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5.0 von 5 Sternen Ein perfekt konstruierter Serien-Thriller - denn nichts ist, wie es scheint...
Als auf den Bahamas der US-regierungskritische, amerikanische Bürger Robert Moreno von einem Scharfschützen erschossen wird, geht man davon aus, dass dies ein Attentat der Drogenmafia Venezuelas wäre. Doch ein Whistleblower veröffentlicht Informationen, dass hinter dem Attentat, bei dem auch der Bodyguard und ein Journalist sterben, der amerikanische...
Vor 8 Monaten von Christian Mayr veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Müde Hakenschläge
Eigentlich ganz spannend, wie man es von den Lincoln Rhyme Büchern kennt. Das letzte Fünftel allerdings wirkt wie ein Filmdrehbuch, bei dem der Schluss nach Testvorführungen immer wieder umgeschrieben wurde, damit nach den durchaus interessanten moralischen Fragen, die Deaver aufwirft (darf der Staat womögliche Staatsfeinde im Ausland aufgrund von...
Vor 1 Monat von The Jazz Guy veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfekt konstruierter Serien-Thriller - denn nichts ist, wie es scheint..., 17. Juli 2014
Von 
Christian Mayr "einmeier" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Als auf den Bahamas der US-regierungskritische, amerikanische Bürger Robert Moreno von einem Scharfschützen erschossen wird, geht man davon aus, dass dies ein Attentat der Drogenmafia Venezuelas wäre. Doch ein Whistleblower veröffentlicht Informationen, dass hinter dem Attentat, bei dem auch der Bodyguard und ein Journalist sterben, der amerikanische Geheimdienst stecken würde, der in Moreno einen potentiellen Terroristen sah. Darum beauftragt die Staatsanwältin Nance Laurel den forensischen Ermittler und querschnittsgelähmten Lincoln Rhyme und seine Partnerin, Amelia Sachs mit verdeckten Ermittlungen, da sie die Verantwortlichen finden und verurteilen will, selbst wenn der amerikanische Präsident den Tötungsbefehl gegeben haben sollte. Doch je näher sich Rhyme und sein Team dem Täter und dem Whisteblower als wohl einzigen Zeugen nähern, desto schneller geraten sie selbst in Lebensgefahr, während zwischenzeitlich bereits weiteres Blut fliesst, denn der Killer verfügt anscheinend aus besten Quellen über Informationen, die Rhyme und Sachs nur zu gerne selbst hätten...

Deaver hat mich als Thriller-Fan die vergangenen Nächte mit diesem Serienthriller mal wieder um den Schlaf gebracht, denn was sich anfänglich wie eine klassische, einfache, fast sogar naiv simple Geschichte liest, in der alle Rollen fest verteilt und selbst der Mörder eindeutig bestimmt zu sein scheinen ("Und dafür braucht Deaver fast 600 Seiten bis zur Auflösung, die doch eigentlich von vorneherein klar ist?"), entwickelt sich dank unglaublich geschickter, wirklich nicht vorhersehbarer Wendungen zu einem gänzlich anderen, komplexen und durchaus realistisch wirkenden Plott, der sich selbst auf den letzten Seiten mehrfach um die eigene Achse und dann in eine gänzlich andere Richtung dreht und somit also stets für sehr unterhaltsame, sehr spannende Überraschungen sorgt. Die verschiedenen Blickwinkel auf die detailliert skizzierten und sehr bildhaften Elemente und Figuren tragen dazu bei, dass man sich als Leser stets sicher wähnt, wie der weitere Handlungsverlauf geschehen wird - und genau hier streut Deaver immer wieder falsche Fährten und doch auch deutliche Hinweise auf den tatsächlichen Ausgang, so dass man nach den verschiedenen "Show-Downs" sich kopfschüttelnd wundern muss, wie man stets in die Falle tappte und Offensichtliches einfach übersehen konnte.

