Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Was diesmal auf euch zukommt:
Joachim Ringleder ist an diesem Wochenende Strohwitwer, da seine Freundin Frieda ihre Eltern besucht. Kurzerhand beschließt er, entgegen seiner Gewohnheit, eine andere Straßenbahn zu nehmen und auf einen Sprung in der Videothek vorbeizuschauen um sich mit ein paar Filmen und Dosenbier (kein Flaschenbier!) einzudecken.

Schon als Kind hat Joachim immer gern gespielt. Oft hat er sich vorgestellt, dass er von jemandem verfolgt wird und dieses Spiel nur allzu gern auf die Spitze getrieben. Was könnte man auf seinem Heimweg auf schlecht ausgeleuchteten, von Bäumen umsäumten, Straßen und Gassen Schöneres spielen...?
Aber was, wenn dieses Spiel schneller Realität wird als man bis drei zählen kann? Was, wenn aus Spaß plötzlich Ernst wird und es kein Entrinnen mehr gibt?
Etwas ist passiert in Hamburg. Und die Sache mit dem Bier war erst der Anfang.

Meine Meinung:
Auch "Amok Snuff" konnte mich voll und ganz überzeugen. Nicht ganz so abartig und eklig wie der erste Teil, aber dafür ist die Idee an und für sich schon ne harte Nummer.

Joachim und Frieda sind ein junges Paar, dass sich aus Studienzeiten kennt. Beide kommen recht sympathisch rüber, wobei man gar nicht so viel über sie erfährt. Gerade genug, um sich ein grobes Bild von ihnen zu machen. Mehr braucht es auch gar nicht. Die beiden stehen aber nicht allein im Mittelpunkt. Auch Kommissar Daniels, der die Leitung des "Clown-Falls" übertragen bekam, spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Er sollte sich besser beeilen, den Clown so schnell wie möglich ausfindig zu machen. Wer ist der Clown? Was bezweckt er mit seinen Massakern, bei denen er ein ums andere Mal unerkannt entkommen kann? Wo wird er nach dem Einkaufszentrum und der Kneipe als nächstes zuschlagen? Fragen über Fragen, mit denen sich Daniels auseinandersetzen muss...

Der Plot ist absolut wasserdicht und funktioniert bis zum Ende. Sehr gut gefällt mir, dass immer wieder Bezug auf "Bierbrut" genommen wird. Klar, alle Teile der Serie funktionieren absolut eigenständig. Ich möchte aber dennoch davon abraten, erst Teil 2 oder 3 zu lesen, denn diese beinhalten massive Spoiler zu den vorherigen Teilen - würde einem also den Spaß nehmen, falls man damit liebäugelt auch einen der Vorgänger zu lesen.

In "Amok Snuff" wird wieder gemordet, zerstückelt und jede nur erdenkliche Art von Grausamkeit angewandt, weswegen ich voll und ganz hinter der Empfehlung ab 18 Jahre stehe. Eher würde ich die Grenze noch etwas höher ansetzten, denn die wenigsten sind mit 18 Jahren schon in der Lage solche Bilder im Kopf zu verarbeiten. Natürlich ist alles reine Fiktion, aber die Story spielt in Hamburg - also einem realen Schauplatz. Eigentlich wollte ich immer schon mal gerne dort hin, aber ich glaube nach der Sache mit dem Bier und dem Clown lasse ich das lieber... oder vielleicht sollte ich gerade deswegen...? ;)

Freuet euch, denn Teil 3 "Das Fremde" gibt es schon seit 7. Juli, nämlich hier.

