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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues Lieblingsbuch
„Die Lügen des Locke Lamora“ ist der erste Teil einer Fantasy Reihe und der erste Roman von Scott Lynch. Für mich hat dieses Erstlingswerk des Autors eingeschlagen wie eine Bombe. Das Buch hat mich von Anfang an nicht mehr losgelassen. Viele gute Bücher sind wie Fenster, die den Blick in eine andere Welt erlauben. Dieses Buch öffnet gleich...
Vor 22 Monaten von Kitai veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sooo viel Potential...
Ich mochte den Titel und das Cover (was bei Fantasy-Romanen selten genug vorkommt) und ich mochte auch die ersten zwei Drittel des Buches. Wobei es mich aber auch bei denen schon gewundert hat, dass ich so schleppend woran komme. Lynch hat eine herausragende, wunderbar eigenständige Phantasie, aber leider nicht das Talent, sie einem flüssig und leicht...
Vor 2 Monaten von Rumburak veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues Lieblingsbuch, 29. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
„Die Lügen des Locke Lamora“ ist der erste Teil einer Fantasy Reihe und der erste Roman von Scott Lynch. Für mich hat dieses Erstlingswerk des Autors eingeschlagen wie eine Bombe. Das Buch hat mich von Anfang an nicht mehr losgelassen. Viele gute Bücher sind wie Fenster, die den Blick in eine andere Welt erlauben. Dieses Buch öffnet gleich Tür und Tor, während der Lehrherr der Diebe den Leser nach Camorr begleitet: „Meine Damen und Herren, willkommen in der Stadt des Henkerswindes. Mein Rat: Achten Sie auf Ihre Geldbörsen.“

Inhalt
Die Stadt Camorr ist Heimat von Dieben, Räubern und Halsabschneidern. Capa Barsavi herrscht über die „Richtigen Leute“ als eine Art Pate. Von seinem schwimmenden Grab aus sorgt er dafür, dass die Banden immer ihren Anteil an ihn abtreten und vor allem, dass der Geheime Frieden eingehalten wird. Der Geheime Frieden ist ein Abkommen zwischen dem Capa und dem Adel der Stadt Camorr, der beiden Seiten eine gewisse Sicherheit verspricht. Locke Lamora und seine Gentlemen Ganoven sind nur eine der unzähligen Banden die den ehrlichen Leuten von Camorr das Leben schwer machen. Sie unterscheiden allerdings in einem ganz wesentlichen Punkt…sie nehmen den Adel nach Strich und Faden aus und treten den geheimen Frieden mit Füßen. Da sie ihr „Geschäft“ vor den Augen des Capas betreiben müssen, haben sie ein geniales Geflecht von Täuschungen und Lügen gesponnen. Ihr neuester Coup ist natürlich wieder entsprechend intelligent, kreativ und unglaublich kompliziert aufgezogen. Zunächst scheint auch alles nach Plan zu verlaufen, bis eine Gestalt auf die Bühne der Diebe und Ganoven von Camorr tritt, die auch Lockes Pläne zu vereiteln droht. Mehr werde ich hier zum Inhalt gar nicht schreiben, nur so viel: von dieser Seite an wird der Leser kaum noch zu Atem kommen. Locke Lamora und seine Leute geraten in etwas hinein, was sicherlich niemand von ihnen für möglich gehalten hätte.
In „Zwischenspielen“ erfährt man insbesondere einiges über Lockes Vergangenheit. Wie er zu Vater Chains kam und schließlich ein Priester des Dreizehnten namenlosen Gottes wurde. Wie er lernt seine Fähigkeiten als Dieb und Betrüger einzusetzen und wie die Gentlemen Ganoven schließlich zusammengefunden haben.

