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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein (be-)drückender Sommertag: Die Limited Super Deluxe Edition von ULTRAVIOLENCE (LP und CD)
--- Inhalt & Kritik ---

Müsste man in einem Satz zusammenfassen, wie Lana Del Reys Album ULTRAVIOLENCE klingt, dann könnte man es mit einem extrem (be-)drückenden Sommertag vergleichen, bei dem sich hitzig geschlagene Drums zu Staub aufwirbelnden Gitarrenriffs bemerkbar machen. Dem Longplayer wohnt eine ungewohnte Rockkomponente inne, die man...
Vor 1 Monat von D. Model veröffentlicht

versus
11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viel des Guten und das zu oft
"Born to Die" lebte von der erfrischenden Mischung zwischen white trash hip hop beats, 80er Synthesizerspheren (wie beim Film "Drive") und Lana's 50s/60s warmer Vinyl Stimme. Ein neues Genre wurde geboren und kein altes Genre wiederbelebt.Mit Dan Auerbach als neuen Producer konnte man einiges erwarten. Aber es scheint als sei der selbst zu sehr in den...
Vor 1 Monat von Trinculo veröffentlicht


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein (be-)drückender Sommertag: Die Limited Super Deluxe Edition von ULTRAVIOLENCE (LP und CD), 26. Juni 2014
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ultraviolence [Vinyl LP] (Vinyl)
--- Inhalt & Kritik ---

Müsste man in einem Satz zusammenfassen, wie Lana Del Reys Album ULTRAVIOLENCE klingt, dann könnte man es mit einem extrem (be-)drückenden Sommertag vergleichen, bei dem sich hitzig geschlagene Drums zu Staub aufwirbelnden Gitarrenriffs bemerkbar machen. Dem Longplayer wohnt eine ungewohnte Rockkomponente inne, die man zunächst nicht mit dem Namen Lana Del Rey verbinden möchte. Deswegen werden Interessierte, die sich etwas Ähnliches wie BORN TO DIE mit seinem überpräsenten, melancholisch stimmenden Streichorchester gewünscht haben, enttäuscht sein und sich höchstens an den Titeln ULTRAVIOLENCE und OLD MONEY festklammern. Dies sind wirklich die einzigen Songs, die einen klanglichen Nachhall ihres phänomenalen kommerziellen Debüts darstellen und mit dramatischen Streichern aufwarten.

Von den Songtexten her verkehrt man jedoch in vertrauten Bahnen, handeln sie einmal mehr von Lana Del Reys Sicht des Amerikanischen Traums mit all seinen Macken (WEST COAST, MONEY POWER GLORY, ****** MY WAY UP TO THE TOP) und ihrer Wahrnehmung von schmerzender Liebe (CRUEL WORLD, SAD GIRL, PRETTY WHEN YOU CRY, OLD MONEY). Sie ufert mitunter in absoluter Hörigkeit dem anderen gegenüber aus und schmückt dies mit epischen Bildern aus, die das Ende ihrer irdischen Existenz andeuten ("I could have died right there, 'cause he was right beside me": ULTRAVIOLENCE). Ihre sexy hauchende, in Hall gehüllte Stimme lässt solche Worte bedeutungsschwanger in der Luft hängen und die Art von Atmosphäre entstehen, für die sie bekannt ist. Sollte man also einen schlechten Tag gehabt haben, bietet ULTRAVIOLENCE den perfekten Soundtrack zum Zerfließen in Selbstmitleid. Der Tag endet dann meistens mit der Erkenntnis, dass er doch nicht so schlimm war, wenn man Lanas konstante "Summertime Sadness" dagegenhält.

