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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Vergangenheit und dennoch zutiefst innovativ
Vieles vom Folgenden hätte ich wohl schon über "Heritage" schreiben können, allerdings breitete sich da noch nicht dieses absolute Einverständnisgefühl während des Hörens aus, wie es hier der Fall ist. "Heritage" war noch zu sehr gefällige Anlehnung. Ich fühlte mich zu oft "nur" erinnert. So wäre "Heritage" in den 70gern...
Vor 16 Tagen von jrgela veröffentlicht

versus
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 5.1 Mix Bluray fehlerhaft!
Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die musikalische Qualität des Albums eingehen, sondern vor dem Kauf der Bluray warnen. Die 5.1 TrueHD Spur ist leider fehlerhaft, da beim Mastering / Authoring die Phase des linke Frontkanals und des LFE gedreht wurde. Wer schon einmal seine Musikanlage versehentlich mit verpolten Lautsprechern angeschlossen hat, weiß...
Vor 23 Tagen von Jomox veröffentlicht


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Vergangenheit und dennoch zutiefst innovativ, 7. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Vieles vom Folgenden hätte ich wohl schon über "Heritage" schreiben können, allerdings breitete sich da noch nicht dieses absolute Einverständnisgefühl während des Hörens aus, wie es hier der Fall ist. "Heritage" war noch zu sehr gefällige Anlehnung. Ich fühlte mich zu oft "nur" erinnert. So wäre "Heritage" in den 70gern wahrscheinlich nur ein weiteres gutes Album unter vielen gewesen.
"Pale Communion" ist zwar immer noch stark an die 70ger angelehnt, wäre aber im Ergebnis wohl für diese Zeit so noch nicht denkbar. So kommen auch Zitate durchaus vor, aber diese sind sinnig, wohl dosiert und werden, verknüpft mit eigenen Ideen und Erfahrungen, ins Hier und Heute transportiert.
Für nicht wenige alteingesessene Fans ist "Pale Communion" sicher wieder nur ein weiterer Bruch der Hörgewohnheiten und möglicherweise schwer zu verkraften. Für mich allerdings bietet es alles, was ein hervorragendes Album ausmacht. Auch beim zehnten Durchlauf entdeckt man noch Neues. Die Kreativität der Riffs und der Melodien der Soli ist schlicht beeindruckend. Die Gesamte Komposition ist für mich absolut stimmig. Und zum Facettenreichtum allein des Gitarrenspiels findet sich wahrscheinlich nur wenig Vergleichbares.

Mikael Akerfeldt entwickelt die Musik und sich als Musiker weiter, wie das nur noch sehr wenige zu tun in der Lage sind oder sein wollen. Die Veränderung vollzieht sich wegen des künstlerischen Anspruchs und nicht aufgrund kommerzieller Erwägungen. Davor habe ich uneingeschränkte Hochachtung. Das Ergebnis zeigt auch, dass Dinge, die so entstehen, im Grunde wirklich zeitlos sein können.
Ein absolutes Meisterwerk und, Anfang September kann man da wohl schon mal anfangen zu resümieren, wahrscheinlich mein Album des Jahres.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So sollte PROG 2014 klingen, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Ich kenne nur wenige der alten Opeth Alben wo es noch "Growls" darauf gab.(Still Life/Blackwater und Watershed)
So richtig erwärmen konnte ich mich für die Band erst ab Watershed...als dann Heritage rauskam und mit den Deathmetal Growls
Schluss war,habe ich diese gar nicht wirklich vermisst.
Plötzlich fiel mir erst richtig auf wie genial diese Musik wahrhaftig ist,mich erinnerte Heritage sehr an meine alten 70er Jahre Proghelden,wie z.B. Genesis (mit Gabriel) oder ein wenig auch an Jethro Tull (Songs from the Woods und Heavy Horses Phase)
Nun ist also Pale Communion erschienen,und ich muss sagen ich bin schwer beeindruckt!
Besser kann Progrock gar niemals klingen,das Album läuft bei mir ohne Pause und hat mich süchtig gemacht.
Wer auf diese Art von Musik steht kann sich entführen lassen,in ein Traumland wo Melancholie auf Epic und Poesie,Licht auf Dunkelheit und Trauer auf Euphorie trifft.
Ich kann mir nicht vorstellen mich von dieser Scheibe jemals satt zu hören,ist jetzt schon ein Highlight in meiner Sammlung,steht für mich sogar über den Heldentaten von den Genesis der 70er jahre.
Definitiv mein Album des Jahres !
Anspieltipps: Moon above Sun below,Goblin (instrumental),Faith in others.....
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angekommen im Progressive Metal, 22. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Spätestens nach dem letzten Album, dem wunderbar verschrobenen "Heritage" hätte allen Opeth-Fans klar sein sollen, dass sich die Band um Mikael Åkerfeldt von ihren Death-Metal-Wurzeln gelöst hat: Vollgepackt mit instrumentellen Zwischenspielen, komplizierten Akkord-, Rhythmus- und Tonartwechseln, dem extensiven Einsatz von Keyboards (einschließlich Mellotron, Fender Rhodes und Hammondorgel) und Fusion-Jazz-Einflüssen kam das Album herrlich organisch im 70er-Jahre-Stil daher. Es wundert daher nicht, dass Opeth mit "Pale Comminion" genau diesen Weg hin zum Progressive Rock/Metal mit erneutem Klargesang fortgesetzt haben, auch dieses mal unterstützt vom musikalischen Wunderkind Steven Wilson, der das Album zusammen mit Åkerfeldt wieder abgemischt hat. Und so ist die Nähe zu Wilsons aktuellem Soloalbum "The Raven That Refused to Sing" größer als zu Opeths hartem Death-Metal-Klassiker "Deliverance" von 2002.