Meine Meinung
Für mich ist das Buch der Anfang einer großartigen Fantasy-Reihe für Erwachsene mit Tiefgang. Die Charaktere beschreibt Scott Lynch glaubwürdig und liebenswert, so dass es leicht ist zu jedem von ihnen eine Beziehung aufzubauen. Vielleicht gerade weil es sich bei Locke nicht um den typischen kitschigen Helden-Typen handelt, macht ihn das so sympathisch. Ein wenig kleiner als die anderen und immer auch ein wenig schwächer, aber sicherlich nie auf den Mund gefallen. Jeder der Gentlemen Ganoven hat seine Stärken und seine Schwächen. Aber wenn sie diese gemeinsam und klug einsetzen führt sie das zum gewünschten Erfolg.
Die Stadt Camorr, die auf die Überreste einer alten Kultur gebaut wurde, werden so dicht und atmosphärisch beschrieben, dass man das Gefühl bekommt man steht selbst im Truglicht auf einer Elderglasbrücke und blickt auf den Hafen, während einem der Henkerswind um dies Nase weht. Ich habe selten beim Lesen so sehr das Gefühl gehabt, dass der Autor selbst wahnsinnig viel Freude an seiner Geschichte gehabt haben muss.
In der ersten Hälfte des Buches lässt sich die Geschichte etwas langsamer an, ohne dabei schwerfällig zu werden. Der Leser bekommt so die Gelegenheit Camorr und seine Bewohner ein wenig kennen zu lernen, bevor die Handlung in der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf nimmt. Spätestens jetzt hatte mich Scott Lynch am Haken. Die Handlung ist nicht vorhersehbar, überraschend, schockierend, witzig und tragisch zu gleich. Ich konnte einfach nicht anders als bis zur letzten Zeile mitzufiebern.
Kritikpunkte habe ich nur wenige. Ein einziges Mal kann ich die Handlungsweise von Locke Lamora überhaupt nicht nachvollziehen. Für einen Mann der als so intelligent beschrieben wird war das einfach nur unglaublich (und sehr offensichtlich) dumm. Was besonders schade ist, weil es eine in sich stimmige und gut entwickelte Erzählung unterbricht und mich mit einigen Fragezeichen zurückgelassen hat. Es hinterlässt bei mit den Eindruck, der Autor wusste an dieser Stelle zwar wohin er will, allerdings nicht wie er dahin kommen soll. Ich möchte hier gar nicht mehr dazu schreiben, da dies das Ende des Buches betrifft und ich die Spannung nicht verderben werde. Teilweise habe ich auch ein wenig Schwierigkeiten mit der Übersetzung, aber hierüber kann ich im Hinblick auf die dichte Story hinwegsehen.

Mein Fazit
Am liebsten hätte ich für dieses Buch 4,5 Sterne gegeben. Zu 95 % ist es für mich die Neuentdeckung schlechthin auf dem Gebiet der Fantasy. Da ich aber leider keine halben Sterne abziehen kann gebe ich dem Buch 5 Sterne. 4 Sterne wären für dieses grandiose Werk definitiv zu wenig. Ich freue mich auf die Forstsetzung.
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57 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habe ihn auch ein A....ch genannt... (Zitat), 27. Oktober 2009
Von 
Mathias Ahrens "Nachtfrost" (Bad Honnef) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Die Lügen von Locke Lamorra sind lange Zeit in meinem Stapel der ungelesenen Bücher auf und ab gewandert und ich hatte immer wieder ausreden das Buch NICHT anzufangen. Mal gab es ein Buch auf das ich nahezu versessen war es zu lesen, wie DER NAME DES WINDES oder der neue Steven Erikson schneite unverhofft ins Haus. Wie die Katze schlich ich um den heißen Brei und wagte mich nicht wirklich motiviert an DIE LÜGEN DES LOCKE LAMORRA, das ja viele gute Kritiken bekommen hatte. Diese waren auch der ausschlaggebende Grund für meinen Kauf.
Zu meinem persönlichen Leid standen in diesen Kritiken und Berichten oft der Vergleich von Carmorr mit VENEDIG, KÄNÄLEN, italienischen FLAIR usw. Und wenn es etwas gibt,das ich mir NICHT als Rahmen für einen Fantasyroman wünsche, ist es diese mit Klischees überladene Hafenstadt an der italienischen Adria. Mich schüttelt es ja schon wenn ich den unsäglichen Commisario Brunetti im Fernsehen über die Kanäle schippern sehe. Und dann noch dieser komische Name für den Titelhelden: Locke Lamorra! Das schrie für meinen Geschmack förmlich nach Humbug serviert zwischen zwei grottenschlechten Coverblättern (ich beziehe mich da auf das Cover der Ersterscheinung). Also, alles im Allen die schlechtesten Voraussetzungen für eine gelungene Freundschaft. Aber selbst die dicksten Vorurteile lassen sich kippen und manchmal ist bin ich doch darüber überrascht was für ein Blödmann ich manchmal bin. Aber, so ist das mit subjektiven Empfindungen. Sie täuschen oft. Also halte ich es wie unser Altbundeskanzler Adenauer und sage: WAS INTERESSIERT MICH MEIN GESCHWÄTZ VON GESTERN? ...und revidiere meine Meinung denn Scott Lnych hat mit DIE LÜGEN DRS LOCKE LAMORRA ein Klasse-Buch abgeliefert.