Da die Personen und einige der früheren Handlungen bisheriger Rhymes-Romane absolut ausreichend angedeutet werden, ist es trotz dieses Serienthrillers nicht einmal zwingend notwendig, die früheren Thriller um Rhymes und Sachs zu kennen, zumal auch hier die Handlung in sich vollständig abgeschlossen ist. Somit ein großartiger, nahezu filmreifer, komplexer und sehr gut durchdachter Thriller, der stets mit einer Prise makabren und süffisanten Humors für spannende Unterhaltung und vor allem stets für Erstaunen und großartige Überraschungen sorgt. Klare Empfehlung für Liebhaber usamerikanischer Thriller und ein weiterer Beweis, warum Deaver's Romane nach Verlagsinformationen inzwischen in 25 Sprachen und in mehr als 150 Ländern veröffentlicht werden. Das "Todeszimmer" ist also perfekter Thrillergenuss für den Sommerurlaub - oder um die kurzen Nächte zum Tag zu machen.
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4.0 von 5 Sternen Ein Deaver, wie man ihn erwartet – in vorzüglicher Hörbuchfassung!, 8. Februar 2015
Auch in diesem zehnten Band brilliert der schwer behinderte Rhyme wieder als Analytiker, dessen Laborgeräten und vor allem Scharfsinn selten etwas verborgen bleibt. Obwohl der Fall zunächst ganz klar zu sein scheint, kommt es rasch zu verblüffenden Wendungen: Ging es vielleicht gar nicht um Moreno? Um wen aber dann? Welche Rolle spielen diverse Angehörige des Geheimdienstes?
Rhyme wagt sich auch einmal in den Außendienst und gerät in Lebensgefahr. Auch für Sachs entstehen äußerst kritische Situationen: Spannung pur gibt es zuhauf in diesem Thriller, nicht zuletzt deshalb, weil die Erzählperspektive immer wieder hin zu Jacob Swan schwenkt, der mit der Eiseskälte des Psychopathen über Leichen geht und vor keinem "Kollateralschaden" zurückschreckt, im Gegenteil, er liebt es, sein erlesenes japanisches Kochmesser außerhalb der Küche zum Einsatz zu bringen.

Nicht alle Bände der Reihe halten den hohen Anspruch, den die Anfänge aufkommen ließen; dieser gehört jedoch zu den wirklich gelungenen. Ein geschickter Aufbau mit sehr vielen fesselnden Szenen, die das Kopfkino anspringen lassen, einige (glaubwürdige!) überraschende neue Erkenntnisse, sodass der von der scheinbar klaren Auflösung irritierte Leser mehrmals kräftig umschwenken muss, Politintrigen auf höchstem Niveau und nicht zuletzt die plastisch, authentisch und schwungvoll gezeichneten Charaktere sorgen für ein gelungenes Thriller-Hörerlebnis ... und natürlich der Sprecher Dietmar Wunder, der behände in Rollen schlüpft, den Spannungsbögen ideal folgt und so der Story Leben einhaucht.
Ein Deaver, wie man ihn erwartet – in vorzüglicher Hörbuchfassung!
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3.0 von 5 Sternen Müde Hakenschläge, 27. Februar 2015
Eigentlich ganz spannend, wie man es von den Lincoln Rhyme Büchern kennt. Das letzte Fünftel allerdings wirkt wie ein Filmdrehbuch, bei dem der Schluss nach Testvorführungen immer wieder umgeschrieben wurde, damit nach den durchaus interessanten moralischen Fragen, die Deaver aufwirft (darf der Staat womögliche Staatsfeinde im Ausland aufgrund von fraglichen 'Geheimdienstinformationen' vorsorglich hinrichten?), etwa keiner denkt, der Autor wäre gar unpatriotisch oder anti-amerikanisch. So wird aus dem 'halt- es war ja doch ganz anders'-Effekt, wie man es aus Deavers Büchern zur Genüge kennt, die Handlung so umgewurschtelt, bis man getrost das Buch zuklappen kann und denkt, es war ja alles gar nicht so schlimm, wie es ausschaut! Müde wirkt das und etwas enttäuschend.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Dunklen tappen, 29. August 2014
Lange Zeit zunächst werden Lincoln Rhyme und seine kongeniale Partnerin, die Polizistin Amelia Sachs (die inzwischen ja auch im Leben seine Partnern geworden ist) bei diesem Fall im Dunkeln tappen. Zunächst tappen müssen.

Denn der Tatort liegt außerhalb ihrer Reichweite auf den Bahamas. Und Indizien sind schwer zu erhalten, denn die Polizei dort hat es verdächtig eilig, den Fall bereits als abgeschlossen zu betrachten und auf keinen Fall Dinge um den Mord herum zur Verfügung zu stellen. Weder einfachen Sand noch scharfe Glasscherben noch die tödliche Kugel noch Bilder vom Tatort.

