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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einnehmender Indie-Pop, 4. September 2014
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: They Want My Soul [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
So kantig und indiemäßig rockend dieses neue Album mit ‚The Rent I Pay‘, der – mittlerweile auch schon Indie Altspatzen (est. 1994!) – beginnt, so bleiben Sie dennoch ihrer Linie, Popsongs in ungewöhnlichen Arrangements einzuspielen, treu. Ganz deutlich wird das bei ‚Inside Out‘, dass von der Melodie her durchaus an die frühen Stereophonics (als die noch gut waren) erinnert.

Das von Klavier Akkorden dominierte Stück, könnte man aber auch durchaus Ben Folds zuschreiben. ‚Rainy Taxi‘ ist dann wiederum moderater Gitarren-Pop, aber mit der nötigen Dringlichkeit gespielt und braucht Vergleich mit besseren Manics Songs nicht zu scheuen. Ein sonniger Background Chor erhellt dann den Ohrwurm ‚Do You‘, der auch wiederum an die Stereophonics erinnert (vgl. z.Bsp. ‚Have A Nice Day‘). Überhaupt klingen die Texaner auf diesem neuen Album oft sehr britisch.

Auch das etwas düstere ‚Knock Knock Knock‘ führt diese Linie fort mit seinem trockenen Rhythmus und seiner eingängigen Melodie. Da verzeiht man ihnen dann auch, dass ‚Outlier‘ eine wenig zu anbiederend – echomäßig eingespielte Keyboard Tupfer u. handclaps – und auch kompositorisch recht simpel daherkommt. Allerdings wäre gerade das ein song, den die aktuellen Pop-Format Radiostationen problemlos in ihre playlists integrieren könnten.

Indiemäßiger klingt da schon das Titelstück, das mit einer sehr schön komponierten Bridge glänzt. Auch der folkmäßige angehauchte Walzer ‚I Don’t Understand‘ erinnert wieder sehr an britische acts und bietet neben einer eingängien Melodie auch einfallsreiche Piano fill-ins. Aus dem durchaus ansprechenden ‚Let Me Be Mine‘ hätte man arrangementmäßig noch mehr rausholen können. Der closer ‚New York Kiss‘ ist dann zwar kein Reisser, rundet diese Scheibe aber doch gut ab.

Insgesamt sind die Kanten hier – im Vergleich zu den Vorgängeralben – abgeschliffen worden, aber die Güte des songwritings und die Bandbreite der Arrangements können mehr überzeugen als früher.

Auf jeden Fall ist das ein wunderschönes, zwischen Melodieseligkeit und Indieanmutung ausgewogenes Alternative Pop Album und wahrscheinlich eines der besten, das bisher 2014 erschienen ist. Der 5te Stern bleibt ihnen nur deswegen verwehrt, weil man aus der Vergangenheit weiss, dass da noch mehr drinnen gewesen wäre...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Her damit!, 1. August 2014
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: They Want My Soul (Audio CD)
Nun, dem Status eines Geheimtipps scheinen Spoon wohl endgültig entwachsen zu sein – ähnlich wie ihre Kollegen von den Black Keys hat sich die Veröffentlichung von Alben allererster Güte auf Dauer bezahlt gemacht. „Gimme Fiction“, „GaGaGaGaGa“ und „Transference“, um nur die letzten zu nennen, hoben den lässigen und elektrisch verstärkten Bluesrock auf eine neue Stufe, von Talent redet jetzt keiner mehr, der Hypefaktor steigt unablässig – sie sind big in business. Natürlich birgt das ein paar Gefahren, jetzt, da der ganz große Druck endlich weg ist und sie auf Festivals nicht mehr in die Nachmittagssonne blinzeln müssen – man wird vielleicht genügsamer, hier und dort auch mal etwas weniger kritisch, wo man früher eine Extraschicht eingelegt hat, sperrt man das Tonstudio heute schon etwas eher zu. Kann passieren, muss aber nicht – ehrlicherweise darf man sagen, dass das aktuelle Album des Quintetts aus Texas zu solchem Geunke noch wenig Anlass bietet.

Sie spielen noch immer ihren trockenen, beschwingten Beat, der durch die spröde Stimme von Britt Daniel unverwechselbar wird – routinierter, aufgekratzter Gitarrentwang. „Rent I Pay“ und das Titelstück würden anderswo als Leadsingles glänzen, hier bleiben sie eher gelungener Durchschnitt, den Spitzenplatz teilen sich das funkig roughe „Knock Knock Knock“ und der Beziehungskistenrock von „Let Me Be Mine“. Ein wenig Murmeltiertagsgefühl stellt sich ein, wenn es – wie so häufig in den letzten Monaten – in Richtung Disko geht, Spoon machen da keine Ausnahme und werden wohl auch nicht die letzten sein. Wie sie für „Do You“ durch die Kulisse wippen, ohne ihren Biss zu verlieren, das ist schon aller Ehren wert, Versuch Nummer zwei mit „Outlier“ ist dann nicht mehr ganz so zwingend, vielleicht auch, weil sich kein Stück so weit vom bisherigen Kerngeschäft der Band entfernt wie dieses.

Nach vierzig Minuten ist schon Schluss, sie wollten es – gute Idee – anscheinend nicht in die Länge ziehen. Ein Ratschlag, den sie wohl auch von ihrem Haus- und Hofproduzenten Jim Eno bekommen haben, schließlich hat der Mann alle acht Alben der Band produziert und wenn jemand weiß, was das Beste für sie ist, dann wohl er. Wessen Idee es war, ein Cover von „I Just Don’t Understand“ der amerikanischen Schauspielerin und Sängerin Ann-Margret Smith mit auf die Platte zu nehmen, könnte man sicher recherchieren – da das Original von 1961 allerdings mindestens genauso frisch klingt wie die Neubearbeitung, lohnt sich die Mühe eher nicht. Dass Spoon, Stand heute, auf nur zwei Termine nach Deutschland kommen, muss man ihnen allerdings wirklich ankreiden (schon Daniel’s Band Divine Fits hatte sich hierzulande kaum blicken lassen), man hätte schon gern öfter gesehen, wie sich die Jungs die Seele aus dem Leib spielen. Schließlich ist sie doch genau das, was wir von ihnen wollen … mapambulo:blog
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4.0 von 5 Sternen Macht Spaß zu hören mit charakteristischer Stimme, 23. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: They Want My Soul (MP3-Download)
Ich kenne schon viele der älteren Alben von Spoon und habe zufällig mitbekommen, dass es ein neues Album gibt, als ich die charakteristische Stimme im Radio hörte.

Der Kauf des neuen Albums war kein Fehler. Es ist eine lebendige, runde aber doch auf ihre Art kantige Musik die Spaß macht. Ich finde dieses Album auch etwas abwechslungsreicher als das Vorgängeralbum.
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