Scott Lynch hat mich schnell eines Besseren belehrt und ich ziehe tief meinen Hut vor seinem Erstling. Einmal angelesen, hatte er mich am Haken. Lynch kann hervorragend schreiben, er baut sein Buch kontinuierlich auf und hält den Leser bei der Stange. Bücherschreiben scheint für ihn ein Höllenspaß zu sein, das merkt man auf jeder Seite. Nie war ich mir sicher, was bei ihm als nächstes kommt. Es gab Momente da dachte ich: Nein Lynch, dir gehe ich jetzt nicht wieder auf den Leim und ich dachte: Jaja, iss klar. Alle tot! Ich wette ALLES darauf, dass die im nächsten Kapitel wieder munter rumlaufen und weiter bescheißen und alles nur eine große Finte war. Aber so ist das bei Betrügereien - alles verwischt. Die Grenzen verfließen und ob der Trick gelingt hängt an einem seidenen Faden. Geht er schief, so hängt man im wahrsten Sinne des Wortes in Camorr. Denn die Gesetze von Camorr sind klar. Lynch spielt mit seinen Lesern Katz und Maus. Er täuscht an, startet ein Ablenkungsmanöver und lässt dich unversehens ins kalte Messer laufen wenn du nicht aufpasst. Es gibt einige derbe und gewalttätige Szenen, kurz danach muss man wieder schmunzeln und ein paar mal habe ich meiner Freundin ein paar Passagen aus dem Buch vorgelesen und lauthals gelacht. Und das ist etwas was mir bei Fantasy-Romanen eigentlich recht selten passiert (... geschweige, dass ich es je zugegeben hätte). Aber, Locke ist einfach cool - dies muss man ihm lassen. Er fängt sich ständig welche, aber er steht auch immer wieder auf. Er lebt ein bisschen das Indiana Jones-Prinzip. Je mehr er auf der Schnauze bekommt, desto beharrlicher verfolgt er seine Pläne. Er bleibt in seinen Handlungen sympathisch, obwohl er ja keiner von den wirklich Guten ist. Er klaut, betrügt, hat eine große Klappe und schreckt auch nicht vor einem Mord zurück - trotzdem drückt man ihm die Daumen das er seine Gaunereien umsetzten kann. Irgendwie wachsen er und seine Gentleman-Ganoven einem ans Herz. Man erfährt aus ihrer Jugend und wie Locke zu dem geworden ist, der er heute ist. Ein Vollblutgauner.

Mein Fazit: Es gab ein paar üble Kapitel-Cliffhanger und ich war schon geneigt, die Seiten weiter zu blättern bis es weitergeht. Da war ich echt sehr neugierig. Aber ich habe es nicht gemacht. Und es war auch gut so denn ich habe mich auf keiner Seite des Buches gelangweilt. Scott Lynch und Locke Lamorra und seine Gentlemann-Ganoven habe mich echt abgezogen. Das gebe ich gerne zu. Ich hätte im Traum nicht gedacht, dass mich dieses Buch so angenehm überraschen und köstlich unterhalten würde. Großes Kino, trotz Kanälen und Venedig-Feeling. Es hat mich wirklich nicht gestört. Noch nicht mal der DON und die DONNA, die Capas. Es passte einfach zur Story.

Eines möchte ich noch trotzdem noch anmerken.
Scott Lynch schreibt auf einen sehr hohen Niveau. Das Buch liest sich wie Öl. Da gibt es nichts zu meckern. Auch ein Kompliment an die dt. Übersetzung. Lynch hat eine sehr unterhaltsame Schreibe, frische Ideen und viel Humor. Und dieses hohe Level macht mir ein bisschen Sorge um Locke Lamorra. Was soll danach noch kommen? Ich glaube als Einzelbuch klappt DIE LÜGEN VON LOCKE LAMORRA ganz hervorragend. Ein zweites Locke-Buch käme mir schon vor wie ein Remake. Ich möchte nicht das Gefühl haben, dass dieses tolle Leseerlebnis nochmal geklont wird. Das wird nicht funktionieren wenn das Setting nicht völlig anders wird und Locke sich auf einem anderen Gebiet beweisen kann. Ich habe STURM ÜBER ROTEN WASSERN noch nicht gelesen, aber es liegt hier. Und ich bin sehr gespannt ob er den Absprung schafft. Aber erst kommt noch BEST SERVED COLD von Abercrombie dran und dabei habe ich auch schon wieder so komische Bauchschmerzen. Was ist wenn sich BEST SERVED COLD als weggelassene, dann umgeschriebene Handlungsstränge aus THE FIRST LAW entpuppt? Ja, ich leide wohl doch schon unter Paranoia... aber in einer Zeit in der jede zweite Neuveröffentlichung eine Vampir-Grütze beinhaltet muss man wohl paranoid werden. Aus Sorge die guten Bücher nicht mehr zu erkennen und zu lesen.

Ach ja, meine Überschrift: - Ich habe ihn auch ein A.....ch genannt...-(Zitat) kommt in einem völlig unerwarteten Moment und nimmt den Schrecken einer vorangegangenen Folterszene mit einem Satz. So etwas kann wirklich nicht Jeder. Da ziehe ich nochmals meinen Hut. Eine klare LESEEMPFEHLUNG!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episch, witzig, dramatisch, unterhaltsam ... Fantasy vom Feinsten, 18. Juli 2010
Von 
Modus "Modus" (München, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Locke Lamora ist ein Meisterdieb mit überragenden schauspielerischen Fähigkeiten und voller Phantasie.

"Eines Tages, Locke Lamora", orakelt sein alter Meister, "wirst du in deinem maßlosen Ehrgeiz einen so großen, so herrlichen, so überwältigenden Mist bauen, dass die Himmel brennen, die Monde im Kreis tanzen und die Götter höchstselbst voller Begeisterung Kometen scheißen werden. Ich hoffe nur, dass ich das noch erleben darf."

Mit seinen Freunden, den Gentleman-Ganoven, legt Locke reiche Adlige auf so vielfach verwundene und trickreiche Weise herein, dass einem beim Lesen vor Freude die Tränen in die Augen steigen. So hortet die Bande bald den Schatz eines Königs in ihren Kellern, doch sie haben nie gelernt, das Geld auszugeben. Es treibt sie die Freude an ihrem Handwerk, die Herausforderung, nicht die Gier nach Gold. Die Gentleman-Ganoven sehen sich als echte Priester des unoffiziellen 13. Gottes von Camorr, des Schutzherrn der Diebe.
Doch mitten in Lockes größten Coup platzt ein unvorhergesehenes Problem: Der geheimnisvolle graue König will die Macht in der Unterwelt von Camorr an sich reißen und dafür braucht er Locke und seine einzigartigen Fähigkeiten, sich in jeden denkbaren Charakter zu verwandeln. Locke wird erpresst, ihm bleibt keine Wahl. Doch damit fangen die Probleme erst an. Bald steht seine Welt lichterloh in Flammen und er braucht all sein Geschick und mehr als nur ein bisschen Glück, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen...

Dieses Buch ist anders als gewohnte Fantasy. Man muss sich darauf einlassen, auf die bunte Welt, auf die ungewöhnliche Erzählweise, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt, aber damit bald eine so atemberaubende Spannung schafft, dass man sich überhaupt nicht mehr von den Seiten lösen kann und jedes Mal, wenn ein Kapitel endet, man wie wild vorblättern möchte, um zu sehen, wie dieser Handlungsstrang weitergeht.

Der hemdsärmelige Witz, die Situationskomik, die immer wieder an unerwarteter Stelle aufspringt, ist einfach köstlich und eine willkommende Abwechslung von dramatischen Momenten, an denen man so tief in der Geschichte versinkt, dass man einfach kaum ertragen kann, was den Helden nun wieder zustößt.
"Die Lügen des Locke Lamora" ist eines der Bücher, an denen man zum Ende hin so von den Helden gefangen ist, dass man gemeinsam mit ihnen um die Toten weinen möchte, dass man vor Rachsucht brennt, so wie sie auch brennen und dann, wenn sie den Bösewicht endlich in die Hände kriegen, laut schreien will - ja! Hack dem Dreckskerl die Finger ab. Einzeln! Und dann schlitz ihm die Kehle auf. Aber langsam. Lass ihn leiden! Selbst wenn man eher pazifistisch veranlagt ist ;)

Das ist großes Kino, episch und unterhaltsam und überraschend und mit einer sehr eigenen Erzählstimme, der man sich nicht mehr entziehen kann, wenn man sich anfänglich die Geduld genommen hat, ihr zuzuhören.
Ganz tolle Fantasy.
Und die Fortsetzung ist auch schon zu haben - Sturm über roten Wassern.
Ich hab sie mir sofort bestellt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht genial, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine eigene Meinung, ob mir ein Buch gefallen könnte oder nicht, bilde ich mir am liebsten über Freunde mit einem ähnlichen Büchergeschmack. Hier also zuerst ein paar Punkte die ich an diesem Buch gut/schlecht fand und anschließend eine kleine Auflistung von bekannten Büchern und meiner Meinung zu diesen.

