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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Schritt zurück und doch nach vorne
Mit "Luna" ist nun das zweite Album der Gruppe Faun erschienen, dass in Zusammenarbeit mit Valicon entstand und bei Universal veröffentlicht wurde. Das erste Album dieser Zusammenarbeit "Von den Elben" stellte viele alte Faun-Fans auf eine harte Zuneigungs-Probe zu ihrer Lieblingsband. Die Kritik Album war zahlreich und hart: "zu schlechte...
Vor 15 Tagen von M. Schuh veröffentlicht

versus
43 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Valicon, die zweite.
Für Hörer aus dem Pop/ Schlagerbereich ist dieses Produkt eine tolle Sache. Hier können diese ihren musikalischen und kulturellen Horizont etwas erweitern. Für die alten Independent-Faun- Fans gibt es auch Lieder (Hekate, Hymne der Nacht,Hörst du die Trommeln, Era Escuro), die zeigen wie die CD sein könnte wenn nicht die Schlagerproduktion...
Vor 17 Tagen von Peter veröffentlicht


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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Schritt zurück und doch nach vorne, 8. September 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Mit "Luna" ist nun das zweite Album der Gruppe Faun erschienen, dass in Zusammenarbeit mit Valicon entstand und bei Universal veröffentlicht wurde. Das erste Album dieser Zusammenarbeit "Von den Elben" stellte viele alte Faun-Fans auf eine harte Zuneigungs-Probe zu ihrer Lieblingsband. Die Kritik Album war zahlreich und hart: "zu schlechte Texte", "zu viel Schlager", "zu wenig Faun", so kann man es vielleicht zusammenfassen. Während sich die alten Fans vor entsetzen schüttelten und den großen Pan anflehten sie von der Krankheit "Universal" zu erlösen, die ihre Lieblingsmusik zu verseuchte, konnten tausenden von Neu-Faun- Fans nur ungläubig und den Kopf schütteln und fragten sich was an der wunderbaren Musik von "Von den Elben" denn auszusetzen sei. Diese kleine Einleitung beschreibt mein Dilemma bei der Bewertung von "Luna" - denn ich weiß, dass meine Meinung als alter Faun-Fan eben nicht unbedingt mehr repräsentativ für die potentiellen Luna-Käufer ist, aber natürlich kann und vor allem will ich eigentlich Faun nur aus dieser alten emotionalen Verbundenheit heraus beurteilen.

Als vorweggenommenes Fazit kann man zu "Luna" sagen, dass es auf der einen Seite wieder vielmehr Faun ist als beim letzten Album, aber gleichzeitig auch dieses Album den Einfluss - und meiner Meinung nach die Schwäche - der neuen Zusammenarbeit beibehält.

Wie auch bei "Von den Elben" kann man auch hier festhalten, dass das klanglich ein klares Album herausgekommen ist. Positiv bewerten möchte ich auußerdem, dass die Stimmen der zahlreichen Sänger und Sängerinnen weniger stark verfälscht zu sein scheinen. Gerade Katja Moslehner als "neue" Faun-Sängerin darf hier endlich ihre Künste beweisen und mit ihrer tollen Stimme beeindrucken.

Insgesamt hat das Album deutlich an schlager-hafteverloren:
- Im Vergleich zu den "Von den Elben" haben sich die Instrumental-Teile in den Stücken deutlich erhöht und sind vor allem fauniger. Endlich gab es wieder mehrere Passagen in den Stücken in denen ich die Augen schließen und mich in den Instrumenten verlieren. Gerade auch die Spieltechniken der einzelnen Musiker(insgebesondere Stefan an der Drehleier) kann man sehr klar heraushören. Leider kann jedoch nicht jede Instrimentalpassage mit seinem Rythmus überzeugen. Hier fehlt bei einigen Liedern noch klar die Rafinesse der alten Alben, man merkt einfach, dass die Arbeiten an "Luna" nicht - wie bei anderen Alben - 3 Jahre gedauert hat. Auch die Länge der Instrumentalteile ist im Vergleich zu älteren Alben immer noch sehr knapp. Es wirkt dadurch manches mal gequetscht und hektisch.
- Die Texte sind deutlich deutlich verbessert. Ausrutscher wie "Tanz mit mir" findet man auf "Luna" zum Glück nicht mehr. Allerdings muss ich auch hier festhalten, dass diese Verbesserung relativ betrachtet werden muss. Wie auch schon beim Vorgängeralbum fehlt es auch hier an der sprachlichen Vielfalt, die die anderen Alben noch aufweisen konnten: Es bleibt beim Deutschen und Lateinischen. Faun geht hierbei nach wie vor ein Teil ihrer interkulturellen Identität verloren. Die selbstgeschrieben Stücke können teils überzeugen "Wilde Jagd" zum Teil weisen sie aber auch wieder Passagen auf bei denen sich einem die Fußnägel kräuseln "Und nun bist du mein Anker/ im Rausch dieser Lage/ und dein Name wird mir zum Gebet"(Hekate). Bei der Auswahl der lyrischen Vertonungen scheiden sich wohl die Geister: Mir ist Eichendorff dann doch etwas zu kitschig, während andere sich hierüber sicherlich freuen werden
- Beim Thema Rythmus/Melodie/ Refrain zeigt sich am deutlichsten die Ambivalenz der Entwicklung seit dem letzten Album. Auf der einen Seite haben noch immer viele Lieder typische Pop-/Schlagerrefrains. Diese zerstören für mich auch einen Großteil des Hörvergnügens, gerade bei der ersten Hälfte der Lieder. Die Texte des Refrains sind in den meisten Fällen wenig gelungen, die Melodien viel zu eingängig. Zu sehr dominiert eine aufdringliche Taktvorgabe. Die Lieder folgen insgesamt einen recht einfachen Aufbau und der Übergang zwischen Strophen und Refrain ist für Faun einfach zu stark. Die Musik verliert ihr mytisch schwebenes und verkommt zu einfacher Pop-Musik. Auf der anderen Seite erkennt man jedoch einen deutliche Rückbesinnung auf die alte Faun-Musik. So sind die Refrains längst nicht mehr so dominant wie bei "Von den Elben". Insgesamt gibt es viel mehr Stücke bei denen man direkt am Anfang an die alten Alben erinnert wird. Abseits der Refrains sind viele Lieder dabei, die wirklich faunig sind: Stärkere instrumentalbegleitung, schönere Übergänge, klarerer Stimmen.