Eröffnet wird das Album durch das jazzige Art-Rock-Intro des Songs "Eternal Rains Will Come", welches direkt an die Musik des Vorgängeralbums anknüpft und im Verlauf neben Klavier- und Flötenklängen verspielte Melodien zu Åkerfeldts mehrstimmigen Klargesang liefert. Hier stand wiederum der 70er-Jahre-Prog-Rock in der Tradition von King Crimson Pate. Die anschließende erste Single-Auskopplung "Cusps of Eternity" ist mit seinen orientalisch angehauchten Klängen bedeutend poppiger und bietet das wahrscheinlich härteste Riffing des gesamten Albums, wohingegen "Moon Above, Sun Below" ein fast elfminütiger, vertrackter, progressiver, teils düsterer Geniestreich mit wiederum mehrstimmigen Gesangspassagen ist. Das perlende, von seiner Grundstimmung eher traurige "Elysian Woes" hätte auch auf das Album "Damnation" aus dem Jahr 2003 gepasst, welches das erste Opeth-Album mit ausschließlichen Clear Vocals war. Danach bündelt das groovende Instrumentalstück "Goblin" in frickeliger Progweise scheinbar alle beeindruckenden Riffs vergangener Alben, während das folgende "River" mit einem akkustisch getriebenem, fröhlichem Southern-Rock-Feeling startet, bevor sich der Song in der zweiten Hälfte zu eher Opeth-typischer nordischer Melancholie wandelt. Abgeschlossen wird das Album von den beiden epischen Liedern "Voice of Treason" und "Faith In Others", wobei letzteres symphonisch daher kommt.

Die klanglichen Qualitäten des Albums sind so einwandfrei, wie man es erwarten darf, wenn Steven Wilson seine genialen Hände am Mischpult im Spiel hatte. Die Musik hat einen enormen Dynamikumfang und klingt warm und organisch, frei von jeglicher Übersteuerung und dabei noch verspielter als der Vorgänger. Im Zusammenspiel mit der Musik muss man die Growls nicht wirklich vermissen, da sie hier nicht passen würden, und Åkerfeldts Klargesangsstimme ist einfach gut, er kann eben beides. Das mystisch anmutende Albumcover stammt einmal mehr von Travis Smith, der unter anderem auch schon das Cover von "Heritage" gestaltet hat, und rundet das Gesamtkunstwerk ab.