++ sehr guter Schreibstil (wenn auch bei weitem nicht auf Rothfuss-Niveau)
+ kreatives Setting
+ gut ausgearbeitete Welt (Low-Fantasy)
+ wendungsreiche und komplexe Handlung
+ Handlung abgeschlossen, kein Cliffhanger
+ guter Lesefluss

- oft nicht glaubwürdig
- überzeichnete Charaktere
- Schlüsselszene absolut unglaubhaft
- habe keinen der Charaktere "liebgewonnen"

Fazit: Gebe dem Buch 3,5 Sterne und empfehle es denjenigen weiter, die gerade nichts Besseres zur Hand haben.

Hier noch zum "Geschmacksvergleich" meine Meinung zu ein paar bekannten Buchreihen:
Patrick Rothfuss - Kingkiller Chronicles: 5 Sterne
Tad Williams - Osten Ard Saga: 5 Sterne
Tad Williams - Otherland: 5 Sterne
George R.R. Martin - Lied von Eis und Feuer (Game of Thrones): 4 Sterne
J.R.R. Tolkien - Herr der Ringe: 3,5 Sterne
Bernhard Hennen - Die Elfen: 3,5 Sterne
Harry Potter: 3 Sterne
Markus Heitz - Ulldart: 0 Sterne

Ich hoffe ich konnte bei der Kaufentscheidung helfen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandioses Städteabenteuer, 15. Juli 2009
Von 
Simone Schwarze (Chemnitz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stadt-Abenteuer finde ich schwer. Schwer zu schreiben und schwer zu lesen. Ich verneige mich vor dem, der das kann. Und ganz besonders tief vor Scott Lynch.
Anfangs fühlte ich mich wie ein Tourist in Camorr - einer, der sich verlaufen hat. Ich schaute mich um und wurde erdrückt von der Fülle an Eindrücken, die auf mein inneres Auge einströmte. Anfangs tat ich mich deshalb ein wenig schwer. Ich will nicht sagen, dass die ersten 100 Seiten mich quälten - das wäre hochgradig übertrieben. Aber ab und zu ertappte ich mich dabei, mich zu fragen, wann es denn endlich mal los geht.

Und dann ging es los. Ab in die Stadt, hinein zwischen tausende Menschen, auf Boote, über Kanäle, vorbei an gläsernern, leuchtenden Türmen. Und mittendrin: ein völlig durchschnittlicher Mann, der rein optisch in meiner Vorstellung nie sichtbar wurde. Fragt mich einer, wie Locke Lamora aussieht, kann ich nur mit den Achseln zucken. Ich weiß, er ist schmächtig. Punkt. In jedem anderen Roman würde das zwei Sterne Abzug bedeuten. Hier nicht. Schließlich SOLL Locke ja übersehen werden.

Umso erstaunlicher, wie gut Scott Lynch Locke während der Handlung vorantreibt. Er brauchte ein wenig, um meine Sympathie zu erlangen. Aber seit er sie hatte, habe ich mit ihm gefiebert, manchmal lauthals gelacht, gezittert, gelitten und geweint. Man reißt ihm sein Leben aus den Händen, reizt ihn bis aufs Blut, bringt ihn zum Kochen... und dann explodiert er. Nicht wie Rambo einfach alles platt machend... sondern kein Stück mehr oder weniger gut, als es ihm körperlich und geistig möglich ist. Super umgesetzt!

Die "Zwischenspiele" bringen mich in eine Zwickmühle. Manchmal habe ich sie gehasst, weil sie die aktuelle - gerade sehr spannende - Handlung unterbrachen. Aber oft habe ich sie auch geliebt. Immer im Nachhinein, denn sie erklären die Welt. Sie erklären Locke, sie beschreiben Camorr, sie warnen den Leser vor genau den Dummheiten, in die Locke nur ein paar Seiten später hineinläuft.

Ein großartiges Buch, das ich - trotz ein paar Längen am Anfang - jedem ans Herz legen kann. Fantasy-Liebhabern und Lesern, die sich gern verzaubern lassen. Action-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Rollenspieler werden ihre eigenen Charaktere hier und da wiederfinden ... und vielleicht ein wenig inspiriert werden. Und bestimmt kann der ein oder andere Krimi-Fan ebenfalls an Locke einen Narren fressen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach zähem Start genial, 27. Mai 2014
Von 
Originaldibbler (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Locke Lamora ist ein Dieb. Nein, Locke Lamora ist kein Dieb. Locke Lamora ist ein Gentleman-Ganove. Im Herzogtum Camorr muss sich kein Adeliger vor Dieben, Räubern oder Betrügern fürchten. Dafür sorgt der geheime Frieden zwischen dem Capa (eine Art oberster Maffiaboss) und der Adel. Niemand würde es wagen den geheimen Frieden zu brechen und den Zorn des Capas auf sich zu ziehen. Und jeder weis, dass niemand es wagen würde. Das wissen auch Locke Lamora und seine Freunde von den Gentlemen-Gannoven und so wagen sie es nun schon seit einigen Jahren mit großem Erfolg. Zurecht halten sie sich für unantastbar bis eines Tages ein neuer Spieler die Spielfläche betritt...