Und jetzt kann ich die Katze ja aus dem Sack lassen:
Ich weiß jetzt schon, dass ich Teil 4 "Opferstadt" nicht überleben werde... mehr dazu demnächst.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2014
Joachim Ringleder, ein ganz normaler Kerl, gerät nach dem Besuch einer Videothek in ein Amok-Setting, hervorgerufen durch einen offenbar irren Typen in einer Clownsmaske.
Bite nicht von dem Titel täuschen lassen! Es ist natürlich vordergründig ordentlich Gore in der Geschichte, aber es kommt eben nicht platt daher. Wer ein wenig tiefgründigen Splatter mag, ist hier definitiv nicht falsch. Ich jedenfalls fand das Buch überraschend gut und auch die Charaktere waren keine Abziehbildchen, sondern eigenständige Persönlichkeiten.
Der Verlauf der Handlung ist undurchsichtig; anfangs weiß man gar nicht, was hier eigentlich geschieht. Erst nach und nach dröselt sich alles auf, aber friedlicher wird es dadurch nicht.
Die Handlung ist schlüssig konstruiert und wirklich gut erzählt. Natürlich kriegt man hier keine Perle der Hochliteratur vorgesetzt, aber bitte: wer ein Werk mit dem Wort „Snuff“ im Titel kauft, soll sich anschließend nicht darüber beschweren, dass er keinen Philipp Roth bekommen hat.
Amok Snuff ist ein richtig gut erzählter, spannender und unterhaltsamer Gore-Roman mit mehr Tiefgang, als ich erwartet habe - wobei die Betonung auf Roman liegt, auch wenn das Blut nur so aus dem Kindle tropft.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. August 2014
Ich lese gerne Thriller, gerne auch etwas härter und blutigere aber dieses Buch fand ich einfach nur abstoßend. Geschenkt ist noch zu teuer !
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2014
Joachim Ringleder ist ein ganz normaler Kerl und an einem Freitagabend, nach einem ganz gewöhnlichen Tag, beschließt er, sich in der Videothek ein paar Filme auszuleihen. Immerhin ist seine Freundin Frieda, mit der er seit acht Jahren zusammen ist, übers Wochenende zu ihren Eltern gefahren. Er hätte ja mitfahren können, allerdings mag er ihre Eltern nicht wirklich und so hat er jetzt die Gelegenheit, ein paar Filme zu schauen, gegen die Frieda sowieso etwas einzuwenden hätte. Schnell bemerkt Joachim jedoch, dass ihm jemand von der Videothek aus folgt. Das dieser jemand nichts Gutes im Sinn hat, ist ihm sofort klar. Mit Müh und Not kann er sich in eine Kneipe retten.

Tja, dass Joachim nicht in Sicherheit ist, bemerkt er wenige Augenblicke nachdem er die Kneipe mit dem passenden Namen "Zur letzten Sause" betritt. Hier richtet ein Mann mit einer Clownmaske gerade ein Massaker an. Könnte es sich um den stadtbekannten Amokläufer handeln? Denn seit einiger Zeit macht ein Amokläufer mit einer Clownmaske Hamburg unsicher. Vier Amokläufe hat er schon begangen und er ist bisher immer entkommen. Als auch noch Joachims Verfolger in die Kneipe tritt, werden sie entdeckt und der Amoklauf nimmt seinen weiteren Verlauf. Schlussendlich gelingt es Joachim zu überleben, jedoch wird er von Unbekannten entführt.

Derweil ermittelt Kommissar Richard Daniels mit Hochdruck im Fall des Amokläufers und dennoch, er und seine Kollegen kommen einfach nicht so recht voran. Immer wieder ist es dem Amokläufer gelungen zu entkommen, nur wie? Entweder hat der Amokläufer jedes Mal unglaubliches Glück oder die Polizei unglaubliches Pech, denn das SEK unter der Leitung von Sigmar Lombarts wird jedes Mal auf dem Weg zu einem Amoklauf aufgehalten. Zufall? Bisher konnte hier noch nie jemanden was nachgewiesen werden, aber merkwürdig ist es schon. Doch Daniels, der bereits seit 24 Jahren bei der Polizei ist, ist nicht gewillt, die Flinte ins Korn zu werfen. Koste es was es wolle, er wird herausbekommen, wer oder was sich hinter dem Clown versteckt. Währenddessen beginnt für Joachim Ringleder eine Tortur, deren Ende nicht abzusehen ist ...