Mit dem Genregrenzen sprengenden "Pale Communion" haben Opeth ihrer ohnehin an Höhepunkten reichen Diskographie bisher die Krone aufgesetzt. Mit Death Metal hat dies zwar so gar nichts mehr zu tun, legt aber beeindruckendes Zeugnis ihrer Prog-Rock-Meisterschaft ab und ist eine gelungene Hommage an ihre musikalischen Vorväter, ohne dabei den Sinn für ihren ureigenen Stil zu verlieren. Die engstirnigen Metalheads unter ihren Fans werden wohl endgültig beleidigt das Weite suchen, da metallische Härte allenfalls hintergründig mitschwingt. Wer offener ist, den erwartet ein bewegendes Meisterwerk.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heritage 2? Zu wenig?, 28. August 2014
Von 
Sascha "metalnews.de" (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
"Heritage" überraschte viele Fans der Band positiv, ungefähr 50% verteufelten das Teil und wollen nicht akzeptieren, dass Mikael momentan (?) einfach keinen Bock mehr auf Death in seinem Metal/Rock hat. Nun denn, "Pale Communion" läuft nun seinen zweiten Monat bei mir (Promostream) und würde gerne ein fazit abgeben.

"Heritage" war anders, definitiv. Diverse schon Einzug haltende Einflüsse (seit "Ghost Reveries") sind wieder erkennbar, Mikael sowieso. Dennoch war vieles neu und vor allem frei von jeglichen extremeren Einflüssen. (hier und da eine Double Bass oder ein Heavy Metal Riff, aber das war's)

"Pale Communion" geht grob gesagt diesen Weg weiter. Aber klingt deutlich mehr nach OPETH und hat deutlich bessere Langzeitwirkung. Tracks der Marke "Goblin" (rein instrumental jazzig bis rockiger Isntrumental Song) werden auch weiterhin den Zweiflern die Fußnägel aufrollen lassen, andere verlieren sich in dem rockigen Gefrickle. Alle anderen Tracks sind für mich typische OPETH Tracks, nur eben mit Verzicht auf die extremeren Elemente. Gerockt wird trotzdem, und das sehr amtlich.

Die Produktion ist eine echhte Wohltat für die Ohren, Mikael weiß eben, wie seine Songs klingen sollen und müssen. Steven Wilson hat die geniale Abmischung übernommen und liefert natürlich auch wieder eine Hand voll Background Vocals (bei weitem aber nicht so penetrant wie auf diversen anderen Veröffentlichungen).

"Heritage VOL II" ist "Pale Communion" maximal beim ersten Durchlauf. Wer sich weiter beschöftigt, den erwartet eines der besten OPETH Werke. Fortschritt ist eben nicht aufzuhalten, und ganz ehrlich: Wer will ein Blackwater Park II? OPETH hat geniale, für sich stehende Alben veröffentlicht, die viele viele feine Unterschiede aufweisen. Macht euch ein Bild davon, ich bin begeistert.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechslungsreiche Weiterentwicklung mit tollem Sound!, 24. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Ich trauere zwar auch den genialen Death-Metal-Alben nach mit den tollen Dynamikwechseln und der tollsten Growlstimme, die es je gab, aber Alben wie „Heritage“ und „Pale Communion“ würde ich dann auch sehr vermissen.

Mit den ersten Tönen von „Eternal rains will come“ war ich erst etwas erschrocken, weil ich finde, dass man es mit den 70er Anleihen und Jazz-Prog-Frickelmusik auch übertreiben kann. Aber dieser Eindruck verflog relativ schnell. Es gibt zwar vertrackte Schlagzeugparts und viel 70er-Orgel, aber später folgen auch zuckersüße Opeth-Melodien. 5/5 Sterne.

Bei „Cusp of eternity“ sind die abgedämpften Riffs im Hintergund bestimmend. Darüber entfalten sich schöne Vocals (bei Opeth ist selbst ein Aaaahahaaa… nicht peinlich) und im Mittelteil ein grandioses Solo. Leider zu kurz aber trotzdem grandios! 6/5 Sterne.

„Moon above, sun below“ ist mit seinen 10:52 natürlich sehr abwechslungsreich und wird getragen von superschönen Melodien, genialen Riffs und Solos und einem tollen Schluss-Refrain. 6/5 Sterne.

Der Titel „Elysian Woes“ (himmlisches Leid) spricht schon fast für sich selbst. Wunderschön! 5/5 Sterne.

„Goblin“ ist ein Instrumental und geht wieder in Richtung Frickel-Jazz-Prog. 3/5 Sterne.

„River“ erinnert mich anfangs irgendwie an die Eagles. Für Opeth zu glatt. Daher wundert mich nicht, dass ab etwa 3 Minuten Opeth anfängt, seinen eigenen Stempel aufzudrücken mit charakteristischen Gesangspassagen, dynamischem Prog und zwischendurch mit einem Riff, das fast identisch auf Heritage zu hören ist. 4/5 Punkte.