Die Lügen des Locke Lamora ist ein Fantasyroman bei dem die Fantasyelemente wichtig sind aber nicht im Vordergrund stehen. Es gibt Magie aber diese ist einigen wenigen vorbehalten. Viel wichtiger ist die Alchemie, die immer neue Wunder wie Leuchtkugeln, alkoholhaltiges Obst oder Tier-Tier-Hybride hervorbringt. Das alles ergibt ein spannendes und stimmiges Bild. Auch ansonsten ist die Welt gut durchdacht und vieles, das für die Geschichte wichtig ist, wird in kleinen Zwischenspielen vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht aber der "Titelheld" Locke Lamora. Diesen lernen wir sowohl als Kind als auch als gestandenen Mann kennen. Zunächst laufen diese beiden Erzählstränge parallel. Im späteren Verlauf werden die Episoden aus seiner Kindheit/Jugend immer seltener und das Buch beschäftigt sich primär mit den "aktuellen" Ereignissen. Auch diese werden aber nicht chronologisch erzählt. Scott Lynch versteht es meisterhaft, so zwischen Zeiten und Orten zu springen, dass es der Spannung maximal dient.

Kommen wir zu meinem Urteil. Scott Lynch präsentiert eine interessante und gut durchdachte Welt. Nach einem etwas zähen Anfang von 250 Seiten, während derer man noch nicht versteht, warum das gelesene wichtig ist, nimmt die Geschichte dann mächtig Fahrt auf und versteht sehr gut zu unterhalten. Alles in allem ist das Buch mehr eine Abenteuer- als eine Fantasygeschichte; auch wenn einige der Fantasyelemente sehr wichtig für die Geschichte sind. In vielerlei Hinsicht hat das Buch volle 5 Sterne verdient, da ich aber die ersten 250 Seiten (immerhin mehr als ein Viertel des Buchs) als zäh empfunden habe, vergebe ich 4 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sooo viel Potential..., 10. August 2014
Ich mochte den Titel und das Cover (was bei Fantasy-Romanen selten genug vorkommt) und ich mochte auch die ersten zwei Drittel des Buches. Wobei es mich aber auch bei denen schon gewundert hat, dass ich so schleppend woran komme. Lynch hat eine herausragende, wunderbar eigenständige Phantasie, aber leider nicht das Talent, sie einem flüssig und leicht nahezubringen (oder einen schlechten Übersetzer). Dazu kamen gegen Ende etwas zu viel Blut und Leichen (um einige war's wirklich schade) und insgesamt zu viel plattes Freundschaftsgebahren. Ebenso störten einige möchte-gern-flotte Heldensprüche, die schrecklich vorhersebar waren. Trotzdem; ich mochte Locke und vor allem Jean, es gab so viele bunte Ideen und Camorr hat mir richtig gut gefallen, auch wenn ich mit diesem Elderglas-Gedöhns nicht viel anfangen konnte. Schade, ich geb diese drei Punkte nur sehr ungern und dem zweiten Band auf jeden Fall eine Chance.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locke Lamora - Das Chamäleon, 8. Februar 2014
Von 
Als ich die Rezension zu „Die Lügen des Locke Lamora“ von Scott Lynch vorbereitete, stieß ich erstmals auf die Unterscheidung zwischen High und Low Fantasy. Mir war bisher nicht bewusst, dass es hierbei Unterschiede gibt; ich dachte, alle Fantasy-Romane, die die Konstruktion einer neuen oder völlig anderen Welt beinhalten, zähle man zur High Fantasy. Tatsächlich ist dieser Punkt durchaus ein Merkmal der High Fantasy, ebenso wie das Erschaffen einer eigenen Sprache und eines eigenständigen Ökosystems; nicht zu vergessen das Auftauchen fantastischer, fiktiver Völker. Die Handlung ist meist von einer abenteuerlichen und gefährlichen Reise der heldenhaften Protagonisten geprägt, die ein bestimmtes Ziel erreichen oder verfolgen müssen, um die Welt zu retten. Als Schlüsselroman der High Fantasy wird – wie könnte es anders sein – „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien genannt. Die Low Fantasy hingegen bietet dem Leser weniger gradlinige Helden und Bösewichte an. Die Charaktere sind eher ambivalent; sie haben sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Im Mittelpunkt steht in der Regel nicht die Rettung der Welt, sondern das Leben und Schicksal der Protagonisten.

