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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte nicht immer so engstirnig sein
Als erstes möchte ich sagen, dass ich das Buch gelesen habe und wirklich sehr interessant und spannend fand. Ich habe mich sehr auf den Film gefreut und war wirklich positiv überrascht. Ich finde den Film sehr gut, tolle Schauspieler, tolle Kulisse und echt kurzweilig. Ich kann es nur langsam nicht mehr hören, dass einige engstirnige Menschen der Meinung...
Vor 4 Monaten von Disney-Fan veröffentlicht

versus
91 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Film ist nicht schlecht....
Aus Vorfreude auf den Film habe ich das Buch, dass ich zuletzt vor 22 Jahren gelesen hatte, wieder hervorgeholt und verschlungen. Wärend des Lesens habe ich mir vorgestellt, ach, wie setzten sie wohl dieses und jenes im Film um. Das war der Fehler! Der Film hat, außer der Grundstory - englische Bader reist nach Persien- aber auch rein gar nichts mit dem Buch zu...
Vor 9 Monaten von Düster veröffentlicht


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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte nicht immer so engstirnig sein, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (DVD)
Als erstes möchte ich sagen, dass ich das Buch gelesen habe und wirklich sehr interessant und spannend fand. Ich habe mich sehr auf den Film gefreut und war wirklich positiv überrascht. Ich finde den Film sehr gut, tolle Schauspieler, tolle Kulisse und echt kurzweilig. Ich kann es nur langsam nicht mehr hören, dass einige engstirnige Menschen der Meinung sind, eine Buchverfilmung müsste eins zu eins das Buch wiedergeben. Nicht ohne Grund wird darauf verwiesen, dass Filme auf einem Buch BASIEREN. Und wie bitte hätte man dieses Buch in einen Film bekommen sollen ? Natürlich bleiben da Details aif der Strecke.

Ich werde weiterhin Bücher lesen und mich weiterhin auf die darauf basierenden Filme freuen und uneingenommen ins Kino gehen (Tipp für alle).
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig..., 8. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (Amazon Instant Video)
Ich kann nicht groß vergleichen, weil ich das Buch nicht gelesen habe, deswegen verstehe ich wohl auch die ganzen schlechten Kritiken nicht. Ich hätte mir aufgrund dessen den Film fast nicht mehr angeschaut und das wäre wirklich ein riesen Fehler gewesen, denn das ist der beste Film den ich seit langem gesehen habe. Es ist alles dabei was man von einem guten Film erwartet. Die Story ist wirklich gut, der Film ist interessant, wird gegen Ende noch richtig spannend, für die Frauen is auch noch bisschen herzschmerz dabei und für die Herren bisschen Krieg, aber alles in annehmbaren Dosen. Ich kann die schlechten Kritiken wirklich nicht nachvollziehen, ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt. Wer wie ich antike Filme mag, wird diesen mit Sicherheit auch klasse finden.
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72 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 22. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus [Blu-ray] (Blu-ray)
Würden die Leute endlich mal aufhören ständig zu jammern das eine Buchverfilmung nicht 100% wie im Buch ist (Zeile für Zeile, Satz für Satz) hätte dieser Film sicherlich eine höhere Bewertung. Die wenigsten Bücher kann man 100% genau so verfilmen, ohne das der jeweilige Film langweilig wird. Was in einem Buch funktioniert, muss nicht auch auf der Leinwand klappen. Irgendwann müssen die Leute das doch mal begreifen und aufhören ständig schlechte Bewertungen zu geben, weil der Film anders ist. Das ist kein vernünftiger Kritikpunkt. Ein Film kann auch gut sein, auch wenn er nur 20% vom jeweiligen Buch enthält. Aber dazu muss man lernen, diesen jeweiligen Film getrennt zu betrachten.

Der Film: Hat mich gut unterhalten. Es ist kein Meilenstein der Unterhaltung, aber es unterhält. Und das ist für mich das wichtigste an einem guten Film. Egal ob das logisch 100% nachweisbar ist oder nicht, solange mich ein Film unterhält (und das tut DerMedicus) ist der Film für mich gut. Vor allem dann, wenn ich am Ende weiß, ich werde mir den Film wieder ansehen wollen.

Ich mag besonders die für mich sehr sympathische Charaktere. Das Casting ist sehr gelungen. Und ich finde es sehr angenehm, das dieser Film keines dieser Charaktere hat, welches die Aufgabe hat den Zuschauer tödlich nerven. So das man sich die ganze Zeit denkt "Wann beisst der endlich ins Gras!?" Vielleicht mag dieser Film deswegen für den einen oder andren langweilig wirken, aber ich fand es sehr wohlig und entspannend.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als das Buch aber authentische Darstellung, 24. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin total begeistert vom Buch.

Das Gleiche kann ich nicht unbedingt vom Film sagen, jedenfalls nicht vom Einstieg in den Film.
Das liegt daran, dass man sicher, ganz von den Endrücken des Buches gefangen, eine gewisse Erwartungshaltung an den Film
hat.
Wer das Buch aber nicht kennt und ganz unvoreingenommen den Film erlebt, wird fasziniert sein. Denn der Film trifft aber absolut den Nerv der damaligen Zeit. Die Handlung ist leicht abgewandelt und einige Protagonisten, die mir wichtig erscheinen, etwas verändert oder weggelassen.

Sehr gute und hochkarätige Besetzung machen das wett . Es ist eine gelungene und aufwendige Verfilmung, die das Geschehen absolut authentisch darstellt und die Betrachter in ihren Bann zieht.

So war auch ich versöhnt mit den Änderungen, mit denen man leben muss, wenn ein großes Epos in einen Film gepackt und umgesetzt werden soll.

Der Film ist sehenswert und absolut empfehlenswert !

Ch. Rehfeld
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, 4. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (Amazon Instant Video)
Ich habe natürlich auch das Buch gelesen. Also musste meine Familie diesen Film mit mir schauen. Sie waren total begeistert. Daher die 5 Sterne.Ein wirklich packender, faszinierender Film. Wo der junge Rob von England in den Orient zieht und die damalige Heilkunst erlernen will. Der Film ist von meiner Familie zu 100% zum weiterempfehlen. Bitte nicht mit dem Buch vergleichen!!
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91 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Film ist nicht schlecht...., 11. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (DVD)
Aus Vorfreude auf den Film habe ich das Buch, dass ich zuletzt vor 22 Jahren gelesen hatte, wieder hervorgeholt und verschlungen. Wärend des Lesens habe ich mir vorgestellt, ach, wie setzten sie wohl dieses und jenes im Film um. Das war der Fehler! Der Film hat, außer der Grundstory - englische Bader reist nach Persien- aber auch rein gar nichts mit dem Buch zu tun. Jedes Detail ist anders!
Wer also die Umsetzung eines sehr guten Buches erwartet, wird -wie ich- enttäuscht sein. Wer jedoch einen netten DVD-Abend erleben möchte, besser noch, das Buch gar nicht kennt, wird sicher gut unterhalten.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, 17. Juli 2014
Von 
berti2 "meggie" (Aalen, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (DVD)
Das Buch habe ich Ende der 80er/Anfang der 90er verschlungen. Jede Seite war ein Eintauchen in Abenteuer, in das mittelalterliche Europa und in eine mysteriöse Welt des Orients. Noah Gordon verfasste ein Buch, das zu meinen Favoriten zählte.

Das es ein Film dann schwer hat dagegen anzuspielen, ist offensichtlich. Die menschliche Fantasie zeichnet beim Lesen des Buches so vielfältige individuelle Bilder, bei dem der Film nicht mithalten kann. Allein die Fülle der facettenreichen Erlebnisse von Rob, seine Ängste, seine Gefühle kann der Film nicht so leicht transportieren. Auch die Freundschaft zu dem arabischen Mitstudierenden kommt zu kurz. Ich glaube mich an einen Wettlauf zu erinnern, der im Buch schon eine wichtige Stellung einnahm und im Film ganz wegblieb.

Nichtsdestotrotz ist der Film in Ordnung. Wer einen schönen Film anschauen will, ist mit dem "Medicus" gut bedient. Er sollte nur vorher nicht das Buch lesen.....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film - hat aber wenig mit dem Original-Buch gemein, 4. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (Amazon Instant Video)
Also der Film ist solide gemacht und gut anzuschauen. Die Schauspieler (auch die Deutschen) spielen hervorragend. Ben Kingsley steht sowieso für Qualität. Vergleichen mit dem Original darf man es allerdings nicht sonst ist man enttäuscht. Das Original (ich habe es als Hörbuch) hat eine Laufzeit von ca. 40 Stunden. Die ganze Vorgeschichte von Rob Cole geht im Film verloren. Teilweise weicht der Film auch deutlich vom Original ab (Tod der Mutter, Beziehung und Ehe von Rob Cole in Isfarhan). Davon abgesehen, ist der Film an sich aber wie gesagt sehr gut gemacht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn man das Buch vergisst, ganz gut, 29. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus [Blu-ray] (Blu-ray)
"Der Medicus" von Noah Gordon gehört zu den Büchern in meinem Regal, die ich gar nicht oft genug lesen konnte. Umso mehr habe ich mich über eine Verfilmung gefreut. Ins Kino bin ich trotzdem nicht gegangen. Dass Robs Frau Mary komplett gestrichen und durch die (später verheiratete) spanishe Jüdin Rebecca ersetzt wurde, war mir pingeliger Frau schon Pfuscherei genug. Jetzt gibts den Film für lau bei Amazon Instant Video und ich hab mich doch mal getraut.

Parallelen und Un-Parallelen zum Buch:
Schon in den ersten Szenen wird klar: Die Story ist zwar ans Buch angelehnt, mehr aber auch nicht. Rob wohnt nicht mehr in London, sondern in einer Hütte auf dem Land. Die Mutter stirbt nicht bei der Geburt, sondern am Blinddarmdurchbruch. Der Bader ist kein Charmeur mit vergleichsweise guten Medizinkenntnissen, sondern nicht mehr als ein Scharlatan ohne jedes Interesse an seinen Mitmenschen. Robs gesamte Kindheit wurde aus dem Film gestrichen. Das kann ich nachvollziehen, die Story ist lang genug. Dasselbe gilt übrigens auch für Robs Rückkehr nach England und seine spätere Flucht nach Schottland, die im Film fehlen. Dennoch wären da ja einige spannende Episoden beigewesen, deren Verfilmung sich gelohnt hätte. Jedenfalls wird schnell klar: Wer sich zu sehr ans Buch klammert, der wird an diesem Film keine Freude haben. Ein weiterer gravierender Unterschied ist, dass Rob in Isfahan nicht seine Buch-Frau Mary Cullen aus Schottland kennen lernt, sondern die verheiratete Jüdin Rebecca, mit der er am Ende durchbrennt. Durch diese Story entfällt die Liebesbeziehung zwischen Karim und Ibn Sinas junger Frau, die im Buch doch deutliche Parallelen zu dieser Filmromanze aufweist. Während Rob im Buch auf Drängen seiner chrislichen Frau Isfahan verlässt und nach England zurückkehrt, ist er im Film gezwungen, zu fliehen. Das klingt jetzt nach ein paar Kleinigkeiten, sind aber alles elementare Dinge, die Robs Handlungen rechtfertigen und beeinflussen und deren Verfälschung damit auch die ursprüngliche Geschichte verfälscht. Das muss der ganzen Sache natürlich einen Minuspunkt einbringen, immerhin suggerieren Film und Titel, es handele sich dabei um eine (erwartungsgemäß halbwegs nahe) Verfilmung des Buches. Das ist irreführend und zweifellos der Grund, warum hier so viele enttäuscht sind.

Der Film ohne Buch betrachtet:
Nehmen wir erstmal die Story (Wer nicht gespoilert werden will, sollte diesen Absatz überspringen): Rob Cole drängt sich nach dem Tod seiner Mutter einem zufällig anwesenden Bader auf und wird sein Lehrling. Anfangs ist er nur für die Unterhaltung zuständig, später wird er zum Bader ausgebildet. Als sein Lehrmeister langsam erblindet, lernt Rob die jüdische Heilkunst kennen und in ihm wächst der Wunsch, bei den besten der Besten zu lernen und so auch Krankheiten wie Blindheit und die Seitenkrankheit (Bilnddarmentzündung) heilen zu können. Rob erfährt, dass er nach Isfahan reisen muss, wenn er wahrhaft ein Medicus werden will. Dort lehrt mit Ibn Sina (übrigens eine historische Person) der größte Medicus der Welt.
Da in Isfahan nur Juden und Moslems geduldet werden, sieht Rob sich genötigt, die Identität eines Juden anzunehmen. In Ägypten schließt er sich als Jesse ben Benjamin, leider viel zu wenig in "seinem" Glauben erzogener Jude aus England, einer Karawane an, die ihn nach Isfahan bringt. Dort trifft er übrigens auch auf Rebecca, die offenbar auf dem Weg zu ihrer Verheiratung ist. Nur mit viel Glück überlebt Rob einen Sandsturm, der fast die gesamte Karawane getötet hat. Allein schlägt er sich weiter nach Isfahan durch. Robs Aufnahme an Ibn Sinas Schule scheitert, doch zufällig trifft er auf den großen Meister selbst und wird über ihn doch noch aufgenommen. Schnell freundet Rob sich mit dem Juden Mirdin und dem verwöhnten Muslim Karim an. Er trifft die im Sandsturm verschollene Rebecca wieder, die soeben einen anderen Juden geheiratet hat.
Rob besitzt eine besondere Gabe, die ihn spüren lässt, ob Menschen dem Tod geweiht sind. Da er seine Gabe nicht erklären kann, stößt er anfänglich auf Skepsis, bis er in Ibn Sina einen Gleichgesinnten findet. Ab sofort ist Rob der Protegé des Medicus und kommt auf diesem Weg sogar in Bekanntschaft mit dem Schah.
Als Rache über die Enthauptung ihres Prinzen schicken die Seldschuken Pestkranke nach Isfahan. Rob und seine Freunde beginnen gegen die Krankheit zu kämpfen, für die es damals kein Heilmittel gibt. Um der Krankheit auf die Spur zu kommen, sezieren Rob und Ibn Sina an der Pest verendete Tiere. Rob erhält den (zeitlich etwas verfrühten) Geistesblitz, dass die Pest durch Flöhe übertragen wird. Durch das Entfernen der Leichname in den Straßen und die konsequente Ausrottung von Ratten können die Ärzte die Krankheit schließlich eindämmen. Na, hätte man das mal 300 Jahre später in Europa gewusst.
Schließlich ist die Stadt gerettet; Karim stirbt als einer der letzten an der Pest. Obwohl Rob mittlerweile mit Gott und seinen mangelnden Kenntnissen als Heiler hadert und sich nach der unerreichbaren Rebecca verzehrt, geht das Leben weiter und er setzt sein Studium an der Madrassa fort. Heimlich seziert er Tote, um der Seitenkrankheit auf die Schliche zu kommen. Es kommt wie es kommen muss und Rob wird des illegalen Sezierens von Menschen überführt. Um die anderen Juden davor zu schützen, sozusagen in "Sippenhaft" von der Madrassa ausgeschlossen zu werden, gesteht Rob, getaufter Christ zu sein. Dennoch wird er gemeinsam mit Ibn Sina ins Gefängnis geworfen. Die Hinrichtung der beiden wird in letzter Sekunde aufgehalten, als Seldschuken Isfahan angreifen und der mittlerweile ebenfalls an der Seitenkrankheit erkrankte Schah (wie überraschend) beide Ärzte zu sich ruft. Er fordert Rob auf, ihn zu operieren. Rob stimmt zu, fordert aber, dass der Schah Rebecca vor der Steinigung als Ehebrecherin rettet. Während Fanatiker und Seldschuken Isfahan angreifen, wird der Schah operiert und überlebt den Eingriff. Unter dem Schutz des Schahs fliehen Rob und die Juden in die Berge, während der Herrscher selbst in der Schlacht gegen die Seldschuken fällt.
Der Film endet damit, dass Rob und der Bader in London wieder aufeinandertreffen.