--- Zur Limited Super Deluxe Edition (LP und CD in einer Box) ---

Obwohl die Limited Super Deluxe Edition von ULTRAVIOLENCE bei Amazon direkt nicht mehr angeboten wird, bekommt man sie mitunter noch im Marketplace zu kaufen. Die massive Box enthält die Deluxe-CD mit den drei Bonustracks BLACK BEAUTY, GUNS AND ROSES und FLORIDA KILOS und zwei Schallplatten mit den vierzehn Liedern der CD. Bei den Platten handelt es sich um sogenannte Picture Discs, die bedruckt wurden. Auf den vier LP-Seiten sind farblich abgewandte Varianten des floralen Musters zu sehen, das als Label der CD dient.
Weshalb der RADIO MIX von WEST COAST komplett fehlt, bleibt unverständlich, wurde er doch sowohl der Standard-CD als auch der hier in Deutschland käuflichen Deluxe-CD beigefügt... Als Kompensation dafür erhält man sozusagen die vier LP-großen Prints auf dickerem Papier, die künstlerisch angehauchte Bilder zeigen. Zwei davon sind wirklich hübsch, zeigen sie die Künstlerin mit einer Zigarette im Blumenbeet und beim Aussteigen aus einem Auto. Die beiden restlichen zeigen eine Fotoaufnahme vom Knie der Sängerin (?) und eine Schwarzweißaufnahme der nächtlichen Skyline von Los Angeles, auf der die einführenden Worte des Titeltracks als Überschrift dienen.
Apropos Lyrics: Bei BORN TO DIE und deren PARADISE EDITION wurden noch alle abgedruckt, diesmal beschränkt man sich nur auf Fragmente. Dass man bei einer Sängerin wie Lana Del Rey, die Wert auf tiefsinnige Texte legt, keine kompletten Songtexte abdruckt, ist schlichtweg unverständlich. Platz hätte man dafür bei weitem gehabt, sind die beiden Papierschutzhüllen der LPs auf der einen Seite jeweils schneeweiß. Die andere Seite offenbart die Produktionsnotizen zu jedem einzelnen Song und Lanas Danksagungen.
Viel wichtiger als das Paket an sich ist deren klangliche Präsentation. BORN TO DIE wurde damals, gelinde gesagt, auf CD als kleines Sounddesaster herausgegeben. Selbst Zuhörer ohne High-End-Equipment konnten feststellen, dass besonders bei den Titeln BORN TO DIE, VIDEO GAMES und MILLION DOLLAR MAN zahlreiche Verzerrungen von Lanas Stimme auftreten, die den Loudness Wars geschuldet waren. Ist der Klang diesmal genauso verpfuscht worden? Von Referenz weit entfernt, schneidet ULTRAVIOLENCE im Vergleich aber immer noch etwas besser ab. Es herrscht in einigen Songs sogar eine gewisse Dynamik zwischen leisen und lauten Passagen, die besonders auf den mitgelieferten Schallplatten Eindruck schinden können (sehr schön: der Titeltrack ULTRAVIOLENCE). Wenn es allerdings etwas lauter wird, dann wirkt der Klangteppich undifferenzierter und in den Höhen unsauber (so geschehen im Refrain von MONEY POWER GLORY). Letzten Endes wird mit diesem Album nun einmal Popmusik präsentiert, die leider immer etwas zu laut daherkommt. Und dafür geht der Sound fast schon in Ordnung.