In Bezug auf „Die Lügen des Locke Lamora“ musste ich dementsprechend einsehen, dass es sich hierbei eher um einen Low Fantasy Roman handelt als um einen Vertreter der High Fantasy. Der Protagonist Locke Lamora lebt nach seinen eigenen Regeln. Er ist ein Lügner, ein Dieb, ein Schuft und der Anführer der „Gentleman-Ganoven“, einer Gruppe Diebe, die sich aus ihm und seinen Freunden Jean, Bug und den Zwillingen Calo und Galdo Sanza zusammensetzt. Mit viel Charme und Witz schröpfen sie gemeinsam die Reichen und Mächtigen der Stadt Camorr um ihr Geld, obwohl dies durch den Geheimen Frieden und den Capa Camorrs eigentlich strengstens verboten ist. Als sich die Machtstrukturen innerhalb Lockes Heimatstadt verschieben, wird er vor die gefährlichste und trickreichste Aufgabe seines bisherigen Lebens gestellt; eine Aufgabe, die seinen gewitzten Verstand über alle Maßen fordert. Kann Locke diese lösen, ohne sein Leben und das seiner Freunde aufs Spiel zu setzen und damit verhindern, dass Camorr in Flammen aufgeht?

Scott Lynch teilte seinen ersten Band der Gentleman-Ganoven-Reihe in vier Bücher sowie Prolog und Epilog ein. Diese sind jeweils noch in Kapitel, Zwischenspiele und Abschnitte strukturiert. Da meine deutsche Taschenbuch-Ausgabe 848 Seiten umfasst, empfand ich diese Organisation des Buches als wirklich hilfreich; ein so dicker Schmöker liest sich doch leichter, wenn die Kapitel kürzer sind und man zwischen den Handlungssträngen ein paar Augenblicke hat, in denen man Luft holen und überlegen kann, was eigentlich auf den letzten Seiten passiert ist.
Die Handlung an sich teilt sich in Gegenwart und Vergangenheit, der Leser begegnet Locke sowohl als Kind als auch als erwachsenem Mann und Dieb. Hier zeigt sich auch Scott Lynchs großes Talent, er spielt auf faszinierende Weise mit der Erwartungshaltung seiner Leser. Er nimmt sich viel Zeit, wohlüberlegte Spannungsbögen aufzubauen, arbeitet dann eine überraschende Wendung ein und kippt somit jegliche Erwartungen, die der Leser bis dahin entwickelt hatte. Ich habe noch während der Lektüre bemerkt, dass ich vom Autor manipuliert wurde; es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mich selbst dabei zu beobachten, wie ich Lynch auf den Leim ging und seine Strategien bei mir voll und ganz griffen.
Szenen und Charaktere sind den kompletten Roman über rund und detailliert gestaltet; es gab keinen einzigen Moment, in dem ich an deren Nachvollziehbarkeit und Logik zweifelte. Der Protagonist Locke Lamora ist darüber hinaus eine wirklich außergewöhnliche Figur: körperlich eher wenig beeindruckend, liegt seine Stärke in seiner bestechenden Intelligenz. Nicht umsonst ist Locke der Kopf der Gentleman-Ganoven; all ihre umfangreichen, diebischen Pläne entstammen seinem Verstand, welche er bis ins kleinste Detail ausarbeitet und dabei alle möglichen Konsequenzen einkalkuliert. Er ist ein wahres Chamäleon, ein Verkleidungskünstler, was es ihm erlaubt, die ganze Stadt Camorr zum Narren zu halten.
Nicht weniger beeindruckend sind Lockes Freunde und die restlichen Charaktere des Buches gestaltet, wobei heraussticht, dass auch weibliche Figuren auftauchen, die über den für Low Fantasy typischen Status als Amazone, Sexobjekt oder Fräulein in Not hinausgehen. Ich würde mich nicht dazu hinreißen lassen, die Frauenrolle in „Die Lügen des Locke Lamora“ als emanzipiert zu bezeichnen, es fällt jedoch auf, dass Frauen häufiger und in wichtigeren Positionen auftreten als in vielen anderen Fantasy Romanen.

