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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweigen ist Gold, Reden ist Tod
London 1893: der Goldschmied Gordon Wigfield wird von seinem Angestellten Archibald Horne tot in seiner Werkstatt aufgefunden. Doch Wigfield wurde nicht einfach nur ermordert, sein Tod wurde gekonnt in Szene gesetzt. Davon sind zumindest die Ermittler Inspector Swanson und Phelps überzeugt. Noch während sie ermitteln, geschieht ein weiterer, spektakulärer...
Vor 8 Monaten von Logan Lady veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas mehr erwartet
Mein Interesse an diesem Buch wurde geweckt durch sein sehr sehenswertes
Cover, welches in Blautönen gehalten ist. Auch die Schnittkanten sind tiefblau eingefärbt. Als ich den Klappentext gelesen habe, war die Entscheidung gefallen.
Ich erwartete einen englischen Krimi à la Sherlock Holmes, aber ich bekam einen ganz eigenständigen Krimi zu...
Vor 7 Monaten von Netha veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweigen ist Gold, Reden ist Tod, 3. Juni 2014
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
London 1893: der Goldschmied Gordon Wigfield wird von seinem Angestellten Archibald Horne tot in seiner Werkstatt aufgefunden. Doch Wigfield wurde nicht einfach nur ermordert, sein Tod wurde gekonnt in Szene gesetzt. Davon sind zumindest die Ermittler Inspector Swanson und Phelps überzeugt. Noch während sie ermitteln, geschieht ein weiterer, spektakulärer Mord. Wer steckt dahinter? Und warum hat es der Täter auf Goldschmiede abgesehen?

Bevor ich meine Meinung zu diesem Krimi kund tue, noch zwei Hinweise:
der Klappentext verrät schon ein entscheidenes Detail des Finales. Wer sich also überraschen lassen will, sollte sich nicht zu intensiv mit der Kurzbeschreibung aufhalten.
Der Schnitt des Buches ist blau eingefärbt, was sehr schön anmutet, aber bei meinem Exemplar die Seiten zum Zusammenkleben brachte. Zwar konnte ich die Seiten ohne Beschädigungen von einander trennen, doch beim Umblättern wurde es mit der Zeit nervig.

Der Krimi "Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" ist das Debüt von Robert C. Marley und es hat mir sehr gut gefallen. Der Schauplatz ist mit London im 19. Jahrhundert sehr gut gewählt, fehlen doch den Ermittlern sämtliche technischen Geräte, die in den Krimis der heutigen Zeit die Arbeit der Polizei erleichtern.

Die Geschichte ist spannend, aber nicht rasend erzählt. Die beiden Ermittler, allen voran Phelps, sind mir direkt beim ersten Kontakt ans Herz gewachsen. Sowohl Swanson als auch Phelps haben ihre Eigenarten, die sie direkt sympathisch machen. Und, was ich besonders hervorheben möchte, sie haben keinerlei private Probleme, die sie bei der Arbeit ablenken könnten. Das hat mir sehr gut gefallen.

Auch der Fall an sich ist hochinteressant. Der Autor greift hier nicht auf die gängigsten Tötungsmethoden zurück, sondern lässt sich etwas sehr skurilles einfallen. Dabei wird er aber nicht unnötig blutig oder detailreich. Für mich ist das Werk ein toller Vertreter des Whodunnit-Genres mit klassischen Ermittlungsmethoden, liebenswerten Ermittlern und so manch verschrobenen Zeugen.

Der Stil von Robert C. Marley ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise hat mich von Beginn an ins alte England versetzt und ich konnte mir sowohl die Schauplätze als auch die Figuren sehr gut vorstellen.

Fazit: ein tolles Debüt und ich hoffe, dass sich der Autor noch für mehr Kriminalfälle mit Swanson entscheidet. Eine klare Leseempfehlung für alle Krimi-Fans.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas mehr erwartet, 20. Juli 2014
Mein Interesse an diesem Buch wurde geweckt durch sein sehr sehenswertes
Cover, welches in Blautönen gehalten ist. Auch die Schnittkanten sind tiefblau eingefärbt. Als ich den Klappentext gelesen habe, war die Entscheidung gefallen.
Ich erwartete einen englischen Krimi à la Sherlock Holmes, aber ich bekam einen ganz eigenständigen Krimi zu lesen.