--- Fazit ---

Das habe ich mir als zweites Album gewünscht: Eine Lana Del Rey, die zu überraschen weiß. Mit ULTRAVIOLENCE ist ihr das auf äußerst gutem Wege gelungen. Bereits ihre im Refrain merkwürdig arrangierte Singleauskopplung WEST COAST hat vermuten lassen, dass sich der neue, rohe Sound vom alten des weitentfernten Hollywoods der Sechziger Jahre mit all seinen Schnörkeleien unterscheiden wird. Mit diesem den Absatz gefährdenden Schritt hat sie so etwas wie künstlerische Integrität bewiesen und genau das gemacht, was man NICHT von ihr erwartet hätte (und mit Sicherheit auch etwas, das sie wirklich machen wollte).
Inhaltlich bleibt sie aber ihrem Stil treu, schmachtet sich nach wie vor von Track zu Track in die Gehörgänge ihrer Zuhörer und strahlt dabei ihre betrübte Vision von den Vereinigten Staaten aus.
Die Limited Super Deluxe Edition ist so etwas wie das Rundumsorglospaket für hartgesottene Fans mit einigen schönen Beigaben, wenngleich der RADIO MIX von WEST COAST und die abgedruckten Songtexte vermisst werden. Weil dieses Album die Mankos jedoch grandios auszumerzen weiß, gebe ich volle fünf Sterne dafür.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei jedem Hören besser, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die neue (2014) CD von Lana ist der absolute Hammer.
Bin zugegeben nicht Objektiv, da großer Fan, aber Brooklin Baby und Old Money sind einfach klasse.
Je öfter ich die CD höre, desto besser gefällt sie mir.
Was Lana mit Ihrer Stimme rüberbringt ist mit Worten gar nicht zu beschreiben.
Für mich DIE CD 2014.
Allerdings ist die Verpackung nicht so doll, einfach nur ein Pappschuber für die CD und ein kleines Beiheft mit ein paar Schnappschüssen, da hätte ich mir etwas mehr erhofft.
Fazit : aussen Pfui, innen Hui !
Aber was solls, ich will ja die CD hören, und nicht das Cover anstarren ;-)
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begib dich in einen lebensmüden Drogenrausch mit Lana del Rey, 16. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ultraviolence [Explicit] (MP3-Download)
Klassische Elemente im Gesang und den Instrumenten wurden auf "Ultraviolence" gestrichen. Da ich die Geigen von "Born to Die" liebte, musste ich mich erst an die plärrenden E-Gitarren gewöhnen.

Dieses Album ist demzufolge nicht mehr so romantisch, also rocklastig, aber reduziert, dass es dennoch zur Stimmung und zur Stimme del Reys passt. Sie hats versprochen und gehalten – es ist düster, melancholisch
→ Lana zieht uns mit den Songs zur Grenze des Jenseits.

Depressive Menschen müssen sich festkrallen, um nicht zu versinken. Die Melancholiker liegen auf der Couch, laufen mit Ohrhören am Meer entlang, in der Natur, lassen sich gehen, fließen mit dem Strom, versinken in der Stimmung – ein Genuss, wenn man sich darauf einlässt.

Menschen, die nicht emotional sind, fragen sich – Was soll das? Werden aber wahrscheinlich sowieso die Finger von del Rey lassen.

Wir gefühlvollen Menschen zelebrieren ihr neues Album, welches erwachsen wirkt und trotz Rausch irgendwie klarer als das Vorgängerstück. Highlights bietet das Album nicht in einzelnen Song, so entdeckt man jedoch in jedem Song Passagen, die man liebt, die einen berühren und die motivieren, sich darauf einzulassen und das Album bis zum Schluss zu hören und zu genießen.

Eine Perle zur heutigen Zeit. Qualitativ hochwertig und unbedingt zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfektes Klangkonglomerat, 18. Juli 2014
Ich bin ein großer Lana del Rey Fan und liebe 'Born To Die', 'Paradise' und ihre Beiträge zu Soundtracks, wie zuletzt 'Once Upon A Dream' aus 'Maleficient'. ABER dieses Album ist besser als alles was sie bisher hervorgebracht hat. Ein extrem homogenes, organisches Album, in dem man sich verlieren kann und das dennoch vollgepackt ist mit Abwechslung und Einfallsreichtum. Ich weiß nicht wie oft ich die Scheibe nun schon gehört habe; aber sehr, sehr oft; und sie wird von mal zu mal 'tiefer'. Schwer zu beschreiben, was sie da in Wort und Musik gepackt hat. Deshalb werde ich es auch nicht weiter versuchen, ich kann mir nicht vorstellen dass jemand von diesem Album enttäuscht werden kann. Ich höre sehr unterschiedliche Musikrichtung und meine das (fast) alles eine Daseinsberechtigung hat, aber Lana ist für mich die Retterin der aktuellen Musikszene und -ära.
Einzig den Song 'The Other Woman' finde ich unpassend für 'Ultraviolence' und generell eher schlecht. "Zufällig" ist das dann auch der einzige der nicht aus ihrer Feder stammt. Aber ein weniger guter Titel von, je nach Veröffentlichung, bis zu 16 ist ein mehr als ein guter Schnitt für ein Album. Sogar wenn man hohe Maßstäbe à la del Rey setzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frischblut für die Seele, 27. Juli 2014
Mit “Born To Die” zischte Lana Del Rey hinauf ans Firmament der wenigen musikalischen Superstars unserer Zeit, die diesen Titel verdienen. „Ultraviolence“ ist weniger eingängig als sein Vorläufer, nicht so ohrwurmgerecht, aber trotzdem hochwertig.