Insgesamt hat mir Scott Lynchs Erstlingswerk ausnehmend gut gefallen; ich habe mit Locke geweint, gelacht, gelitten und gebangt. Lynch hat mich komplett abgeholt und mir eine Woche lang wunderbaren Lesespaß beschert. Obwohl es ein Fantasy Roman ist, sind die fantastischen Elemente eher rar gestreut, was sicher vielen entgegen kommt, die sonst Probleme damit haben, sich eine magiegeschützte Handlung vorzustellen. Ich bewundere seine innovativen Ideen; wie kommt man beispielsweise darauf, einen Gladiatorenkampf gegen Haie in einer schwimmenden Arena stattfinden zu lassen? Ich empfehle dieses Buch an alle weiter, die zwiespältige Charaktere und eine umfangreiche, fein ausgeklügelte Handlung lieben. Die Venedig-gleiche Stadt Camorr wird euch mit offenen Armen empfangen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Abenteuergeschichte, 10. September 2008
Locke Lamora ist wohl der sympathischste Dieb seit Robin Hood, auch wenn Locke weitaus weniger moralisch ist und nicht im Traum daran denkt, das von den Reichen erbeutete Geld den Armen zu geben. Trotz gewisser Charakterschwächen kommt der Leser einfach nicht umhin, Locke zu mögen, denn Scott Lynch hat mit dieser Figur einen genialen, interessanten und bewundernswerten Antihelden geschaffen.
Auch sein Entwurf des Stadtstaats Camorr ist faszinierend und sehr plastisch. Eine Stadt, die nicht nur aufgrund der vielen Wasserstraßen ein wenig an Venedig in Zeiten der Renaissance erinnert. Eine Stadt, die dreckige, gefährliche Bezirke ebenso beherbergt wie luxuriöse Viertel, die Gaunern, Prostituierten und Mördern ebenso ein Heim ist wie Bänkern, Alchemisten und Adligen. Da Locke sich in beiden Welten bewegt, der Unterwelt und der Welt des Prunks und des Geldes, lernt man auch beide gut kennen und gewinnt so ein sehr vollständiges Stadtbild.

Der Grundtenor der Geschichte ist anfangs recht locker und kurzweilig, wird aber zunehmend düsterer, besonders nach Erscheinen des Grauen Königs. Gleichermaßen schraubt sich die Spannung hoch, bis es letztlich zum Showdown kommt. Trotz der Länge des Buches kommen erstaunlicherweise nie Durststrecken auf, in denen die Handlung im Sande verläuft oder der Autor sich in langweiligen Details verliert. Die Seiten fliegen nur so dahin, was sicher auch Lynchs großem Erzähltalent zu verdanken ist.

Die Erzählung verläuft anachronistisch, immer wieder lässt Lynch einige Zwischenspiele einfließen, die aus der Vergangenheit der Gentlemen-Ganoven, besonders aus ihrer Ausbildung und ihrer Kindheit, erzählen, oder auch kleine Anekdoten aus der Geschichte Camorrs. Meist passen diese Einschübe aber wunderbar in den Kontext der Haupthandlung, ergänzen und bereichern diese, verleihen den Figuren mehr Facetten und lassen erahnen, dass es da noch so einiges aus dem Leben der Gentlemen-Ganoven zu erfahren gibt.

Einige Kritikpunkte gibt es an diesem wunderbaren Debüt von Scott Lynch dennoch: Zum einen wäre da die Unverwüstlichkeit Lockes, der im Laufe der Geschichte viel aushalten muss, aber immer wieder aufsteht und handelt, obwohl er - ein eigentlich sehr schmächtiger, schwächlicher Kerl - fast tot sein müsste. Störend ist bisweilen auch die inflationär verwendete Fäkalsprache, das Fluchen und Beleidigen, das gerade bei einem Gentleman-Gauner doch unpassend wirkt. Hier fragt man sich, ob Lynch nicht ein wenig übertreibt; starke Emotionen und Milieusprache hätte man auch dezenter verdeutlichen können.

Die wenigen Schwächen können aber nicht über das immense Potenzial der innovativen, spannend erzählten Story hinwegtäuschen. Hier liegt eine gelungene Abenteuergeschichte vor, die mit wenigen phantastischen Elementen wunderbar auskommt, die Witz und Cleverness aufweist und auch einige tiefsinnige Momente birgt, besonders wenn es um Rache, Vergeltung, Verantwortung und um Sieg und Niederlage geht.
Man darf gespannt sein, ob Scott Lynch es schafft, den Leser in weiteren sechs Bänden ebenfalls in seinen Bann zu ziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal was anderes, 4. Dezember 2010
Kann mich der Mehrheit der Rezensenten nur anschließen - ein überaus unterhaltsamer Fantasy-Roman abseits des Gewohnten mit originellen Charakteren, einer spannenden Story mit vielen Wendungen, einem interessanten, exotischen und detailliert beschriebenen Schauplatz - was will man mehr? Bin gespannt auf den zweiten Teil der Reihe, den ich mir wohl in Kürze zulegen werde.
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