Inspector Swanson, der sich mit etwas über vierzig Jahren schon zum alten Eisen zählt, bekommt es hier gleich mit einer Serie an Morden zu tun. Drei Herren der Goldschmiedezunft müssen auf sehr grausame Weise ihr Leben lassen. Aber wo ist die Verbindung zwischen diesen doch sehr unterschiedlichen Opfern?
Lange tappt Inspector Swanson im Nebel, bis ihn die Spur zu dem sagenumwobenen Hope-Diamanten führt. Sein Besitzer fällt aus alles Wolken, als sich bei einer Expertise herausstellt, dass es sich bei seinem Exemplar um eine Imitation handelt.

Danach ging alles Schlag auf Schlag und die Aufklärung des Falls war dann eine Überraschung.

Mir persönlich ging die etwas zu schleppend, als es dann aber zur Wende kam, ging es mir wieder alles zu schnell.
Schmunzeln musste ich, als Arthur Conan Doyle als Protagonist auf der Bildfläche erschien. Etwas befremdlich fand ich die Darstellung von Oscar Wilde, der hier wirklich sehr speziell dargestellt wurde.
Spannung war eigentlich nur im Hintergrund vorhanden, sie kam nicht so recht an die Oberfläche.

Dennoch hat mir diese Geschichte gut gefallen. Leider wird es keine weiteren Fälle mit Inspector Swanson geben.
Im Epilog erfuhr ich, wie sich die Protagonisten nach diesem Fall weiterentwickelt haben.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inspector Swanson und seine viktorianische Spürnase, 29. Juni 2014
Der Goldschmied Gordon Wigfield wird 1893 in seiner Werkstatt in London brutal ermordet aufgefunden. Donald Sutherland Swanson, seines Zeichens Chief Inspector, und Detective Sergant Peter Phelps werden mit den Ermittlungen betraut. Doch kaum beginnt sie, im Leben des Verstorbenen herumzustochern, gibt es bereits die nächsten Toten. Swansons Nachforschungen führen ihn in die gehobenen Kreise der Londoner Gesellschaft und bekannte Persönlichkeiten wie Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle kreuzen dabei seinen Weg. Haben sie mit den Morden zu tun oder wollen sie wirklich nur behilflich sein? Als sich herausstellt, dass der in einem Safe lagernde „Hope-Diamant“ eine Fälschung ist, bekommt Swanson endlich eine Spur zum Mörder.
Schon die wunderschöne Aufmachung des Buches ist erwähnenswert. Sowohl das liebevoll gestaltete Cover in den Farben des Hope-Diamanten als auch der blau gefärbte Schnitt machen das Lesen zu einem Genuss und versetzen den Leser in ein London der Vergangenheit. Die einzelnen Kapitel werden immer mit drei altmodischen Gaslaternen „beleuchtet“.
Robert C. Marley hat mit seinem Buch „Inspektor Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten“ einen sehr fesselnden, aber auch humorigen historischen Kriminalroman inmitten des viktorianischen Englands vorgelegt. Das Buch liest sich fast von selbst, man kann es kaum aus der Hand legen und rätselt die ganze Zeit mit. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, gewürzt mit dem typisch trockenen britischen Humor und einer Sprache, die der sehr der damaligen Zeit angeglichen wurde. Der Spannungsbogen wird bereits im Prolog gelegt und zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch, dessen Ende eine große Überraschung birgt, auf die man nicht vorbereitet ist. Doch das Finale ist rund und lässt keine offenen Fragen zurück.
Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet, teils sehr skurril, teils liebenswürdig, aber auch kühl und reserviert. So hat man eine große Vielfalt von Tatverdächtigen. Dem Autor gelingt es durch seine Erzählweise und seine Charaktere, dem Leser nie zu viel zu verraten, sondern ihn ebenfalls zur Tätersucher heranzuziehen. Inspektor Swanson ist ein recht sympathischer und intelligenter Protagonist, der den Spuren akribisch nachgeht und auf seinen Instinkt vertraut. Dabei steht er den neumodischen Methoden der Forensik eher skeptisch gegenüber, lässt sich aber dennoch auch eines Besseren belehren. Sein Spürsinn und auch die Hilfe seines Kollegen Phelps gelingt es nach und nach, die einzelnen Tatverdächtigen auszuschließen oder neue aus der Reserve zu locken. Ganz wunderbar gelungen sind dem Autor auch die „Gastauftritte“ von Oscar Wilde, Arthur Conan Doyle und Jean Tussaud, die einige Szenen dieses Romans auf ihre eigene schillernde Weise bereicherten.
Robert C. Marley ist ein ausgesprochen spannender und gleichzeitig witziger Kriminalroman gelungen, der wirklich hält, was er verspricht. Für Krimifans und Liebhaber von Romanen des viktorianischen Englands ein absoluter Hochgenuss. Absolute Leseempfehlung, besser kann man es nicht machen. Chapeau!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller viktorianischer Krimi mit Humor, 6. Juni 2014
„Die Sache mit den Fingerabdrücken ist mir nicht ganz geheuer, Sir“, meinte Phelps und betrachtete seine Fingerkuppen. „Das Ganze hat in meinen Augen mehr von Okkultismus als von exakter Wissenschaft. Wahrscheinlich muss man daran glauben, damit es funktioniert.“