Es sind einzelne Zeilen oder Formulierungen, die unter die Haut gehen („Shared my body and my mind with you – that’s over now …“); das, was Lana von sich preisgibt – und vor allem wie sie es macht. Eine faszinierende Stimme, die ein Kribbeln die Wirbelsäule rauf- und runterschickt; eine Stimme, die zum Träumen einlädt, die alles in Melancholie taucht, ohne aber dabei aber ins Depressive zu verfallen.

Obwohl mir die Nummern „Cruel World“ und „Old Money“ emotional besonders liegen, gefällt das Album als Gesamtkunstwerk. Ich kann es stundenlang hören. Wenn man sich Lanas Musik hingibt ist das so, als würde man mit Frischblut für die Seele gespeist werden – eine Katharsis und Stärkung zugleich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lana Del Rey - keine Überraschungen und deswegen überraschend gut!, 6. August 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lana Del Rey zelebriert auf ihrem neuen Album "Ultraviolance" erneut ihren unverwechselbaren Stil und entwickelt ihn merklich weiter. Ich war erst skeptisch, da ihr Vorgängeralbum "Born to Die" bei mir schon deutliche Anzeichen von Überdrüssigkeit hervorrief und erste Ausschnitte eher ein Eindruck von Einheitsbrei bei mir hinterließen.
Nachdem ich aber sehr positive Rezensionen in der FAZ gelesen hatte und nocheinmal ein paar Auszüge hörte, war ich doch überzeugt: Diese Frau verdient mein Geld :P

"Ultraviolance" setzt "Born to Die" nicht nur fort, es ist stilistisch als auch inhaltlich eine Weiterentwicklung weiter. Die Melodien sind tiefer und die Texte sind auf ihre eigene melancholische Art noch durchdacht scharfzüngiger. Allerdings wird das der typische Radiohörer oder Diskobesucher eher nicht bemerken, sondern eher Einheitsbrei unterstellen. Wer aber ein Ohr für Lana Del Rey hat, wird das Album lieben!
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46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Fluch des Nachfolgers, 13. Juni 2014
Von 
Spring Rickfield - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Zuerst sei gesagt, dass ich das Album erst zweimal konzentriert hintereinander weg gehört habe, dies ist also quasi ein erster Eindruck, der sich ggfls. nach weiterem Studium der Songs auch wieder ändern oder aber verfestigen wird. Ich werde diese Rezension also u.U. noch mal erweitern oder überarbeiten, sofern sich meine Meinung ändert.

Elizabeth Grant, die ihre Musik aktuell unter dem Psyeudonym Lana del Rey herausbringt, schaffte mit ihren Album BORN TO DIE einen Millionenseller, der ihr auf Anhieb eine weltweite Schar an begeisterten Fans bescherte. Die Musik auf BORN TO DIE war eine gewagte Mischung aus diversen klassischen und modernen Stilen, die von der markanten und vielseitigen Stimme del Reys getragen wurde. Die Amerikanerin verband textlich persönliche Erlebnisse mit fiktionalen Geschichten, die oftmals im Millieu des "White Trash" angesiedelt waren. Kritik musste sie sich dabei von Feministinnen anhören, die die von del Rey besungene Frauenrolle teilweise als problematisch betrachteten. Aber dies änderte nichts daran, dass del Rey mit ihrem artifiiziellen "Sadcore"-Sound eine erfrischende und erfolgreiche Sonderrolle zwischen den sonstigen weiblichen US-Superstars wie Lady Gaga oder Katy Perry einnehmen konnte.