Mühsam, Schritt für Schritt, mühen sich die Ermittler daher, ein wenig Licht ins Dunkle des Geschehens zu bekommen. Einerseits durch eine (wie in allem bei Deaver in der Recherche realistisch und ausführlich dargestellt) Internetjagd auf Orte, von denen Emails abgesandt wurden bis hin zu Handys, welche der Täter vielleicht immer noch benutzt.
Andererseits wird sich letztendlich der schwer behinderte Lincoln Rhyme selbst der Erschwernis aussetzen, vor Ort seine hervorragenden Beobachtungsfähigkeiten zur Geltung zu bringen. Wobei das nicht ohne Widerstand der dortigen Staatsgewalt und so manch anderer ausgehen wird, die ein hohes Interesse daran haben, die wahren Hintergründe des Morde an einem sehr amerikakritischen Geschäftsmann zu verschleiern.

Zieht sich dies alles im ersten Teil des Buches doch um einiges hin und beginnt für den Leser, das hier und da eingeblendete „White Plain“ des Ermittlers (zu oft und zu unübersichtlich, letztlich) leicht zu nerven, zieht das Tempo des Buches nach der ausführlichen Vorbereitung der Fakten und der beteiligten Personen doch (ebenfalls wie bei Deaver gewohnt), zügig an.

Vor allem der Part des Gegners ist in diesem Lincoln-Rhyme Thriller ganz hervorragend besetzt. Auch wenn eine deutliche gestalterische Nähe zu „Hannibal Lecter“ ganz offenkundig im Raum steht (mit klaren Unterschieden allerdings, zumindest was das angeht, was bei „Täter 516“ im Buch auf den Teller kommt), gelingt Deaver hier eine tatsächlich furchteinflößende Figur, deren Nutzung des ultrascharfen Küchenmessers durchaus für Schaudern auf breiter Ebene sorgt.

Wie Deaver zudem mit Gefahrensituationen spielt (als der letzte Mietwagenfahrer des Ermordeten aufgesucht werden soll), wie er hinter einer vermeintlichen Lösung wieder neue Fäden und überraschende Wendungen eröffnet, das lässt auch diesen Thriller im Ganzen zu einem hervorragend unterhaltsamen, filmreifen Leseerlebnis werden.

Auch wenn es zu Rhyme und Sachs wenig Neues zu erzählen gibt, diese Figuren in ihrer inneren Befindlichkeit inzwischen sattsam bekannt sind, durch das Einführen neuer „Mitspieler“ erhält dieser Fall auch von dieser Seite einen neuen Schwung und setzt die unterschwellige Abneigung zwischen Sachs und der beteiligten Staatsanwältin gut in Szene.

Wie nun tatsächlich heute „sauber“ gemordet wird, wie Regierungsorganisationen dabei durchaus das Maß verlieren, wie andererseits in einer digitalen Welt ein mehr oder minder „analoger“ Täter seine Kreise zieht und sich der wahre Schuldige erst ganz am Ende überraschend präsentieren wird (und selbst das Opfer mehr und mehr in seiner Rolle fragwürdig wird), das lohnt durchaus die Lektüre dieses neuen Lincoln-Rhyme Falles.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der kleine Fleischer, 25. September 2014
Von 
Belles Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Auf den Bahamas wird in einem Hotelzimmer der antiamerikanisch gesinnte Aktivist und Blogger Roberto Moreno von einem Scharfschützen ermordet. Staatsanwältin Nance Laurel ist fest davon überzeugt, dass die Ermordung des US-Bürgers im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes geschah. Der Geheimdienst schiebt die Schuld auf südamerikanische Drogenkartelle. Nance Laurel engagiert Lincoln Rhyme und Amelia Sachs mit den Ermittlungen. Doch dieses Mal stehen Rhyme und seinem Team kaum Spuren zur Analyse zur Verfügung, zudem müssen die Ermittlungen möglichst lange geheim bleiben, um den Geheimdienst nicht auf den Plan zu rufen.