London, im September 1893. Noch immer sind die furchtbaren Morde des Rippers im allgemeinen Gedächtnis, da wird die Stadt schon von einer neuen Mordserie heimgesucht. Die Taten sind nicht weniger bestialisch, diesmal allerdings sind die Opfer Goldschmiede. Und da ihnen außer ihrem Leben nichts geraubt wurde ist Chief Inspector Donald Sutherland Swanson und Sergeant Peter Phelps schnell klar, dass da ein hartes Stück Arbeit auf sie zukommt…

Dieser Krimi macht Spaß von der ersten bis zur letzten Seite! In den zeitlichen Rahmen des viktorianischen Zeitalters wird die Krimihandlung überaus unterhaltsam eingebettet. Die unglaubliche Prüderie der Zeitgenossen zeigt sich in diversen Szenen, über die ich mich köstlich amüsiert habe. Als starken Kontrast dazu landen unsere Ermittler auch mal in der Homosexuellenszene, deren Teilnehmer entweder ein Musterbeispiel für Doppelmoral sind oder schillernde Auftritte haben wie Oscar Wilde.

Einen weiteren starken Gastauftritt hat ein Privatermittler namens Arthur Conan Doyle, der in bester Sherlock Holmes Manier nach Spuren sucht und dabei Methoden anwendet, die in Polizeikreisen noch als äußerst fragwürdig angesehen werden (siehe Eingangszitat). Das macht Spaß und liefert zudem interessante Einblicke in die Anfänge der modernen Kriminalistik

Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Der Autor hat einen trockenen Humor, den ich sehr mag. Das fängt bei den Namen der Ermittler an, geht weiter mit beispielsweise einem jungen (zunächst noch prüden) Sergeant, dem sich bei der Untersuchung eines Schlafzimmers eine ganz neue Welt eröffnet und endet bei einem Autogramme schreibenden Henker. Und wenn Swanson beim Amtsarzt zur Autopsie erscheint und der ihn „in einem hölzernen Verschlag [erwartet], den ein Blinder im Hinterhof der Polizeiwache zusammengezimmert haben musste“, dann sehe ich die ganze Szene mehr als deutlich vor mir!

Fazit: Eine volle Leseempfehlung von mir für diesen viktorianischen Krimi mit Humor!

P.S. Noch eine kleine Ergänzung zum Namen: Wer mal „Jack the Ripper“ googelt, findet bei den Namen der ermittelnden Polizeibeamten tatsächlich einen Donald Swanson. Ich habe aber keine Ahnung, ob der außerdem noch „Sutherland“ hieß.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eiscreme, Absinth und Kissenschlacht mit Oscar Wilde, 4. August 2014
Die schaurigen Morde von Jack the Ripper sind noch nicht lange her, als mehrere namhafte Goldschmeidemeister in London und Umgebung auf sehr kreative und ziemlich grausame Weise ermordet werden. Dem ersten wird flüssiges Gold in den Rachen gegossen, einem anderen werden Hufeisen an die Füße genagelt und der dritte wird versilbert und graviert.
Die Aufklärung der Verbrechen wird Chief Inspector Donald Sutherland Swanson übertragen, natürlich löst dieser die Aufgabe mit Bravour. Doch vorher hat er viele Rätsel zu lösen, muss sich mit Politikern im Travestie-Milieu auseinandersetzen, muss ein Code knacken und diverse Gefahren auf sich nehmen.
Und wer ist die geheimnisvolle Miss Comfort, die der Inspektor schon auf den Nacktfotos aus der Schublade des einen Opfers gesehen hat? Was hat der Dandy Oscar Wilde mit der Sache zu tun, der den Inspektor auf ein Eis und ein Absinth und später zu einer Kissenschlacht einlädt? Die Fragen werden natürlich beantwortet, aber erst ganz zum Schluss.

Das sage ich...

