einfach nicht akkurat. Wohin soll das führen? Müssen demnächst in Period Pictures Behinderte als Mobilitätsbeschränkte und Schwarze als Afroamerikaner und "Indianer" als Amerikanische Ureinwohner bezeichnet werden, obwohl das damals doch niemand gesagt hat? Und es geht ja nicht nur um Disney, auch ansonsten hat alle Welt geraucht wie die Schlote der Disney-Fabrik, auch und gerade in Büros. Der Verzicht auf Authentizität ist aufgesetzt und überflüssig. Die Filmzensur ist tot, es lebe die Filmzensur, also als Selbstzensur, als Schere im Kopf der heilen Disneywelt-Macher. Gruselig...

Aber mir hatte davon nicht so sehr der Kopf geraucht, dass es für ein Sternleinchen Abzug reicht. Oft gibt's in Filmen viel Rauch um nichts, hier halt wenig Rauch um viel, denn das Thema ist wie gesagt gleichsam charmant wie interessant. Summa summarum: Für Neutrale so etwa drei bis vier Sterne, für Disney-Fans im Allgemeinen und Mary-Poppins-Fans im Besonderen fünf. Da ich davon ausgehe, dass Leser dieser Rezension, die sich überlegen, den Film zu sehen, eher Disney zugeneigt sein werden: klare Empfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen With a spoonful of sugar- "Saving Mr. Banks" - Emma Thompson and Tom Hanks, 4. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
I think the wrong way to view the new film, Saving Mr. Banks, is as the making of Disney's classic, Mary Poppins. Saving Mr. Banks is really about storytelling as both truth and escape, as well as a film about fathers.

The film tells the true story of how Mary Poppins author, P.L. Travers, came to Disney Studios for two weeks in 1961, as Walt Disney and his ace crew of creatives tried to convince the ill- tempered Travers to allow them the rights to make Mary Poppins.

I think it's safe to say that we all know how the film ultimately ends, but how we get there is such an emotional journey that it is worth embarking upon. Emma Thompson portrays P.L. Travers with enough emotion buried within the subtext of her words that we care about this woman who is not all that immediately likable on the page, and in lesser hands the role would have been just that. Meanwhile, Tom Hanks plays the part of Walt Disney himself, with a twinkle in his eye, and yet he also manages to bring his trademark everyman quality to old Walt himself and make Walt not seem as if he's some myth, but rather a real man. However, the big mistake that many seem to be making with this film is that it's a movie about Walt Disney, and while Disney is a very important character in the film, this is P.L. Travers' story.

Through flashbacks we witness Travers' childhood in Australia and her relationship with her alcoholic banker father, Travers Goff, who was the inspiration for Mr. Banks in Mary Poppins, and is portrayed in this film by Colin Farrell with a charming, yet tragic likability. We witness how much of Travers' childhood went on to inspire Mary Poppins, and it's through these flashbacks that Saving Mr. Banks finds its heart. Without us seeing what P.L. Travers went through, it's hard for us to understand why she is so against Disney transforming, what is essentially, her own past into a film. This allows us to relate to this hard to relate to woman, which is the brilliant stroke of director John Lee Hancock and screenwriters Kelly Marcel and Sue Smith. As a matter of fact, if there is one word to describe Saving Mr. Banks for me, it is brilliant.

It is rare to see a film made by a major studio with this kind of thematic density, and that is why this is such a brilliant motion picture. There is an honesty to the way the film deals with the idea of fathers and that while they may not be infallible, they can still be saved. Then there are the thematic ideas of storytelling that ring so true to me as a storyteller myself. Whether we realize it or not, the stories we tell are reflections of ourselves and our own lives. Walt says it best late in the film when he points out that the true power of imagination and story is to lend hope, and I think that is why anyone deep down tells a story, and I think that idea sums up Disney's entire career.

There just aren't that many kind of films like Saving Mr. Banks in these cynical days, but if you allow yourself to feel, you will be swept away. This is a Disney movie, through and through. There are laughs and moments of soaring emotion throughout, and I wouldn't want anything different from a film made by Disney. Every time you hear, "Let's Go Fly a Kite," your spirit soars and as you watch the film, the song begins to take on a whole new meaning that makes it an even more life affirming song than you perhaps ever thought of it as before. It's not merely a great toe-tapper that closes a film, it's a song of hope.