Jeffrey Deaver beginnt seinen Thriller mit der Ermordung von Roberto Moreno, bei diesem Attentat werden zudem noch sein Bodyguard wie auch ein Reporter ermordet. Die Spurenlage auf den Bahamas ist äußerst prekär, da die Polizei an einer Zusammenarbeit nicht sonderlich interessiert ist und Beweise auf rätselhafte Weise verschwinden. So sind Rhyme und sein Team anfangs mehr oder weniger die Hände gebunden. Doch Amelia Sachs begibt sich in den Außendienst und kann so die eine oder andere Spur sichern. Ohne anfangs zu wissen, dass sich bereits der skrupellose Killer Jacob Swann an ihre Fersen geheftet hat. Aber nicht nur Sachs steht auf seiner Todesliste, auch die ambitionierte Staatsanwältin nimmt eine der oberen Plätze ein.

Währenddessen versucht der Leiter des Geheimdienstes alles, um die Ermittlungen von Rhyme und Sachs zu sabotieren. Bei diesem Handlungsstrang zeigt Jeffery Deaver gekonnt die Machenschaften und vor allem auch die Macht der Geheimdienste auf. Sowieso kann man den 10. Fall von Rhyme & Sachs problemlos als Politthriller bezeichnen, denn bei dem Mord, dem noch weitere folgen werden, sind die Strippenzieher die Geheimdienste, die scheinbar keine moralischen Grenzen mehr kennen und Patriotismus – hier eindeutig falsch verstandener – über alles stellen.

Gewohnt detailreich erzählt Jeffrey Deaver seinen Thriller, bei dem Spannung von Anfang an vorhanden ist. Gekonnt werden neue Spuren ausgelegt, der Fall nimmt unvorhersehbare Wendungen an und auch dieses Mal gelingt es dem Autor wieder hervorragend, die Auflösung des Falls bis zum Schluss hinauszuzögern und seine Leser selbst hierbei noch zu überraschen. Trotz seiner Liebe zum Detail gelingt es dem Autor problemlos, den Thriller sehr temporeich und abwechslungsreich zu erzählen und legt dabei wieder sehr viel Wert auf facettenreiche, interessante Charaktere.

Fazit: Auch der 10. Band von Rhyme & Sachs überzeugt mit einer hochspannenden, wendungsreichen und brandaktuellen Story.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt geplotteter Thriller!, 14. Juli 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Sehnsüchtig erwartet, jetzt endlich erschienen: "Todeszimmer" von Jeffery Deaver, der zehnte Band der Thriller-Reihe mit Lincoln Rhyme, Superhirn, Forensiker und von den Schultern abwärts gelähmt. Ihm zur Seite stehen Amelia Sachs, Polizistin, Assistentin und Lebensgefährtin, sowie Thom Reston, Lincolns "Blitzableiter" und "Mädchen für alles" und sein ehemaliger Partner, Detective Lon Sellitto.

Lincoln Rhyme hat sich zu einer experimentellen Operation entschieden, die ihm eventuell die Beweglichkeit seines Armes wiedergeben könnte - eventuell, wohlgemerkt. Der Termin dafür rückt näher, als er glücklicherweise von der Staatsanwaltschaft aus seinen Grübeleien gerissen wird. Robert Moreno, ein regierungskritischer Politaktivist, wurde auf den Bahamas von einem Scharfschützen aus großer Distanz erschossen. Auch sein Leibwächter sowie der Journalist, der Moreno wegen eines Interviews aufgesucht hatte, sind dem Anschlag zum Opfer gefallen.

Der stellvertretenden Staatsanwältin liegen Informationen vor, nach denen die US-Geheimdienste eine Liste mit Regimekritikern erstellt haben, die es auszuschalten gilt. Interessanterweise wird dieses Vorhaben von der amerikanischen Regierung gebilligt und unterstützt, was die Staatsanwaltschaft so nicht hinnehmen will und deshalb Lincoln Rhyme bittet, den Fall zu untersuchen.
Amelia Sachs kümmert sich um die Vergangenheit des Opfers und ermittelt vor Ort in Manhattan, während Rhyme die Ergebnisse auswertet und in bewährter Manier Zusammenhänge herstellt. Er identifiziert den Attentäter als Jacob Swann, ein skrupelloser Killer, der nicht davor zurückschreckt, weitere Morde zu begehen. Und wenn Rhyme ihm das Handwerk legen und die Hintermänner entlarven will, muss er in die Karibik reisen...

Wie bereits in den Vorgängerbänden präsentiert Jeffery Deaver seinen Lesern mit "Todeszimmer" einen absolut perfekt geplotteten Thriller, der bereits von Beginn an mit einem hohen Tempo aufwartet. Und obwohl der Autor zahlreiche Nebenhandlungen und Informationen, die auf den ersten Blick nichts mit der Geschichte zu tun haben, in seine spannende Story integriert, wird es zu keinem Zeitpunkt zäh oder kommt gar Langeweile auf, im Gegenteil.

Dieser mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Autor beherrscht sein Handwerk perfekt, was sich am deutlichsten in den zahlreichen Finten zeigt, mit denen er gerade dann aufwartet, wenn der Leser meint, nun hätte er die endgültige Lösung parat. Thrillerkunst vom Feinsten, die der Geschichte eine völlig unerwartete, aber immer logisch nachvollziehbare Wendung gibt.

Deaver bietet unterhaltsame, temporeiche Hochspannung, garniert mit Episoden aus dem Alltagsleben der Protagonisten, die es "menscheln" lassen - wer nach einer spannenden Urlaubslektüre sucht, sollte diesen Thriller unbedingt einpacken!
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4.0 von 5 Sternen Spannende Unterhaltung, 25. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die Rhyme/ Sachs Reihe mag, wird auch dieses Buch mögen. Spannende und kurzweilige Unterhaltung, zu durchaus aktuellen Themen. Freue mich schon auf das nächste Buch.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nervt nur noch, 5. Februar 2015
Ich habe vom "Knochenleser" bis jetzt zum "Todeszimmer" über die Jahre alle Folgen gelesen, bzw. dieses "Todeszimmer" und davor "Opferlämmer" nun per Audiobook gehört. Opferlämmer ist schon stark grenzwertig und ich habe es noch nicht zu Ende gehört! Werde ich wohl auch nicht! Aus dem selben Grund, warum ich jetzt "Das Todeszimmer" abschalte.Für mich ist der Suchtfaktor nach Rhyme und Sachs perdu - vorbei. An seine Stelle ist ein gewisser Nervfaktor getreten, der mir Lesefluss und den Spass an diesen Büchern nimmt.
Ich muss sagen, ich bin genervt von diesen Ausschweifungen über die Vorzüge von japanischen Kochmessern, über nicht enden wollende, bis auf eben ein, zwei neuen Details zum Fall immer gleichen, aber unendlich langen Aufzählungen, nun auch noch detaillierte Kochrezepte bis hin zu den Jugendköcheleiversuchen dieses Swan, der Detailversessenheit bei den technischen Erläuterungen zu Gewehrkugeln etc.. Ohne diese ganzen Wiederholungen und Kochrezepten wäre das Buch um 120 Seiten;-) kürzer!!
Ich habe noch bei keinem Hörbuch so oft zurückspulen müssen wie hier, weil mir diese Detailversessenheit den Hörfluss nahm. Was hat ein 20-minuten Kochrezept (beginnend mit der Eiablage des Fisches in Planquadrat XYZ, Koordinaten ZDFin 123,4545 m Tiefe im südlichen Nordbecken des altlantischen Mittelmeeres ((Sorry, total überzogen, aber so kommen mir Deavers Aufstellungen dadrin wirklich vor)) in einem Thriller zu suchen? Fehlte nur noch die relative Mondfeuchtigkeit um den Merkur zur Fangzeit des Fisches!
Kaum ist dieser Kochexzess zu Ende, kommt ein 10 Minuten Rückblick an der Tafel. Ist die zu Ende, kann man sich detailgenau eine Gewehrkugel erläutern lassen. Danach kann man sich in amerikanischer Bürgerwehr und Waffenbesitzrecht unterrichten lassen. LAAAANNNGGGWWWEILIG! Ne, 'dat is nich mehr' Rhyme und Sachs, wie ich sie kenne und schätze!
Echt, ich habe, obwohl das Thema ansich spannend ist, bei 6 Stunden 42 Minuten abgeschaltet. Bevor ich mir noch evtl. anhören muss, in welchem Erzlager in einem Waldstück der hinteren Vorderalpen unter welcher Wurzel einer 124 Jahre, 3 Tage 4 Stunden 3 Minuten und 18 Sekunden alten Knorpeleiche das Erz für den Lauf des Gewehres gewonnen wurde, mache ich SCHLUSS! Das war's mit Deaver und L. R. und A. S.! Das ist meine Meinung!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht das beste, aber passend zur Reihe mit L. Rhyme, 5. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch liest sich flüssig und hat die gewohnten Überraschungen zu bieten die einen "Deaver" ausmachen.
Bei dieser Buchreihe macht das lesen aber mehr Sinn wenn man die Vorgeschichte der Hauptakteure kennt.
Die Vorgänger dieser Reihe sind alle lesenswert.

Man muß ja nicht jedes Buch neu kaufen ;-)
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der 10. Lincoln Rhyme-Roman: Das alte Katz-und-Maus-Spiel geht in eine neue Runde!, 28. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf eher unkonventionelle Weise werden der seit einem Unfall querschnittsgelähmte Lyncoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs mit der Aufklärung des Mordes eines antiamerikanisch eingestellten Aktivisten auf den Bahmas beauftragt. Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine vom Geheimdienst angeordnete Tötung durch einen Auftragskiller handelt.

Nachdem Deavers letzte Romane Data-Minning, Stalking und Personenschutz in den Vordergrund stellten, entführt er Lyncoln Rhyme und seinen illustren Mitarbeiterstab diesmal in die undurchsichtige Welt der Geheimdienste und deren oft an Willkür grenzenden Machenschaften. Angesicht der Snowden- und NSA-Affäre hätte seine Themenwahl kaum aktueller und brisanter ausfallen können.

Bereits in den Vorbänden wurde die Verbesserung von Rhymes Gesundheitszustand kontinuierlich aufgebaut. Dies ermöglicht einen willkommenen Ausbruch aus der in 9 Romanen etablierten Serienformel, da der knurrige und an einen Rollstuhl gefesselte Forensiker diesmal nicht nur in seiner Wohnung brütet und telefoniert, sondern auch an Tatorten eine wesentlich aktivere und dynamischere Rolle einnimmt. Zur Serienformel gehört auch, dass Rhyme und Sachs bei Ihren Ermittlungen mitunter in Lebensgefahr geraten. Allerdings sollte man sich über das Überleben der beiden Hauptfiguren nicht wirklich Sorgen machen, da ja der Fortbestand des erfolgreichen Thriller-Franchises gesichert sein muss. Die Spannung wird bei diesen Bedrohungsszenarien mehr dadurch erzeugt, wie die beiden letztendlich doch noch mehr oder weniger unbeschadet aus den brenzligen Situationen rauskommen.

Fans der Reihe bekommen wieder alles geliefert, was den Reiz der Rhyme-Romane ausmacht. Ein hohes Erzähltempo, zahlreiche Wendungen und Überraschungen, eine spannende Story, die in einem Zeitfenster von wenigen Tagen spielt und nicht zuletzt ein ersehntes Wiedersehen, mit Charakteren, die einem seit dem 1. Roman "Die Assistentin" (bzw. "Der Knochenjäger", wenn man sich auf den Filmtitel bezieht) ans Herz gewachen sind.

Die üblichen Deaver-Schwächen, dass die Story wieder mal zu konstruiert und deshalb nicht mehr realistisch ist, lassen sich auch nach vernebelter Sicht durch die Fanbrille nicht wegdiskutieren. Aber spätestens als Ende des 2. Drittels offenbart wird, was wirklich hinter dem Todeszimmer steckt, müssen auch Kritiker zugestehen, dass Deaver diesmal ein brandheißes Eisen angepackt hat. Wichtige Fragen werden gestellt? Was dürfen Geheimdienste? Stehen diese außerhalb des Gesetzes? Wer schützt uns vor ihnen? Angesichts des Geheimdienst-Dschungels in den USA mit CIA, NSA, Homeland Security, Secret Service usw., die weder politische noch moralische Grenzen zu kennen scheinen, kann einem da schon Angst und Bange werden.

Im Schlussakt wird aber auch verdeutlicht, dass Geheimdienste gerade in der Ära nach dem 11. September eine absolute Daseinsberechtigung und hohen Stellenwert bei der Prävention und Bekämpfung des Terrorismus haben. Ein Zitat aus dem Buch bringt die Kontoverse auf den Punkt: " Wir leben in einer Welt von Grautönen!"

Inzwischen ist im Original bereits der 11. Rhyme-Roman "The Skin Collector" erschienen.
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