Sehr gelungen fand ich, dass historische Personen immer wieder in die Geschichte eingewoben werden. Es beginnt mit der Hauptperson, ein Inspektor Donald Swanson hat wirklich bei den Verbrechen um Jack the Ripper ermittelt. Oder der noch sehr junge Keith Murdoch taucht im Buch auf, der Vater von Rupert Murdoch, der Neffe des aufdringlichen Journalisten Brian Springer von der Sun.

"(...) merken sie sich den Namen Murdoch, er wird es noch weit bringen, der freche Kerl. Hat nämlich ein Auge für skandalträchtige Geschichten. Liebt es, die Türen aufzureißen, wenn es der Chef mit der Sekretärin auf der Toilette treibt."

Wie schon oben erwähnt, spielt auch der Schriftsteller Oscar Wilde eine bedeutende Rolle und Arthur Conan Doyle ist Swanson mit seinen hervorragend-logischen Schlussfolgerungen bei den Ermittlungen behilflich.

Während die Hauptprotagonisten sehr detailreich, mit allen Vorlieben und Skurrilitäten dargestellt werden, fand ich einige Nebenpersonen etwas blass, ich hätte gerne etwas mehr über sie erfahren. Z. B. Detective Charles Stedman, der im Keller (dem "Vorzimmer zur Hölle" oder dem "Sprechzimmer des Teufels") arbeitet und sich überwiegend mit Fingerabdrücken beschäftigt. Das fand ich ein wenig schade. Er war eine so interessante Person, vielleicht taucht er in späteren Büchern wieder auf???

"Die Sache mit den Fingerabdrücken ist mir nicht ganz geheuer, Sir. (...) Das ganze hat in meinen Augen mehr von Okkultismus als von exakter Wissenschaft."

Am Ende habe ich getrauert, mein Lieblingsprotagonist/in hatte die Goldschmiede auf dem Gewissen! Also dass muss doch wirklich nicht sein, erst so viel Sympathie wecken und dann ihm/ihr die ganzen Morde anhängen.

Ohne zu viel vorweg zu nehmen, das Buch ist spannend, sehr kurzweilig, humorvoll und sehr empfehlenswert. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Man merkt, dass der Autor über ein Thema schreibt, von dem er viel Ahnung und Spaß dabei hat.

Das Buch empfehle ich allen, ....
die Sherlock Holmes, dem von früher und dem von heute.
die sich eine Jack The Ripper Tasche kaufen möchten oder schon auf Jacks Spuren gewandelt sind.
die die Serie "Ripper Street" mögen.
die sich von Oscar Wilde zur "Eiscreme und Absinth einladen lassen möchten und hinterher eine Kissenschlacht veranstalten möchten".
Fans von Anne Perry.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Robert C. Merley versteht es exzellent Realität und Fiktion, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verknüpfen, 23. Juli 2014
„Inspector Swanson und der Fluch des Hope Diamanten“ gehört einem Genre an, das mich noch nie so richtig interessiert hat. Doch ich bin eine Frau. Also bin ich neugierig und wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich hierbei um einen London-Krimi, ein bisschen im Stil von Sherlock Holmes – zumindest hatte ich beim Lesen ständig schwarz-weiß Bilder von Ermittlern in Knickerbockern im Kopf.

Das Buch spielt im Jahre 1893, fünf Jahre nach den Morden von Jack The Ripper. Der ehrbare Goldschmied Gordon Wigfield wurde in seiner Werkstatt ermordet. Auf eine sehr kreative Art wie ich finde. An Phantasie mangelt es dem Autor schon mal nicht. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson übernimmt die Ermittlungen. Es kommen weitere Leichen hinzu und die Nachforschungen bringen ihn in die höchsten Kreise der Gesellschaft.

Was weiß Arthur Conan Doyle? Und was haben Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas damit zu tun? Diese und viele weitere Fragen stellen sich dem Ermittler, die bis zu den letzten Seiten nicht eindeutig beantwortet werden. Die Spannung bleibt also die gesamte Zeit über erhalten. Dabei fehlt es nicht am typisch britischen Humor, es wurde auf viele Details aus dieser Zeit geachtet und die bildhafte Sprache sorgt für ein interessantes Kopfkino.