I just can't say enough about Saving Mr. Banks, I loved it and I think everyone should see this film. The funny thing about all this is, is that without the film Mary Poppins, Saving Mr. Banks would not exist, and yet Saving Mr. Banks is a film that manages to improve upon what is already a near perfect classic and perhaps even best it. From now on, every single time you watch Mary Poppins, the many events and ideas of that film will take on a whole new meaning. In fact, I can't wait till the next time I see Mary Poppins again to see how it may affect me more strongly on an emotional level now knowing more of the story. Saving Mr. Banks is just a miraculous kind of movie that we need more of. It's classic Hollywood drama, so if you want my advice, bring a hankie and just enjoy yourself.
One of the best films I have seen 5/5.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen interessante Geschichte einer einmaligen Frau, 2. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks [Blu-ray] (Blu-ray)
Savong Mr. Banks hat mir von Anfang an gefallen, weil es hier einmal um Disney und die berühmte Autorin von Mary Poppins geht.

Pamela P.L. Travers hat nach 20 Jahren dem Drängen Walt Disneys endlich nachgegeben und lässt ihr Buch Mary Poppins verfilmen. Allerdings will sie dabei alles genau übermachen und über alles mitbestimmen, was Disney, die Komponisten und den Drehbuchautor des Films beinahe wahnsinnig. Zusammen versuchen sie, die harte Schale dieser Frau zu brechen.

Mary Poppins ist eine Figur die jeder kennt und mit der viele sicherlich schöne Kindheitserinnerungen teilen. Nicht jeder weiß aber um den Kampf, den der legendäre Walt Disney mit der Erfinderin dieser Figur über 20 Jahre führen musste. Genau dies ist es auch, warum mir der Film so gut gefallen hat.
Hier geht es nicht vorrangig um die Figur der magischen Haushelferin, sondern darum, wie sie auf die Leinwand gekommen ist. Man konzentriert sich voll und ganz auf Pamela P.L. Travers und erwähnt Poppins nur hier und da einmal. Regisseur John Lee Hancock geht hier den selben Weg wie in The Blind Side und inszeniert ein berührendes, aber lockeres Drama.
Den lockeren Tonfall bekommt der Film vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller. Emma Thompson (Wiedersehen in Howards End) als ehrgeizige, kaltherzige Autorin, die ihre Figuren ganz anders versteht als jeder andere, sich nichts sagen lässt und alle herumkommandiert und Tom Hanks (Philadelphia) als lieber, stets fröhlicher Walt Disney sind zwei absolut gegensätzliche Menschen. Gerade dadurch wird dieser Film aber auch so leicht, weil die Aufeinandertreffen der beiden wirklich unterhaltsam sind. Thompson treibt diesen erfahrenen Mann und die Komponisten und den Drehbuchautor, beinahe in den Wahnsinn, was immer wieder für einige Momente zum Schmunzeln sorgt.
Zwischendurch wird einem aber immer wieder klar gemacht, dass diese Frau eine schöne, aber auch schmerzliche Kindheit hatte. Mit Flashbacks bekommt man einen Einblick in das Leben der 9 jährigen Travers, deren Vater ihre Fantasie beflügelte und sie herzlichst umsorgte, aber mit seinen Dämonen zu kämpfen hatte. Immer offensichtlicher werden die Qualen ihres Vaters (übrigens super gespielt von Colin Farrell (Brügge sehen... und sterben)) für die kleine Pamela. Diese Momente sind es auch, die den Film Herz geben. Diese Frau ist verbittert, aber aus einem guten Grund.
So bekommt diese Frau noch mehr Tiefe, was dem Film sehr zugute kommt.
Dieser Mix aus emotionalen Szenen in den Flashbacks und den eher lockeren Momenten in den Besprechungen geben dem Film einen sehr lockeren Tonfall, ohne zu lächerlich zu wirken. Er ist auf jeden Fall emotional, versetzt den Zuschauer aber nicht in Depressionen.