Nun möchte ich noch zu einem wirklich sehr erfreulichen Thema kommen: Bei "Von den Elben" gab es kein neues Lied (Andro und Elben also ausgeklammert), dass mich wirklich begeistern konnte. Auf "Luna" sind es zumindest 3:
1. Endlich gibt es eine Studio-Version von "Cuncti Simus". Eines meiner absoluten Lieblingslieder und die Version ist im großen und Ganzen auch sehr gelungen. Der schöne instrumental und gesangsteil von Sonja ist erhalten geblieben. Kritikpunkt ist, dass leider die Rahmentrommel zu leise ist.
2. "Die"Wilde Jagd" ist ein richtig schönes Faun Lied. Ein balladen-ähnliches Lied, musikalisch aus einem Guss mit schöner Symbolik
3. Bei "Era Escuro" darf Katja ihr volles Gesangspotential aufzeigen. Das erste Lied von Faun mit ihr, dass dem Akkustik-Setup zugeteilt werden kann und wird. Ich freue mich hier schon auf die erste Live-Version in einer Kirche

Wie ist mein Fazit als alter Faun-Fan? Im Gegensatz zu "Von den Elben" gibt es sehr viele positive Rückbesinnungen auf die alte Faun-Musik. Von den drei oben genannten Außnahmen abgesehen gibt es nur leider bei den meisten Liedern Kleinigkeiten, die mich leider aus der träumerischen Stimmung wieder rausreißen. Manchmal ist es ein Refrain, eine Textpassage oder ein aufdringlicher Chorgesang. Zu oft wird mir bewusst, dass die Musik insgesamt zu seicht(!) ist, mir Texte und Musik zu banal, zu beliebig(!) sind. Es sind diese Momente in denen ich zwar nicht mehr den Schlager aber eben den Pop im Album entdecke und der mich daran hindert mich voll und ganz auf das Album einzulassen. Genauso oft erlebe ich aber auch schöne Stellen das markante Drehleiherspiel von Stefan, das wunderschöne Flötenspiel von Fioana, das ruhige Harfenspiel von Oliver. Der Kauf des Album hat sich aber alleine für die oben genannten Stücke schon gelohnt.

Aus Sicht eines "Neu-Faun-Fans" ist es für mich leider diesesmal kaum möglich das Album zu beurteilen. Es bleibt, dass Faun eine wunderbare Band ist, die ihre Instrumente und Stimmen meisterlich beherschen. Ist dieses Album nun auf aber für so manchen Neu-Fan schon wieder zu folkig? Schrecken die instrumentalteile der Stücke eher aber oder kann man sich gerade an diesen erfreuen? Stellt der ein oder andere nun entsetzt fest, dass die liebe Schlager-Band auf einmal "freakige" Musik macht oder kann man sich an der Vielfalt der Instrumente erfreuen? Faun versucht mit "Luna" den Spagat zwischen Folk und Pop besser hinzubekommen als bei "Von den Elben". Ob ihnen dies gelungen ist, oder ob man nun beide Seiten der Musikliebhaber entäuscht hat werden die nächsten Monate zeigen.