Auf dem Zenit des "Born to Die"-Siegeszuges gab es plötzlich Aussagen der Sängerin, dass sie möglicherweise kein Album mehr unter dem Namen Lana del Rey veröffentlichen würde. Zudem sei ihr Talent recht "zickig" und sehr von ihren Launen abhängig.

Nun aber erschien dann doch der Nachfolger zu BORN TO DIE: ULTRAVIOLENCE.
Flankiert wurde das Album von der Single "West Coast", welche schon aufhorchen ließ.
So ist die erste im Netz veröffentlichte Version eine Ballade, die zwar im bislang üblichen BORN TO DIE-Stil daherkommt, aber besonders durch markante Tempowechsel zum Refrain hin und diverse Klangexzesse zum Ende auffiel. Irgendwie traute man dieser Produktion seitens der Plattenfirma nicht und legte umgehend einen Radioremix nach, der deutlich glattgebügelter klingt und die Tempowechsel komplett vermissen lässt. Del Rey selber veröffentlichte dann auf ihrem Youtube-Kanal weitere Songs vorab: das "James-Bond-Sound"-artige"Shades of Cool" und "Brooklyn Baby", die zwar beide durch die typische Stimme der Sängerin glänzten, aber von der Produktion und dem Arrangement weit weniger eingängig waren als "West Coast". Trotzdem sind beide Songs sehr schön und gaben in ihrer Machart einen deutlich besseren Vorgeschmack auf ULTRAVIOLENCE als es "West Coast" vermochte.

Und nun, nach dem ersten Durchhören des Albums, ist es wirklich so, dass ULTRAVIOLENCE teilweise erwachsener und mutiger, in der Gesamtbetrachtung aber sperriger und trockener als BORN TO DIE klingt.

Positiv fällt auf, dass der neue Produzent Dan Auerbach den Sound vielschichter und erdiger als auf BORN TO DIE interpretiert hat, ohne aber die typischen Klangspielereien des Vorgängers ganz aufzugeben. Auch fällt es positiv auf, dass sich die Sängerin selbst stimmlich deutlich mehr zutraut als in der Vergangenheit.

Negativ (zumindest nach den ersten Eindrücken) ist es allerdings, dass die Songs selbst zum Teil schwächer komponiert wirken. Zudem fehlen neben "West Coast" die "Hits". Zwar findet man auch hier beim ersten Hören auf Anhieb ein paar eingängige Songs, aber diese Menge an Ohrwürmern wie beim Vorgänger (in Form des Titelsongs, der Überhits "Video Games" und "Summertime Sadness" oder auch "Blue Jeans" u.a.) findet man auf ULTRAVIOLENCE in dieser geballten Form nicht. Zudem ist der Gesamtton des Albums deutlich ruhiger und sogar noch düsterer als bei BORN TO DIE, was von del Rey so aber auch angekündigt wurde.

Ist das schlecht? Tja, das entscheidet der persönliche Geschmack. Wer die Stimme von del Rey mag und wem BORN TO DIE insgesamt zu gefällig daherkam, der dürfte mit diesem Album vielleicht seine Freude haben. Wer aber jetzt einen legitimen BORN TO DIE-Nachfolger mit einem eingängigen Popsong nach dem anderen erwartet, der KÖNNTE schon enttäuscht werden.

Ich bin mir insgesamt noch unschlüssig. Insgesamt gefällt mir das Album zwar nach den ersten Durchläufen (daher 4 Sterne), aber den kompletten Zugriff habe ich noch nicht zu allen Songs gefunden. Das war bei BORN TO DIE wirklich deutlich einfacher. Aber das ist vielleicht der Fluch des Nachfolgers, man vergleicht zu oft mit dem, was vorher war. Dabei entwickeln sich Künstler meistens weiter und dies findet dann auch Ausdruck in der Musik. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie es mit Lana del Rey nun weitergeht und ob sie ihren Status als Popstar weiter ausbauen kann.

Anspieltipps im Guten wie im Schlechten:
Ultraviolence
Guns and Roses
The other Woman
Pretty when you cry
Cruel World

Hier noch meine Meinung zur Verpackung der Limited Deluxe Edition:

Also der Druck bzw. die Druckqualität ist okay, dass die Bilder unscharf, körnig und verschwommen sind, ist auf allen Seiten der Hülle gewollt, ist somit ein Stilmittel.
Es gibt aus diesen Motivserien großformatige Fotodrucke in der teuren Limited-Deluxe-Vinyl-CD-Box, die sehen genauso aus. Datt muss also so! ;-)

Die Hülle selbst... Nun ja, ich hätte hier eigentlich ein Digipak (mit Tray für die CD) erwartet, aber man bekommt hier tatsächlich nur eine Miniatur-Ausgabe einer Vinyl-Hülle, in dem Booklet und CD einfach seitlich reingeschoben wurden.

Das ist durchaus enttäuchend und auch für die CD keine optimale Verpackungsform. "DELUXE" ist das auf jeden Fall leider wirklich nicht. Selbst die Vinylausgaben haben zumindest noch ein Innencover, um die Platten zu schützen, die CD hat sowas nicht. Und im Regal verschwindet diese dünne Hülle optisch zwischen allen anderen CDs. Ein "Cover" (= Schutz!) ist hier kaum gegeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schrecklich ......, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ultraviolence (Audio CD)
Schön!
Wie kann jemand nur so wundervolle Musik machen? Mein Herz weint, meine Seele jubliert.
Es ist nicht allein Lanas unglaubliche Stimme, manchmal so soft wie Fudge, dann wieder tief wie das Weltall,
es ist auch das melodiöse Arrangement, welches mich tief berührt.
Ich mochte schon das letzte Album sehr gern, habe es hoch und runter gehört. So wird es mir auch wieder bei diesem
Juwel gehen und dann....
dann... bin ich bereit zu sterben, mit Lanas Stimme im Ohr sollte das ganz einfach gehen.
Born to die
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zum Sterben schön!, 16. Juni 2014
Ich war nach dem letzten Album sehr gespannt auf Ultraviolence und wurde nicht enttäuscht!

Natürlich kann es nicht genauso klingen wie das Album davor, jedoch ist der melancholische Stil geblieben. Ein bisschen weniger Pop, dafür mehr Tiefe! Gleich beim ersten anhören war es magisch! Es ist das Besondere, was in jedem ihrer Lieder ist.

Einen Stern Abzug gibt es für das scheußliche Digipack! Ich finde es eine Unverschämtheit eine Limited Deluxe Edition in Form eines Digipacks herauszubringen, mit dem man sich offensichtlich keine große Mühe gegeben hat. Ich habe mir allen Ernstes überlegt, die einfache Version zu kaufen, weil ich dann etwas richtiges in der Hand habe! Drei Bonustracks machen aus einer CD noch lange keine Limted Deluxe Edition! Da erwarte ich ein besonderes Booklet oder eine andere Kleinigkeit dazu, die sich von der normalen Version abhebt.
Abgesehen davon, gab es beim Elektromarkt meines Vertrauens einen ganzen Haufen der Digipacks, was einen nicht gerade dazu bringt zu denken, man hätte eine Rarität - eben eine Limited (im Umfang begrenzte) Edition gekauft!

Letzen Endes ist es jedoch die CD die zählt und mit der bin ich mehr als glücklich!

Klare Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UltraToll, 14. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Kauf der Deluxe Version lohnt sich, denn je mehr schöne Lieder, desto besser. ;-)

Hier hört man eine tolle Weiterentwicklung im Soundgewand, ihre Stimme ist immernoch unverkennbar und meine Perlen des Albums sind:

-Brooklyn Baby
-Sad Girl
-Old Money
-West Coast Radio Mix

Kann man bedenkenlos kaufen.
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Ultraviolence [Explicit]
Ultraviolence [Explicit] von Lana Del Rey
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