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am 26. Dezember 2014
Krieg, Gewalt, Tod – ein tief menschliches, doch schwieriges Thema, dem sich Prohaska gleich in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich widmet: 1) Sie stellt verschiedensprachige Lieder (deutsch, englisch, französisch, russisch) nebeneinander und schafft schon allein durch diese Vielsprachigkeit verschiedene Perspektiven auf das (nicht zuletzte aus deutscher Sicht) belastete Thema. 2) Sie interpretiert Kriegs- und Soldatenlieder – als Frau. Diese Geschlechtsumkehrung schafft einerseits eine (bisweilen fast ironisierende) Distanz zu diesem "Männerthema", gibt den Inhalten aber gleichsam eine zusätzliche Dimension: Man kommt nicht umhin, die indirekten Leidtragenden des Krieges (die trauernde Frau, das verwaiste Kind usw.) in ihrer Interpretation mitzudenken.
Auch von der Zusammenstellung der Lieder her ist dieses Album ein Wagnis, stellen Prohaska und Schneider doch Trauerlieder aus dem 16. Jhd. neben Lieder etwa von Hanns Eisler und schaffen so maximale Kontraste in der Tonsprache. Der Kontrast wird dadurch, dass einzelne Lieder nahtlos ineinander übergehen, nur noch verstärkt.
Ein Kriegsalbum von einer Frau gesungen – geht das Wagnis auf? Für mich uneingeschränkt Ja! Anna Prohaska hat für meinen Geschmack zwar nicht die schönste aller Sopran-Stimmen, doch was sie sich an Ausdrucksmöglichkeiten erworben hat, ist - zumal in ihrem Alter - außergewöhnlich. Dass sie diese Ausdrucksmöglichkeiten (neben ihren erfolgreichen Opernengagements) auch in den Dienst des Kunstlieds stellt, ist für mich als Lied-Fan ein besonders großer Gewinn. Das vorgelegte Album wirkt trotz aller Kontraskte wie aus einem Guss. Prohaska gelingt es, mit ihrer (teils in Extreme gehenden, aber nie aufgesetzten) Ausdruckskraft einen Bogen über alle Epochen und Stile zu spannen, der das Album hindurch trägt. "Klassiker" von Schumann und Schubert interpretiert sie ebenso überzeugend wie Unbekanntes. Und sie schafft es, bei ihrem schweren Thema authentisch und anrührend zu sein. Wer sich auf die Inhalte und auf Prohaskas Interpretation einlässt, der wird schwerlich kühl bleiben können, wenn sie ihren auf dem Schlachtfeld gebliebenen Liebsten besingt und dessen Rückkehr herbeisehnt ("My luve's in Germanie"). Schneider begleitet formidabel – trumpft auf, wo es angebracht ist, trifft mit kraftvollen Akkorden die Kriegsatmosphäre, ist aber vor allem auch klug genug, in weiten Teilen seine Klavierstimme in den Dienst von Prohaskas Kunst zu stellen. Ein gewagtes Album – aber wenn man es so macht wie Prohaska und Schneider ein voller Erfolg!
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2014
Anna Prohaska lässt in vielfacher Hinsicht aufhorchen: sie verfügt über einen glockenhellen Sopran, technisch sehr versiert geführt und sie verfügt offenkundig über eine große Neugierde und Interesse bezüglich auch wenig ausgetretener Repertoire-Pfade. So ist diese Zusammenstellung von "Soldaten-/Kriegs"-Liedern klug und bewegend. Sie zeigt verschiedene Aspekte des Krieges auf, wenn auch naheliegendeweise die schmerzlichen Aspekte überwiegen, bis hin zur musikalischen Darstellung des Grauens (vielleicht am überzeugendsten in den Rihm und Mahler Vertonungen). Gerade bei Mahler's "Wo die schönen Trompeten blasen" ist die vibratoarme, "nackte" Interpretation von A. Prohaska bewegend, erschütternd. Auch die Schubert-Vertonungen gefallen in dieser Interpretation, die reine, klare Stimmführung führt zu einer sehr verdichteten Ausdruckshaltung. Nicht minder beeindruckend die (kurzen) Lieder von Ives und Eisler.
Nicht alle Lieder halten dieses hohe Niveau, sind aber allemal ein Kennenlernen wert und in dieser Zusammenstellung sehr sinnfällig.
Großes Lob auch an den sehr differenzierten Begleiter E. Schneider.
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Lieder in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache zum Thema Krieg singt Anna Prohaska auf ihrem zurückhaltend schönen, manchmal schwermütigen Album BEHIND THE LINES.