Insgesamt bekommt das Album 4 Sterne von mir. Es ist defintiv musikalisch um längen besser als "Von den Elben" warum ich es auch besser bewerten möchte. Auf der anderen Seite ist es von einem Meisterwerk wie "Eden" immer noch weit entfernt und es gibt wenig Stücke auf dem Album, die mich wirklich restlos begeistern können.

Ich persönlich wünsche mir, dass auch viele Neu-Fans gefallen finden können an der Rückbesinnung, die Faun mit "Luna" anstrebt, das dieses Album nur der erste Schritt und uns mit dem nächsten Faun-Album dann wieder ein vollkommenes Meisterwerk erwarten wird.
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43 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Valicon, die zweite., 6. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Für Hörer aus dem Pop/ Schlagerbereich ist dieses Produkt eine tolle Sache. Hier können diese ihren musikalischen und kulturellen Horizont etwas erweitern. Für die alten Independent-Faun- Fans gibt es auch Lieder (Hekate, Hymne der Nacht,Hörst du die Trommeln, Era Escuro), die zeigen wie die CD sein könnte wenn nicht die Schlagerproduktion die allermeisten Ecken und Kanten (welche diese Art von Musik immer hatte und auch braucht) glattgebügelt hätte. Die Aufnahmen auf dieser CD erreichen bei weitem nicht das Niveau der ersten sieben Faun Cds ,Die Instrumente klingen nicht mehr so wie sie klingen sollten, die schrecklichen Chöre zerstören jede Stimmung. Im Vergleich zu vdE 2013 ist Luna zwar ein Fortschritt, bleibt aber ein Produkt für die Massen. Zusätzliche Hörer und neue Fans aus dem Folk- Rock- oder Gothik- Bereich bekommen Faun hiermit garantiert nicht. Vieles klingt unecht und aufgesetzt, kaputtgemischt und nicht authentisch. Über den Aufnahmen liegt ein Opa und Omi -Wohlfühl-Schleier, die Instrumente klingen teilweise wie unter einer Käseglocke. Die Live- Versionen von „Hymne der Nacht“ und Walpurgisnacht klangen auf den Konzerten wesentlich besser und kraftvoller als diese traurige Ausgabe der faunschen Fähigkeit wirklich gute und anspruchsvolle Musik zu machen.
Im Vergleich zur Live Version wurde die Hymne der Nacht um die Hälfte gekürzt, der tolle Mittelteil mit Stephans innovativem Drehleierpart entfiel bei den Berliner Aufnahmen für die CD.
Wenn Faun sich aus kommerziellen Gründen „musikalisch neu erfinden wollten“ ist es Ihnen wahrscheinlich hiermit gelungen, künstlerisch ist dies aber in weiten Teilen nicht geglückt.
. Ihre hohe Kunst, zu der die Band wirklich erwiesenermaßen fähig ist, bleibt, wie auf „von den Elben“ hier wiederum auf der Strecke. Die obengenannten Songs werden sich live wie gewohnt viel besser anhören, auf die Tour 2015 freue ich mich schon. Die nächste Cd werde ich nur kaufen wenn die Kollegen Pollitz und Wendtland die Griffel vom Mischpult lassen. Hätte man die Möglichkeit mit den über jeden Zweifel erhabenen älteren Aufnahmen (vor dem Wechsel zu „Valicon“) den „großen Medienrummelcircus“ zu machen wie er jetzt veranstaltet wird, wäre uns eine einzigartige Band erhalten geblieben. So kann man den Faunen nur wünschen das Sie sich wenigstens finanziell sanieren, - alsbald ein eigenes Studio haben und wieder Musik machen für die Sie auch selbst Geld ausgeben würden.
Dies ist auf jeden Fall die erste (und letzte) CD die ich gekauft habe auf der ein Chor „hey –hoh-hey- hoh“ singt und Lyrics wie „deinen roten Mund werde ich nie vergessen“ zu hören sind. So etwas ist schon extrem peinlich,... finde ich. Ich glaube der Hauptfehler liegt einfach darin dass die Aufnahmen auf Schlagerradio –Musikantenstadel –Sound gepresst wurden.
Nichts soll den Hörer fordern, keine „wilden Sounds“ keine mehrdeutigen oder tiefgründigen Texte, alles schön platt, flach und einfach gehalten. Schunkelmusik für hellblau gestreifte / karierte Flatheads eben.
Wegen Era Escuro werde ich die CD wohl behalten, den Rest kann man mir und einem Großteil der „Szene“ nicht zumuten. Aber wahrscheinlich gibt es jetzt ein neues Zielpublikum
welches schon immer auf solche Musik gewartet hat. Über virales Marketing wird dies
möglich.
Schoene neue Welt. ARS LONGA, VITA BREVIS.
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35 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Faune bleiben ihrem neuen Stil treu, 5. September 2014
Von 
Lionheart - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Luna (Audio CD)
Der Hagel an negativer Kritik war gewaltig, als Faun das letzte Album "Von den Elben" präsentierte. Die Hoffnung vieler Langzeit-Fans, dass die Gruppe nun zu ihren Wurzeln zurückfindet, wird mit diesem neuen Album wohl endgültig zunichte gemacht:

Ich habe mich bemüht möglichst unvoreingenommen in das Album hineinzuhören, es war mir ein Anliegen den neuen Songs wirklich eine Chance zu geben. Leider trifft die hier präsentierte Musik aber nicht meinen Geschmack. "Luna" reiht sich in Stil und Klang direkt hinter seinem Vorgänger ein, tritt also in die Fußstapfen von "Von den Elben". Percussion, Flöte, Dudelsack und Drehleier sind zwar in den Songs präsent, dennoch haftet den Liedern des Luna-Albums jener Schlager- bzw. Popstil an, der wohl dem Einfluss von Universal zu zuschreiben ist. Derweil ließ das Cover auf eine Kehrtwende hoffen. Posierten die Faune zuvor noch wie die Avengers auf "Von den Elben", wirkt das Luna-Titelbild wieder wesentlich unaufdringlicher, besinnlicher und mystischer. Die Songs aber wirken zu glatt, sie sind durch die Bank durchgestylt. Konnte man sich bei älteren Liedern wie "Hymn to Pan" oder "Rihannon" noch der Illusion hingeben, die Faune musizierend in der nordischen Wildnis vor dem inneren Auge zu sehen, kann man sich bei diesem Album des Eindrucks eines hochmodernen High-Tech-Aufnahmestudios nicht erwehren. Und gerade hier liegt für mich der feine Unterschied. Der Zauber, der den älteren Alben anhaftet, trasportiert eben auch eine Form der Illusion. Mag sein, dass der eine oder andere Song musikalisch nicht einwandfrei gewesen ist - ich kann dies als Laie nicht beurteilen. Aber letztlich war das auch nicht wichtig. Die persönliche Note, das gewisse Etwas, den Zauber der Illusion ... wie auch immer man es nennen möchte, es scheint den Faunen abhanden gekommen zu sein. Ob hier Knebelverträge mit Universal im Hintergrund stehen oder die Gruppe wirklich hinter ihrem neuen Stil steht, vermag ich nicht zu sagen. Der Erfolg und die Bekanntheit sei den KünstlerInnen in jedem Fall gegönnt. Vom finanziellen Standpunkt aus kann ich die Faune also durchaus verstehen. Als Hörer, der die alten Alben immer noch leidenschaftlich gerne genießt, muss ich aber leider auch dieses Mal wieder meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen.

Schade finde ich auch, dass die Lieder mit der deutschen Sprache überladen sind. Auch die sprachliche Abwechslung war stets ein reizvolles Element in den Songs der Band. Diese wird hier deutlich ausgespart. Texte in Altnordisch oder Mittelhochdeutsch verlangen aber vermutlich einen anderen Zeitaufwand, der sich - wie ich annehme - mit dem Zeitdruck nicht vereinbaren lässt, den Universal seinen Kommerzbands auferlegt. War "Eden" noch ein Projekt, an dem die Gruppe mehrere Jahre gearbeitet hat, wirkt "Luna" wie eine schnell aufgenommene Zwischendurch-Cd. Was den Liedern fehlt ist eine Seele.

FAZIT:
Dass ich auch dieses Album eher negativ bewerten muss, tut mir eigentlich leid. Die KünstlerInnen identifizieren sich sicherlich auch mit diesem Werk. Dass man sich die zahlreichen negativen Kritiken des letzten Albums aber offensichtlich nicht so sehr zu Herzen genommen hat, dass man eine Kehrtwende zu DEM alten Faun-Stil geschafft hat, verwundert mich durchaus ein wenig. Für Menschen, die massentaugliche, hochpolierte und durchgestylte Lieder mit einem Hauch von Heidentum und Mittelalter mögen, ist Luna durchaus empfehlenswert. Wer beim Hören seiner Musik auf der Suche nach Tiefe, starkem Ausdruck oder sogar Transzendenz ist, der wird hier vermutlich eher enttäuscht werden. Man kann die Musik so nebenbei hören - mehr aber auch schon nicht.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rückkehr zu den alten Wurzeln, 7. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich bin auch ein Hörer der ersten Stunden. Nachdem ich sehr enttäuscht vom Vorgängeralbum war, war ich doch sehr gespannt, was sie in dem neuen Album präsentieren werden. Nun hatte ich mir im Vorfeld schon die Hörproben angehört und dachte mir, dass ein Teil der Lieder wieder die richtige Richtung einschlagen, einige aber auch besser auf den Vorgänger passen.
Nach dem ersten Hören fand ich die CD schon wesentlich besser als "Von den Elben".