"Etwas Böses hat sich eingeschlichen, das die Menschen packt"! Der Plot wurde wieder spannend und blutig-abwechslungsreich erarbeitet. Für mich war zu Beginn, aber auch noch in der Mitte und zum Ende des Buches hin nicht wirklich absehbar, wo die Story schlussendlich enden wird und ganz ehrlich, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass der Plot immer wieder Wendungen hervorbringt, die vorher so überhaupt nicht absehbar waren, sich jedoch wundervoll in die Geschichte integrieren. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Anfangs stand ich dem Protagonisten Joachim mit gemischten Gefühlen entgegen, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob er ein rational und von der Gesellschaft gezeichneter Mensch ist oder ein Weichei. Diese Meinung musste ich jedoch im Verlauf des Buches (glücklicherweise) völlig revidieren und er hat sich schlussendlich doch in die Richtung entwickelt, die ich gehofft hatte und meine kühnsten Träume hier jedoch weit übertroffen. Mit einer solchen Wandlung war nun wirklich nicht zu rechnen. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen packend und fesselnd, ich konnte und wollte das Buch zwischendrin nicht aus der Hand legen, sodass ich es am Stück gelesen habe. Hierbei sei allerdings angemerkt, dass es sich bei dem Buch um Lektüre handelt, die man besser bei Tageslicht genießt, vor allem, wenn man eh schon eine etwas lebhaftere Fantasie hat. Jetzt hat leider wieder die Zeit des Wartens begonnen, jedoch bin ich sicher, das mich der nächste Band aus der "Monster, Mörder, Mutationen"-Reihe "Der Fremde" ebenso gut unterhalten wird.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2014
Kann man einen Roman empfehlen, in dem Fleischberge, gespaltene Schädel, aufgeschlitzte Bäuche und zerstückelte Körperteile in der Landschaft herumliegen, Augen heraushängen und Gedärme um den Hals gewickelt werden?

Ja, man kann, denn Nikolas Preil geht es mit „Amok Snuff“ nicht bloß um die Zurschaustellung blutrünstiger Details. Er hat den Anspruch, die inneren Konflikte seiner Helden aufzuzeigen und zu vertiefen.

Schauplatz ist Hamburg: Ein Clown läuft Amok. Kommissar Richard Daniels ermittelt mit Hochdruck. Als zwei Polizisten vermisst werden, entscheidet Daniels sich für den Einsatz eines SEK. Am Tatort bietet sich ihm ein Bild des Grauens.

„Amok Snuff“ ist die Geschichte von Joachim Ringleder, einem Loser, der eine Vorliebe für Action Filme und Verfolgungsjagden hat. Eines Tages wird aus dem Spiel bitterer Ernst, er wird tatsächlich verfolgt! Wer ist der Fremde und was will er von Joachim?

Joachim flüchtet sich in eine Kneipe. Schreckliche Dinge geschehen, eine Katastrophe jagt die nächste. Schüsse fallen, viele Schüsse - ein Massaker! Einzig Joachim überlebt. Am Ende wird er von zwei Männern einfach mitgenommen…

Auch wenn der Leser der Polizei manchmal einen Schritt voraus ist, Spannung wird dennoch aufgebaut - auf der Suche nach dem Sinn des Ganzen. Nikolas Preils nüchterne, klare Sprache gepaart mit einer Prise Humor, steht hierbei oft im krassen Gegensatz zum Geschehen.

Mit einer Mischung aus Zynismus und Gewalt - ohne dabei den Blick für die Story zu verlieren. Schnelle Szenen- und Perspektivwechsel sorgen dafür, dass die Handlung immer mehr an Rasanz gewinnt. Bis zum perfekten Abschluss.

Fazit: „Amok Snuff“ ist ein Horror-Thriller mit einem hohen Ekelfaktor! Ein sehr ambivalentes Buch, das mich trotz allem kurzweilig unterhalten hat. Und so bin ich schon gespannt, auf die nächste Geschichte aus der Reihe „Monster, Mörder, Mutationen“.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 6. Oktober 2014
Diesen 2. Band der Reihe "Monster, Mörder, Mutationen" fand ich persönlich sperriger zu lesen. Das lag vor allem am Schreibstil. Dieser Roman war im Präsenz verfasst. Sowas fällt mir normalerweise nicht schwer zu lesen, doch hier störte es mich irgendwie. Auch war die Story jetzt nicht so außergewöhnlich wie die von Band 1. Insgesamt betrachtet bot er dadurch aber eine absolute Abwechslung. Vom Stil her wäre mir jetzt nicht aufgefallen, dass es sich um den gleichen Autoren handelt. Das muss man erstmal schaffen.