"Es geht eine dunkle Wolke herein......", diese facettenreiche Reise über die Schlachtfelder der Geschichte bietet musikalisch völlig verschiedenartige Eindrücke: von Beethoven zu Wolfgang Rihm, zwischendrin BRECHT & EISLER und Schubert, das fordert die Zuhörer. Bei Wolfgang Rihm wird das Grauen des Krieges besonders hörbar in der Musik, die akustischen Einschläge treffen.

Ein musikalisch-dramaturgischer Höhepunkt dieses Albums ist Mahlers WO DIE SCHÖNEN TROMPETEN BLASEN --- hier hört man jede emotionale Nuance des Liedes, bestens herausgearbeitet von Anna Prohaska. Die letzten beiden Tracks dieses Albums, Kurt Weill, sehe ich lediglich als Postscriptum an, als Zugabe.

( J. Fromholzer )

Nachtrag: ein paar Momentaufnahmen von Anna Prohaskas Liederabend im Mozarteum in Salzburg (30.07.14), den ich besucht habe. Draußen vor dem Mozarteum Starkregen und dunkelgrauer Novemberhimmel, eine perfekte Einstimmung auf die Kriegslieder, auf BEHIND THE LINES. Anna Prohaska singt ihr gesamtes Album, ebenso begleitet von Eric Schneider......... RASTE KRIEGER, KRIEG IST AUS ("Ellens Gesang"), von Schubert, der Höhepunkt des Konzerts, gerade diese Zeile bleibt lange im Ohr des Zuhörers, trotz (oder sollte man sagen: auch wegen) des schnellen Übergangs zu WOLFGANG RIHM, ohne dass die Besucher kurz durchatmen konnten für das Schubert Stück. Ein wesentlich schnellerer Übergang, als auf der CD, wo diese beiden Stücke ebenfalls hintereinander gestellt sind. Nach Rihm dann die Pause. Gerade weil das Mozarteum nicht ganz voll war, eine sehr gute, aufmerksame, intensive Stimmung, fast ein "Club-Konzert", so würde man wohl in der Rockmusik dazu sagen. Ein unvergesslicher Abend.
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am 6. Januar 2016
Die Idee so eine CD zu machen ist schon 5 Sterne wert. Die Lieder sind wunderschön zum anhören. Schön wenn Menschen den Mut haben mal was anders zu machen und dies dann noch so schön umgesetzt wird.
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am 17. Mai 2015
Die CD überzeugt mit ihrer musikalischen und technischen Qualität und stellt eine einmalige Zusammenstellung von Kriegsliedern dar, die über Jahrhunderte entstanden sind.
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am 31. August 2014
Ich muss vorausschicken, dass mich Liederabende immer verschreckt haben. Aber nach einem Interview im BR war ich neugierig auf die CD und habe sie mir bei Spotify angehört. Ich war so begeistert von der Natürlichkeit der Stimme und der durchdachten Auswahl der Lieder, daß ich sie mir sofort gekauft habe. Prohaska hat ihre Stimme auch toll entwickelt, wenn man ihre älteren Aufnahmen anhört, die auch faszinierend sind. Aber diese CD ist exzeptionell!
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am 20. August 2014
Ein mutiges und starkes Album. Ungewöhnlich und klug konzipiert. Wunderbare Intensität, aber eben nichts zum Nebenherhören. In jedem Fall: 5 Sterne.
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