"Prolog" ist für mich einfach eine schöne Einstimmung in das Thema der CD. Faun wie man es mag. ;)
"Walpurgisnacht" finde ich eigentlich sehr schön, wäre da nicht der Männergesang, was mich einfach zu sehr an Santiano erinnert. Aber schon die instrumentale Passage ist sehr schön geworden und die Faune scheinen in diesem Lied Wünsche der ersten Fans und neueren Fans gerecht werden zu wollen.
"Buntes Volk" mag auch ein schönes Lied sein, gehört für mich aber zu den schlechteren Liedern der CD. Denn für mich gehört Micha von In Extremo einfach zu In Extremo und es passt für mich nicht zu Faun. Aber ich mag ihn eigentlich, es passt halt einfach nicht.
"Menuett" erinnert an das "Buch der Balladen", sehr schöner Gesang und sehr schöne Musik.
"Hekate" ist für mich das schönste Lied des Albums. Ich mag Lieder, die in Trance versetzen können und einen heidnischen Ursprung haben. Es ist einfach wie die alten Faun. Hoffentlich ein Lied, dass sie auf Konzerten später spielen werden.
"Blaue Stunde" - auch ein sehr schönes Lied und einmal eine andere männliche Stimme. Stephans Stimme ist einfach sehr schön und passt sehr gut zu Faun. Einzig stört mich an diesem Lied "Ihr roter Mund wird mich ewig begleiten". Die Instrumente sind schön eingesetzt und mir gefällt auch sehr gut der instrumentale Teil des Liedes.
"Cuncti Simus" auch dieses finde ich sehr schön. Ich muss auch sagen, dass ich ein Fan von Sonja bin, sie singt einfach traumhaft. Schade ist nur, dass sie wieder einen lateinischen Text genommen haben. Mir fehlen doch die ungewöhnlichen Texte in Gälisch, Schwedisch oder Finnisch. Aber wenigstens kein deutscher Text.
"Hörst Du die Trommeln" bin ich noch etwas zwiegespalten. Es ist definitiv nicht schlecht. Die Trommeln sind schon sehr stark im Vordergrund, vielleicht hätte ich nicht lesen sollen, dass sie von Corvus Corax ist, denn nun sehe ich immer Corvus Corax vor mir. ;) Auch gefällt mir Olivers Stimme hier nicht so sehr, da sie sehr rau klingt.
"Die wilde Jagd" erinnert mich ein wenig an "Das Buch der Balladen", aber es ist nicht annähernd so tiefgründing. Für mich gehört es zu den Liedern, die mir am wenigsten gefallen, jedoch muss ich sagen, dass meinem Mann dieses Lied mit am besten gefällt, da es eine Geschichte erzählt. So verschieden sind die Geschmäcker. Aber man kann sagen, dass sich der Text sehr schnell einprägt und man bekommt einen Ohrwurm.
"Frau Erde" ich bin überrascht. Dies ist wirklich ein sehr schönes Lied. Ich war nie ein Fan von Katjas Stimme, aber hier ist sie einfach wundervoll. Es läd zum Träumen ein.
"Hymne der Nacht" ist einfach zu sagen ein Faun-Lied wie man es mag als Fan der alten Stunde. :)
"Abschied" ist auch ein wunderschönes Lied. Beim ersten Hören gefiel es mir nicht so gut, doch jetzt gehört es für mich zu den schönsten der CD. Sie sollten einfach wieder mehr Gedichte und traditionelle Texte vertonen. Was nicht heißt, dass ich ihre eigenen Texte nicht mag, aber dieses Lied zeigt einfach, dass sie das sehr schön können.
Nun zu den Bonustracks:
"Wind und Geige" das ist eigentlich mein Lieblingslied, doch bei dieser Version sag ich "Nein". Ich finde die alte Version einfach viel schöner und mystischer. Hier ist mir zuviel Beat im Lied. :( Da leg ich lieber die alte Version rein.
"Die Lieder werden bleiben" ist für mich das schlechteste der ganzen CD. Es klingt für mich einfach am meisten nach der "Von den Elben".
"Era escuro" ist auch ein sehr schönes ruhiges Lied. Nur der Sing-Sang stört mich ein wenig. :(

Fazit: Viele alte Faun Fans werden Lieder finden, die ihnen gefallen werden. Aber genauso gibt es Lieder, die den neuen Fans gefallen. Auch ich hätte mich nach den Hörproben fast abschrecken lassen, aber die CD ist wirklich schön geworden, wenn sie auch nicht ganz an die Eden, Licht, Buch der Balladen und Renaissance heranreicht, so bietet sie doch viele schöne neue Lieder. Und die einem nicht gefallen, weil sie zu sehr an "Von den Elben" erinnern, kann man ja einfach auslassen.
Auch rücken die Instrumente wieder in den Vordergrund. Dies hat mir ein wenig bei VdE gefehlt.