Auch hier blieben wieder Fragen offen und auch wenn ich Band 2 nicht so gelungen fand, werde ich die Reihe weiter verfolgen. Angefixt bin ich also.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 19. August 2014
Sehr unterhaltsames Schriftstück, welches am Besten in einem Stück durchgelesen - quasi verschlungen - werden sollte. Es ist natürlich keine Weltliteratur und bestens als E-book geeignet, da es (für mich) einen reinen Unterhaltungswert hat. Wieviel Spaß liefert dieser teilweise recht deftige Horrorkrimi zum Preis eines günstigen Döners oder drei Hamburger ? Eigentlich kann das jeder für sich schon beim Lesen des Titels ausmachen. Für 2,99€ ist mir das fünf Sterne wert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 12. August 2014
... und zwar wegen der Entscheidung sich auf dem Heimweg von der Arbeit noch ein paar DVD`s zu holen.
Irgendwie erschreckend, denn, wer sagt, dass das nicht auch dir oder mir passieren kann. Sehr deutlich zeigt der Autor, dass in manchen Menschen tiefe Abgründe lauern. Wenn du das Pech hast, einem solchen zu begegnen, zerbrichst du daran oder wirst selbst zum Monster. Wer harte Sachen gerne liest und nicht zu zart besaitet ist, kann gerne zugreifen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 19. Juni 2014
Amok Snuff ist der zweite Teil aus der Reihe Monster, Mörder, Mutationen von Nikolas Preil. Ein Clown treibt sein unwesen und versetzt die Stadt Hamburg in Schrecken. Kommissar Daniels versucht ihn zu schnappen. Joachim Ringleder schaut zwar gerne Action Filme, aber in seinem Leben gibt es nicht viel Action, bis zu dem Tag an dem er verfolgt wird

Da ich schon den ersten Teil der Reihe gelesen habe, musste der zweite auch gleich her. Aber wäre ich nicht schon vorher auf das Buch aufmerksam geworden, hätte dies das Cover erledigt. Denn dieses finde ich auf eine Art ansprechend und auch abstoßend, es macht auf jeden Fall neugierig.

Die Geschichte ist brutal, voller Gewalt und Schrecken. Wer schwache Nerven hat und kein Blut sehen kann, für den ist das Buch nichts. Es ist ein bissl wie ein bei einem Unfall, man will nicht hinschauen, weil man Angst hat vor dem was man sehen könnte, aber irgendwie wandert der Blick doch dahin. An manchen Stellen hat mich die Handlung so gefesselt, das ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich bin nicht gerade sensibel, aber bei einer Szene wurde mich flau im Magen und ich war einfach nur geschockt.

Es gab immer wieder Wendungen, die so nicht voraus zu sehen waren und auch die Charakter Entwicklungen waren spannend und überraschend. Wer den Film Hostel mag, wird das Buch auch mögen
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juni 2014
"Amok Snuff" beginnt äußerst interessant. Aus einem harmlosen Spaß bzw. Spiel, mit dem Joachim dem Alltagstrott entweichen möchte und sich ohne seine Freundin, schwelgend in Jugenderinnerungen einmal wie früher, hingeben und nachgehen will, wird bitterer Ernst.

Durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse reißt er dabei andere Personen mit in den Strudel brutaler Gewalt und Perversionen und wird selbst immer tiefer in den Sog von Schuld und Wahnsinn gezogen.

Das Verhalten und die Entwicklung mancher Personen waren sehr überraschend. All diese Macht, Rohheit und Ausweglosigkeit sind aufgrund der Dialoge und Gedanken von Tätern und Opfern sehr gut dargestellt, gefolgt von bestialischen, blutigen und gefühllosen Taten, mit denen uns der Autor nicht verschont.

Es sind so viele Menschen daran beteiligt. Bei dem ein oder anderen denkt man anfangs noch, deren Handlung teilweise einschätzen zu können, aber der weitere Verlauf ist so unvorhersehbar und grausam und führt zu einem Desaster. Nichts funktioniert mehr, wie geplant und es wird improvisiert und manipuliert.

Besonders gut gefällt mir auch, wie kleine Details unbemerkt, beispielsweise durch Ralf, Informationen über Hamburg, in die Geschichte mit einfließen. Das gibt den Figuren einen entsprechend fassbaren Charakter.

Im Endeffekt finde ich es sehr erschreckend, wie mit Angehörigen als Druckmittel und Auslöschung verschiedener Parteien gearbeitet wird und von höherer Instanz solche Taten vertuscht werden und unentdeckt bleiben.

"Amok Snuff" ist ebenfalls wie "Bierbrut" ein spezielles und optimal inszeniertes Horrorwerk.

Ich bin bereits jetzt schon gespannt auf den nächsten Band aus der Reihe und ob und inwiefern eventuell noch Verbindungen hierzu bestehen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden