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4.0 von 5 Sternen 'Welchen Zweck hat es, steile Felsen zu erklimmen und dann eine halbe Stunde auf einer luftigen Spitze der Erdkugel zu stehen?', 20. Juli 2014
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
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'Welchen Zweck hat es, steile Felsen zu erklimmen und dann eine halbe Stunde auf einer luftigen Spitze der Erdkugel zu stehen?' versus 'Nichts in den Alpen (...) kommt seiner Erhabenheit gleich.'

Hintergrund:
Der Nanga Parbat - der 'nackte Berg', der 'König der Berge', der 'Schicksalsberg der Deutschen' - ist mit 8125 Metern Höhe der neunthöchste Berg der Erde und liegt im Westhimalaya, im pakistanischen Teil der Region Kashmir.

Inhalt:
'Aus den Büchern und Aufzeichnungen der Toten, aus Interviews mit den lebenden Akteuren' hat der Autor Ralf-Peter Märtin 'Biographien, Motive und Expeditionen rekonstruiert'. So berichtet er beispielsweise vom Erstbesteigungsversuch Albert F. Mummerys Ende des 19. Jahrhunderts, von den Expeditionen der Deutschen in den 1930er Jahren, von der Erstbesteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl sowie von der Erstbesteigung der schwierigen Rupal-Wand durch die Brüder Günther und Reinhold Messner, wobei Günther beim Abstieg ums Leben kam.

Mein Eindruck:
'Nanga Parbat' ist meine erste Lektüre über die 8000er und über Extrembergsteigen und hat meine (theoretische, aber nicht praktische) Begeisterung für den Alpinismus geweckt. Ralf-Peter Märtin ist ein spannendes Buch gelungen, in dem ein sehr plastisches und realistisches Bild von den Strapazen und den Glücksgefühlen bei der Bewältigung eines 8000ers vermittelt wird. Hier erfährt man als Leser zahlreiche Details zum Thema Bergsteigen, zu Expeditionen, zu den Alpen und zum Himalaya (nicht nur zum Nanga Parbat, sondern auch zum Mount Everest, zum Annapurna, zum Kangchendzönga etc.).

Ich habe keinerlei praktische Erfahrung mit Bergsteigen und empfand vielleicht aus diesem Grunde einige Ausführungen als zu detailliert. So wurden für meine Begriffe zu viele Interna zu Alpenvereinen, dem Himalayan Club usw. erwähnt, und der Autor verliert sich bisweilen in weitschweifigen Schilderungen, die mich nicht fesseln konnten.

Hervorragend gelungen ist das Kapitel über Günther und Reinhold Messner, das große Lust auf Reinhold Messners Bücher macht.

Mein Resümee:
Ein spannendes Buch, das mich staunen ließ und meine Begeisterung für den Alpinismus geweckt hat.
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Nanga Parbat: Wahrheit und Wahn des Alpinismus
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