Fazit:
Saving Mr. Banks ist ein super gespieltes Drama, dass zwar leichtfüßig daherkommt, die Emotionalität aber nicht missen lässt. Der Film hat einen gute Balance zwischen Emotionalität und Leichtigkeit gefunden, die ihn sehr angenehm macht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber auch nicht Wow, leider. Tom Hanks und Emma Thompson sind aber fantastisch, wie immer., 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Ich liebte alle Mary Poppins Bücher und liebe sie bis heute, deswegen habe ich mir diesen Film gekauft. Tom Hanks und Emma Thompson sind meine Lieblingsschauspieler und sie sind wie immer grandios.Was mir sofort eingefallen ist - Pamela L. Travers benimmt sich genauso wie Mary Poppins in den Büchern (nicht im Film). Sie ist genauso unhöflich und behandelt alle so wie Mary Poppins alle Menschen in den Büchern behandelt. Das fand ich lustig und wirklich gelungen. Die Geschichte ist sehr interessant, aber die krankhafte Beziehung der Tochter zu dem Vater und umgekehrt hat mich ein wenig gestört. Man zeigt, dass er nur die eine Tochter verehrt und liebt, als wäre sie seine Ehefrau. Nach den ganzen Szenen der Verehrung der Tochter und totale Ignorierung der Ehefrau kommt der Spruch, dass er sich nur für Tochter Helen rasiert damit sie die Küsse nicht kratzen. Er fragt sogar welche Küsse sie mag und das finde ich im Zusammenhang mit seinem Verhalten geschmacklos. Sonst wäre der Film fantastisch, aber die Szenen aus der Kindheit fand ich wirklich ärgerlich.
Man weiß, dass sie die Verfilmung gehasst hat, aber es wurde wirklich fast alles geändert, nichts ist so wie in den Büchern, also kann man es auch verstehen, auf jeden Fall hat sie nie mehr erlaubt noch ein Buch von ihr zu verfilmen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme 2014!, 16. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks (DVD)
Für mich stellt SAVING MR. BANKS eines der unerwarteten Highlights dieses Kinojahres dar. Weder hatte ich im Vorfeld von ihm gehört, noch sagte mir die Geschichte etwas. Ich habe MARY POPPINS ein, vielleicht zweimal gesehen, werde ihn mir aber demnächst sicher noch einmal anschauen.

Die Geschichte spielt sich in zwei Epochen ab - in den 60er Jahren, als Walt Disney versucht, P.L Travers zu überzeugen, ihm die Filmrechte für ihr Buch 'Mary Poppins' zu übertragen und in der Kindheit der Autorin in Australien, in der die innige, liebevolle Beziehung zu ihrem alkoholsüchtigen Vater beschrieben wird. Während ihres Aufenthaltes in Los Angeles holt sie ihre Kindheit wieder ein und wir erfahren, warum 'Mary Poppins' mit allen Charakteren ihr so wichtig ist und es ihr so schwer fällt, die Rechte daran abzutreten.

Der Film ist in allen Punkten stimmig - Drehbuch, Regie, Ausstattung und - natürlich - der Besetzung. Alleine Emma Thompsons Interpretation von P.L. Travers ist es wert, sich den Film anzuschauen. Sie hätte es verdient gehabt, bei den diesjährigen Oscars berücksichtig zu werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen keine Birnen, keine Bärte, 22. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Disney Film über einen Disney Film. Ob das gut geht? Es geht sogar sehr gut!

MARY POPPINS ist nicht mein Fall, weder der Film und schon gar nicht als Lektüre. Das macht mich wohl zum statistischen Ausreißer, wenn ich mir die ganzen Kritiken hier anschaue. Ich war ja der Meinung, dass Mr. Banks eine Umschreibung für den alten Disney ist, dabei geht es um die Rettung eines Bankangestellten, stellvertretend für alle Versprechens-Brecher.

Der Film trifft mich auf der emotionalen Ebene, außerdem mag ich verfilmte Biographien. Neben Emma Thompson als Autorin und Tom Hanks als Walt Disney wirken noch Paul Giamatti als Chauffeur und Colin Farrell als Vater mit.

Jetzt wird es aber Zeit, dass ich mir MARY POPPINS auf Blu-ray zu Gemüte führe und endlich richtig interpretiere...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernder Film, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saving Mr. Banks [Blu-ray] (Blu-ray)
Damit ist Disney ein Meilenstein gelungen.
Eher für Erwachsene Kinder. Weniger für Kinder.
Qualität ist super. Hintergrundinformationen auf der Bluray sind sehenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 210 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Saving Mr. Banks
Saving Mr. Banks von John Lee Hancock
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen