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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WIZO wie man sie kennt und liebt
Endlich mal wieder eine WIZO Scheibe!
Und dann auch noch so gut wie die (sind es wirklich schon 20 Jahre???) "Uuaarrgh!" von 1994.
Politische Texte mit einem Augenzwinkern wie bei "Unpoliddisch", aber wie ueblich fuer WIZO, auch mal total schraege Themen wie z.B. "Zombiemann" oder aber auch mal nachdenkliche Texte "Wenn ich mal...
Vor 3 Monaten von Pooly veröffentlicht

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gewohnt nachdenkliche Texte, aber ohne Ohrwurm-Effekt.
Einmal durchgehört und ziemlich ernüchtert. WIZO war meine Lieblings-Deutschpunkband vor 10 Jahren, da waren die Erwartungen vllt. auch etwas groß. Von den 21 Tracks (netto sind's eigtl. 20) haben mir melodisch nur zwei gefallen: "Wenn nich mal sterb" und "Meine Wut". Textlich gibt es nicht viel auszusetzen, Axel Kurth ist ein guter...
Vor 1 Monat von MovieFan veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WIZO wie man sie kennt und liebt, 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich mal wieder eine WIZO Scheibe!
Und dann auch noch so gut wie die (sind es wirklich schon 20 Jahre???) "Uuaarrgh!" von 1994.
Politische Texte mit einem Augenzwinkern wie bei "Unpoliddisch", aber wie ueblich fuer WIZO, auch mal total schraege Themen wie z.B. "Zombiemann" oder aber auch mal nachdenkliche Texte "Wenn ich mal sterb".
Dieses Album hat mich eindrucksvoll daran erinnert, warum ich WIZO vor langer Zeit angefangen habe zu hoeren!
Die alten Scheiben sind direkt auch mal wieder rausgekramt worden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewährte WIZO-Kost. Nicht so stark wie "UUAARRGH!" aber das 10-jährige Warten hat sich gelohnt., 28. Juni 2014
Ich hatte vorher ja eher wenig erwartet: zig-mal kündigte die Band nach dem vorerst letzten 2004er-Album "Anderster" ein Nachfolge-Album an, zig-mal wurde der Release verschoben - das ließ zumindest mich nichts gutes erwarten.

Doch siehe da: "Punk gibt's nicht umsonst! (Teil III)" enttäuscht nicht. Es liefert die bewährten Nährstoffe, die ein WIZO-Album ausmachen: sozialkritische Texte (u.a. "Dummmensch"), Texte mit schwarzem Humor zum Schmunzeln ("Kolhenholhen"), den üblichen Gegen-Nazis-Song (hier "Ganz klar gegen Nazis"), die quakend-bohrende Stimme Axel Kurths, eingängige Refains und den typischen, soliden Gitarre-Schlagzeug-Bass-Sound einer musiktechnisch nicht übertalentierten, aber guten Band in einem profesionell produzierten Klanggewand. Kurz: die alten WIZO, keine Experimente.

Zum Lachen brachte mich vor allem "Unpoliddisch": eine herrlich bitterböse Satire über dumpf-dumme Skinheads mit ostdeutschem Akzent mit Hang zum Patriotismus - genau aus dieser Perspektive, mit ostdeutschem Dialekt, gesungen. WIZO wühlen hier natürlich tief in der Klischee-Liste - teffen aber nun einmal genau den Punkt. Und ich musste spontan an den ein oder anderen aus meiner Familie und meinem Bekanntenkreis denken...

Spieldauer: 65 Minuten
Anspieltipps: Kohlenhohlen, Entzweit (hatte Axel Kurth aka "XLQ" 2007 bereits als Demo-Version veröffentlicht), Unpoliddisch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Anhieb für gut befunden =), 23. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was soll man sagen? Das Album ist super, wie man es gewohnt ist. Ich kann meinen Vor-Rednern nur zustimmen: wer die alten Alben / Lieder mochte, dem wird auch dieses Album wieder gefallen. 1A ganz klar Wizo eben -> großes Ohrwurmrisiko!!! =)
Also unbedingt reinhören und bei Gefallen zuschlagen =)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück mit alter Stärke!, 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die neue WIZO Scheibe bietet nach langem Warten wieder alles was man sich wünscht,
Humor, bissige Texte und eine gehörige Portion Punk! :)
Wo andere Bands sich dem Mainstream immer mehr anbiedern bleibt WIZO sich treu und transportiert
noch immer die geballte Kraft und Wut ihrer Klassiker wie UUAARRGH oder Bleib tapfer.
Das Warten hat sich gelohnt!
ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG UND BESTE GRÜßE AN FELIX EFPUNKT, PUNKS ARE NOT DEAD! :)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Wow, 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielen Dank für das tollt Album. Es hat wirklich lange gedauert und ich hatte eigentlich schon fast gar nicht mehr damit gerechnet, aber das warten hat sich wirklich gelohnt. Für mich vll. sogar die beste Wizo Platte überhaupt. Wer Wizo gerne gehört hat, der wird hier nicht enttäuscht. Wer Deutschpunk mit intelligenten udn sozjalkritischen Texten mag, der wird hier auch bestens bedient.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wilkommen zurück, 28. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
geniales album im alten sinne.... ein absolut gelungenes meisterwerk :D auch allen anderen viel spaß damit! punks still not dead!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen in bewährter Manier, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wundervoll kritisch wie immer...
musikalisch wie auch textlich schließt es nach meinem Empfinden an die vorherigen Scheiben an.
Wer Wizo mag, wird auch diese Scheibe mögen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 4. Juli 2014
Das ist eindeutig WIZO! So wie ich es mag und. Nach dem langen Warten endlich mal wieder ein geiles Album. Läuft auf und ab bei mir.
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5.0 von 5 Sternen WIZO - Scheibe mit Klassiker-Potential - detaillierte Auseinandersetzung, 24. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe WIZO zum ersten Mal gesehen ca. 1991 im Jugendhaus Rutesheim.

Ich habe mir damals die Für’n Arsch-LP kurz nach Veröffentlichung gekauft, natürlich mit „kein Gerede“ ohne Karaoke. In genau diesen könnt ich mir Beißen, dass ich die Platte damals zu irgendeiner Party mitgenommen habe und sie nie wieder sah.
Wizo wurde schon damals als Teenie-Punk bezeichnet, wegen der schönen Melodien und der teils trivialen Texte. Schöne Melodien machte auch ABBA und diese werden allerseits als großartig bezeichnet, nämlich genau wegen der spielerischen (logischen) Melodien. Deshalb kann/konnte ich diese Kritik nie ganz verstehen. Damals passte das auf alle Fälle wie die Faust auf’s Auge: was soll man als Teenie-Punk denn hören außer Teenie-Punk ;o)
Heute bin ich keiner mehr, also kein Teenie, höre die alten Wizo-Sachen aber immer noch sehr gerne. Einmal aus Nostalgiegründen, zweitens als Heimatmusik für Exil-Schwaben, drittens, weil‘s einfach immer ein Genuss ist, alle Lieder mitsingen zu können und es einfach schöne Melodien sind und weil sie so viele krasse Texte haben, Texte die provozieren, nihilistisch, misanthropisch, a-sozial, häufig morbid und witzig sind. A-sozial wie bei dem Song “some kind of Hate” von „Blood for Blood“: „you call me anti-social, you’re f&%$ing right. Cause I hate this mother%&%ing world, and every motherf&%$er inside”.

So nun zur Platte. Ist das neue Album so "abwechslungsreich" wie Anderster, so dass man die Platte gar nicht am Stück hören kann (eben wie Anderster oder die letzten 4-6 Platten der die Ärzte)? Finde von der Anderster "Chezus", "Egon" und "Nana" genial, kann "Jimmy", "Unsichtbare Frau", "Schlau, versaut und gutaussehend" ne Menge abgewinnen, ärgere mich aber so sehr über "Raumgleita", "Phlughaphöm" und finde vor allem "Kopf ab, Schwanz ab, Has!" so furchtbar, dass ich mir die anderster nicht durchgehend anhören kann.

Ist die neue Platte vergleichbar? Diese Frage werde ich ausführlich beantworten:

1) Seegurke: musikalisch Punkrock ala Wizo, textlich: Seegurke? Ach Axel, was soll der Scheiß? Ein Lied über ein völlig belangloses Tier? Kopf ab Schwanz ab Has? Oh nee… Das war meine erste Reaktion. Zwei-dreimal Hören später: eigentlich schon ganz cool, was dieses belanglose Tier kann und es gibt so Tage, Situationen und Gegebenheiten, da wünschte auch ich, dass ich das könnte: Eingeweide raus und F%$& Dich Mann! Fazit: Gesellschaftskritik in Wizo-manier! Klasse! 9/10

2) Scheissefresser: musikalisch nicht ganz mein Geschmack, auch wenn es gut Tempo hat. Inhaltlich großartige Beschreibung der Ist-Situation bezüglich Nahrung. Schön auch beim Namen genannt: „Monsanto“ - die gnadenlos quasi einen Giftgas-Angriff auf unser Essen und damit uns durchziehen und damit ordentlich Kohle abkassieren. Die Regierung und die dämlichen, allesfressenden Konsumenten sorgen dafür, dass es damit auch schön weitergehen kann. Eines der wichtigsten, politischen Lieder von Wizo in der aktuellen Situation! 8/10

3) Kohlenholen: wunderschöne Melodie im langsameren Bereich und eine Geschichte die herrlich morbide, zynisch und komisch ist. Es bringt einen vermutlich nicht weiter, aber das schafft „Braindead“ auch nicht und dennoch ein richtiges Highlight der Platte. 10/10

4) Ganz klar gegen Nazis: musikalisch – Wizo in Höchstform. Textlich: eindeutig.
Ja, es ist gegen alles was mit rechts, Nationalismus, Patriotismus, Diskriminierung, Gleichmacherei etc. zu tun hat. Ich denke, es gibt, neben der Tatsache, dass man als klar denkender Mensch, Nazis nicht tolerieren kann, zwei Gründe für den Song: zum einen braucht Wizo einen zweiten Song neben „Nix und Niemant“ indem klar zum Kampf gegen Nazis, Rassismus etc. aufgerufen wird und zweitens haben viele harte Bands und sogar manche (sogenannte) Punkbands scheinbar S***** davor sich klar zu positionieren. (Nebenbei: kann mir mal einer erklären, warum die AntiFa in letzter zeit so kritisiert wird?) Bewertung des Songs: 10/10

5) S*******kotzen: flottes, sehr geiles Lied; Text: nanu (oder besser heidenei ;o) warum diskriminiert Wizo ältere und ganz junge Menschen? Hört man genau zu, merkt man, dass die Kernaussage nicht „diese alten/jungen Menschen kotzen mich so an“ ist, sondern „ich will nicht so alt sein – irgendwann“ und „was ich bin, gefällt mir nicht“. Das führt dann zu dem Wunsch Scheiße zu kotzen. Kann ich (an vielen Tagen) absolut nachvollziehen. Volle Punktzahl! 11/10

6) Kriminell und Asozial: Musik: Tango mit Punk-Elementen(!!!)/ Text: es geht um seinen Werdegang im Bezug auf die Einhaltung der Regeln, was (zusammengefasst) nicht gelang, aber ne Menge Spaß gebracht hat. Das ist Punk! Mir in dieser Form etwas zu radikal, kann man aber gut hören. 8/10

7) Kein Empfang: schöner Ska-Song; Textlich versucht er eine(n) alte(n) Freund(in) anzurufen, die/der aber wohl verstorben ist und von daher nicht erreichbar ist. Sehnsucht auf Wizo-Art. Geiles Lied 9/10

8) Alles verschwimmt: Musik ist seltsam gleichförmig, kein Hit; textlich: sagt schon der Titel. Kein schlechtes Lied, aber nichts was hängen bleibt… 7/10

9) Königin: Musik: Wizo-Punkrock / Text: wunderbares Liebeslieb mit oralem Augenmerk. Ein Hit - Top! 10/10

10) Unpoliddisch: Musik: Imitation der Musik, der, im Lied, beschriebenen Bands, also „harter“ Rock; Text: wunderbare ironische Stellungnahme eines derzeit, überall zu findenden, unpolitischen Rockers. Wizo war immer schon extrem politisch und kritisieren, zu Recht, die unpolitischen Bands und Menschen, denn wie soll sich was ändern, wenn man sich für nix interessiert. Sowas ist einfach „superdumm“. Die blö%&% Onkelz, o.ä. sind auch heute noch Gegner, da sie gegen Extremismus jeglicher Art sind, also auch gegen Wizo und uns. Schön dieses uralte schwachsinns-„Argument“ über die Asylanten, die zwar nicht arbeiten dürfen, aber uns die Arbeit wegnehmen – LOL. Dass der Text in sächsisch wiedergegeben wird (wobei einige schwäbische Schnipsel nicht zu leugnen sind), ist meiner Meinung nach zwar gut gelungen, aber unfair, da es im Westen viel mehr unpolitische Menschen gibt. Ich hab in Schwaben, Berlin, Hamburg, Schleswig Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg Vorpommern gewohnt und habe festgestellt, dass die Menschen im Osten viel politisch extremer sind, als in den westlichen Ländern – das gilt sowohl für links, als (leider) auch für rechts. Im Westen gibt’s, wenn überhaupt, meist nur die Frage ob CDU oder SPD. Guter provokanter Song, der viele Menschen zum diskutieren bringt. Ziel erreicht - Total verboilt. 9/10

11) Zombiemann: Musik: Ballade /Text: Liebesschwur für den nackten Zombie. Naturgemäß misanthropisch, wie das bei Pro-Zombie-Liedern/Filmen eben so ist. Witziger Song, aber für mich etwas flach und nach dem 5ten Mal hören dann auch ausgelutscht. 7/10

12) Endzweit: Musik: irgendwie erinnert es mich sehr an die Ärzte, mag ich z.T. auch, also nicht schlecht. Text: Beziehung gehen oft aus unerfindlichen Gründen auseinander. Die textliche Umsetzung von den fantastischen Vier (Raus) find ich besser. Als Punkrockversion, ist diese von Wizo gut. 7/10

13) Meine Wut: Lagerfeuer-Gitarren-Musik mit sehr interessanter Gesangsmelodie / inhaltlich wie eine Art Liebeserklärung an die eigene Wut, die mal da ist, mal verschwindet, einen motiviert und antreibt, einen ausmacht, aber auch schuld an vielen schwierigen Situationen des Lebens. Sehr guter Text in sehr schöner Melodie -> 10/10

14) Pinöpel: Übergang zu
15) Dummensch: Punkrock vom Feinsten / Text: Titel sagt viel, der Text stellt fest, dass die erschreckende Mehrheit der Menschheit einfach dumm ist, dumm bleibt und wohl auch dumm stirbt. Verabscheuungswürdige Realität auf den Punkt gebracht in provozierender Wizo-Manier 10/10

16) Wenn ich mal sterb: Musik: ruhig / der Text ist erstaunlich ernst und persönlich und erinnert mich daran, auch für meine mich Liebenden mal klarzustellen, was während und nach meinem Tod mit mir passieren soll. Danke Axel. Sehr gutes Lied 10/10

17) Erwin: Musik: schöner Punkrock, Text: Verlassen werden und das nicht akzeptieren. Also thematisch ein wenig wie „gute Freunde“, wobei es an diesen Wizo-Knaller nicht ganz rankommt. Trotzdem spitze 9/10

18) Wie soll's gehen: Musik – Midtempo / Texte: „what have I become?“ Ein Thema das viele Bands aufgreifen. Ähnlich wie bei „Scheissekotzen“. Kritische Selbstreflektion mit dem Resultat, dass von dem Menschen, der man früher war nicht viel übrig ist. Gut umgesetzt 9/10

19) Schlechte Zeit: Musik: witzig mit schrägem Songalong / Text: Es gibt immer Menschen, die meinen genau zu wissen, was gut für einen ist – verpisst Euch! Schwer zu bewerten: nicht schlecht, nicht spitze 7/10

20) Alte Herren: Musik: Lullaby / Text: Abschiedslied. Wenn dieses Lied auf dem Konzert vorbei ist, braucht keiner mehr „Zugabe“ schrein – dann isch’s rum. Netter Abschluss für das Konzert und diese Scheibe 9/10

Fazit: Nach „Anderster“ habe ich schlimmes befürchtet.
Zählt man die Punkte zusammen kommt man zu dem Schluss, dass es sich um ein ausgezeichnetes Wizo –Album handelt. Wizo provoziert, zeigt auf, hasst, liebt, bezieht Stellung und bringt zum lachen. Ich bin begeistert und freue mich wie Sau auf das Konzert in Rostock und bin nicht böse, wenn viele der neuen Lieder gespielt werden.
Sehr gute Platte!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spätze & Gewalt Re-Loaded!, 23. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben sind die Sindelfinger Kultpunx von WIZO wieder da!

20 Jahre nach ihrem Überklassiker "Uuaarrgh!" und 10 Jahre nach dem, etwas mauen, Abschiedsalbum "Anderster" und der folgenden Auflösung der Band, erschien nun das neueste Werk von Axel Kurth & Co.:

PUNK GIBTS NICHT UMSONST! (TEIL III)

Und was für ein Hammer ist das neue Album geworden... 21 brandneue Songs in bester "Uuaarrgh!" bzw. "Bleib Tapfer!/Für'n A****! Manier! Vieleicht sogar das beste WIZO Album aller Zeiten!

WIZO wirbelten durch die deutsche Punkszene der 90er. Wo andere Bands auf parolenhafte, verbissene Politlyrics setzten und das ganze im Hardcore Sound vertonten, klangen WIZO immer nach Melodycore kalifornischer Prägung. Ganz im Stile von NOFX, Pennywise, Bad Religion und Konsorten. Textlich legte man sich nicht fest. Politik? Klar! Aber auch Fun im Stil früher DIE ÄRZTE...

Farin, Bela und Rod namen WIZO dann auch mal als Vorband mit auf Tour. Aber auch kleine Gigs waren WIZOs Ding. Bei mir unvergessen ist der Gig 1994 in einer Dorfdisco in Mönchengladbach, irgendwo am A**** der Welt. Und natürlich das Abschiedkonzert in der Krefelder KuFa...

Ich "stolperte" erstmals über WIZO im lokalen "Hitsville Record Store". Da stand anno 1992/93 die "Für'n A****!/Bleib Tapfer" CD im Regal. Aber irgendwie turnte mich damals das Cover ab. Sah eher nach Demo bzw. irgendwie billig aus. Und die Jungs hatten auch noch lange Haare! Vorurteile haben mich damals davon abgehalten, das Ding zu kaufen. Verdammt!

Aber 1993 fand dann die erste WIZO Scheibe den Weg in meine Sammlung: Die "All That She Wants" EP. Ich liebe Punk Covers, deshalb musste diese geniale Version des ACE OF BASE Hits natürlich angeschafft werden. Ich war begeistert!

Im Innenteil der CD wies die Band dann auf ihre vorherigen VÖs hin. Die mussten dann wohl oder übel auch noch gekauft werden... ;D

Also zurück zum Krause von "Hitsville" und die erste CD gekauft, die ich vormals aus Voreingenommenheit verschmäht hatte (natürlich noch die unzensierte Version!).

"Für'n A****!" fand ich durchaus noch durchwachsen. Klar, "Kein Gerede" war ein Instantklassiker, aber irgendwie war das Album noch unausgereift. Und relativ schlecht produziert... Zudem fand ich die englischen Songs von WIZO meist überflüssig. Auf deutsch konnten die Sindelfinger es schon immer besser!

"Bleib Tapfer!" war dann eine ganz andere Nummer! Da liefen WIZO erstmals zur Höchstform auf. Die Produktion war immer noch etwas mau, aber Songs und Texte waren grandios! Das Thema Tod zieht sich als roter Faden durch die Platte, ohne in ein blödes Konzept zu kippen. Ich war begeistert.

Zudem wanderte damals noch die "Klebstoff" 7" von 1991 und die legendäre "Roy Black Ist Tot" Single von 1992 über den Tresen. Natürlich die Erstauflage mit dem "Pippi" Lied auf der B-Seite... Beides Klassescheiben! Schade, dass die Songs in den Versionen nicht auf CD erhältlich sind (lediglich die "Klebstoff" Single wurde als Bonus für "All That She Wants" nochmal neu eingespielt...)

1994 brach dann das Monster "Uuaarrgh!" über uns herein. Hier stimmte alles: Texte, Musik, Sound! Leider konnten Axel & Co. immer noch nicht die Finger von den englischen Texten lassen, aber diesmal fielen die Songs nicht mehr ganz so negativ auf. Allein der Opener "Kopfschuss" machte mich, als Fan des 80er Politdeutschpunks sehr glücklich! Der Rest des Albums war ebenso genial. Fun, Politik und Nonsense...alles da! Und Musik, die sich vor Bands wie NOFX, Propagandhi, Millencolin etc. nicht verstecken musste! Konsequenterweise gab es später eine abgespeckte Version von "Uuaarrgh!" auf Fat Wreck Chords, dem Label von NOFX Sänger Fat Mike.

Schon ein Jahr später beglückten die Schwaben uns mit der EP "Herrénhandtasche". Leider viel zu kurz, aber mit "Quadrat Im Kreis" enthielt diese EP einen der intensivsten WIZO Songs ever! Bis heute ein Gänsehautstück! Vor allem live!

1996 kam dann, nach dem Skandalauftritt auf dem "Bizarre Festival", die "Nuazo" Single raus. Ohne große Werbung und Ankündigung. Heute ein gesuchtes Sammlerstück...

Danach schien die Luft raus zu sein. WIZO verschwanden in der Versenkung. 1997 erschien noch die "Weihnachten Stinkt!" Split EP mit den Japanern HI-STANDARD und 1998 die "Kraut & Rüben" EP auf Fat Wreck Chords, die aber nur bereits veröffentlichte Songs für den amerikanischen/internationalen Markt zusammengefasst hatte.

1999 mischte das Album "Deutschpunk-Revolte" der Ur Punx WTZ (Würmtal Zecken) den Punk Untergrund auf. Angeblich ein Original von Anfang der 80er, aber nie veröffentlicht. Irgendwann stellte sich aber heraus, dass es WIZO waren, die sich einen, zugegebenermaßen sehr guten, Gag erlaubt hatten. Nicht wenige sind auf die Legende, die im Plastic Bomb Fanzine und im Booklet abgedruckt war, reingefallen. Die Platte klang aber auch verdammt nach 1981... ;D

Dann war aus WIZO endgültig die Luft raus...

2004 kam dann, stark verspätet, das Album "Anderster" heraus. Mit der Ankündigung, die Band nun engültig zu begraben. Leider konnte das Album die Erwartungen an ein neues WIZO Album nicht erfüllen. Klar, einige Songs gehen schon in eine gute Richtung, aber insgesamt war das Album doch eher mau... Leider!

Dafür gab es eine tolle Abschiedstour. Und das wars dann...

Dachten wir... 2009 gab die Band dann ihre Wiederauferstehung bekannt und spielte 2010 ein paar Festivals...

...nur um erneut in Dornröschenschlaf zu fallen. Zwar wurde ab und an öffentlich über ein neues Album sinniert, aber gefühlt passierte da nix...

Aber im Juni 2014 war es soweit: Der WIZO Newsletter verlautbarte die VÖ von "Punk Gibt's Nicht Umsonst, Teil II" als Download, einen Monat vor dem Release der CD!

Und was da raus kam war das Album, das sich 2004 alle gewünscht hätten! Vollgestopft mit großartigen Songs, die an die Hochzeit von WIZO erinnern, ohne sie zu kopieren! Politik, Fun und Nonsense...ja, WIZO können es doch noch!
Eine Tour ist für den Herbst angekündigt...die neuen Songs werden sich perfekt in die Setlist einfügen, da besteht kein Zweifel. Wenn es doch schon November wäre...

WIZO sind wieder da und es heisst endlich wieder "SPÄTZLE & GEWALT!"

Hurra!
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