Besonders angesprochen hat mich aber Epilog. Das ist mir nun wirklich noch nie passiert. Hier berichtet der Autor über die Protagonisten und erst da ist mir bewusst geworden, dass es die meisten Protagonisten wirklich gegeben hat. Ermittler Donald Sutherland Swanson wurde 1848 in Thurso (Schottland) geboren und war maßgeblich an der Jagd nach Jack The Ripper beteiligt. Man begegnet Edward Henry, britischer Forscher der damals den Vergleich von individuellen Fingerabdrücken untersuchte, man trifft auf Sir Arthur Conan Doyle, dem Erfinder der Sherlock Holmes Storys und man lernt die kleine Agatha Clarissa Miller aus Torquay kennen, die besser bekannt ist als die großartige Schriftstellerin Agatha Christie.

Mich hat es sehr beeindruckt, wie der Autor Fiktion und Realität zu einer Geschichte versponnen hat, die spannender und überraschender nicht sein kann. Er hat mich für dieses Genre begeistert und das verdient ganz klar die Bestnote. Kompliment.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweigen ist Gold, 20. Juni 2014
Klappentext:
London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle? Die Karten werden neu gemischt als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine Imitation ist...

Der Autor:
Robert Cedric Marley, Jahrgang 1971, ist Goldschmiedemeister und fertigt als Mitglied des Magischen Zirkels Zauberapparate an. Seit seiner Jugend liebt er Sherlock Holmes und besitzt ein eigenes Kriminalmuseum. Wenn er nicht gerade schreibt, neue Zaubertricks erfindet oder in geheimer Mission in Großbritannien unterwegs ist, unterrichtet er Kinder und Jugendliche in Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in einer sehr alten Stadt.

Meine Meinung:
London, 1893. Klarer Himmel, ein sonniger Morgen im September. Detective Chief Inspector Donald Sutherland Swanson und Detective Sergant Peter Phelps bekommen es mit einem skurrilen Mord zu tun. Gordon Wigfield, ein angesehener Goldschmied, wurde umgebracht, und das auf spektakuläre Art und Weise. Die Polizisten beginnen zu ermitteln, doch der Täter mordet weiter, denn den beiden läuft die Zeit allmählich davon.
Umgeben von einer Schar Verdächtigen begeben sie sich auf die Suche nach dem Unbekannten und erhalten sogar Hilfe von Sir Arthur Conan Doyle, der in Holmes-mäßiger Manier den beiden Männern zeigt, wie man schnell und präzise ermittelt. Aber nicht nur er hat einen grandiosen Gastauftritt, sondern auch Oscar Wilde und John Theodore Tussaud.

Mit viel britischem Charme, Spannung und Wortwitz erzählt Robert C. Marley diesen packenden Krimi, gewürzt mit viktorianischem Flair und wohldosiertem Humor. Einmal mehr fragt der Leser/die Leserin sich, wohin nun die Reise gehen mag. Bei so vielen Verdächtigen verliert man trotzdem nicht den Überblick und ist hautnah bei den Ermittlungen von Swanson und Phelps dabei. Und hier kann man sich nicht des Eindruckes erwähren, dass Polizisten eben auch nur Menschen sind, die dem stets überlegenen Täter dennoch zu trotzen vermögen. Langsam schließt sich der Kreis, bis am Ende das auflösende Finale kommt und nochmal die Daumenschrauben in puncto Dramatik anzieht.
Nicht nur der Diamant ist geschliffen, sondern auch die Dialoge.
Besonders gut gefiel mir der Schreibstil, der es vermochte, wahrhaftig ins damalige London zu versetzen. Gekonnt wurde man an der Nase herumgeführt und verwarf etliche Theorien, nur um dann wieder zu rätseln, wer als Nächster auf die Liste der Schuldigen kommen könnte.

Ich möchte gern noch die Verarbeitung des Buches erwähnen, die sehr liebevoll gestaltet wurde. Nicht nur das Cover, das sofort ins Auge sticht, sondern auch die gesamte Umrahmung der Seiten in Blau, sowie die passenden Zeichnungen von London, verliehen dem Roman noch mehr Atmosphäre. Sogar die Seiten knistern beim erstmaligen Umblättern.

Man spürt, wieviel Recherche der Autor in dieses Buch gesteckt hat; er betont aber auch, dass er sich in manchen Begebenheiten die Freiheit nahm, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. All das ist ihm wunderbar geglückt.

Von mir gibt es 5 Sterne, die genau so funkeln wie der besagte Hope-Diamant.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender, hervorragend erzählter Krimi mit “alten Bekannten” aus viktorianischer Zeit. Erstklassig!, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten: Ein viktorianischer Krimi (Baker Street Bibliothek) (Kindle Edition)
Erstklassig geschriebener (und mit seinem komplett tiefblauen Buchschnitt außergewöhlicher) "Whodunit-Krimi" aus viktorianischer Zeit.