„Voice of treason“ wird getragen von einem Streicher-Riff und ist bleibt dadurch sofort im Ohr. Erinnert etwas an Kashmir von Led Zeppelin. 5/5 Sterne.

„Faith on others“ hat wieder sehr schöne Melodien, Streicher, Klavier… und eine Zunahme von Dramatik in der Mitte des Liedes. Die Stimme von Mikael Åkerfeldt wechselt zum Ende hin von verfremdet/komprimiert auf klar. Wie auch bei allen anderen längeren Liedern sehr kurzweilig. 5/5 Sterne.

Wenn jetzt rechnerisch immer noch keine 5 Sterne herauskommen, gibt es einen weiteren Punkt, der das locker rechtfertigt: der Sound! Grandios! Dank an Mikael Åkerfeldt und Steven Wilson! Es macht mir riesigen Spaß dieses Album anzuhören mit ELV-Röhrenverstärker und Klipsch RF62 - nicht zuletzt wegen der natürlichen Dynamik. Nichts ist totkomprimiert oder übersteuert. Eine Dynamic Range von durchschnittlich 11 gibt es heute leider nur noch selten.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wünschelrute hat ausgeschlagen, 27. August 2014
Von 
H. Schwoch "hschwoch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (MP3-Download)
Sänger Mikael Akerfeldt ist seit ihrer Gründung anno 1990 sozusagen der Chef der Band Opeth aus Stockholm/Schweden. Er schreibt die Songs und die Texte, und er gibt die jeweilige, stetig wechselnde musikalische Richtung vor. In den letzten drei Jahren, so gibt er derzeit den einschlägigen Medien bereitwillig zu Protokoll, litt er an einer schweren Depression, aus der er sich gerade zu befreien versucht. Wobei: Eigentlich war er schon immer ein trauriger, ja depressiver Mensch. Andererseits dachte er früher lediglich, Zitat: 'an Bier, Mädchen und Metal, sonst nichts'. Ah, ja, nun wissen wir also auch das.

Nach den Anfängen mit Death Metal inklusive sogenannten 'Growls' (eine Art teuflisches Grunzen oder Fauchen), späterer Hinwendung zu Progmetal und dann auch durchgängig melancholisch-melodischem Material wie auf dem wunderbaren DAMNATION von 2003, das immer wieder an frühe Genesis erinnerte, versuchte sich die Band vor drei Jahren mit HERITAGE an diversen 70er-Jahre-Einflüssen von Soft Machine über King Crimson bis hin zu Jethro Tull. Was bei jenem wilden Experiment allerdings fast komplett fehlte, waren gescheite Kompositionen und, ja: Melodien.

PALE COMMUNION stellt nun eine Art Fortsetzung dieser Idee dar, allerdings mit ganz entscheidenden Unterschieden: Es gibt nämlich auf einmal tatsächlich Melodien, Gefühl, Struktur und eine Art von konzeptionellem Überbau.

Um sein seelisches Tief zu überwinden, hörte Akerfeldt bei langen Spaziergängen gerne das Stück "Time Was" von Wishbone Ash, den langen Opener ihres legendären Albums ARGUS von 1972, und so ist der musikalische Input jener wunderbaren Band dann auch immer wieder auf PALE COMMUNION zu hören - manchmal zwar nur für ein paar Sekunden, aber das genügt schon, um angenehmste Erinnerungen zu erzeugen.

Hinzu kommen mannigfaltige Einflüsse von frühem progressiven Hardrock (Deep Purple, Uriah Heep, Led Zeppelin) über melodischen Früh-Prog (Moody Blues) bis hin zu frickeligem Jazzrock und noch viel mehr. Es ist ein abwechslungsreicher Ritt durch die Geschichte der 'anspruchsvollen' Rockmusik.

Dabei entstehen dann immer wieder Passagen oder in Glücksfällen auch ganze Stücke ("Elysian Woes", "Faith in Others") reinen Glücks und purer, zum Beispiel durch akustische Gitarren und das göttliche Mellotron beförderter Emotion.

Festzuhalten bleibt aber auch der klare Fakt, dass Opeth, wenn es denn jemals eine gab, längst keine eigene Identität mehr haben. 'Mein Herz schlägt für die Siebziger', sagt Akerfeldt, und: 'Ich bin eben hoffnungslos altmodisch'. Andererseits spricht der Mann: 'Ich bin neugierig auf Neues. Ich bin neugierig, wohin PALE COMMUNION uns zukünftig führen wird'.

Ich auch. Fürs Erste bin ich aber mal dankbar dafür, dass Opeth hier viel fokussierter zu Werke gehen als beim verkopften Vorgänger, und dass sie die Erinnerung an eine Band wie Wishbone Ash im Wappen führen. Das tun andere zwar musikalisch auch, aber nicht so offensiv und öffentlich. Hier hat die Wünschelrute eben voll ausgeschlagen.

Insgesamt ein feines Album, das mit jedem Hören mehr zum Freund wird.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Prog Death/Black Metal..., 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
...ist es schon seit dem letzten Album "Heritage" nicht mehr.

Trotzdem muss ich sagen, dass "Pale Communion" mit "Blackwater Park" und "Orchid" zu MEINEN Fav-Opeth Alben zählt. Bei "Heritage" hörte man noch einige 'Unstimmigkeiten" bezüglich der neuen Prog-Rock Schiene seitens OPETH heraus. Auf "Pale Communion" scheint diesmal wirklich alles perfekt überlegt und einstudiert zu sein - wie gewohnt natürlich mit einem starken melancholischen Faktor (OPETH-like halt)!
Gesang ist wirklich super geraten. Ohne Growling (zumal ich seit den letzten Live-Konzerten auch glaube, dass Mikael's Voice seit all den Jahren, was den harten Gesang angeht, stark nachgelassen hat). Warum also nicht eine neue Richung einschlagen?
Was mich allerdings etwas stört ist (seit "Heritage"), warum läuft das alles unter OPETH?
Ich find's ja immer wichtig, dass sich eine Band weiterentwickelt, aber einen 95%-igen Stil-Wechsel unter dem gleichen Namen?! Naja...

Für Leute, die OPETH von früher her kennen: Nicht einfach kaufen! (erst mal über neuen Stil informieren und reinhören).

Ansonsten läuft das Album bei mir seit einigen Tagen immer öfter. Wirklich JEDER einzelne Song ist etwas ganz spezielles für sich, und nach ca. 56 min denkt man leider: Wie? Schon vorbei? :'(

Auf jeden Fall klare Kaufempfehlung für alle 60er / 70er Prog-Rock Fans, die auf "Hammond-Style" stehen. Die Aufmache des Digi-Books (mit Blu-Ray) ist ebenfalls ziemlich cool!

Bin mal gespannt auf's nächste Album...wie's weiter geht! Jetzt steht allerdings erst mal LKA in Stuttgart am 24.10. an!

THUMBS UP!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 5.1 Mix Bluray fehlerhaft!, 31. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die musikalische Qualität des Albums eingehen, sondern vor dem Kauf der Bluray warnen. Die 5.1 TrueHD Spur ist leider fehlerhaft, da beim Mastering / Authoring die Phase des linke Frontkanals und des LFE gedreht wurde. Wer schon einmal seine Musikanlage versehentlich mit verpolten Lautsprechern angeschlossen hat, weiß um die daraus resultierenden Folgen...

Nähere Infos dazu gibt es u. a. in diesem Thread:
[...]

Ich kann den Fehler bestätigen und durch verpolten Anschluss der betroffenen Lautsprecher zumindest temporär beheben. Hier muss Roadrunner mit einer Neuauflage und einem Austausch der bereits verkauften Disks nachbessern!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sehr, sehr geile Musik..., 25. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
... die uns diese außergewöhnlich Band aus Schweden hier anbietet! Seit einiger Zeit fast fiebrig von mir erwartet, sie endlich in den Händen haltend. Wieder ein wunderbares Cover, und dann die ersten Klänge. War zunächst sogar etwas Angst dabei, Akerfeldt und seine Mittstreiter könnten irgendwann mal an Klasse einbüßen, so stellt sich schnell das wohlige Feeling ein, das es hier weiter friggelt und schnörkelt, inspiriert durch die Musik der 70`ger, Anfang 80`Jahre, wie schon auf dem Vorgänger und Meisterwerk -Heritage- Ich tauche ein, entdecke eine hochmoderne Anleihe am Besten aus dieser Zeit, weniger jazzig als auf Heritage. Da Camel`t es hier, und Crimson`d dort. Ein Hauch Canterbury, oft angenehm Orgel lastig, dann wieder Rock ala Dio oder sogar Rainbow. Steven Wilsons Produktion in einer Qualität, die seines Gleichen sucht. So wie ich bei Steven Wilson Gitarrenläufe höre, die ihn eindeutig durch Akerfeldts Spiel geprägt haben, höre ich hier Anklänge und Passagen die aus Wilsons Raven stammen könnten. Nach dem ersten kompletten durchhören setze ich erleichtert die Kopfhörer ab, bin tief demütig, hier etwas von erhabener Größe in den Händen zu halten, in dem Bewußtsein, dass diese CD mich noch lange musikalisch begleiten wird.
Alle Rezis und Kritiken stimmen völlig. Auch von mir volle Punktzahl, wobei ich mir die Einzelbeschreibung der Stücke erspare, sind sie in ihrer Vielschichtigkeit noch Jungfräulich, erst noch richtig zu entdecken.
2011 war es, das mir die guten Kritiken in Musikzeitschriften das damalige Album Heritage schmackhaft machten. Also zog ich los, um sie mir beim Händler anzuhören. Da haben wir was Großes, so war mir klar, und die Frage, warum diese Band mit Namen Opeth bis jetzt an mir vorbei musizierte, wurde auch gleich beantwortet. Beim durchhören der früheren Sachen. Growls fegten mir die Ohren weg. Furchtbar. Nur eine ältere CD kam mit klarem, wunderbarem Gesang daher, und ich verließ das Geschäft ohne etwas von Opeth zu kaufen, mit dem klaren Sinn, hier war ich noch nicht fertig, da ist Substanz. Zu Hause sah ich meine Sampler durch, beigelegt in diversen Zeitschriften. Las alte Kritiken, in denen schnell klar wurde, warum Opeth letztendlich an mir vorbei gegangen ist. Fand ich in den Beschreibungen immer Stilarten, die mich aufhorchen ließen, so habe ich sofort bei den Themen Growls und Death- Metal weitergeblättert. Was ein Fehler war! Die Stücke die ich hatte, und die CD mit dem klaren Gesang, waren natürlich Damnation, die heute zu meinen Lieblingsplatten zählt. Heritage wurde auch meine Platte des Monats, und später im Jahresranking 2011 ebenfalls ganz oben auf der Liste. Und zu den Growls: ich bin auch heute noch kein Death- Metaller, und in einen Anflug Blödheit spielte ich sogar mal mit dem Gedanken, die Growls herauszuschneiden, auszufiltern, um zu erfahren, wie Opeth ganz ohne klingen. Was für ein Irrsinn. Heute wissen wir wie sich Opeth entwickelt haben, meiner Meinung nach wunderbar. Akerfeldt sang immer göttlich, und singt auf Pale Communion besser denn je. Und selbst mit den Growls habe ich meinen Frieden. Blackwater Park, Watershed, das betörende Still Life gehören schon lang zu meinen Lieblingen, und hört euch andere Grunzlaute mal an, klingen die vom Schweden nicht deutlich melodischer, harmonischer...
Pale Communion ist Groß, und wird noch wachsen, da bin ich mir ganz sicher.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn. Nevermind the Loudness War!, 11. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pale Communion (Audio CD)
Der Dynamik Umfang zwischen laut und leise auf diesem Album ist der absolute Hammer. Schon beim ersten Song fällt das Schlagzeug Intro wohlfallen auf mit Ghostnotes die auch entsprechend gehaucht sind um wirklich Geisterhaft genannt zu werden. In dieser Hinsicht ist dieses Album eher ein Schritt nach vorne, und alles andere als Retro. Retro ist doch eher die Lauter-Schneller-Härter-Routine der letzten 30 Jahre, das letztenendes jede Kreativität gegen eine Wand aus Langeweile fährt.

Und die Hammondorgel! Okay, ein paar saftige Metalriffs wie auf Watershed hätten auch dabei sein können. Aber diese Mischung aus beschwingtem Chorgesang und nachdenklichen Melodien sorgt für Ohrwürmer die man gerne länger "erträgt".
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Pale Communion
Pale Communion von Opeth (Audio CD - 2014)
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