wintersale15_finalsale Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen59
4,6 von 5 Sternen
Format: Hörbuch-DownloadÄndern
Preis:23,23 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. November 2014
Im zweiten Teil seiner Normannen-Reihe entführt Ulf Schiewe seine Leser in die Lombardei und schildert die Umstände um den Aufstand in Salerno im Jahr 1054. Gilbert wird von Robert beauftragt, die Contessa Gaitelgrima in ihre Heimat zu begleiten. Dort will sie ihren neugeborenen Sohn ihrer Familie vorstellen und ihn taufen lassen. Trotz einiger Spannungen zwischen Gaitelgrimas Bruder Guiamar und seinen Gegnern verläuft zunächst alles friedlich. Aber die Lage spitzt sich unaufhörlich zu und eskaliert schließlich. Gilbert und seine Kameraden kämpfen um das Leben der Contessa und ihres Kindes.

Gilbert, der im ersten Band der Reihe „Das Schwert des Normannen“ noch ein etwas rüpelhafter Junge war, der seinen Herrn und Nennbruder Robert kritiklos angehimmelt hat, ist zu einem Mann herangewachsen, der die Dinge hinterfragt und verantwortungsbewusst handelt. Auch Gaitelgrima hat sich zu einer selbstbewussten Frau entwickelt, die sich erlaubt, ihre Meinung zu äußern, was zur damaligen Zeit nicht selbstverständlich war.

Der Autor hat in diesem Roman erneut historische Begebenheiten und Personen mit fiktiven Figuren und Handlungen verknüpft, sodass eine spannende und authentische Geschichte entstand. Der Aufstand von Salerno hat tatsächlich stattgefunden. Die Schilderung der Ereignisse rund um diesen Aufstand ist naturgemäß blutig. Trotzdem versteht es der Autor, dem Leser immer wieder Atempausen zu gönnen. Gilbert ist mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen. Am Ende erfährt er noch eine Neuigkeit, die mich mit Spannung auf den nächsten Band, der im Mai 2015 erscheinen wird, warten lässt.

Fazit:
Ulf Schiewe hat mit „Die Rache des Normannen“ einen spannenden zweiten Teil seiner Normannensaga geschrieben. Seine Hauptfigur Gilbert wächst mir immer mehr ans Herz.
0Kommentar3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2015
Klappentext:
Süditalien 1054: Die Contessa Gaitelgrima, Gemahlin des normannischen Grafen von Apulien, reist in ihr heimatliches Salerno, wo sie ihren neugeborenen Sohn an der Seite ihres Bruders, Prinz Guaimar, taufen lassen will. Der junge Normanne Gilbert erhält von Robert Guiscard den Auftrag, sich um ihre Sicherheit zu kümmern. Reichtum und Opulenz des lombardischen Salernos beeindrucken ihn. Doch hinter der glitzernden Fassade braut sich ein gewaltiger Machtkampf zusammen, der die illustre Prinzenfamilie zu vernichten droht. Im mörderischen Sturm des Aufstands kämpfen Gilbert und seine Gefährten um ihr Leben und riskieren alles, um Gaitelgrima und ihr Kind zu retten.

"Die Rache des Normannen" von Ulf Schiewe ist die Fortsetzung von "Das Schwert des Normannen". Das Buch kann, vor allem auch dank der Rückblende zu Beginn des Buches, problemlos gelesen werden, auch wenn man den ersten Teil (noch) nicht kennt. Ich hatte den ersten Band bereits gelesen und mich deshalb umso mehr gefreut, wieder Bekannte anzutreffen und zu erfahren, wie es mit Gilbert und den anderen weiter geht.
Der Schreibstil ist unheimlich toll. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und ich finde die Wortwahl passt sehr gut in die ausgewählte Epoche.
Die meisten der Charaktere waren mir bereits bekannt. Sie wurden wieder sehr gut beschrieben, wodurch ich sie mir richtig ins Gedächtnis rufen konnte. Ich habe sie beim Lesen richtig vor mir gesehen und konnte mich deshalb umso besser ins Geschehen hineindenken.
Besonders gut gefallen hat mir auch, dass man sofort merkt, wie viel recherchiert worden ist. Wer also gerne einen historischen Roman liest, der viel von der Realität mit sich bringt, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Auch die Spannung kommt nie zu kurz.

"Die Rache des Normannen" erhält von mir deshalb verdiente 5 von 5 möglichen Sternen. Absolute Leseempfehlung!
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2014
....als z.B. "Der Bastard von Tolosa" oder auch der erste Teil dieser beginnenden Normannen-Serie.
Wie froh war ich, als Ulf Schiewe mit seinem Erstling die Histo-Szene mit einem wunderbaren Abenteuerroman bereichert hat und nicht mit einem dieser unzähligen Romane über historische Frauenfiguren, die allesamt nicht sehr realistisch sind und sich vornehmlich an die weibliche Leserschaft richtet. (Ich weiß ja, dass Ihr in der Mehrheit seid, Mädels.)
Ich vermute, dass mit zunehmendem kommerziellen Erfolg (und den wünsche ich jedem) und den damit verbundenen Verträgen mit Verlagen auch der Druck wächst, "abliefern zu müssen". Und dann passiert das, was auch diesem Roman nicht gut bekommen ist.
Mangels Handlung werden zunehmend Beschreibungen eingebaut, um auf die für Histo-Romane gängigen Seitenzahlen zu kommen. Gern wird da genommen, welche Berufsgruppen sich in welchen Stadtteilen womit beschäftigen oder welch tolle Sachen man anfangs des Mittelalters schon auf einem Markt kaufen konnte - Letzteres in vielen dicken Schmökern zu bewundern.
Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Dadurch verzichtet der Autor - zwangsläufig - auf parallele Handlungsfäden. Andererseits sollte er dann konsequenter Weise auf zu ausführliche Schilderungen von Gefühlsleben Dritter verzichten - woher soll der Protagonist davon wissen - nicht alles ist von der Stirn anderer Leute abzulesen. Bleibt also bei dieser Erzählform entweder die innere Reflexion oder die Zuflucht zu vielfältiger, packender Handlung. Ich persönlich bevorzuge hier die zweite Möglichkeit. Zu bewundern aktuell in Cornwells grandioser Uthred-Serie - großes Kopf-Kino.
"Die Rache des Normannen" nimmt sehr langsam Fahrt auf. Bis man sich zur ersten spannenden Stelle vorgearbeitet hat, ist die Hälfte des Buches vorbei.
Trotz aller Kritik - der Roman ist durchaus lesenswert, flüssig geschrieben und spielt in einer interessanten historischen Zeit.
Fünf Sterne werden bei Amazon eh etwas inflationär vergeben und sollten für die absoluten Kracher stehen. Vier Sterne würden schon ein ziemlich gutes Buch beschreiben - deshalb von mir drei Sterne für "Die Rache des Normannen".
0Kommentar7 von 8 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. November 2014
Süditalien im Jahre 1054: Contessa Gaitelgrima, die Gemahlin des normannischen Grafen von Apulien, will in das vertraute Salerno reisen, um ihren Sohn dort bei ihrem Bruder taufen zu lassen. Zur Begleitung und zum Schutz der Contessa wird der junge Normanne Gilbert eingesetzt, der die Leibgarde führen soll. Salerno ist eine reiche Stadt, doch hinter der Fassade lauert der Krieg, und so werden sie auch empfangen. Sie geraten in den Aufstand und müssen um ihr Leben kämpfen und besonders auf das Leben der Contessa und ihres Sohnes achten.
„Die Rache der Normannen“ ist der 2. Band der Trilogie der Normannensaga. Gleich zu Beginn gibt es eine kleine Rückblende der wichtigsten Details des 1. Bandes, und immer wieder werden gewisse Ereignisse mit eingefügt, sodass man problemlos in die Geschichte findet. Die Zeit in Süditalien wird sehr spannend beschrieben, die Machtkämpfe untereinander, die politische Lage und wie alles zusammenspielt. Umfassende tragische Kampfszenen gibt es eine Menge, doch bleibt uns das Blut erspart. Die Personen haben sich weiterentwickelt. Sehr hervorzuheben wäre hier Gilbert, der nun eine individuelle Reife erlangt hat und absolut authentisch wirkt. Es gibt patente Dialoge und überraschende Wendungen. Die Beschreibungen der Land- und Ortschaften Süditaliens sind bestens gelungen; der Prunk in Salerno wird dem Elend auf der anderen Seite gegenübergestellt, und man kann sich gut in diese Zeit hineinversetzen. Der geradlinige Schreibstil passt gut und lässt sich flüssig lesen.
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 6. Januar 2015
Gilbert der mit Robert aus der Normandie nach Süditalien ins Mezzogiorno kam, ist mittleweile Roberts Schildträger und wird beauftragt die Fürstin Gaitelgrima nach Salerno zu eskortieren. Von Robert hat er auch noch eine geheimnisvolle Kiste erhalten, deren Inhalt er nur dem Prinzen Guaimar persönlich zeigen darf. In Salerno angekommen, wird schnell klar daß die Normannen hier wenig Gegenliebe finden und sich etwas Zusammenbraut.

Zu Anfang passiert wenig und es liest sich wie ein Klassenausflug ins Blaue. Als ein bisschen Spannung aufkommt mit der Kiste, kann Gilbert die "Entscheidung nicht mittragen" (was soll denn das für eine Ausdrucksweise sein für einen Kämpfer des Mittelalters?). Zwar wenig wahrscheinlich hat sich Gilbert in Salerno mit einem Straßenköter angefreundet, der Teil hat mir aber trotzdem gut gefallen. Nach der Normannenrache dann hat Gilbert ein Ritter-Burnout, fühlt sich benutzt und kritisiert seinen Herrn Robert. Er sagt sich los, um anscheinend im nächsten Teil die liebe Gerlaine zu retten.

Kann man lesen, aber mitreißend war es nicht gerade und Gilbert hat sich nicht zu seinem Vorteil entwickelt. Vielleicht sollte er an einem Stuhlkreis für Ritter teilnehmen, damit er diese Zimperlichkeit überwinden kann.
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Süditalien im Jahre 1054: Der Normanne Gilbert erhält von Robert „Guiscard“ de Hauteville den Auftrag, seine Schwägerin sicher nach Salerno zu begleiten. Contessa Gaitelgrima möchte im heimatlichen Salerno ihren neugeborgenen Sohn taufen lassen. Nach außen hin strotzt die lombardische Stadt vor Prunk und Protz und Guaimar IV., Prinz von Salerno und Gaitelgrimas Bruder, scheint das Heft fest in der Hand zu halten. Doch der äußere Schein trügt. Gegner der Fürstenfamilie sind erbost über dessen engen Verbindungen zu den Normannen in Melfi, ein Aufstand ist bald nicht mehr abwendbar und Guaimars Vorherrschaft steht auf dem Prüfstand. In den Wirren der Kämpfe setzen Gilbert und seine Mitstreiter alles daran, Gaitelgrima und ihren kleinen Sohn zu retten.

Die Schlacht von Civitate liegt hinter den Normannen, aus der sie gestärkt heraustraten, der streitsüchtige Pandulf von Capua ist besiegt, doch das Leben in Melfi verläuft für die Normannen weiterhin nicht friedlich. Während Onfroi, Graf von Apulien, an den Grenzen für Ruhe sorgt und sein Bruder Robert währenddessen in Melfi regiert, trauert Gilbert seiner großen Liebe Gerlaine nach. Doch als er den Auftrag von Robert erhält, für die Sicherheit der Contessa auf ihrer Reise nach Salerno zu sorgen, erwacht er aus seiner Lethargie und beginnt wieder mit Kampfübungen. Ohne zu ahnen, dass er diese bald sehr dringend benötigt.

Ulf Schiewe erzählt im zweiten Band seiner Trilogie die Geschichte der Familie de Hauteville und Gilbert, dem Schweinehirten, weiter. Mittlerweile konnten die Normannen im Mezzogiorno Fuß fassen und die Stadt Melfi zu ihrem Stützpunkt ausbauen. Enge Verbindungen pflegen die Normannen zu Salerno und dessen Fürstenfamilie, aus der Onfrois Ehefrau Gaitelgrima entstammt. Salerno und die Fürstenfamilie stehen dieses Mal mit Mittelpunkt der Geschichte, welche man aus der Perspektive von Gilbert verfolgt.

Die prekäre politische Lage Süditaliens, bedingt unter anderem durch den jährlichen Sold, den Salerno an die Normannen entrichtet wie auch die Vetternwirtschaft und Eigenmächtigkeit von Prinz Guaimar IV. beschreibt der Autor gewohnt interessant und äußerst unterhaltsam. Wobei es Ulf Schiewe wieder überzeugend gelingt, historische Fakten und Persönlichkeiten mit seiner fiktiven Geschichte zu verweben und das Ganze atmosphärisch dicht und anschaulich zu präsentieren. Der Sprachstil ist der damaligen Zeit angepasst und dementsprechend oft ungeschönt und direkt, dabei jedoch immer äußerst bildhaft, fesselnd und stellenweise hochspannend.

Somit bietet auch der zweite Band eine authentische und überzeugend erzählte Geschichte, welche anschaulich die ereignisreichen Geschehnisse in der lombardischen Stadt vermittelt, wie auch die Rolle, welches das Schlitzohr Robert de Hauteville darin spielt.

Fazit: Ein opulenter, spannender und äußerst interessanter Roman über den Aufstand in Salerno im 11. Jahrhundert.
0Kommentar6 von 7 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Dezember 2015
Ulf hat mit der Normannen-Saga eine Reihe geschaffen, die mich nur sehr schwer aus ihren Fängen entlässt. Erneut konnte ich meinen Reader erst gegen 3:00 Uhr morgens, nachdem ich Die Rache des Normannen ausgelesen hatte, aus den Händen legen. Die Geschehnisse rund um die Familie Hauteville, ihre Mannen und der weiteren Protagonisten haben mich zu keinem Zeitpunkt des Lesens losgelassen.

Die Landschaftsschilderungen sind ausführlicher als im 1. Band der Normannen-Saga, besonders die der Reise von Melfi nach Salerno. Auch die Beschreibungen während der Flucht der Normannen und Guido von Salerno speziell über die Berge haben mir sehr gut gefallen. Die Eindrücke von Salerno ließen mich in Gedanken selbst in dieser Stadt herumwandern.

Die Protagonisten sind glaubhaft und nachvollziehbar herausgearbeitet. Auch die Dialoge hätten genau so stattfinden können wie geschrieben. Die Beziehungen untereinander sowie die einzelnen Handlungsmotive sind gut verständlich.
Bei den sehr anschaulichen Beschreibungen von Gilberts Übungsstunden musste ich einige Male herzhaft lachen. Heute gehen die Leute zwecks Fitness in die Muckibuden.

Das Achten auf Äußerlichkeiten ist wahrlich kein Zeichen der Neuzeit und die Menschen früher waren gewiss nicht alle Barbaren.
»Thore hielt sehr er auf sein Äußeres, besonders auf das strohblonde Haar, das ihm bis auf den Rücken fiel, und seinen Bart, in dem winzige Silberringe eingeflochten waren. Auch an den Händen trug er Ringe.«

In diesem Buch erkennt man ebenfalls sehr schön, was ich als Hundefan schon seit Jahrzehnten weiß: dass es kaum eine treuere Seele gibt.
»Doch plötzlich flog ein hellgrauer Schatten über mich hinweg und ging dem Kerl mit schrecklichem Geknurr an die Gurgel. Rücklings fiel der Mann zu Boden.«
»Dabei musste ich wieder an den Hund denken. Furchtlos hatte er sich meinem Gegner entgegengeworfen. Was hatte das Tier dazu getrieben?«

Giberts Wandlung oder auch Reifung vom ziemlich grünen Jungen, der dem älteren Robert meist kritiklos gegenübersteht zu einem erwachsenen, verantwortungsbewussten und nicht mehr alles hinnehmenden Mann, der Robert am Ende die Brocken vor die Füße wirft, hat mir sehr gut gefallen.

Die erneute Verknüpfung tatsächlich geschehener historischer Begebenheiten mit fiktiven Geschehnissen und Handlungsträgern ist ausgesprochen interessant und hat auch bei diesem Buch sehr zur Kurzweiligkeit beigetragen. Die Einbettung des tatsächlich geschehenen historischen Kontext in die schriftstellerische Freiheit hat ferner sehr großen Unterhaltungswert.

Die Umstände des Aufstandes in Salerno sind in meinen Augen sehr gut dargelegt und die Schilderungen sehr plastisch. Hieran sieht man sehr gut, dass einerseits zu große Selbstherrlichkeit nie gut ist, man zudem aber auch immer mit Neidern und besonders Intrigen innerhalb der eigenen Familie rechnen muss.

Das Abschlachten der Verräter - obwohl ihnen freies Geleit zugesichert worden war - mag viele Leser vielleicht grausam erscheinen, doch ich kann die Handlungsweise sehr gut nachvollziehen. Wie der Autor geschrieben hat, durften sich die Normannen einerseits keine Blöße geben, außerdem hatten die Teanos den Bogen mehr als nur etwas überspannt.
Auf der andren Seite kann ich natürlich auch Gilberts Brass auf Robert nachvollziehen. In meinen Augen hat er sich absolut zu Recht hintergangen gefühlt.

Die Spannung steigert sich von der ersten Seite des Buches bis zum Gipfel des furiosen Finales. Besonders während der Schlacht um Salerno lief mein Kopfkino auf Hochtouren, so bildhaft waren Ulfs diesbezügliche Ausführungen.

Wie bereits im ersten Band dieser Reihe ist auch dieses Buch flüssig sowie eingängig geschrieben und lässt sich flott und sehr angenehm lesen. Die klare und eindeutige Sprache hat mir wieder sehr zugesagt. Hierdurch fällt es einem auch sehr leicht, in die Geschichte hineinzufinden.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2014
Gilbert kommt nicht richtig zur Ruhe, schon schickt ihn Robert auf eine Reise nach Salerno, um die Fürstin Gaitelgrima dorthin zu begleiten, die ihre Familie besuchen will. Gilbert nimmt seine Freunde mit, denn auf diese kann er sich zu 100 Prozent verlassen. Kaum in Salerno angekommen, jagt ein Ereignis das andere. Eine Provokation Roberts ist der Anfang entscheidender Handlungen, die letztendlich dahin führen, dass Salerno von Feinden angegriffen wird. Kann Gilbert sein Versprechen halten und Gaitelgrima beschützen?

Auch wenn ich am ersten Band einige Kritik walten lassen musste, war ich sehr gespannt, wie es denn mit Gilbert und seinen Mannen weitergehen wird.
Nun liegt der zweite Teil der Normannen-Reihe vor und Gilbert bekommt den Auftrag, Gaitelgrima nach Salerno zu begleiten und für ihren Schutz zu sorgen.

Im Gegensatz zum ersten Band wird man in diesem Teil mehr von Gilberts Gefühlen mitbekommen und die Geschichte - wieder aus Gilberts Sicht geschildert - kommt richtig in Fahrt.

Für mich herausragend war die Figur der Gaitelgrima. Sie ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die ich im wahren Leben gerne kennengelernt hätte. Ihr Mut, sich in der damaligen Zeit gegenüber manchen Männern zu behaupten, hat mir imponiert.

Gilberts Entwicklung ist erstaunlich. Er hat sich sehr verändert, was wohl auch daran lag, dass er seine Fehler, die er in der Vergangenheit gemacht hat, auch gerade gegenüber seiner ehemaligen Geliebten Gerlaine, eingesehen hat und sich dahingehend auch ändern will und dies auch getan hat.

Die Geschichte an sich ist durchweg spannend und der Autor schafft es geschickt, die historischen Begebenheiten mit seiner Geschichte zu verbinden und daraus eine Story zu flechten, die hochinteressant ist.

Am Ende erwartet einem wieder eine Überraschung und man bekommt Lust, sofort den dritten Teil zu lesen, der allerdings erst im Frühjahr 2015 erscheinen wird. Also heißt es jetzt erstmal abwarten.

Fazit:
Geschichte in spannender Form.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Oktober 2014
Nach den Ereignissen im ersten Teil der Normannensaga scheint nun ein bisschen Ruhe in das Leben von Gilbert und den anderen eingekehrt zu sein. Doch das währt natürlich nicht lange. Gilbert erhält von seinem Bruder Robert den Auftrag, seine Schwägerin, Contessa Gaitelgrima, sicher in ihre Heimatstadt Salerno zu geleiten, wo sie ihren Sohn taufen lassen möchte. Und Gilbert erhält noch einen Zusatzauftrag, er soll Gaitelgrimas Bruder, dem Prinzen von Salerno, ein ganz besonderes Geschenk überbringen. Gilbert führt den Auftrag natürlich aus, doch schnell kommen ihm Bedenken, ob Roberts Plan wirklich klug ist. Und bald zeigt sich, dass die Botschaft in Salerno ernsthafte Verstimmungen hervorruft. Gaitelgrimas Bruder Guaimar ist zwar ein Verbündeter der Normannen, doch wie sicher ist seine Herrschaft? Die Brüder seiner Frau Gemma sinnen darauf, ihrerseits die Macht in Salerno zu übernehmen und das Bündnis mit den Normannen schnellstens zu beenden. Auf einmal befinden sich Gilbert und seine Männer mitten in einem drohenden Bürgerkrieg!

Die Geschichte der Normannen in Italien war mir bisher nicht so recht präsent und so lesen sich Gilberts Abenteuer für mich auf unterhaltsame Weise äußerst lehrreich. Autor Ulf Schiewe bindet eine spannende Story geschickt in die historischen Fakten ein. Gilbert ist dabei ein sympathischer Protagonist, der sich seit dem Beginn des ersten Bandes sehr weiterentwickelt hat. Ich bin wirklich gespannt darauf, wie es mit ihm weitergeht. Ihn und seine Männer habe ich trotz ihrer rauen Sitten wirklich liebgewonnen und fieberte regelrecht mit ihnen mit!

Man kann der Handlung sicher auch folgen, ohne den ersten Teil "Das Schwert des Normannen" gelesen zu haben, ich empfehle aber, diesen zuerst zu lesen, da sich Gilberts ganze Geschichte dann einfach besser entfaltet.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 15. Juli 2014
Mit diesem Titel geht Ulf Schiewes Normannensaga in die zweite Runde. Auch diesmal wird die ganze Geschichte aus der Sicht des jungen Gilbert erzählt, der als Kind von den Hautevilles als Geisel geraubt wurde, lange Zeit als Schweinehirt für sie arbeitete und mittlerweile zu einem engen Vertrauten von Robert Guiscard de Hauteville geworden ist.

Der zweite Band beginnt im Jahr 1054, ungefähr ein Jahr nach der Schlacht von Civitate, mit der „Das Schwert des Normannen“ endete.
Gaitelgrima, in zweiter Ehe mit Roberts Bruder Onfroi, dem Grafen von Apulien verheiratet, möchte nach Salerno zu ihrer Familie reisen, um dort ihren neugeborenen Sohn taufen zu lassen. Gilbert und einige seiner Freunde werden von Robert als Geleitschutz für die Contessa eingesetzt. Bei Prinz Guaimar von Salerno, Gaitelgrimas Bruder, finden sie herzliche Aufnahme. Gilbert ist von der Stadt beeindruckt, doch schon bald merkt er, dass sich ein Aufstand gegen die Prinzenfamilie zusammenbraut. „La Familia“ ist eigentlich heilig, aber hier droht innerhalb des Familiengefüges Gefahr, denn die Drahtzieher der sich anbahnenden Revolte sind keine geringeren als Guaimars eigene Schwager, die Brüder seiner Frau Gemma.
Ehe sich Gilbert und seine Gefährten versehen, stecken sie mittendrin in einem blutigen Aufstand. Wird Gilbert sein Versprechen gegenüber Robert einlösen und Gaitelgrima und ihren Sohn retten können?

Obwohl schon einige Monate vergangen sind, seit ich Band 1 gelesen habe, konnte ich mich sehr schnell wieder an die ganzen Ereignisse und Personen erinnern, um die es damals ging. Um die historischen Zusammenhänge vollends zu erfassen, empfehle ich, auf jeden Fall mit dem ersten Buch anzufangen. Aber man findet durchaus auch gut in die aktuelle Handlung, ohne die Vorgeschichte im Detail zu kennen. Es gibt immer wieder dezent eingebaute Hinweise im Buch, so dass die Zusammenhänge klar werden und man die verschiedenen Charaktere ausreichend kennenlernt.
Was so harmlos, als Verwandtschaftsbesuch, beginnt, wird bald zu einem blutigen Abenteuer mit ungewissem Ende. Gilberts Sorge gilt nicht nur Gaitelgrima und ihrem Sohn, sondern er hat eine dunkle Ahnung, dass seiner geliebten Gerlaine, die ihn bereits seit Hauteville begleitet hat, etwas zugestoßen sein könnte. Unterwegs findet er Hinweise, die seine Befürchtungen bestätigen.
Während es im ersten Band allgemein um die Eroberung Süditaliens durch die Normannen ging, wo die rauen Gesellen aus dem Norden vor nichts Halt machten und sich raubend und plündernd ihr Recht verschafften, so haben sie es mittlerweile zu Macht und Ansehen gebracht und wichtige Bündnisse geschlossen. Die Handlung, die diesmal zum großen Teil in und um Salerno spielt, ist sehr emotionsgeladen. Angesichts der Tatsache, dass Guaimar und seiner Familie Gefahr von der eigenen Verwandtschaft droht, muss man schon schlucken. Beginnt alles als verbaler Machtkampf, so ist bald rohe Gewalt im Spiel. Gemmas Brüder haben eine mörderische Intrige eingefädelt. Die Geschädigten reagieren recht unterschiedlich und mit einem breit gefächerten Spektrum an Gefühlen. Angefangen von taktisch vernünftigen Überlegungen bis hin zu blankem Hass und Rachegedanken ist hier alles vertreten und so lebendig dargestellt, dass man als Leser so manches Mal den Eindruck hat, mittendrin im Geschehen zu sein. Band 1 hat mir gut gefallen, aber die Fortsetzung hat mich völlig gefesselt und in ihren Bann gezogen. Wie er im Nachwort erklärt, hat der Autor für seine Geschichte einige dramaturgische Änderungen an den historischen Tatsachen vorgenommen, und doch bleibt er mit seiner Handlung sehr dicht an der Wahrheit, und diese realen Tatsachen sind besonders faszinierend, ja teilweise schockierend.
Auf jeden Fall ist es Ulf Schiewe nicht nur gelungen, einen Zeitabschnitt und historische Ereignisse für seine Leser lebendig zu machen, sondern er hat das Ende seines Romans so genial angelegt, dass man sich am liebsten gleich auf Band 3 stürzen würde. Hier wird uns jedoch einiges an Geduld abverlangt, denn es soll zwar weitere Bände geben, aber das Erscheinungsdatum ist noch ungewiss. Man kann nur hoffen, dass wir nicht allzu lange auf die Folter gespannt werden.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.

Haben sich auch diese Artikel angesehen