Der Autor Robert C. Marley versteht es hervorragend, den Leser mitzunehmen und auf falsche Fährten zu locken. Zudem schafft er es mühelos, das Flair vergangener Zeit aufleben zu lassen. Es war mir ein echtes Vergnügen, komplett in die Vergangenheit einzutauchen.

Nicht zu vergessen natürlich der sehr spannende Fall mit ausgefallenen, skurrilen Tötungsarten. Einfach ein echtes Krimi-Highlight! Und, glaubt man dem Epilog, einmal keine Reihe, obwohl ich das in diesem Fall ausnehmend schade finde. Aber vielleicht hat Chief Inspector Swanson noch andere Fälle gelöst, die uns der Autor vielleicht doch noch erzählen wird? Ich würde mich sehr darüber freuen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine tolle Urlaubslektüre - dieser viktorianischer Krimi mit Personen der Zeitgeschichte, 7. Juli 2014
Von 
Rezi-Tante "Bettina" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten: Ein viktorianischer Krimi (Baker Street Bibliothek) (Kindle Edition)
Dieses Buch war genau nach meinem Geschmack, ein gut und leicht erzählter historischer Krimi, indem sich Fiktion und Realität gekonnt mischen und eine spannende Story aus viktorianischen Zeiten ergeben. Eine schöne Urlaubslektüre, die ich erst - und das mit einem Bedauern - aus der Hand legen konnte, als sie ausgelesen war.
In diesem Krimi geschehen einige abartige Morde und Chief Inspektor Donald Sutherland Swanson ermittelt mit den modernsten Methoden seiner Zeit.Auch "Personen der Zeitgeschichte" findet man in der Geschichte und verursachten bei mir einen kleinen, netten Aha-Effekt. Sehr gekonnt gemacht. Die Aufklärung der Verbrechen ist für den Leser gut nachzuvollziehen und zum Ende sind auch die begangenen, geradezu perversen Verbrechen für den Leser schlüssig, logisch - und irgendwie akzeptabel.
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4.0 von 5 Sternen Der Fluch der bösen Tat, 31. Dezember 2014
Von 
Lieber Leser - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten: Ein viktorianischer Krimi (Baker Street Bibliothek) (Kindle Edition)
Wenn ein Inspector von Scotland Yard mit einem diensteifrigen Untergebenen im London Queen Victorias ermittelt, dabei Arthur Conan Doyle, Oscar Wilde und einer sehr jungen Agatha Christie über den Weg läuft kann das dröges Abklappern sattsam bekannter Whodunit Klischees werden, oder eine gelungene Hommage an eben dieses klassische Krimimuster sein. Letzteres ist Robert C. Marley auf sehr sympathische Weise gelungen.
Sein Roman um den titelgebenden Inspector führt den Leser in die Welt der Goldschmiede, derer drei auf spektakuläre Art ins Jenseits befördert werden. Die Tatumstände sind jeweils mysteriös und der Inspector und seine Mitarbeiter treffen im Laufe der Ermittlungen auf interessante, aber auch merkwürdige Charaktere. Ebenso oft laufen die Ermittlungen aber auch ins Leere, und die Polizisten scheinen der Lösung des Falls keinen Schritt näher zu kommen. Im Lauf der Geschichte kristallisiert sich jedoch heraus, dass der im Titel genannte Diamant von zentraler Bedeutung für den Fall ist.
Der Täter wird schließlich in einer schönen Wende präsentiert, als alle Beteiligten und Verdächtigen bei einem großen Fest zusammenkommen. Wenn`s das nicht schon mal irgendwo gegeben hat...

Marley hat es nicht nur verstanden einen schönen Kriminalfall zu konstruieren, er hat auch quicklebendige Charaktere denen man gerne durch die Geschichte folgt. Sein Personal ist erwartungsgemäß nicht frei von Klischees, was sie sicher auch nicht sein sollen. Der Autor trifft aber stets den richtigen Ton, der einerseits von großer Sympathie für seine Figuren und das Genre zeugt, aber andererseits humorvolle Unteröne hat. So entsteht ein durchaus spannender Krimi mit ironischer Note, mit liebenswerten Helden, schönen Dialogen und einem lockeren Tonfall, dem es gelingt das späte 19te Jahrhundert lebendig werden zu lassen ohne je altbacken zu wirken. Ein moderner Whodunit mit Augenzwinkern der beste Unterhaltung bietet.
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