Auch finde ich das Booklet sehr ansprechend. Es ist zwar noch nicht wieder ganz so schön wie bei "Eden", aber nach der "Von den Elben" ist dieses Album wieder eine Augenweide.

Gebt Faun wieder eine Chance. Auch hatte ich Angst, dass ihre Konzerte durch die letzte CD anders werden, aber sie haben in Selb 2013 bewiesen, dass sie noch die alten Faune sind und es auch bleiben wollen. Für mich war es das beste Konzert in all den Jahren und das zeigt, dass sie nichts ändern wollen/wollten.
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1.0 von 5 Sternen Faun?, 24. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Tja, was ist nur aus Faun geworden? Ich habe alle Faun CDs im Schrank und mag jedes Album sehr, aber ab "Von den Elben" und jetzt mit "Luna" frage ich mich, was ist da los? Alles was ich so sehr an Faun mag ist jetzt nur noch in Fragmenten vorhanden. Die Ursprünglichkeit und besonders die Tiefe der Musik mit den entsprechenden Gesängen kann ich so nicht mehr finden. Früher hat mich Faun, besonders mit den langsamen Stücken, zu Tränen gerührt. Das ist jetzt vorbei. Ich werde mit dem neuen Album Luna nicht warm. Das was mit "Von den Elben" anfing setzt sich hier mit "Luna" fort. Zwar ist "Luna" jetzt ein kleines bisschen mehr Faun als noch "Von den Elben", aber es sind nur noch Ansätze von Faun zu hören wie ich sie mag. Man hat den Eindruck das "Luna" weichgespült und auf schunkelig abgemischt wurde. Leider. Auch mit der neuen Sängerin Katja Moslehner werde ich nicht warm. Sie hat ohne Zweifel eine tolle Stimme, aber sie passt nicht zu Faun.
Faun sei der Erfolg gegönnt und sie werden sicher neue Fans gewinnen, aber ich bin als Fan raus. Zukünftige Faun Alben werde ich nicht mehr blind kaufen, wie ich es früher getan habe. 2 Enttäuschungen reichen mir.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Lichtblick...., 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Zuerst habe ich mit großer Freude das neue Werk von Faun erwartet...war doch "Von den Elben" eine herbe Enttäuschung für mich, als leidenschaftlicher Fan der ersten Stunde. Zu wenig Geist der Vorgänger war im letzten Album ersichtlich und Lieder, wie "Tanz mit mir" waren extrem weit entfernt vom mystisch und naturnahen Klang, den man von den Faunen gewohnt war. Dazu die eingesprengten Deutschschlager-Verschnitte....es war zum Heulen.

Nun...neues Album neuse Glück, dachte ich und hoffte, dass nach dem doch sehr enormen Aufschrei der Fans nun ein Werl alter Klasse wiederkehren würde.
Doch nach den ersten Hörproben war ich völlig erschlagen....sollte es doch mit diesem Mittelalter-Pop-Schlager-Gedöns weitergehen.........lange habe ich überlegt,ob ich mir das Album besorge, aber mein Herz hängt an den Faunen und so hielt ich gestern die Deluxe Edition von "Luna" in der Hand.

Nach mehrmaligem Hören muss ich mich nun revidieren. Es mag nicht an ein Album, wie "Eden" oder "Rennaissance" rankommen, aber ich sehe viel von den alten Faunen in diesem Album. Ausrutscher, wie "Buntes Volk", welches an das furchtbare Santiano-Duett erinnert ( ohne, dass ich was gegen Micha Rhein sagen will....aber In Extremo ist halt gar nicht meins ) werden für mich nur wenig durch den Gesang von Fiona gerettet. Ab und zu bleibt der fade Beigeschmack von Schlager etwas hängen....was sicherlich durch die fast durchgängig deutschen Texte zu verantworten ist.
Man war es halt gewohnt, dass sich auf jedem Album verschiedene Sprachen abwechselten und mit Instrumentalstücken zu großartigen Gesamtwerken verknüpft wurden. Doch durch die Ausdrucksweise, der Faune merkt man schnell, dass es sich hier definitiv nicht um Schlager handelt.

Aber.....ich habe die CD jetzt bestimmt den ganzen Tag in Endlosschleife gehört und muss sagen....die Zweifel waren unbegründet. Keinesfalls handelt es sich hier um ein Vergleichsstück zu " Von den Elben".
Highlights für mich sind zu allererst "Blaue Stunde" ....unglaublich toller Song voller Sehnsucht und mit einer neuen Stimme....Stephan passt super zum Thema und setzt es auch dementsprechend um.

"Cuncti Simus" ist für mich als Amateursängerin ein kleines Goldstück, was Sonja von Stellamara in ihrer Gesangsart zauberhaft umsetzt. Wunderschön ausgearbeitet und interpretiert.

Bei "Menuett" werden etwas ruhigere Töne angeschlagen, die sonst meines Erachtens etwas spärlicher ausgefallen sind, als bei bisherigen Alben. Das finde ich nicht unbedingt schlecht...ich mochte Niel's Rythmus immer gerne und finde es nicht schlecht auch mal diese Seite kennenzulernen...auch, wenn extra die Trommel von Corvus Corax dafür geliehen werden musste.
Menuett ist also eher was zum Inne halten und nicht zum Tanzen, aber sehr schön in der Umsetzung.

Genauso, wie "Andro II" bei "Von den Elben" eine schöne Erneuerung war, ist "Wind und Geige" unheimlich toll umgewandelt worden....ach, Fiona und die Flöten,was sollich sagen. Hat mich sehr an das Album "Totem" erinnert.

Und obwohl ich aus unerfindlichen Gründen tatsächlich gewisse Vorbehalte gegen Katja Moslehner habe, finde ich "Frau Erde" und auch "Era Escuro" sehr schön. Sie sind mystisch und behaftet von dem, was Mittelalterliche Musik wirklich war.....nicht Dudelsack und Schalmei-Gedröhne, sondern Interpretation von Kirchengesängen und dem bekannten Minnesang. Allerdings mit dem faden Beigeschmack, dass mich ausgrechnet diese zwei Songs extrem an die Art von Elisabeth Pawelke erinnert, als sie noch bei Faun war und an ihr Solowerk Almara. Vielleicht liegt das Erscheinen von Katja Moslehner bei Faun und der Release von "Von den Elben" auch einfach zu nah beisammen, was ihr den Einstand erschwert. Allerdings lässt es sich nicht leugnen, dass sie für mich die am wenigsten spezielle Stimme hat, die vor allem Fiona und Oliver hervortreten lassen.
So kommt es, dass Songs, die weniger Fauntypisch sind und in die neuere Mittelalter-Pop-Richtung gehen und von Katja gesungen werden einfach den Schlagertouch ausmachen und das finde ich sehr schade.

Fazit : Egal ob alter Fan oder neue Zuhörer, die durch Fernsehwerbung und dem letzten Album zu Faun gekommen sind...ihr werdet auf eure Kosten kommen.
Natürlich ist es längst nicht so phänomenal, wie die alten Sachen aus den Zeiten, wo die Faune Wochenende für Wochenede von einem Markt zum anderen getingelt sind und im Heidnischen Dorf 4 mal am Tag gespielt haben über vier Tage und das ab früh um Zehn, um den Tag rum zu bringen. Diese Zeiten waren toll!
Aber dieses Werk kann sich sehen lassen und gefällt mir persönlich von Mal zu Mal besser. Abstriche muss man machen ( Buntes Volk, Die wilde Jagd und Die Lieder werden bleiben.....meiner Meinung nach) und einige Songs reißen mich nicht wirklich mit , sind aber auch nicht total furchtbar und passen im Ganzen ins Gesamtwerk. Es gibt definitive Highlights und einen Hauch alter Fauntage......dazu eine klasse Umsetzung des Themas im Bezug auf Texte und musikalische Umsetzung. An einigen Stellen vielleicht etwas sehr dudelig, wohl in Anlehnung an die Massen und was diese unter Mittelalter verstehen, weil es zu lange dauern würde denen zu erklären, was Pagan-Folk ist. Allerdings auch sehr typische Flötenklänge von Fiona und sehr gängige Faunpassagen, wie man sie von früher kennt, die kleine Freudenhüpfer bei mir hervorbringen

Trotzdem....ich bin sehr glücklich, dass ich mich für den Kauf entschieden habe und werde viel Freude beim Mitsingen und Zuhören haben. Deshalb eine Kaufempfehlung auch für alte Fans, die sich abgewendet haben.....die Hörproben stellen wirklich teilweise keinen Verglich zum Original dar...
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Hoffnungsschimmer mit Höhen und Tiefen, 5. September 2014
Von 
M. Paul (Erzgebirge) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Als Hörer der allerersten Alben war ich, nach "Von den Elben", wie alle anderen Faune natürlich auch "in Panik".

Aber ich habe mir die Hörproben zu Gemüte geführt, und auch das Cover versprach viel. (im Gegensatz zum Universal 0815 Cover wie bei letzten mal)
Deshalb habe ich diesem Album noch eine Chance gegeben. Ohne jetzt jedes einzelne Lied analysieren zu wollen komme ich kurz zu meinem Fazit.

Ein Durchaus gelungenes Werk, das wieder zu den Faun Wurzeln zurückfindet ohne sie zu erreichen.
Mit Liedern wie Blaue Stunde , Hekate und Frau Erde habe ich mich schon sehr wie früher gefühlt. Andere wie "buntes Volk" (obwohl es mir trotzdem gut gefällt) oder Abschied (mit dieser absolut unpassenden klatsch-Spur im Hintergrund) lassen mich mit Schmerz an das vorige Album denken.

Die Deluxe Version ist vermutlich nur etwas für Freunde der Anfänge.

Ich würde mir wieder auch rein instrumentale Stücke wünschen, gern auch sehr ruhig. Und auch mal wieder Experimente mit anderen Sprachen (die gewöhnlichen Latein-Mittelalter-Stücke zählen nun wirklich nicht, das macht jede Dorf-Mittelalterband), wie Gaia eins war, diese haben den Alben eine sehr aussergewöhnliche Magie verliehen. Aber ich blicke jetzt erst mal mit Zuversicht in die Zukunft.
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29 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Glanz ist erloschen, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Luna (Audio CD)
Der alte Glanz von Faun ist wohl endgültig erloschen. Wie bei "Von den Elben" hört man auch auf diesem Album nur noch mittelalterlich getrimmten Pop-Kommerz, deutsche Texte in fast jedem Lied, kaum Texte in anderen Sprachen.

Ich bin unendlich traurig, wie die Band ihren früher einzigartigen und wundervollen Stil auf dem Kommerz-Altar der Musikindustrie geopfert hat. Der Band geht es scheinbar nur noch darum, möglichst massentauglich für die Kasse zu produzieren.

Wie unvergesslich waren doch die Zeiten mit der großartigen Elisabeth Pawelke, welche durch keine Ihrer Nachfolgerinnen erreicht wurde.

Ich kann jedem nur empfehlen, einmal in die alten Alben (vor "Von den Elben") reinzuhören. Faun ist heute nur noch ein Schatten dieser Zeit.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Silberling aus Mondlicht, 21. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Audio CD)
Endlich ist das neue Werk der wunderbaren paganfolk Gruppe FAUN erschienen, das als langjähriger Fan seit "Zaubersprüche", gleich bei mir auf der Vorbestellungsliste landete. Auch wenn das vorherige Album "Von den Elben" aus der bisherigen musikalischen Schaffensart herausfällt und starken Pop-Einflüssen unterworfen ist, so sind in "Luna" wieder ganz klare FAUN Elemente vertreten. Schon angefangen mit der Gestaltung des Beihefts der CD finden sich Parallelen zu "Eden", "Buch der Balladen", "Totem" und Co. Mystische Symbole, mittelalterliche Holzschnitte, Zeichnungen, und passende Bilder der Musiker, sowie Infos/Kommentare zu den Liedern und deren Texte zieren die Seiten und offenbaren mitunter auch, dass die Liedtexte nun wieder hauptsächlich aus der FAUNschen Feder stammen und nicht so viele Fremdtexter (wahrscheinlich von Valicon herangezogen) vertreten sind, wie es bei "Von den Elben" der Fall war.
Die Themen des Mondes, der Mondgöttinen und der sagenumwobenen Feste der Nacht spiegeln sich in den poetischen, tiefgründigen und sinnlichen Liedern wider, die endlich, an frühere Werke erinnernd, auch wieder mit abwechslungsreichen Melodien begleitet sind und die Instrumentalvielfalt, über die FAUN verfügt, erneut in den Vordergrund rückt.
Außerdem gibt es mit "Cuncti Simus" noch einen nicht deutschsprachigen Track, dessen traditioneller Text in Latein aus dem 14.Jhd. stammt und somit die mittelalterliche Verbundenheit von FAUN unterstreicht. Gesungen von Sonja Drakulich, schafft es dieses Lied bei jedem Hören eine gänsehaut Atmosphäre, ähnlich in einer riesigen Kathedrale, hervorzurufen. Ebenso verhält es sich mit den restlichen Liedern, die einmal zum melancholischen Nachsinnen, zum Mitsummen und -singen, zum Tanzen und immer wieder zum Genießen einladen.
Den einzigen Umstand den ich bedaure, ist der, dass ich mich nicht für die Deluxe Edition entschieden habe, da ich zu sehr von der verbildlichten "Luna" in Bann gezogen wurde.
Abschließend ist "Luna" wieder ein ganz besonderes Werk von der Gruppe FAUN, die dadurch unter Beweis stellen, dass sie - gleich der Natur, die zu jeder Jahreszeit ein neues, andersartiges, facettenreiches und Schätze bergendes Schauspiel für uns bereitstellt, jedoch im Kern ihrem Wesen Ausdruck verleiht - in der Lage sind die musikalischen Herausforderungen in ihrer Variationsbreite zu meistern.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Album, 12. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Luna (Deluxe Edition) (Audio CD)
Als Faun Fan der ersten Stunde war ich gespannt auf das neue Album der Faune.
Mir persönlich war das Vorgängerwerk etwas zu kommerziell, aber ich ich mag es dennoch.
Die Luna CD verbindet die Vergangenheit von Faun und die Neuzeit gut.
Mir gefällt die Scheibe. Ein klasse Album.
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