Jetzt mal zum eh.. technischen Teil des Films
Ich bin mir nicht sicher, ob das Mittelalter und seine Menschen hier nicht ein klein bisschen schmuddeliger und runtergekommener dargestellt werden, als es tatsächlich war. Man sollte doch annehmen, dass zumindest Bürgersfrauen - wenn auch arm - auf ein Mindestmaß an Sauberkeit und ordentliche Kleidung geachtet haben dürften.
Die Darsteller der Hauptfiguren gefallen mir so weit gut, auch Rob wird super dargestellt. Eine schöne Mischung aus verwegenem Jungspund und Mann mit dem Bedürfnis, zu helfen. Der Bader enttäuscht etwas, da er mir zu sehr von der liebgewonnenen Figur aus dem Buch abweicht, für einen Scharlatan wird er aber ganz gut dargestellt. Auch die Behandlung von Krankheiten und Gebrechen scheint mir unter mittelalterlichen Aspekten recht authentisch (ja bei sowas bin ich pingelig). Ben Kingsley als Ibn Sina wiederum ist großartig. Eine tolle Mischung aus Bescheidenheit, Gelehrsamkeit und Selbstironie.
Abgesehen von der bereits erwähnten Schmuddeligkeit gefallen mir die Landschaftsaufnahmen und die Gebäude ganz gut. Man sieht ja leider zu oft Schlösser und Burgen in Filmen die es zu der Zeit noch gar nicht gab oder die damals ganz anders aussahen. Der Tower of London ist hier ein gutes Beispiel: Er wird tatsächlich im Zustand des 12. Jahrhunderts gezeigt und nicht im heutign. Insbesondere in den in der christlichen Welt spielenden Schauplätzen (bspw. England) ist mir allerdings der Umgang zwischen Juden und Rob etwas zu vertrauensvoll. Immerhin herrschte damals eine gewaltige Kluft zwischen beiden Religionen (den Juden wurde ja die Schuld an praktisch allem zugeschoben). Da hätte ich mir zumindest für den Einstieg etwas mehr Distanz gegenüber Rob gewünscht. Dasselbe gilt übrigens auch für die Kombination Jude-Moslem. Auch hier wird der mittlerweile als Jude getarnte Rob von vielen Muslimen ein bisschen freundlicher und vertrauter aufgenommen, als es im historischen Kontext wirklich passend gewesen wäre.
Die lange und im Buch recht unspektakuläre Reise wird mit einer Schiffsreise nach Ägypten auf wenige Minuten gekürzt, was ich vollkommen okay finde. Leider wird mit keiner Szene gezeigt, wie Rob sich als Engländer die persische Sprache aneignet, da man in Isfahan zweifellos kein Wort Englisch spricht. Auch die dürftigen Lateinkenntnisse, die zumindest der Buch-Rob hatte, können im Film nicht als gegeben vorausgesetzt werden (eine Bürgersfrau hat in der Schule vielleicht noch etwas Latein gelernt, aber Film-Robs verarmte Bettelmutter wird ihm da kaum was beigebracht haben). Besser gefällt mir hingegen, dass der Film zeigt, wie Rob/Jesse während seiner Reise von anderen Juden die wichtigsten jüdischen Gebräuche lernt, was seiner Tarnung natürlich enorm zu Gute kommt.
Bei Robs Ankunft in Isfahan wird Feuerwerk gezeigt. Ich habs grad mal gegoogelt: Das gabs im persischen Raum tatsächlich schon im 12. Jahrhundert, ist also kein Filmfehler ;) Sehr gut gefällt mir, wie die Ausbildung an der Madrassa dargestellt wird. Ähnlich wie an europäischen Universitäten bestand sie im Mittelalter nämlich nicht nur aus der Medizin an sich, sondern auch aus Recht und Theologie (das sogenannte Trivium), sowie Astronomie, Philosophie und ähnlichen Disziplinen. Was hingegen wirklich als Filmfehler betrachtet werden kann, ist das Erkennen von Flöhen und Ratten als Überträger der Pest. Das wusste man im Hochmittelalter schlichtweg und ergreifend noch nicht, denn sonst wäre es wohl nie zu den Pestwellen des späten Mittelalters gekommen, bei denen Europa um zwei Drittel seiner Bewohner dezimiert wurde. (Der Zusammenhang zwischen Flöhen und Pest wurde erst 1898 (!) entdeckt).

Mein Fazit: Wer das Buch außer Acht lässt oder es am besten gar nicht erst gelesen hat, der wird sich mit dem Film gut unterhalten fühlen. Anders als andere hier konnte ich bis auf gewisse Übertreibungen keine groben Fehler entdecken (wenn man die erwähnten kulturellen Unterschiede und die Pestsache mal vergisst). Was mich zum Ende hin gestört hat, ist das ganze Tohuwabohu um die Seitenkrankheit. Zwar spielt sie auch im Buch eine gewisse Rolle, doch hat man sie im Film ja praktisch jedem angedichtet, der sich dazu anbot. Noah Gordon besaß in seinem Buch immerhin die Größe, seinen Protagonisten an Pest und Seitenkrankheit scheitern zu lassen wie jeden anderen Arzt dieser Zeit. Das ist im Film für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Da der Film im Großen und Ganzen aber ganz gut ist, mit dem Buch aber ungefähr so viel zu tun hat wie meine Katze mit Staubsaugern, und da es einige kleine Fehler und Ungereimtheiten gibt, vergebe ich gerade noch vier Sterne.

Danke an alle, die meine bisher ausführlichste Rezension gelesen haben. Ich hoffe, sie hilft euch weiter.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn Macht und Gier den Fortschritt bremsen...., 3. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (Amazon Instant Video)
Interessantes Drama um den Fortschritt der Medizin, das Erlernen neuer Kenntnisse im fernen Orient, wo es so viele verworrene Vorstellungen gibt und Hindernisse überwunden werden müssen, um mehr Menschen helfen zu können. Wir begegnen hier der Seitenkrankheit (besser bekannt als Blinddarmentzündung), der Pest uvm. Doch so sehr sich der Junge Rob auch wünscht, aufgrund des Verlustes seiner Mutter im Sinne der Medizin Kenntnisse zu finden und ihn seine Reise über den fiesen Bader (absolut unsimmpathisch aber manches Mal blinkt doch ein wenig Freundlichkeit durch) bis nach Ispahan zum Medicus (gespielt von Ben Kingsley- für meinen Geschmack eine Top Besetzung), wo er in die Lehre geht. Aber sein Ehrgeiz und seine Hilfsbereitschaft bringen ihn oft in schwierige Situationen, auch gerade mit der Jüdin Rebecca, die er auf der Reise kennenlernt, die aber mit einem anderen verheiratet wird (der wie es eben so sein muss, total fies und unsympthisch ist- siehe Begebenheit bei der Pest), und in die er sich unsterblich verliebt und ein Verhältnis mit ihr anfängt. Auch die Auseinandersetzungen der Völker sind zwar spannend, aber reißen die Geschichte nicht wirklich.
Es war zwar reich an Bildern, die Schauspieler waren auch recht gut für ihre Rollen gewählt, aber die Geschichte war mir nicht ganz rund, vieles etwas übertrieben, etwas zu leicht dargestellt und auch der Schluss war für mich alles andere als eine Abrundung der Geschichte. Zu abrupt und man hätte gerne noch einen Eindruck von beiden gehabt, wenn sie wieder in England ankommen. Dafür, dass für diesen Film so eine große Ankündigung gemacht wurde, war ich doch etwas enttäuscht. Man hat es gesehen, ja, aber mehr auch nicht.
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Der Medicus
Der Medicus von Philipp Stolzl
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